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Un long dimanche de fiançailles (FR 2004)

Largo domingo de noviazgo (ES 2004)
A Very Long Engagement (US 2004)
Mathilde - Eine große Liebe (DE 2004)


Genre      Drama / Mystery / Romance / War
Regie    Jean-Pierre Jeunet ... 
Darsteller    Audrey Tautou ... Mathilde
Gaspard Ulliel ... Manech
Albert Dupontel ... Célestin Poux
Clovis Cornillac ... Benoît Notre-Dame
Dominique Pinon ... Sylvain
Jean-Claude Dreyfus ... Commandant Lavrouye
[noch 4 weitere Einträge]
 
Agent wonderwalt
 
Wertungen217
Durchschnitt
7.65 
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DVD-Erscheinungstermin:
29.04.2005

Start in den deutschen Kinos:
27.01.2005



12 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

namecaps1
09.09.2009 14:24 Uhr / Wertung: 7
Drama + Mystery + Romance: Das ist wirklich nicht meine Lieblingskombination, aber das ist unbestritten ein guter und sehenswerter Film.
groeken
24.09.2007 15:54 Uhr
Mathilde - Eine große Liebe spielt während des 1. Weltkrieges in Frankreich und erzählt die Geschichte eines Mädchens die ihren zum Tode verurteilten Verlobten trotz unzähliger Todesbeweise nicht aufgibt und nach ihm sucht. Dabei ist dies kein reiner Liebesfilm. Viel unterschwelliger und manchmal auch sehr schwarzer Humor lockern diesen doch recht tragischen Film sehr auf. Die Zeit des 1. Weltkrieges mit seinen Schützengräbenkämpfen und seiner brutalität drückt die Stimmung und zeigt umsomehr im welch verzweifelter Lage sich die Hauptdarstellerin Mathilde befindet und wie aussichtslos ihr Vorhaben - ihren Verlobten zu finden - scheint. Insgesamt ein schöner aber französischer Film. Fans von "Die Zauberhafte Welt der Amelie" oder "Liebe mich wenn du dich traust" werden diesen manchmal recht verwirrenden Film mögen, da dieser vielen Elemente der beiden anderen wieder aufgreift. Sehr zu loben ist die Kameraführung und die Bildschönheit des Filmes! Abschließend lässt sich sagen das dieser Film eine schöne Komposition vieler Genres, guter Schauspieler, einer guten Geschichte und einer wunderbaren Umsetzung ist. Sehr zu empfehlen!
ZordanBodiak
18.07.2006 21:24 Uhr / Wertung: 9
Jean-Pierre Jeunet zaubert ein Gedicht auf die Leinwand. Malerische Bilder umhüllen eine Liebesgeschichte. Audrey Tautou verzaubert erneut. Und das obwohl der Mantel des Geschehens aus dem Ersten Weltkrieg besteht. Im harschen Kontrast zu der träumerisch-optimistischen Mathilde wird das Geschehen auf den Kriegsfelder realistisch-erschütternd dargestellt. Und dennoch ist "un long dimanche de fiançailles" trotz aller zeitgeschichtlicher Tiefschläge überwiegend ein Märchen, das mit einem hervorragend schlichtem Ende seinen Weg in das Gedächtnis des Zuschauers findet. Bis es aber dazu kommt, gibt es kleinere komische Momente, Leid und Kummer - aber niemals klassischen Hollywoodkitsch. Hierfür erzählt Jeunet die Geschichte der unglücklich verliebten Mathilde viel zu unpathetisch und rührend emotional. Zusätzlich ist der in seiner Erzählstruktur an den grandiosen Vorgänger "Amélie" erinnernde Film aber auch eine verzwickte Suche, die sich mit Fortlaufen des Filmes immer mehr wie ein Puzzle zusammensetzt.


Somit enttäuscht Jean-Pierre Jeunet auch mit seinem fünften Spielfilm keineswegs. "Mathilde" ist eine meisterhafte Melange aus fesselnder Geschichte, grandioser Kameraführung, famoser Musik [von Lynch-Stammkomponist Angelo Badalamenti] und überzeugender Darsteller [in einer kleineren Rolle ist auch Jodie Foster zu sehen]. Einziger kleiner Schönheitsfehler ist, dass man dem Film in vielen Fällen seinen Schöpfer anmerkt, ohne dass ein direkter Bezug zu den anderen Werken Jeunets besteht. Aber kann das eigentlich ein Nachteil sein? Ich bin auf jeden Fall schon mächtig gespannt auf "life of Pi"... 9 im Kies eine Vollbremsung machende Punkte

