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The Curious Case of Benjamin Button (US 2008)

Der seltsame Fall des Benjamin Button (DE 2009)


Genre      Romance / Drama / Fantasy / Mystery
Regie    David Fincher ... 
Buch    Eric Roth ... 
Robin Swicord ... screen story
Produktion    Ceán Chaffin ... 
Frank Marshall ... 
Kathleen Kennedy ... 
Darsteller    Brad Pitt ... Benjamin Button
[noch 33 weitere Einträge]
 
Agent Muckl
 
Wertungen768
Durchschnitt
7.26 
     Meine Wertung



DVD-Erscheinungstermin:
29.05.2009

Start in den deutschen Kinos:
29.01.2009



30 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

ayla
26.07.2014 23:49 Uhr
Ein seelenloser Film, z.T. dümmliche Dialoge mit zu wenig Niveau, gesuchte Aufhänger und bemühte Einschübe. Einmal mehr ein Streifen, der sich nicht entscheiden kann zwischen Komödie und Tragödie. Die Frage ist natürlich: Muss er das? Nun, für 13 Oscar-Nominationen erwarte ich natürlich einiges. Aber während der Film nach seiner Seele sucht, suche eben auch ich als Zuschauer danach und stelle mindestens in den ersten 1 1/2 Std. keinen Draht her zum Film und den Figuren - obwohl der Film visionär interessant ist, aber platt abgehandelt wird. Hier hätte wirklich ein europäischer Regisseur vermutlich mehr rausgeholt. Angesichts der durchaus interessanten Storyline und der Ausgangslage wurde somit brutal viel Potenzial verschenkt. Man braucht Sitzleder. Und trotzdem - nach Verlassen des Kinos - philosophiert man angeregt über die Vergänglichkeit des Lebens und was einem der Moment hier und heute bietet.
Brad Pitt ist maximal Durchschnitt, zudem ist er als junger Schnösel wieder mal so richtig triefend kitschig. Keine Sau weiss, wieso er für den Oscar nominiert wurde. Oscars sind nur für die CGI-People, die Pitt altern bzw. verjüngen liessen, gerechtfertigt. Hohe Schauspielkunst sehe ich hier nirgends. Hingegen Blanchett überzeugt, wie fast immer - sie ist ein Gewinn. Den Running Gag fand ich nicht mal so der Brüller, hingegen fand ich die Schilderung von Daisy's Unfall (was wäre wenn) sehr gelungen.

Nun, alles in allem hat der Film an den Oscar-Verleihungen das gekriegt, was er verdient hat: Art Direction, Make-up und visuelle Effekte. Mehr ist da wirklich nicht drin.
Master Thomers
10.01.2010 12:58 Uhr / Wertung: 7 - Letzte Änderung: 10.01.2010 um 12:59
Bis heute hab ich keine Ahnung, warum ich The Curious Case of Benjamin Button damals nicht im Kino gegangen bin, immerhin halte ich David Fincher für eines der größten Genies Hollywoods und die Story des Films hat des Potenzial etwas ganz Großes zu sein. Der Trailer war ebenfalls fantastisch, aber irgendwie wurde letzten Endes doch nichts aus dem Kinobesuch. Vielleicht lag es an den Kritiken, die den Film nicht als das Meisterwerk ansahen, das ich gerne gesehen hätte. Naja, macht nix. Hab mir Finchers neustes Werk gestern ausgeliehen und angesehen.

Benjamin Buttons Körper ist bei seiner Geburt im Jahr 1918 so groß wie ein Baby, allerdings über 80 Jahre alt. Körperlich ist Benjamin ein alter Mann, in ihm steckt jedoch der Geist eines Kinds. Er wird von seinem Vater weggegeben und vor ein Heim gelegt, wo man ihn aufnimmt. Die Ärzte sagen dem seltsamen Kind ein kurzen Leben voraus, doch wie sich zeigt, altert Benjamin nicht, er wird jünger. Im geistlichen Alter von 12 Jahren lernt Benjamin die 5 Jahre jüngere Daisy kennen und trotz des - anfänglich - großen Altersunterschieds freunden sich die beiden an.

