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300 (US 2007)

Frank Miller's 300 (US 2007)
300 (DE 2007)


Genre      Action / Adventure / Drama / War
Regie    Zack Snyder ... 
Buch    Frank Miller ... (Comicvorlage)
Kurt Johnstad ... 
Michael Gordon ... 
Zack Snyder ... 
Produktion    Gianni Nunnari ... 
Mark Canton ... 
[noch 15 weitere Einträge]
 
Agent Muckl
 
Wertungen1796
Durchschnitt
7.55 
     Meine Wertung
[Prognose] [Werten]


DVD-Erscheinungstermin:
24.08.2007

Start in den deutschen Kinos:
05.04.2007



107 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

WinstonSmith
29.09.2017 16:56 Uhr / Wertung: 7
Ein solider Vertreter des Sandalenfilm-Genres, mit heroischen Männern, reichlich beeindruckenden Kampfszenen, und einigen wahrlich ikonografischen Aufnahmen. Leider wurde sehr viel (schlecht) am Computer gemacht, so das, dass Ergebnis nach "Plastik" aussieht. Da sind mir die "Herkules"-Filme der 50ger und 60ger lieber, in denen echte Menschen durch echte (italienische) Landschaften marschieren. Vielleicht ist "300" aber auch schlicht ein Film der für die große Leinwand geschaffen ist, und nicht für den Bildschirm. Denn der Film hat mich gut unterhalten, und der gezeigte Heldenmut ist wirklich einnehmend. Kein Wunder, dass eine ganze gesellschaftliche Bewegung sich auf diesen Film bezieht. Nach meinem Geschmack hätte man die Erzählerstimme aus dem Off weniger ausgiebig verwenden sollen, so wirkt es sehr nach Märchenonkel. "300" ist nicht der beste seines Fachs, aber sehenswert.
ayla
24.12.2015 22:19 Uhr
„300“ ist nur ein lauter, dummer Blockbuster, dessen Technik kaum wegweisend oder gar revolutionär ist.
Zudem inszeniert Zack Snyder ohne den Hauch von Flair, Gespür oder Talent ein überraschend leidenschaftsloses Machwerk.


Ist Leonidas zu Beginn ein rücksichtsloser Schlächter und wird gegen Ende von Kriegsgefühl ergriffen, dass er vergisst seinen Erzfeind zu töten?
Der Film ist voll von solchen Widersprüchen.

Der Unterplot mit der ebenfalls verboten erotischen Lena Headey als Königin ist verschenkt und absolut stereotyp, die Intrige von Theron (Dominic West) ist lachhaft und konventionell.

Sicher, die Vorlage für den Film ist ein Comic, den ich allerdings noch nie gelesen habe.
Dennoch wünschte ich mir, dass man diesem wahrhaft epischen Stoff durch einen ebenso angelegten seriösen Film gerecht geworden wäre. Stattdessen ein einziger Anabolika-Werbespot mit mehr oder minder gesichtslosen Kampfmaschinen, die einem jegliches Mitgefühl förmlich verbieten.

Die Machart mag ganz interessant sein, doch was von guten Ansätzen übrig bleibt ist letztlich nur noch laut, hohl und borniert.

Einseitiger Film, der die Spartaner als heroische Verteidiger und die Perser als feige primitive Feldherren darstellt.
Nicht mal hier hatte man seine Ruhee vor dem amerikanischen Überpatriotismus.

Dieses Blut-Kampf-Ehre-Geschwafel ist einfach nur eervig.
Letztlich ein faschistoides Machwerk, an dem Leni Riefenstahl sicher ihre Freude gehabt hätte...

Ein Schlachtenepos mit übertriebenem Heldentum, düster und brutal, mit einem nervenden Erzähler,
und unpassender Musik.

