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The Motorcycle Diaries (US 2004)

Diarios de motocicleta (ES 2004)
Die Reisen des jungen Che (DE 2004)


Genre      Drama
Regie    Walter Salles ... 
Produktion    Robert Redford ... 
Darsteller    Gael García Bernal ... Young Che Guevara
Rodrigo De la Serna ... Alberto Granado
Kamera    Eric Gautier ... 
Schnitt    Daniel Rezende ... 
Studio    FilmFour ... 
Senator Film Produktion GmbH ... 
Verleih    Constantin Film ... 
 
Agent KeyzerSoze
 
Wertungen166
Durchschnitt
7.52 
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DVD-Erscheinungstermin:
19.05.2005

Start in den deutschen Kinos:
28.10.2004



12 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

mountie
05.10.2008 19:02 Uhr
Mir persönlich konnte dieser Film, trotz der vielen Lobeshymnen in den Vorgänger-Kommentaren, nicht so sehr zusagen. Die Frage die sich jede Produktion vor meinen Augen stellen muß, ist für mich eben: Unterhielt mich das gerade Gesehene?? Oder kam eher gepflegte Langeweile bzw. Desinteresse auf??
Und leider war letzteres, ob der doch recht spärlichen Ereignisse in der Geschichte, der Fall. Nichts gegen die bereits erwähnten traumhaften Landschaftsaufnahmen, und die wunderbare Musikuntermalung, aber interessiert hat mich die Story deswegen auch nicht mehr.
Da aber von mir schlecht bewertete Filme auch handwerklichen Pfusch und stümperhaftes Schauspiel beinhalten, kann ich dies der Schnorrer-Tour vom guten Che nicht vorwerfen.
Handwerklich guter Film, über ein für mich bedingt interessantes Thema, das auch noch zäh erzählt wurde.
Caenalor
20.12.2007 21:02 Uhr / Wertung: 7
Atmosphärisch, gut gespielt, stellenweise poetisch. Vor allem aber ein faszinierender Einblick in diesen Kontinent. Dafür aber auch mit Längen, eben wie es die meisten anderen schon schrieben.
Was ich noch hinzuzufügen habe: die Synchronsprecher selbst gefielen mir gut. Den übersetzten Texten merkte man aber oft stark an, dass ihnen ihr sprachlicher Kontext fehlte.
KeyzerSoze
04.10.2007 10:44 Uhr / Wertung: 7
Da Roadmovies nicht unbedingt mein Genre sind war ich dann doch positiv überascht von Walter Salles Film. Seine frische Atmosphäre ist über alles erhaben, ebenso die einmal mehr tolle Leistung von Gael Garcia Bernal. Es schleichen sich zwar genretypisch einige Längen ein, aber auf die kann man dank der vielen anderen Stärken getrost hinweg sehen.
ZordanBodiak
15.01.2007 22:59 Uhr / Wertung: 8
"Diarios de motocicleta" ist ein in wunderschöne Bilder gehüllter und mit ebenso zauberhafter Musik untermalter Ausschnitt aus dem Leben Che Guevaras. Mit seinem Freund Alberto Granado begibt sich dieser auf eine Reise durch den südamerikanischen Kontinent und entwickelt hierbei den Wandel zum Kämpfer für die Unterdrückten. Darstellerisch ist dieser Film über alle Zweifel erhaben - vor allem Gael García Bernal beweist ein weiteres Mal seine ganz große Klasse. Einzig in der finalen Reiseetappe geht dem Film etwas die Puste aus - und vielleicht geht Walter Salles auch mit dem Mythos Che Guevara etwas zu sorglos um (zu damaliger Studien- und Reisezeit bot er allerdings auch keinen Anlass zur Kritik). Trotz dieser (möglichen) Kritikpunkte ist "diarios de motocicleta" aber ein schön anzusehendes, humorvolles und zum Nachdenken anregendes Road-Movie, das einen guten Einblick in eine der interessantesten Persönlichkeiten des zwanzigsten Jahrhunderts bietet... (noch) 8 herumtuckernde Punkte
i.c.wiener
07.11.2006 03:32 Uhr
Ansonsten hat man zwei wirklich symphatische Hauptdarsteller sehen duerfen, deren Wesenswandel stiltechnisch gut umgesetzt und alles zusammen in grandiose Naturaufnahmen verpackt wurde. Der Abspann rundet das ganze dann auch noch wunderbar ab! (Waren uns waehrend des Films nicht ganz sicher, wie authentisch die Geschichte ist, gerade solche Aktionen wie mit dem Zeitungsartikel...) Im Endeffekt 9 Punkte, aber auch nur wegen besagter Synchronisation
i.c.wiener
07.11.2006 03:28 Uhr
@Dr.Nibbles: Sag mal, waren die Monologe Guevaras im Originalton auch so melodramatisch?! Konnte ihn nur auf Deutsch sehen und vielleicht lag's ja am Synchronsprecher, aber das hat schon ziemlich genervt!
Dr.Nibbles
19.12.2005 03:46 Uhr

Auch nach dem zweiten Mal Ansehen erscheint mir meine 10-Punkte-Wertung für gerechtfertigt. Ich denke, dass es in den vergangenen 2-3 Jahren keinen Film gegeben hat, der mich derart bewegt, berührt und zum Nachdenken angeregt hat. Ein Film, der von den von meinen Vorgängern genannten wunderbaren Landschaftsaufnahmen nur so strotzt, zugleich in einer poetischen Weise die Armut und den Reichtum eines Kontinents zeigt, der gleichzeitig auf die derbe Sprache zurückgreift, die dem Spanischen eigen ist. Ein Film bei dem man das Gefühl hat, dass es das wahre Porträt einer der Personen ist, die das 20. Jahrhundert geprägt haben, wie kaum ein anderer. Eine Person, die gleichzeitig aber auch eine der kritikwürdigsten Persönlichkeiten ist, die eben jenes Jahrhundert zu bieten hat. Dieser Film hat aber auf jeden Fall dazu geführt, dass ich seine Motive besser zu verstehen gelernt habe, was aber nichts daran ändert, dass ich seine Methoden für die falschen halte ("Eine Revolution ohne Gewehre? Du spinnst.").