Hier bin ich zum ersten Mal von Fincher etwas enttäuscht worden, und das obwohl The Curious Case of Benjamin Button bestimmt kein schlechter Film ist. Ganz im Gegenteil, handwerklich ist der Film ein Genuss, sowohl die Ausstattung und das Szenenbild als auch das Make-Up sind grandios und vor allem über die visuellen Effekte könnte man stundenlang schwärmen. Trotz all der Genialität auf dem technischen Sektor gelingt es dem Film nicht ganz, den Zuschauer zu erreichen und zu berühren. Trotz der ideenreichen und bemühten Handlung kann man mit den Figuren in ihrer Entwicklung nicht wirklich mitfühlen und -fiebern, wodurch die Laufzeit von über 2,5 Stunden ebenfalls etwas zu viel des Guten war. Wobei man hier sagen muss, dass eine lange Laufzeit in einem Film wie diesem durchaus seine Berechtigung hätte, wenn man das Potenzial der Handlung richtig ausgeschöpft hätte. Zwischenzeitlich hat The Curious Case of Benjamin Button allerdings seine Magic Moments und kleinen Details sowie sympathische Charaktere, die den Film noch über das Mittelmaß heben.

An sich ein handwerklich guter Film, dessen Potenzial der Grundidee allerdings nicht voll ausgeschöpft wurde. Vielleicht sogar Finchers schwächster Film, was bei der Wertung ja was heißen will.
Sven74
07.12.2009 12:02 Uhr / Wertung: 8
Das größte "Problem" dieses Films ist meiner Meinung nach seine Länge. Ansonsten ordentliche Unterhaltung.
McWaldmann
10.11.2009 08:29 Uhr
Der Film war ganz schön lang. Die Idee und Umsetzungen waren richtig gut. Man hätte aber einige Scenen weglassen können.
Lotterbast
24.07.2009 00:23 Uhr
Die Geschichte kenne ich als Comic. Gab es mal in einer Kurzgeschichte vor na... 20 Jahren!?