mountie
25.01.2006 14:38 Uhr
zu viel amelie kann ich jetzt nicht behaupten. mir persönlich lag die weltkriegsgeschichte eher, als die geschichte der offensichtlichen vorlage. vielleicht hat herr jeunet einfach eine besondere art filme zu machen, und deshalb wirken sie so ähnlich. hier eben besonders, weil audrey tautou wieder die hauptrolle spielt. einziges manko bei diesem meisterwerk, sind die vielen französischen namen mit denen um sich geworfen wird, das man eben manchmal den überblick verliert. aber auch das ist notwendig, und man sieht den film sowieso mehr als einmal. sehr sehr gut.
KeyzerSoze
14.07.2005 14:59 Uhr / Wertung: 7
Viel zu viel Amelie! Genau das hab ich mir die ganze Zeit während des Filmes gedacht. Jeunet schafft es leider nicht von der Inszenierung seines letzten Filmes zu trennen und kopiert mir viel zu sehr aus genannten Film. Dennoch muss ich sagen, dass mir dieses Werk ansonsten recht gut gefallen hat. Der technische Aspekt ist 1a, vor allem muss man die grandiose Kameraführung hervorheben. Die Geschichte ist zwar recht einfach, aber dafür sehr charmant und interessant erzählt. Die Musikuntermalung ist stimmig und das Ende hätte meines Erachtens nicht besser gewählt werden können. Hauptdarstellerin Audrey Tautou fand ich persönlich ein wenig Schwach, dafür können Dominique Pinon und die männermordende Marion Cottilart jedoch mit ihren tollen Leistungen entschädigen. Ein insgesamt schöner Film.
Jimmy Conway
03.06.2005 13:45 Uhr
Mathilde vereint Audrey Tautou und Jean-Pierre Jeunet, den Star und den Regisseur des enorm erfolgreichen Films Die wunderbare Welt der Amélie auf sowohl epische als auch intime Art und Weise. Eine junge Frau namens Mathilde (Audrey Tautou) wird im Ersten Weltkrieg von ihrem Geliebten getrennt und weigert sich zu glauben, dass dieser getötet wurde und beginnt nach seinem Verbleib zu forschen – eine Suche, die sich in alle Richtungen erstreckt, die Dutzende kleiner Nebenhandlungen erzeugt (inklusive der Geschichte über eine italienische Prostituierte, die den Tod ihres eigenen Liebhabers auf angemessene Weise rächt), welche sich vor und zurück in der Zeit bewegen. Die verwirrenden Verstrickungen innerhalb der Erzählung beinhalten sowohl brutale als auch zärtliche Momente, wobei sie sich mittels der tief begründeten Erzählkunst und dem visuell beeindruckenden Stil des Regisseurs von Delicatessen und Stadt der verlorenen Kinder zwischen zerstörerischen Unvermeidlichkeiten und wundersamen Errettungen bewegt. Tautou beherrscht den Film durch ihre leidenschaftliche Ausstrahlung ohne jegliche Anstrengung. Sie ist eine jener Filmschauspielerinnen, die den Zuschauer emotional fesseln, mit jener Art von strahlender Schönheit, bei der einem die Worte fehlen. Ein weit reichender, unglaublicher Film – Teil der umwerfenden Besetzung sind auch Jodie Foster (Das Schweigen der Lämmer), Gaspard Ulliel ('Strayed') und Dominique Pinon (Alien: Die Wiedergeburt).
bhorny
06.02.2005 02:29 Uhr
Mathilde ist ein schöne Liebes-Kriegs-Schnulze die leider etwas zu lang geraten ist. Warum muß ich mir so oft einen fahrenden Zug auf der Leinwand anschauen? Das Mathilde die Strecken nicht zu Fuß zurücklegt, sollte ja jedem nach kurzer Zeit klar sein. Ärgerlich ist auch, das es der Film nicht schafft eine klare Position gegenüber Amelie zu Beziehen. Weder distanziert er sich weit genug von der ersten Zusammenarbeit von Tatou und Jeunet noch knüpft er dort richtig an. Vor allem der Anfang erinnert von der Erzählweise einfach zu sehr an Amelie. Dennoch gibt es von mir 8Punkte, weil es einfach ein wunderschöner und sehr aufwendig gemachter Film ist, der phasenweise auch ans Herz geht.
flechette
03.02.2005 23:44 Uhr