Trotzdem einer der besten Filme der letzten Jahre, wenn nicht vielleicht sogar der Beste.



Einzig hat mich beim zweiten Mal ansehen gestört (diesmal habe ich ihn auf deutsch, damals im Original ohne Untertitel gesehen), dass der Synchronsprecher vor allem als "Stimme aus dem Off" vollkommen versagt, und es nicht einmal annähernd schafft, an das hinzukommen, was Gael García Bernal vorlegt.


Wer des Spanischen mächtig ist, sehe sich ihn im Original an, der Film verliert durch die Synchronisierung verdammt viel. Zur Not mit Untertiteln.

Jimmy Conway
03.06.2005 13:23 Uhr
Story:
Als der 81-jährige Alberto Granado "Die Reise des jungen Che" sah, war er tief gerührt: "Endlich ein Film, der zeigt, dass Che Guevara ein Mensch aus Fleisch und Blut war." Granado war Guevaras Jugendfreund, damals, als der spätere Revolutionsführer noch in Buenos Aires Medizin studierte und mit Vornamen Ernesto hieß. Und er hat hautnah miterlebt, wie aus dem naiven Frauenschwarm ein leidenschaftlicher Kämpfer für Gerechtigkeit wurde.
Gemeinsam unternahmen sie 1952 eine neunmonatige Motorradtour, von der dieser Film erzählt. Der Trip führte die beiden von Argentinien nach Chile, Peru und Venezuela. Endstation: eine Lepra-Kolonie, in der sie aushelfen wollten.
Wie im Leben ist es auch im Film die pure Abenteuerlust, die die zwei jungen Männer quer durch Südamerika knattern lässt. Ihr Spaß wird dabei durch das Leid der Menschen, das sie überall beobachten, immer mehr getrübt. Die Erfahrungen, die der gutbürgerliche Che im Tagebuch festhält, krempeln sein Weltbild um.

Kritik
Newcomer Gael García Bernal spielt den Reifeprozess Guevaras überzeugend. Dazu findet Regisseur Walter Salles Bilder voller Komik, Poesie und Melancholie - so, als würde er in einem alten Notizbuch blättern. Fast unmerklich schlägt die Stimmung von unbeschwert auf ernsthaft um. Dafür verlangsamt sich das Tempo der Szenen, als müssten auch sie sich Zeit zum Nachdenken nehmen.
Entstanden ist so die Geschichte zweier Freunde, die erkennen, dass sich ihre Lebensziele verändern. "Walter hat diese Entwicklung wunderbar beobachtet", sagt Alberto Granado, der es wissen muss. Gibt es ein schöneres Kompliment?

Fazit: Poetisches Drama, das den Menschen Che Guevara hinter seinem Image sichtbar macht
flechette
27.11.2004 02:02 Uhr
Die erste Hälfte des Films ist sehr ansprechend inszeniert worden und bietet schöne Aufnahmen aus Südamerika. Als die beiden auf ihr Motorrad steigen hat sogar mich als Couchpotato die Reiselust gepackt. Leider wird der Film ab der Ankunft in der Leprastation sehr träge und langwierig, so dass mir recht schnell die Lust am Zuschauen vergangen ist. Der Unterschied zum rasanten Anfang und dem gemächlichen, sich auf einem Fleck abspielenden Ende war mir zu arg.
Ms.Morden
20.11.2004 17:39 Uhr
Ich wollte den Film ja hauptsächlich wegen der Landschaftsaufnahmen sehen. Hauptsächlich hat mich der Film jedoch begeistert, da eine sehr bewegende Geschichte über das Leben und das Leid der Menschen in Südamerika damals (wie es z.T. ja heute noch ist) erzählt wird. Die beiden hauptdarsteller haben mir sehr gut gefallen, ihre 'Verwandlung' im Laufe des Films konnte man gut nachvollziehen. Auch ich habe gegen Ende dann doch häufiger mal auf die Uhr geschaut, da das ruhige Ende nach dem doch zum Teil recht rasanten Anfang doch manchmal irritiert hat. Andererseits finde ich, spiegelte das die Entwicklung von Alberto und Che wieder. Ach so, und die Landschaftsaufnahmen waren erwartungsgemäß auch ganz toll.
lgrimal
01.11.2004 23:44 Uhr
Der gleiche Schauspieler wie in "La mala Educacion" und "Sans nouvelles de dieu". Momentan sehr gefragt, und nicht zu unrecht. Der Film glänzt aber nur nur durch seinen Hauptdarsteller, sondern auch durch die Eindrucksvolle Bilder. So entdeckt man viel über Südamerika, was man nicht unbedingt kannte. Die Sitten, Musiken, Landschaften und Kulturen der verschiedenen südamerikanischen Länder.
bhorny
27.06.2004 02:01 Uhr
Schöne Bilder, eine interessante Geschichte und gut Schauspieler trösten nicht darüber hinweg das der Film mit der Zeit sehr zäh wird. Weniger wäre hier mehr gewesen. Sicherlich waren durch die guten Kritiken aus Cannes meine Erwartungen sehr hoch, aber auch ohne die wäre er nicht wirklich üner 7 Punkte hinausgekommen. Interessant ist die Entwicklung von Che vom Draufgänger zum Nachdenker.

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