Egal. Die Geschichte hat Logiklöcher, einige Sachen sind hemmungslos geklaut und die Rahmenhandlung ist wirklich unpassend. Dennoch fand ich den Film nicht schlecht. War zum Teil doch gut gemacht. Die Tricks sind gut gemacht, so das diese nicht auffallen. Trotz der Schwächen... 9 Punkte.
Patte
02.04.2009 19:37 Uhr
ich hab' den film vor 2 monaten im originalton gesehen.er ist nicht schlecht,aber ein richtiger guter film ist er auch nicht.das problem ist,dass der film ziemliche längen hat und dass er erst gegen ende hin den zuschauer emotional anspricht.
Sam3688
28.02.2009 22:52 Uhr
naja benjamin button dürfte der erste sein, der sein tagebuch geschrieben hat, bevor er lesen und schreiben konnte! abgesehen von dieser kleiningkeit, kann ich den film als durchaus sehenswert weiterempfehlen.
gewuerzburger
28.02.2009 02:05 Uhr
Ich mag Bratt Pitt und er wird auch in diesem Streifen wieder mal verdammt gut in Szene gesetzt aber ich kann mich vielen Vorredner nur anschließen: der Film ist verschenkte Zeit. Nach einer schlechten Deutschlandfunk-Kritik waren meine Erwartungen schon niedrig und wurden sogar noch unterboten.
Das Schlimmste in meinen Augen ist, dass der Film auf der einen Seite predigt, dass alles möglich se und sich der Hauptdarsteller im Moment der Wahrheit feige, unter pseudo-fatalistischen Rechtfertigungen, aus dem Staub macht..
Horatio
19.02.2009 18:03 Uhr / Wertung: 8
Der Seltsame Fall des Benjamin Button - Ich schwanke gewaltig. Der Film ist ein sehr schönes Märchen. Er besitzt wundervolle Bilder, greift großartige Ideen auf und besitzt mit Brad Pitt auch einen sehr gut aufspielenden Hauptdarsteller. Allerdings kam mir die ganze Zeit ein Gedanke auf. Warum hat Tim Burton diesen Film nicht gedreht? Warum hat man sich den größten Märchenerzähler Hollywoods nicht an diese perfekte Steilvorlage gelassen? David Fincher macht seine Aufgabe alles andere als schlecht, aber wenn ich eine Thematik eines Mannes erzähle, der alt geboren wird, um jung abzutreten, dann klingt es alles andere als das standartisierte Drama zwischen zwei Liebenden, die sich nicht haben können. Was ist also das genau Problem hier? David Fincher erzählt eine Geschichte eines Mannes, der Dinge erlebt, die jeder hätte erleben können. Benjamin Button hätte nicht rückwärts altern müssen, um auf einem Kutter zu arbeiten, er hätte nicht rückwärts altern müssen, um um seine Liebe zu kämpfen. Mit anderen Worten ist das Problem, dass man als Zuschauer viel mehr Szenen vermisst, die die Möglichkeiten des Rückwartsaltern bieten. Oder anders, der Film möchte fast zu realistisch sein. Großartig wird der Film, wenn Charaktere, wie der alte Mann von seinen 7 Schicksalsschlägen berichtet, oder die Umstände zu einem Unfall in Paris beschrieben werden. Jedoch sind solche Ereignisse rah gesäht. Gegensätzlich zieht sich vieles einfach in die Länge. Auch die beiden Rahmengeschichten passen irgendwie nicht. Die Krankenhausgeschichte zur Zeit des Hurricanes Katharina wirkt fehl am Platze und die Geschichte des Uhrmachers zu Benjamin Button selbst, erscheint dem Zuschauer nicht wirklich nachvollziehbar. Allgemein gesehen bleibt eine Fabel über über die Wahrnehmung und das Akzeptieren des fortschreitenden Prozess des Lebens.