Man sollte nicht in den Film mit der Erwartungshaltung gehen, "Amelie 2" zu sehen. Das wäre ein Fehler, der mir passiert ist. Denn das ist der Film ganz sicher nicht. Er ist ein Drama, was ich wohl übersehen habe oder nicht wahrhaben wollte. Im Gegensatz zur beflügenden Amelie ist Mathilde als Film nicht in der Lage, diese schönen kleinen Momente freizusetzen, wie es Amelie geschafft hat. Aber dass muss Mathilde auch gar nicht: es ist ein sehr guter Film, aber einfach nur anders. Die Liebesgeschichte empfand ich als sehr gelugenm rührend und emotional, ohne kitschig zu wirken. Das liegt vor allem an der schönen Erzählweise, die die Geschichte nach und nach wie kleine Puzzlestücke freisetzt. Sehr angenehm empfang ich die Erzählerstimme aus dem Off, die gelegentlich wichtige und heitere Kommentare eingestreut hat. Mathilde glänzt mit wunderschönen Bildern aus Frankreich, atemberaubenden Landschaften, viel Herbstlaub, schöne Wälder und ähnliches. Das Auge bekommt auf jeden Fall etwas geboten. Für ein Liebesdrama bekommt die Seite des Krieges eine recht hohe Zuwendung; es gibt erstaunlich viele Kriegsszenen, ohne dass der Sinn und die Atmosphäre des Dramas dadurch leidet. Ich empfand den Spagat zwischen den beiden Genres als ziemlich gelungen. Der einzige störende Punkt sind die vielen Namen und Personen, die ich mir irgenwann nicht mehr merken konnte. Da kam ein änliches Gefühl wie in Snatch auf, bei dem der Zuschauer auch mit zu vielen Namen beworfen wird, die er sich merken muss. *Spoiler* Positiv empfand ich das Ende. Das Wiedersehen war sehr schön und nicht einfach nach dem Motto gestaltet: die zwei Charaktere fallen sich in die Arme, die Musik schwillt an und die Kamera dreht sich um die beiden. Das Ende in seiner dargestellten Form war einfach mal was anderes und in seiner Schlichtheit einfach nur schön. *Spoiler Ende*
Orgulas
03.02.2005 22:00 Uhr
Ein schöner Film, ja. Ein guter Film - sicher. Was mir aber nicht gefallen hat: Die "große Liebe", die der Film - oder zumindest der deutsche Titel - verspricht, kam bei mir nicht rüber. Die Fährtenjagd ist viel zu kühl und ... hmm ... irgendwie technisch, da fehlte mir die Leidenschaft, die Tragik, das verzehrende Suchen. Und das liegt allein an der Darstellung von Audrey Toutou, die Mathilde unbedingt so darstellen will. Schade eigentlich. Wo sie ihre Sache doch ansonsten sehr gut macht.
fabred
01.02.2005 02:39 Uhr
Nunja, als großer Fan von "Amelie" war ich natürlich sehr gespannt, was Jeunet diesesmal erschaffen würde. Um es vorweg zu nehmen, ich fand den Film durchaus gut (8), aber wirklich überzeugen konnte er mich leider nicht. Er soll einfach zu viel sein: Liebesgeschichte, Kriegsdrama, aber vor allem ist er eine ziemlich hektisch erzählte Detektivgeschichte. Und genau hier liegt das Problem. Der Film hetzt von einer Fährte zur nächsten, versucht nebenbei immer wieder skurril zu sein und wirkt dadurch leider etwas zu unruhig. Auch die Auflösung hat mich nicht wirklich überzeugt. Abgesehen davon hat der Film jedoch nur gutes zu bieten. Fantastische Bilder, sehr gute Schauspieler, tolle Musik und einen vor Einfällen nur so strotzenden Regisseur. Und gerade Letzteres könnten die meisten Filme unserer Tage verdammt gut gebrauchen.
wonderwalt
30.01.2005 22:42 Uhr / Wertung: 8
Ein überraschend ernster und zuweilen düsterer Film, der keineswegs an die verschmitzte Leichtigkeit von "Amelie" anschließt. "Mathilde" erzählt eine ungewöhnliche Liebesgeschichte, aber es ist eigentlich ein Film über die Anarchie des Krieges und über den Versuch einer jungen Frau, die Normalität und die Wahrheit wiederzufinden. Sehenswert.
wonderwalt
29.01.2005 15:10 Uhr / Wertung: 8
Offenbar sind Warners deutsche Online-Redakteure von der Beliebigkeit und dem
Rosamunde-Pilcher-Touch des hiesigen Verleih-Titels selbst so verwirrt worden, daß
sie die französischen Frauennamen schon mal verwechselt haben. Auf der deutschen Film-WebSite ist nämlich
plötzlich von "Marie - Eine große Liebe" die Rede (und zwar in der Rubrik
'Über die Produktion / Optik'). Lustig, oder? Vielleicht war da aber auch ein enttäuschter Mitarbeiter am Werk, der den Titel selber blöd findet und sich rächen wollte. ;-)

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