300 ist DIE Definition eines Films, den ich nicht mag.
Jensjens
16.06.2013 15:34 Uhr
Grottige, billige Effekthascherei. Vergesst die Handlung, vergesst die Charaktere, sucht gar nicht erst nach einer Aussage oder Hintergrund. Hier ist alles nur Oberfläche und Effekt. Und die sind zu glatt poliert und zu sehr auf jungs-beeindrucken ausgelegt, um irgendwie reizvoll zu sein. Mit der größte Schund der letzten Jahre.
Lenny der Lemur
07.07.2012 17:55 Uhr
Hat zwar nicht den historisch genauen Hintergrund wie die Vorlage zu dem Comic "Der Löwe von Sparta", aber das ist ja auch nicht der Anspruch. Dafür ein Film, der an lange verloren geglaubte Werte erinnert
pMASTER
19.10.2011 04:28 Uhr / Wertung: 6
Für diesen Film gibt es bestenfalls sechs Punkte von mir, dies auch nur, weil man sich dem Setting und manch opulenter Szene nicht entziehen kann. Davon einmal abgesehen handelt es sich um einen durchschnittlichen, teilweise sogar unterdurchschnittlichen und unfreiwillig komischen Reißer, der außer Optik nichts zu bieten hat - und teils nicht einmal das. Die Comic-Vorlage ist auch nicht viel besser, so viel sei gesagt.
Heroes81
16.03.2011 14:03 Uhr
Absolutes Meisterwerk.
Genial das bereits bekannt wurde, dass es eine Fortsetzung geben wird "Xerxes". Hier ist Leonidas Gegenspieler diesmal der Mittelpunkt. Machart soll gleich bleiben. Was bereits bekannt ist klingt schon jetzt nach einem aufregenden Kinoerlebnis. Hoffentlich werden die bereits geweckten Erwartungen nicht enttäuscht.
purpletom
24.01.2011 03:30 Uhr / Wertung: 1
Zuviel Testosteron für meinen Geschmack. Außerdem merkt man dem Film die Comicvorlage deutlich an; das spricht nicht für ihn.
KeyzerSoze
08.12.2010 06:26 Uhr / Wertung: 2
"Also ich kann die Bewertungen absolut nicht nachvollziehen. Vielleicht liegt es auch einfach dadran, dass ich nicht verstehen kann, wie man einen Film machen kann, der wohl mit Absicht nur in Zeitlupe läuft. Die Story ist zum Gähnen langweilig, da das Prinzip dass dahinter steckt uralt ist. Naja die Effekte und die computergenerierten Oberkörper der Akteure sollen wohl so schlecht sein, für mich nicht nachvollziehbar wie man so was gut finden kann. Die Schauspieler unter aller Kanone. Butler spielt die Rolle, vielleicht auch der Zeitlupe geschuldet, mit so einer Langsamkeit, das man sich fragt wieso er nicht gleich im Stehen einschläft. Schön anzusehen sind die hübschen Darstellerinnen, die in ihren Rollen schauspielerisch aber eher gar nicht gefordert werden. Die Nebendarsteller, bzw. die Darsteller, die nur kurz auftauchen sind ebenfalls unter aller Kanone, das erinnert fast an das was auf RTL nachmittags kommt. Naja die Tötungsszenen sollen ja so übertrieben sein, nur sollte man sich fragen ob das wirklich noch viel bringt, wenn man dabei eher irgendwie lachen muss -.- Und am schlimmsten dann der gehypte Spruch. "This is Sparta" oh man, da habe ich echt überlegt ob ich das ganze vorzeitig beende.
Der Film eignet sich in meinen Augen gerade mal für ein Trinkspiel - so makaber es klingt, aber auf jede Zeitlupe muss man einen Schluck trinken, nach 3min hat man das erste Bier leer. Wenn so viel von einem Film bleibt, dann kann das nichts gewesen sein."

(inspired by true events...)
Gnislew
06.05.2010 12:53 Uhr / Wertung: 10
“300″ ist ein Meisterwerk. Ursprünglich ist die Geschichte als “Graphic Novel” von Frank Miller, dem Schöpfer von “Sin City”, konzipiert und Regisseur Zack Snyder (Dawn of the Dead) hat wirklich alles daran gesetzt seinen Film exakt wie die gezeichnete Vorlage ausehen zu lassen. Schaut man sich ein Making-Of zu “300″ an, wird einem schnell klar, dasws dies Snyder auch gut gelungen ist. So ist “300″ auch mehr ein Kunstwerk als ein Film. Ein blutiges Kunstwerk.

Und der hohe Gewaltfaktor ist es, der viele Kinobesucher an “300″ gestört hat. Doch ich sage, dass der Film zwar blutig ist, die Gewalt allerdings kein Selbstzweck ist. Hier wird eine Geschichte über einen Krieg erzählt, da verwundert es wenig, dass es blutig und gewalttätig zugeht. Snyder hat bei den Kampfszenen gut darauf geachtet, dass das ganze nicht wie sinnlose Gewalt aussieht, sondern wie Kunst. Und dies gelingt ihm mit seinen Bildern vorzüglich. Er stellt die Spartaner zwar schon aus Helden dar, doch werden sie nie so dargestellt, als ob die Gewalttaten der Krieger nachahmungswürdig wären um zu Ruhm zu gelangen.

