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Die fetten Jahre sind vorbei (DE 2004)

The Edukators (UK 2004)


Genre      Drama / Comedy / Crime / Romance
Regie    Hans Weingartner ... 
Buch    Hans Weingartner ... 
Katharina Held ... 
Darsteller    Daniel Brühl ... Jan
Julia Jentsch ... Jule
Stipe Erceg ... Peter
Sylvia Haider ... Neureiche Frau
[noch 4 weitere Einträge]
 
Agent wonderwalt
 
Wertungen448
Durchschnitt
7.14 
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DVD-Erscheinungstermin:
08.08.2005

Start in den deutschen Kinos:
25.11.2004



20 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

ayla
08.08.2015 20:44 Uhr
Für mich ein Filmhighlight aus Deutschland.
Für Brühl wurde eine passende Mitspielerin gefunden.
Toller Cast...ausnahmslos.

Doch hier verdienen sich nicht nur die Schauspieler ein Lob, sondern auch die aAutoren und Produzenten.
Thematisch, inhaltlich verdammt interessant - mit cleveren Dialogen.

Besonders die Gespräche in der Alm-Hütte waren herausragend.
Und gute Argumente hatten sie alle...

Gedreht wurde der Film vor allem in Berlin, aber auch in Achenkirch (Tirol), in den französischen Pyrenäen, sowie im Baskenland.
mountie
22.12.2010 22:10 Uhr - Letzte Änderung: 22.12.2010 um 22:11
Leider wieder einer dieser deutschen Filme, die mit Vorschusslorbeeren geehrt wurden, und bei mir dann nach Sichtung wieder nur im unteren Mittelmaß versinken. Irgendwie schaffen es deutsche Filmemacher bei mir nur ganz selten mich wirklich mitzureißen in eine Geschichte ("Ausnahmen bestätigen die Regel":)
So erzählt auch dieser Film im ersten Drittel eine Geschichte über Leute die für mich nicht besonders viel Sympathie-Werte einheimsen konnten, ob ihrer zu mir völlig unterschiedlichen Weltansichten. Zwar gut gespielt, und nachvollziehbar handelnd, dauert es für den Zuschauer einfach ein bißchen zu lange, bis die Schlüsselszene um die Enführung des "bösen Reichen" eintrifft.
Danach bewegt sich die Geschichte dann leider so gut wie gar nicht mehr. Hier hatte ich zwar noch auf ein paar spannende Wortgefechte zwischen den beiden "Klassen-Feinden" gehofft, aber leider wurde auch dieses Potenzial schmerzlich verschenkt.
Das Ende ist dann nur noch das Tüpfelchen auf dem I. Denn eine wirkliche Entwicklung bei den Charakteren ist nicht zu entdecken. Der Endsatz müßte als lauten "KEIN Mensch ändert sich je!"
Somit ein Film mit typisch deutschen Filmproblemen: Gute Darsteller in einer authentischen Aufmachung; dafür ein Drehbuch das von langatmig bis uninteressant viel Potenzial verschenkt.
PS @ Zordan Auch ich hab noch niemals nen Song in einem Film zweimal hintereinander hören müssen...
Lari
01.02.2009 18:11 Uhr
Mich hat dieser Film fasziniert.
Er schafft es Charaktere zu zeichnen, die zwischen Aktivität und Ohnmacht, zwischen Rebellion und Frustration hin- und her gerissen sind.
Natürlich können sie keine perfekten, politisch gut durchdachten Argumente liefern, denn meiner Meinung nach soll gerade die Verzweiflung und der Wunsch zu handeln und etwas zu verändern in diesem Film heraus gebracht werden.