Fazit: Ein gelungener Film, der an seinem Trailer scheitert und mit Cate Blanchet eine Hauptdarstellerin besitzt, die hier einfach nicht passt!
CS-M
14.02.2009 10:43 Uhr / Wertung: 6
Der Film beginnt mit dem Sterben einer kranken Greisin. Der Anfang als Ende: Prägnanter kann man in den Fall des Benjamin Button nicht einführen. Leider gelingt David Fincher es nicht, derartige Momente den ganzen Film über zu bewahren. Zu deutlich ist sein Bemhühen, einen neuen "Forrest Gump" zu erschaffen. Ein Drama also, dass aus einer kuriosen Biographie eine Parabel über die amerikanische Geschichte macht.
Doch mit Benjamin Button hat sich Fincher leider etwas verhoben. Denn er findet nicht den passenden Zugang zu seinem außergewöhnlichen Charakter, dessen Leben rückwärts abläuft. Doch Fincher erzählt die Biographie des Benjamin Button leider mit allzu konventionellen Mitteln. Geradlinieg plätschert seine Erzählung dahin, nimmt immmer wieder den Faden der Weltgeschichte auf, um ihn dann Minuten später wieder zu verlieren und ins individuelle zurückzufallen. Versatzstücke, wie der Blitzmann oder seine erste Liebe, sorgen zwar für erheiternde oder berührende Momente, wirken aber zusammenhanglos in den Film geschustert, der keine übergreifende Faszination entfachen will. Um wieviel interessanter wäre es gewesen, diesen Film Memento-gleich rückwärts zu erzählen und nicht nur die konventionelle Menschenbiographie, sondern auch die Sehgewohnheiten des Publikums zu brechen. Dass ausgerechnet David Fincher nicht in der Lage ist, irgendeinen genialen Kniff zu ersinnen, diese Geschichte mit Leben zu füllen, erstaunt und enttäuscht. Die parallele Mutter-Tochter-Geschichte aus dem kurz vor der Überschwemmung stehenden New Orleans taugt jedenfalls nicht dazu. Das Stilmittel "Rückblende" ist, wie der Rest des Films: Zu konventionell, einmal schon zu oft bei großen Vorbildern (Titanic, Big Fish, Forrest Gump) gesehen.
Bei aller Kritik bleibt positiv zu erwähnen, dass die Geschichte tatsächlich anrührend ist und ebenso viele erheiternde wie tief traurige Momente besitzt. Emotionale Kraft kann man diesem Drama sicher nicht absprechen, dass auch von tollen Schauspielern lebt. Wobei Brad Pitt wie immer dann glänzt, wenn er nicht als Hollywoods Schönling Nr. 1 zu erkennen ist.
for.jojo
12.02.2009 00:21 Uhr / Wertung: 10
Der seltsame Fall des Benjamin Button ist einfach genial! 11 Punkte! Selten war ich von einem Film so gerührt. Ich kann die vorangegangen Kommentare in keinster Weise nachvollziehen. Mich hat der Film auf jeden Fall schwer beeindruckt!
Timberwolve
10.02.2009 00:33 Uhr
das stimmt, ich denke der film wäre ein geniales theaterstück...
wonderwalt
07.02.2009 18:38 Uhr / Wertung: 6
@Caenalor: Deine Formulierung des "Vorführens einer Geschichte" finde ich sehr treffend. Genauso ist es. Buttons Leben wird quasi auf dem Präsentierteller episodisch abgehandelt ohne daß der Zuschauer - ich zumindest - richtig gepackt wird. Allerdings ist natürlich zu respektieren, daß es viele User gibt, die das anders sehen.
Caenalor
07.02.2009 16:06 Uhr / Wertung: 8
Mein Urteil ähnelt dem einiger vor mir, aber die Schwächenlokalisierung fällt etwas anders aus, daher "belästige" ich euch dennoch damit.

