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Call Me by Your Name (IT 2017)


Genre      Drama / Romance
Regie    Luca Guadagnino ... 
Buch    André Aciman ... 
James Ivory ... 
Darsteller    Armie Hammer ... Oliver
Timothée Chalamet ... Elio
 
Agent KarlOtto
 
Wertungen33
Durchschnitt
5.82 
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DVD-Erscheinungstermin:
05.07.2018

Start in den deutschen Kinos:
01.03.2018



Eine Meinung   [Ihre Meinung zu diesem Film]

Hatsepsut
01.03.2018 01:34 Uhr / Wertung: 3 - Letzte Änderung: 01.03.2018 um 01:40
Fazit: der Film ist schlecht (3 Punkte). Er fing als ganz mittelgut an und endet in Langeweile und Kitsch.

Das Hauptproblem dieser sehr langatmig erzaehlten Liebesgeschichte zwischen zwei Männern ist, dass es keinen wirklichen Konflikt gibt. Der Junge hat verständnisvolle Eltern, eine verständnisvolle Freundin, ein paar Sexerlebnisse (da blendet die Kamera meist weg), ein paar nette Begegnungen mit anderen Menschen. Die Musik ist entweder belanglos oder kitschig. Erzählerische Atmosphäre ist meist nicht vorhanden, bis auf 2-3 kurze Szenen. Wozu diese Geschichte? dieser Film? und das für über 2 Stunden?

Ein anderes Problem mit diesem Film sehe ich darin, dass er viele Erzählfäden aufnimmt, die er nicht zu Ende führt, die sich nicht in das Gesamtbild einfügen.
Beispiel: wieso spielt der Film 1981? Es könnte ebenso 1990 sein oder 2005 - halt, es gibt ja Münztelefone! Nur zu dumm, dass dieser Umstand für die Handlung keine Rolle spielt.... ebenso: beide Männer sind Juden. Spielt das Judentum eine Rolle, bringt das einen Konflikt hervor ? Nein. Es hätten ebenso zwei Hindus sein können, die sich hier verlieben....auch das italienische Setting ist völlig irrelevant. In einem See baden könnte man auch anderswo in Mitteleuropa. Oder die Vielsprachigkeit der Familienmitglieder - ist dies relevant für die Liebesgeschichte? nicht wirklich. etc etc. Der ganze Film ist nicht durchdacht, und zudem konfliktarm, und das macht ihn letztlich ziemlich langweilig.

Der Film vertut auch eine grosse Chance. Der Liebhaber des Sohns ist Archäologe; zusammen mit dessen Vater findet er eine antike bronzene Statue eines 'Jünglings' im Meer. Der Sohn sieht dieser Statue sehr ähnlich.....hier hätte man eine Reflexion über die Rolle der Homosexualität in der Antike, bei Griechen und Römern, ansetzen können, und einen Vergleich zur Gegenwart ziehen können - das findet aber nicht statt. Dem Film fehlt also völlig die sozial-intellektuelle Ebene.

Stellenweise wirkt der Film fast softpornohaft, besonders ab Mitte. Dies wird unterstützt von der Kamera, die zu oft auf runde Frauenpopos fokussiert und zu nah an gewollt-erotisierende Handlungen der Protagonisten heranrückt, um dann doch mit betontem Super-Schwenk Richtung Fenster (begleitet von deutlichen Schmatzgeräuschen aus dem Hintergrund) abzudriften.




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