Es geht nicht darum, was moralisch und politisch korrekt ist, sondern was die Beweggründe der Einzelnen sind. Deswegen finde ich auch, dass die Liebesgeschichte wirklich gut in die Story passt. Der Film kreiert eine persönlichere Note und rechtfertigt somit die kleinen Unschlüssigkeiten im Handeln der Personen.
Daniel Brühl und Julia Jentsch, sowie Burghart Klaußner (der eine unheimlich starke Präsenz mit sich bringt) werten den Film noch auf, indem sie sich als Charaktere im Laufe der Handlung weiterentwickeln.
Ebenso gut gefallen mir die Kameraführung (ein weiterer Grund für die fesselnde, nicht sachliche Wirkung des Films) und die Stille, die gekonnt an den richtigen Stellen eingesetzt wird.
In diesem Film reichen Blicke an den Stellen aus, wo sich andere mit Dialog weiterhelfen müssen.
Colonel
20.07.2008 13:26 Uhr / Wertung: 7
Daniel Brühl ist und bleibt der beste deutsche Nachwuchsschauspieler. Seine Klasse wird hier besonders im Vergleich zu der eher verhaltenen Julia Jentsch deutlich die auch einen gehörigen Nervfaktor in den film bringt. Die Story weiß auch zu unterhalten, lediglich schleichen sich ab und zu ein paar Längen ein. SPOILER Das Ende hätte vielleicht etwas besser gelöst werden können, in dem neben Hardenberg noch seine Frau in dem Wagen gesessen hätte. Das hätte seine Entscheidung die 3 doch zu verpfeifen erklärt und sein Mitläuferdasein nochmal unterstrichen.SPOILER Ende Aber sonst ein überzeugender deutscher Film.
Sven74
08.03.2007 18:03 Uhr / Wertung: 2
Mich persönlich hat dieser Film sehr geärgert. Mag daran liegen, dass ich mit sozialistischer Ideologie nichts anfangen kann. Auch das Wissen um die "Steuerung" der Astra-Flotte und wie und vor allem von wo aus sie tatsächlich durchgeführt wird, macht das Ende des Films für mich noch unglaubwürdiger und ärgert mich (ich wiederhole mich) ungemein.
ZordanBodiak
26.11.2006 11:56 Uhr / Wertung: 2
Ach ja, Jeff Buckleys "Hallelujah"-Version ist ja nicht schlecht, aber man kann sie auch überstrapazieren...
ZordanBodiak
26.11.2006 11:39 Uhr / Wertung: 2
Obgleich die Vorschusslorbeeren groß waren [großer Beifall in Cannes; einige Preise abgeräumt] sind die fetten Jahre für Hans Weingartners zweiten Spielfilm eindeutig schon vorbei - wenn sie überhaupt irgendwann einmal bestanden haben. Der Versuch eine rebellische Gruppe zu portraitieren ging gnadenlos in die Hose. Hier wird eigentlich nur das Verhalten der Erziehungsberechtigten als rechtmäßig und gut dargestellt - was bei einer Freiheitsberaubung unter Gewaltanwendung schlichtweg inakzeptabel ist.


In manchen Szenen werden die beiden Parteien verbal aufeinander losgelassen. Doch eine fruchtende Diskussion kommt nicht. Einerseits sind die verwendeten Argumente auf billigstem Niveau [du reich, du böse] - andererseits ist das Entführungsopfer natürlich rein zufällig ein 68er, der das Handeln der Erziehungsberechtigten nachvollziehen kann. So gehen "die fetten Jahre" sogar so weit, dass sich die Parteien halbwegs anfreunden. Sie spielen gemeinsam Karten, kiffen - alles wirkt wie Urlaub, der einzig durch die ungewollte ménage à trois der Erziehungsberechtigten gestört wird. Ob sich Julia Jentzsch schlussendlich aber für Daniel Brühl entscheidet oder ob sie doch lieber bei Stipe Erceg bleibt, ist dem Zuschauer scheißegal. Wieso sollte man sich um drei pubertäre Rebellen kümmern?