Was dem Film weiterhin zu gute kommt, ist der Umstand, dass es die Spartaner nicht ausschließlich mit menschlichen Gegnern zu tun haben. Auf Seiten der Perser kämpfen nämlich auch einige Fantasywesen, die entweder perfekt mit dem Computer erschaffen wurden oder bei denen die Maske gute Arbeit geleistet hat.

“300″ ist für mich definitiv eines der Filmhighlights der letzten Jahre. Zugegeben, die Story ist vernachlässigbar dünn, aber die Inszenierung sucht ihres gleichen.
Thanatos
09.07.2009 02:20 Uhr / Wertung: 10
Auch nach dem Xten mal schauen bleibt der Film meine persönliche #1! Von vorne bis hinten weltklasse!
"Wir sind mit dir Herr, für Sparta, für die Freiheit, bis in den Tod!"
McWaldmann
20.01.2009 07:50 Uhr
Der Film war langweilig. 2 Stunden lang nur Gemetzel macht doch irgendwie keinen Spaß. Noch schlechter als Sin City.
Thanatos
04.12.2008 20:29 Uhr / Wertung: 10
Einer meiner Lieblingsfilme wenn nicht sogar der Lieblingsfilm. Story, Aufmachung und Erzählweise finde ich Top! Und für mich als Patrioten weckt der Film noch ganz andere Gefühle in mir! :-)
Deswegen 10 Punkte!
Dr. Zoidberg
24.11.2008 11:04 Uhr / Wertung: 8
Du weisst schon, dass es sich hierbei um eine Comic Verfilmung handelt?
redbyte
24.11.2008 01:45 Uhr / Wertung: 1
Grenzdebiles Nazi-Gequatsche, geschichtlich total daneben. Hollywood hat wohl (auch) ein Problem mit dem Iran.

Und innovativ war die Ästhetik vielleicht bei Sin City noch, hier aber nicht mehr.

