The Movie Community HomeLetzer Film Donnerstag, 21. September 2017  08:40 Uhr  Mitglieder Online4
Sie sind nicht eingeloggt

Frantz (FR 2016)

Frantz (DE 2016)


Genre      Drama
Regie    François Ozon ... 
Buch    François Ozon ... 
Darsteller    Pierre Niney ... Adrien
Paula Beer ... Anna
Ernst Stötzner ... Doktor Hoffmeister
Cyrielle Clair ... Adriens Mutter
Johann von Bülow ... Kreutz
[noch 4 weitere Einträge]
 
Agent KarlOtto
 
Wertungen15
Durchschnitt
7.73 
     Meine Wertung
[Prognose] [Werten]


DVD-Erscheinungstermin:
09.03.2017

Start in den deutschen Kinos:
29.09.2016



Eine Meinung   [Ihre Meinung zu diesem Film]

Vielseher
28.09.2016 19:59 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 28.09.2016 um 20:16
Ohne allzu viel über den Inhalt zu verraten, zeigt der Film eine junge Frau, die im Jahr 1919 "zwischen" zwei Männern "lebt" und feststellen muss, dass sie ohne einige Lügen in ihrem Leben einfach nicht weiterkommt. Die Handlung erzählt jedoch etwas völlig anderes, als das, was man erwarten würde, wenn man das hier so einfach überfliegt. Der andere Mann ist ein junger Franzose, der in der deutschen Kleinstadt, in der die Frau lebt, plötzlich auftaucht und auch irgendwie dort auffällt, zumal der 1. Weltkrieg noch nicht lange zurückliegt und die benachbarten Länder nicht gerade freundschaftlich verbunden waren. Die Geschichte, die erzählt wird, erweist sich als sehr gut gelungen, was neben dem Regisseur auch den Schauspielern, insbesondere auch den Hauptdarstellern, zuzurechnen ist. Die in Deutschland spielenden Szenen wurden in Quedlinburg, Wernigerode (2 x Harz) und Görlitz gedreht; es beeindruckt, dass es doch noch so einige Straßen und Plätze gibt, die baulich viel Geschichte beinhalten und so dargestellt werden können. Gedreht wurde im wesentlichen in schwarz-weiß, was der Handlung und der Atmosphäre der damaligen Zeit nahe kommt. Hervorzuheben ist auch die sehr zurückhaltend eingesetzte musikalische Umsetzung, die die Handlung mitträgt und nicht bereits vorher einen dramaturgischen Wechsel ankündigt. Auffallend war auch, dass einige Teilszenen sehr auf den Punkt gebracht wurden, und dem Zuschauer nicht erst ein langes inhaltliches Herumirren zugemutet wurde. Der Film gefiel mir deutlich besser als der vor einigen Jahren so angepriesene und auch in dieser Zeit (1913) spielende Film von Hanecke ("Das weiße Band").

Eine Meinung   [Ihre Meinung zu diesem Film]