Es ist aber extrem ärgerlich, dass eine überwiegend gelungene Inszenierung und die guten Darsteller [Burghart Klaußner spielt alle an die Wand] komplett verschwendet werden. Eindeutiger Schwachpunkt ist nämlich nur das Drehbuch. Und das zieht den Film vollkommen den Bach herunter. Es ist voller Klischees, Zufälle, Plattitüden und einer unreflektierten Botschaft. Die ganze Handlung gipfelt schlussendlich in einem lachhaften Finale, das in der deutschen Version die Hauptfiguren endgültig zu Witzfiguren [gegen das System - aber nicht ohne meinen tollen Designeranzug] degradiert. Der internationale Schluss hingegen blendet eine Szene vorher aus - und unterstreicht so die grauenhafte "Moral" noch einmal. [SPOILER] "Manche Menschen ändern sich nie". Doch das bezieht sich nicht auf das kindisch-unreflektierte Verhalten der Erziehungsberechtigten, sondern auf den bösen Reichen. Denn der verpfeift seine Entführer (wieso bloß?) schließlich doch an die Polizei. [SPOILERENDE]


Kurz um. "Die fetten Jahre sind vorbei" ist eine riesengroße Enttäuschung. Nachdenken sollte man nicht. Dann wird man sich wohl auch nicht an der Moral des Filmes stören. Geht man aber mit gesunden Menschenverstand an Hans Weingartners "fette Jahre", ist er nicht zu gouttieren... 2 verzogene Punkte

KeyzerSoze
25.04.2006 17:16 Uhr / Wertung: 7
Und diesmal sind die Deutschen von einem Remake betroffen. Brad Anderson; Regiesseur von The Machinist wird nächstes Jahr mit den Dreharbeiten zu einem Remake beginnnen.
becks81
07.12.2005 18:56 Uhr
An und für sich ist der Film schon ganz gut gemacht. Nur mit dieser so genannten "Moral" in diesem Film kann ich nix anfangen.
Wie kann es sein, dass sich die "Revoluzer" als solche fühlen, wenn sie modische Klamotten tragen, in Tanzclubs gehen, Auto (sogar VW Bus) fahren, schicke Handys haben und dazu noch eine Packung nach der Anderen qualmen und damit die böse Tabakindustrie unterstützen. Und ach ja: Natürlich schaffen sie es den "Kapitalisten" den sie entführt haben, mit ihrer Pubertäts-Rebellen-Doppel-Moral zu bequatschen. Und erklären ihm, dass er so böse ist, nur weil die Tussi ohne KFZ-Haftpflichtversicherung Auto fährt. Und er nimmts denen auch noch fast ohne Widerspruch ab. Ganz klar.
Aber ich soll ja den Film bewerten und nicht die politische Botschaft(wenn man das so nennen kann). Und der ist wie schon erwähnt eigentlich ganz gut...
messina
14.07.2005 16:54 Uhr / Wertung: 8
ich persönlich mag es wenn die Kameraführung bewusst unruhig ist. der film bekommt mehr authentizität (tolles wort, muss ich mir merken) und wirkt mehr wie eine erzählung.
cineman
30.05.2005 15:30 Uhr / Wertung: 9
so einfach wie sverige den film kommentiert, kann man s einfach nicht sehen, die letzte botschaft der jungen ist ganz klar doppeldeutig...
flamingmoe
21.05.2005 22:05 Uhr / Wertung: 10
Ein absolut grandioses Kinoerlebnis. Obwohl es ja kein Actionfilm war, einer der Filme, den ich nur genießen kann, wenn ich ihn in THX sehe. Vorallem der Soundtrack zu Beginn schindet erst so richtig Eindruck. Besonders von den exzellent ausgewählten Liedern war ich sehr beeindruckt. Dies unterstreicht nochmal die visuell klasse verarbeiteten Gedanken.
Dr.Sverige
23.01.2005 22:25 Uhr
SPOILER!!!
...und was lernen wir am Ende doch noch: Kapitalisten sind doch Arschlöcher und werden sich NIE ändern!
SPOILER ENDE!