Direkt nach dem Verlassen des Kinos war ich ziemlich begeistert von Benjamin Button. Eine nette Grundidee, viele sehr schöne Episoden im Verlaufe der Handlung, starke Schauspieler, atmosphärische Optik und Inszenierung.

Aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr fehlt mir letztlich doch. Ich weiß nicht genau, wieviel davon übersteigerte Erwartungshaltung und wieviel tatsächliches Manko ist, aber irgendwie ist BB nicht so groß, wie er es hätte sein können. Die Charaktere sind zwar sehr detailliert und warm gezeichnet, bleiben aber dennoch stets etwas schablonenhaft. Die Ereignisse sind charmant und interessant, aber nie so richtig involvierend. Die gefühlvollen Momente sind geschickt gesetzt und wenn man sie gerade vor sich sieht, auch berührend, aber es bleibt einem kein bleibender Eindruck von ihnen.

Insgesamt glaube ich inzwischen, den entscheidenden Fehler des Films ausgemacht zu haben. Es sind keine Mängel in Drehbuch oder Präsentation. Im Gegenteil ist alles einfach ein bisschen zu perfekt geraten, zu stimmig in sich, zu rundum jedes Detail auf jedes andere abgestimmt. Dadurch wird einem eine grandiose Geschichte vorgeführt, aber eben nur vorgeführt. Es bleibt letztlich ein gewisses, gesättigtes "ah, so war das dann halt"-Gefühl zurück, anstatt dass man sich noch lange mit Details auseinandersetzen würde.

Vielleicht ist das bei einem Film, der nicht weniger als die Darstellung eines ganzen Lebens unternimmt, auch gar nicht mal so ein schlechtes Ergebnis. Denn trotz der phantastischen Prämisse - so sind Leben nuneinmal.

Filmkritisch betrachtet erscheint dieses Ergebnis mir letztlich aber doch als (geringe) Schwäche, sodass ich BB als magische Kino-Präsentation sehe, der es aber an der potentiell erreichbaren Nachwirkung fehlt. Daher verfehlt er auch den verhofften Meiterwerk-Rang, wenn auch nur knapp. 8 Punkte.
mountie
07.02.2009 00:21 Uhr
Auch ich empfand die Geschichte von Herrn Button ganz ordentlich, aber im Gegensatz zu Robert Zemeckis und seinem Forrest Gump, fehlt dem Film irgendwie das Herz. Wo man bei Forrest noch mitgefiebert hat, das er am Ende, trotz aller Gegensätze, doch noch seine Jenny bekommt, da fühlt man bei Benjamin nicht wirklich mit. Seine Lebensgeschichte plätschert nur so an einem vorbei. Das vielleicht auf höherem Niveau als so manch anderes Drama seines Genres, aber richtige Emotionalität konnte ich für den Hauptcharakter nicht entwickeln.
Auch fand ich die ganze Sache mit dem Rückwärts-Altern fast schon unnötig, da Benjamin Dinge und Sachen erlebt, die ihm als Normal-Alternden ebenso hätten zustoßen können. Die Handvoll an Szenen in denen wirklich Buttons Besonderheit eine Rolle spielt, waren fast schon etwas wenig.
Ein zweifelsohne gut gemachtes Stück Fantasy-Bio-Pic, das aber weder große Emotionen noch originelle Ereignisse aufweisen kann. Beides habe ich im Primus Forrest Gump deutlich besser gesehen...
...außer nen Typen der siebenmal vom Blitz getroffen wurde ;-)
wonderwalt
05.02.2009 03:17 Uhr / Wertung: 6 - Letzte Änderung: 05.02.2009 um 03:21
Ich glaube, daß Fincher in eine Falle getappt ist. Er hat die Tragik der Hauptfigur mit der Tragik des Plots verwechselt.

