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A Ghost Story (US 2017)


Genre      Drama / Fantasy / Romance
Regie    David Lowery ... 
Buch    David Lowery ... 
Darsteller    Casey Affleck ... 
Rooney Mara ... 
McColm Cephas Jr. ... 
Kenneisha Thompson ... 
Studio    Ideaman Studios ... 
Sailor Bear ... 
Verleih    Universal Pictures International (UPI) ... 
 
Agent Maddin
 
Wertungen17
Durchschnitt
7.38 
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DVD-Erscheinungstermin:
12.04.2018

Start in den deutschen Kinos:
07.12.2017



2 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

WinstonSmith
10.06.2018 13:58 Uhr / Wertung: 9
Der Schauspieler Casey Affleck ist immer wieder ein Garant für ungewöhnliche Projekte, so auch bei "A Ghost Story", ein Film, der von Anfang an die Sehgewohnheiten dadurch irritiert, dass das Bild nicht den gesamten Monitor einnimmt, sondern verkleinert und mit abgerundeten Ecken erscheint. Doch nicht nur das ist ungewöhnlich, sondern auch die sepiafarbene, leicht "nebelige" Farbgebung der Aufnahmen, die dadurch eine entrückte, märchenhafte Atmosphäre entstehen lassen. Denn märchenhaft gestaltet ist die Handlung ohne Frage, und surreal dazu, wenn "C" nach einem tödlichen Autounfall als Geist im Haus seiner Frau umherwandert, oder einfach nur dasteht, um zuzuschauen wie die Zeit vergeht, und sich alles rasend schnell verändert. Wobei diese Entscheidung, eine Person mit einem Bettlaken als Geist zu präsentieren, so als wäre es Halloween, hervorragend funktioniert, und traumähnliche Bilder entstehen lässt. Schon allein, das ein namhafter Schauspieler wie Casey Affleck, zwei Drittel eines Films unter einem Bettlaken verbringt, und es schafft, dieser eigentlich absurden Figur enorm viel Aussagekraft und Charakter zu verleihen, weckt bei mir größten Respekt und Anmerkung dieser Leistung.
Trotz seiner Langsamkeit, seines Unspektakulär seins, seiner Ruhe, ist "A Ghost Story" niemals anstrengend, oder gar "intellektuell" wie Arthaus-Filme, sondern schlicht ein durchweg faszinierendes Seherlebnis, das mehr als lohnenswert ist es sich anzuschauen.
Vielseher
05.01.2018 17:05 Uhr / Wertung: 8
Ein richtig schöner Geheimtipp, der als poetische Kostbarkeit erzählt wird und eine Hintergrundmusik aufweist, die kaum besser sein kann. Ich kann bei vielen Filmen an der Musik herummeckern, entweder ist sie zu laut oder nimmt das bevorstehende Ereignis bereits vorweg, oder es wird permanent nur gedudelt, aber hier stimmt einfach alles.
Die Story an sich beeindruckt in der Umsetzung und verlangt, dass man sich auf den Film tatsächlich einlässt. Das Einlassen ist aber gar nicht so schwer, weil man einfach in die Handlung 'reinrutscht, so dass man nicht übermäßig gefordert wird. Im weiteren Verlauf driftet sie dann etwas in das Allgemeine ab (Hochhaus), fängt sich jedoch sogleich wieder. Die kurz gezeigte historische Entwicklung kippt den Film nicht, würde bei einer längeren Dauer der Darbietung vermutlich jedoch als abschweifend anzusehen sein. Als clevere Idee erweist sich auch das partielle Double, das viel Raum zur Interpretation bietet, dem sonstigen Handlungsverlauf jedoch nicht schadet.
Eine zunächst als gewagt angesehene Idee wurde insgesamt recht gut umgesetzt; sie wird jedoch damit leben müssen, dass sie nicht jedem gefallen wird.
Im Ergebnis zeigt sich hier von der Art des Films her ein etwas besserer Terrence Malick, besser auch deshalb, weil nie der eigentliche Handlungsverlauf aus den Augen verloren, so folglich der rote Faden fast immer straff gehalten wurde und esoterische Spielereien unterbleiben.

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