Ein bisschen differenzierte hätte man das schon machen können....ansonsten sehr cool vor allem Herr Klaußner
Marcel
04.01.2005 18:44 Uhr
Na der ist doch auf der 7! Vergissmeinnicht.
Christian
04.01.2005 18:00 Uhr
War "Lost in Translation" nicht schon vorletztes Jahr (2003) im Kino? Ausserdem hast Du bestimmt "Eternal Sunshine of the Spotless Mind" vergessen, der sollte doch eigentlich Deine Liga sein (?).
Marcel
03.01.2005 21:10 Uhr
Meine Lieblingsfilme 2004:
1 Die fetten Jahre sind vorbei
2 Lost in Translation
3 Collateral
4 Terminal
5 Hellboy
6 High Tension
7 Vergissmeinnicht
8 Bridget Jones 2
9 Old Boy
10 Before Sunset
11 Troja
12 Owning Mahowney

Flop:
Muxmäuschenstill
Liebe mich wenn du dich traust
Samaria
Die Unglaublichen (die grösste Enttäuschung, lag wohl an der Erwartungshaltung)
Nexos
23.11.2004 21:55 Uhr
Ich wusste ehrlich gesagt, nicht über den Film nur das Daniel Brühl mitspielt, demnach war ich ziemlich enttäuscht als ich seinen Namen an der Leinwand in der Sneak sah und sofort wusste, dass dies wahrscheinlich ein langweiliger deutscher Film sein wird, aber ich wurde mehr als nur positiv überrascht, anfangs noch etwas unklar auf was der Film hinaus will, aber dann fängt der Film an zu "rollen" und wird immer interessanter, witziger und zeigt auch ein paar politische Hintergründe, persönlich fande ich den Film als einer der besten Produnktion die in den letzten Jahre in Deutschland entstanden sind. 8 Punkte, auch im Internationallen Vergleich.
KeyzerSoze
19.11.2004 15:27 Uhr / Wertung: 7
Auch wenn der Film schon mit vielen Preisen ausgezeichnet wurde waren meine Erwartungen nicht alzu hoch. Am Anfang bestätigten sich auch meine Befürchtungen, da mir der Film fast schon wie ein Standartwerk des deutschen Films begann. Jedoch wird der Film nach dem 1. Drittel deutlich stärker, was ich vor allem dem Auftauchen von Burghardt Klaußner, der hier jedem die Show spielt und eine großartige Leistung abliefert. Brühl, Erceg und Jentsch spielen auch nicht schlecht, können aber nie wirklich an Klaußner heran kommen. Des Weiteren liefert die Geschichte durchaus ein paar sehr interessante Denkanstöße, wenngleich ich persönlich mit deren Durchführung nicht zufrieden war. Die Liebesgeschichte hätte mir den Film auch noch fast etwas abgewertet, da ich mit ihr große Probleme hatte, ebenso auch mit dem Ende des Filmes, welches ich als etwas zu lang und unausgegoren empfand. Dennoch ein wie ich finde ziemlich guter deutscher Film!
ridcully
18.11.2004 23:26 Uhr
Ein sehr moralischer deutscher Film ohne richtige Lösungsansätze zu bieten , aber am Ende dreht sich die Moral um gegen die Hauptdarsteller.
Kann man sich ganz gut anschauen , ist aber gewöhnungsbedürftig.
Jongo
18.11.2004 14:13 Uhr
Anfangs fand ich den Film ganzschön beschissen, weil die Kameraführung einfach unter aller Sau war... danach wurde offensichtlich der Kamermann getauscht (oder ich hab mich an das Gewackel gewöhnt) dann war er noch ganz gut... nur find ich das ganze sehr verwirrden - er springt immer vom Einen ins Nächste und wird unnötig in die länge gezogen... kann man anschaun, muss aber nicht sein

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