Der Film scheitert nicht an Finchers eleganter Inszenierung oder an seinem reifen Stilwillen. Er scheitert daran, daß der Zuschauer dem Paradoxon des Plots emotional nicht folgen kann.
Die Figur Benjamin Button ist als fiktiver Charakter eine pure Behauptung und ein virtuelles Konstrukt. Weder die Figur selbst noch die aus ihr abgeleitete Geschichte können mit Leben und Plastizität gefüllt werden. Der Film dreht sich thesenhaft um eine Idee, die in erzählerischen Episoden gespiegelt und mit philosphischen Exkursen illustriert wird, er verzweifelt aber an der mangelnden Greifbarkeit der Hauptfigur.
Niemals entsteht Spannung, weil sich nie etwas ändert, weil Button einfach nichts anderes ist als Opfer und Protagonist seiner absurden Pathologie. Er bleibt notgedrungener Weise einzig darauf reduziert.
So bleibt der ganze Film eine kunstgewerblich aufgehübschte Hülle um ein blasses Nichts. Gerade in der Mitte des Films spürt man, daß weder Fincher noch Pitt ihrer Hauptfigur eine echte Idee abgewinnen konnten. Pitt sieht aus wie ein Model aus der Thommy-Hilfiger-Werbung und lässt jedes Charisma vermissen. Fincher strampelt sich nach Kräften ab, um endlich seinen oscarprämierten Instant-Classic abzuliefern. Szene um Szene bastelt er an magischen Momenten und zelebriert das elegische Kino. Daß er ein raffinierter Handwerker ist und damit auch einige erinnerungswürdige Episoden hinbekommt, steht außer Frage und rettet den Film vor dem Abgrund. Man sieht einem Meister eben gern bei Fingerübungen zu.
Aber aus dem Geniestreich auf dem Reißbrett ist leider nichts geworden.
FizzyWater
03.02.2009 21:13 Uhr / Wertung: 8
Ach, ich werde nicht schlau aus diesem Film. Die Idee ist schön, die Bilder recht hübsch, ein paar Szenen mit großer Liebe zum Detail, wie zum Beispiel die Geschichte der Uhr und der Mann, der sieben Mal vom Blitz getroffen wurde.
Ansonsten... zieht er sich irgendwie in die Länge, und ich rede nicht von der Zeit, die die Stoppuhr zeigt. Viele Charaktere sind und bleiben flach. Es passiert trotz allem zu wenig.
Der Film hätte einfach noch viel mehr bringen können und hat meine hohen Erwartungen leider enttäuscht. Er ist nicht schlecht. Auch nicht durschnittlich. Aber auch nicht gerade herausragend.
Veebs
02.02.2009 17:33 Uhr
Ein packender Film. Sehr kurzweilig trotz der langen Laufzeit. Besonders die Szene in Paris mit dem Taxi war einfach hervorragend, ich liebe sowas!!
Grundsätzlich kann man nicht aus dem Kino rausgehen und den Film vergessen: Da muss einfach etwas hängenbleiben... sei es die ausdrucksstarke, zutiefst bedrückende Geschichte, die tollen Bilder oder aber die mitschwingende Moral.
Super Film!! Definitiv ein Kandidat fürs DVD-Regal.
hb03cologne
31.01.2009 12:00 Uhr
Fand ihn auch irgendwie langweilig, nix spannendes passiert... nicht lustig.. nix actionreiches... also was soll man da als positiv sehen? 5 magere Punkte
Timberwolve
30.01.2009 00:17 Uhr
oh mann rausgeworfenes geld...der film ist durchgehend langweilig und überträgt weder emotionen noch sonst was. einfach nur langweilig. die nominierungen für die oscars, gerade für brad pitt, absolut nicht nachvollziehbar...bin im kino tatsächlich für 15 min eingeschlafen und scheine nichts verpasst zu haben. für mich ein schlechter forrest gump abklatsch..gibt dennoch 4. punkte da ich pitt generell mag, cate blanchett gut aussieht und der typ mit den blitzen lustig ist...
Colonel
23.01.2009 16:16 Uhr / Wertung: 9
Oh Mann! Spielberg und Cruise waren doch tatsächlich als erstes Pärchen im Gespräch (Regie/Hauptdarsteller)für diesen tollen Fincher Film. Wem kann ich dafür danken, das es nicht so gekommen ist?!
Donauwelle
17.01.2009 00:52 Uhr
Für mich ist dieser Film, einer der besten Filme seit langer Zeit! Habe ihn in einer Sneak auf englisch gesehen und war von anfang an sehr überzeugt. Der Film würde nie langweilig trotz seiner 2 1/2 Stunden länge. Schauspielerisch war das wirklich erste Sahne von Brad Pitt, der in jedem Lebensabschnitt überzeugt! Die Geschichte hat mir auch sehr gefallen und war auch nie abgedreht, obwohl man das am Anfang schon hätte denken können...

Mehr davon, bitte!!
ScoreMaster
11.01.2009 15:22 Uhr - Letzte Änderung: 11.01.2009 um 15:33
Ich war enttäuscht. Was kann ich Fincher eigentlich vorwerfen? Nicht viel, außer das Drehbuch. Aus der Idee hätte die Autoren mehr machen müssen. Fincher hat seinen eigenen Part gut gemacht. Der Film ist klasse inszeniert, tolles Makeup, brilliante Cate Blanchett. Für mich war die Geschichte aber einfach zu glatt, zu vorhersehbar und der erste Teil zu lang. Aber trotzdem immer noch ein sehneswerter Film, dank Fincher.
Colonel
10.01.2009 20:42 Uhr / Wertung: 9
Großartiges Kino! "The Curious Case of Benjamin Button" ist ein herzzerreissender Film von David Fincher geworden, wie man ihn nur selten sieht. Zugegeben, der Film fängt etwas mäßig an, da er sich scheinbar viel zu lange mit dem "alten" Greiß Benjamin Button aufhält (ca. 1 Stunde) und sich so manche Länge eischleicht. Doch geht es dann ins mittlere Alter, geht Finchers Konzept der langsamen Einführung in den Charakter und die besonderen Umstände von Benjamin Button auf und der Film faltet dann irgendwann seine ganze Emotionalität aus und packt den Zuschauer völlig. Dabei großartzig Brad Pitt und Cate Blanchett die sehr sehr überzeugend spielen. Traumhafte Bilder, ein wunderbares Buch, Darstellerleistungen vom Feinsten und überhaupt nicht kurzweilig...für mich überzeugt der Film auf ganzer Linie. Schade das der "Dark Knight" bei den Oscars vielen Filmen die Show stehlen wird. Für mich jedenfalls auch ein heißer Kandidat für den einen oder anderen Oscar dieses Jahr. Hach, es ist immer wieder schön einen 10 Punkte Film zu sehen!
Taara
10.01.2009 13:24 Uhr
Ich war nach der schlechten Kritik im Vorfeld sehr angenehm überrascht. Sicherlich hätte der Film noch stimmungsvoller sein könnte, aber ich finde es ist Fincher gelungen, einen großen und bedeutungsvollen Film zu drehen, der als Denkanstoß wunderbar funktioniert. Viele haben hinterher vor dem Kino über Vergänglichkeit geredet, über Anderssein und darüber, dass man das Glück nicht festhalten kann und das Leben irgendwann loslassen muss. Meiner Meinung nach ein nachdenklicher, wirklich guter Film bei dem allerdings noch das letzte Quentchen fehlt, um ihn großartig zu machen. Trotzdem: ein Highlight.
KeyzerSoze
05.01.2009 02:04 Uhr / Wertung: 6
Naja, Enttäuschung ist immer in Relation zu den Erwartungen zu sehen ... und da hab ich mir einen 10 Punkte Film mit Stern und einen All-Time-Favourite erwartet ... das kann man nicht mit einer 4-5 Punkte Erwartung wie bei Star Trek vergleichen ;)
wonderwalt
04.01.2009 18:12 Uhr / Wertung: 6
@Keyzer: Harsche Worte. Andererseits, wenn die Enttäuschung des Jahres immer noch sieben Punkte wert ist, dann werden Cameron, Abrams, Eastwood und Co. Meisterwerke im Sakkatotakt abliefern.
KeyzerSoze
04.01.2009 13:29 Uhr / Wertung: 6
Das Jahr ist erst ein paar Tage alt und schon jetzt dürfte für mich die Kategorie "Enttäuschung des Jahres 2009" einen Sieger gefunden haben, der kaum noch vom Thron zu stoßen ist. Ich muss allerdings auch voraus schicken, dass ich mit 10er-Erwartung an den Film gegangen bin. Der Trailer war pure Magie, jede kleinste Bewegung, die Musikuntermalung... die Stimmung. Dazu noch genau mein Genre und in freudiger Erwartung, da Fincher bei mir noch nie daneben gelangt hat, einen persönlichen Instant Classic a la Forrest Gump oder Big Fish erhofft ... und dann bekam ich den bislang wohl schwächsten Film Finchers vor die Nase gesetzt. Wo war die Magie aus dem Trailer, wo war die wundervolle Story, wo waren die Magic Moments? Nicht eine Minute dieses Filmes hatte ich das Gefühl etwas Besonderes zu sehen und das fängt schon bei der Geschichte an, die zwar einen tollen Aufhänger hat, aber zu wenig aus ihr macht. Zu gradlinig, zu bedeutungslos und zu klischeehaft wird das Leben des Titelhelden erzählt ohne dabei auch nur ansatzweise mit seinem Charakter mitzufühlen. Gleiches gilt eigentlich für den Rest der Figuren. Das Ganze wirkt so, als fehle dem Film der Mut zu etwas Großem, etwas Besonderem und so wird die ziemlich ereignislose Geschichte runtergebetet ohne je einen Charme aufzubieten der einen Big Fish zu einem so großartigen Meisterwerk gemacht hat. Und gerade da muss man Fincher den Vorwurf machen, denn so gut das Ganze optisch aussieht, so toll die Ausstattung, die Maske und der Hautpdarsteller des Filmes sind: Fincher versäumt es einfach dem Film die nötige Magie zu verpassen, so ist man am Ende einfach nur ernüchtert über einen Film, der nicht mal ansatzweise den Erwartungen des wundervollen Trailers gerecht wird ... letzteren werde ich mir sicherlich noch des Öfteren anschauen, was ich bei Finchers Werk mehr als nur bezweifle.
saint
03.01.2009 19:05 Uhr
Dieser Film ist der Wahnsinn. Was für eine Story...was für tolle Schauspieler... David Fincher mal ganz anders...oder doch nicht? ***Spoiler siehe die Unfall Szene Spoiler Ende***
Bin restlos begeistert von diesem Film und werde mir ihn auf jedenfall nochmal ansehen. Umbedingt anschauen kann ich da nur sagen. Was mir sehr gut gefallen hat ist die Offstimme im Hintergrund (Erzählstimme) von Brad Pitt. So ruhig und genau der passende Tonfall kann das jetzt schlecht beschreiben. Einfach anschauen und genissen.
Marjan
26.06.2008 09:50 Uhr
welch stimmungsvoller Trailer, der sich da bietet. eine originelle geschichte, Fincher, Pitt und das aquarium aus dem karneval der tiere... schöne mischung.

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