Einer von fünf Filmen, die ich in meinem Leben nicht zu Ende geschaut habe. Grottig.
ganga
27.06.2008 23:22 Uhr
Ich hab den Film nun endlich auch mal gesehen und dass ohne den Comic irgendwie zu kennen. Hab ihn mit sehr gemischten Gefühlen im voraus erwartet, da ich mir nicht sicher war ob der Film wirklich meinen Geschmack treffen würde. Was soll ich sagen? Er hat es. Mir gefällt die Erzählweise mit der Erzählerstimme sehr gut und die Schlachtszenen finde ich persönlich sehr cool umgesetzt. Auch die ganze Stilwahl gefällt mir sehr gut. Erstaunlich eigentlich wie wenig im Film passiert, trotzdem gehen die knapp 2 Stunden sehr schnell rum. Auch wenn einem die Sichtweise der Spartianer am Anfang noch recht fremd ist, kann man sich zum Ende hin gut reinfühlen. Für mich ein mitreißender Film, 9 Punkte.
Nessie
27.12.2007 01:14 Uhr
Ein Kunstwerk zweifelsohne obwohl es einfach nur um eine Schlacht geht. Aber wie die verbildlicht wird ist schon sehenswert.
clockmann
26.10.2007 15:25 Uhr
@TheRinglord1892 : es gibt nun mal den und den Geschmack... es ist auch nicht immer leicht ein Medium auf ein anderes zu übertragen. Geschmackssache.... also ich find ihn sehr gelungen, aber hab ich ja schon gesagt^^ 10Pkt
TheRinglord1892
24.10.2007 12:17 Uhr / Wertung: 5
@clockmann: Also ich hatte die Graphic Novels vorher auch gelesen und als sehr gut befunden. Vom Film war ich trotzdem alles andere als begeistert ;-).
clockmann
24.10.2007 00:13 Uhr
wenn man die Comics von Frank Miller gelesen hat, ist es einer der besten Filme aller Zeiten.
Genau wie bei Sin City ist bei 300 ein Bild und Storynaher Film entstanden. Man sollte nicht vorschnell über diesen Film urteilen, denn es geht hierbei nicht um eine realitätsnahe Darstellung der Geschichte, sondern um eine Darstellung des dazugehörigen Comics, und dies ist exzellent gelungen!
striffler
23.10.2007 23:44 Uhr
...sollte heißen ziemlicher Langweiler.
striffler
23.10.2007 23:40 Uhr
Relativ dummer und ziemlicher langweiliger Film.
Pemaroth
11.10.2007 10:08 Uhr
Von der Optik hat mir der Film ja ganz gut gefallen, wenn ich sie jetzt auch nicht überwältigend fand. Es war einfach einen Tick zu sehr auf cool gemacht und auf jeden Fall zu oberflächlich. Die Schlachten schwankten in meinen Augen zwischen solide bis großartig. Was mich allerdings wirklich gestört hat, war die Erzählweise mit dieser nervtötenden Erzählerstimme. Ich weiß nicht, ob das im Original besser gewesen wäre, aber auf Deutsch, hätte ich da am liebsten manchmal den Ton abgedreht. Und da diese Stimme doch leider sehr häufig im Film vorkam (um es mal noch gelinde auszudrücken, war schließlich eines der tragenden Elemente) hat das bei mir den Spaß an dem Film doch erheblich gestört.
chifan
01.10.2007 15:00 Uhr / Wertung: 2
@henry Natülich sind die Geschmäcker verschieden und demzufolge gibt es eben auch unterschiedliche Meiunungen zu dem Film. Der eine mag ihn der andere nicht. Trotzdem verwechselt du aber Erfolg und Masse mit Qualität (Formate wie DSDS und Co. sind sehr erfolgreich - sind sie deshalb aber gut?). Und auch wenn Filme Geschmacksache sind, gibt es durchaus auch eine Art von objektiver Qualität auf einem bestimmten künstlerischen Niveau. Man muss bspw. Gauguin, Rothko... nicht mögen, trotzdem kann man zu ihren Arbeiten Aussagen treffen, die unabhängig vom eigenen Geschmack sind. Das ist hier genau das gleiche. Die Szene mit dem Orakel (was nur ein Bsp. war) ist einfach albern: da wird eine halbnachkte Frau hingesetzt, ihre Bewegungen werden mal in Zeitlupe mal abgehakt ablaufen gelassen, dazu kommen noch ein paar Nebelschwaden und fertig ist die Show. Mit solch einfachen Effekten kann man leicht punkten, dazu braucht es keines besonderen Könnens und das ist einfach - und da wiederhole ich mich - billig! Als schönes Gegenbeispiel möchte ich auf die Tanzdarstellung in dem Film "The Banquet" verweisen (insbesondere die beim Bankett selbst). Und auch wenn diese Darstellung nicht jedermans Sache ist, kann selbst der ungeübteste Laie erkennen, dass in diesen so verschiedenen Darbietungen die zwei künstlerischen Umsetzungen Welten trennen.
henry
29.09.2007 17:42 Uhr / Wertung: 10
@Chifan : Nein, ich glaube nicht dass es je einer Schul AG gelingen wird auch nur eine Ähnlich geniale Inszenierung zu machen, und wenn doch gäbe das zu 99% eine 1+, dasvon kannst du ausgehen.

Ja, die Geschmäcker sind verschieden was Filme angeht, jedoch solltest du bedenken dass ein großteil der Menscheit diesen Film unendlich geil findet.

Den Machern also mangelndes Talent vorzuwerfen ist völlig fehl am Platze, sie haben es nur nicht vollbracht dienen Geschmack zu treffen, was anscheinend auch ziemlich schwierig ist.
chifan
24.09.2007 23:18 Uhr / Wertung: 2
@schosch Jaja so wird hier mit zweierlei Maß gemessen. Einerseits juckt es keinen, das hier Kommentare und Wertungen zu V.iB. und ähnlichem in Massen vorhandenem Zeug abgegeben werden, von dem ich bezweifeln möchte, dass sie tatsächlich irgendjemand lang genug gesehen hat um sie tatsächlich beurteilen zu können und hier erfolgt nun ein Aufschrei. Das finde ich nun hingegen lächerlich, insbesondere wo ich auch noch explizit erwähnt habe wie lange ich den Streifen gesehen habe. Des Weiteren bin ich auch nicht auf die "Story", sondern lediglich auf die visuelle Gestaltung u.ä. eingegangen. Genau die finde ich im Gegensatz zu dir eben nicht eindrucksvoll, sondern ganz im Gegenzteil einfach ne ganz billige Nummer. Was Snyder hier visuell abgeliefert hat - und ich möchte bezweifeln das der Stil sich im Laufe des Films geändert hat - ist einfach nur peinlich. Das Ganze wirkt so betont künstlerisch und gleichzeitig so billig, das man sich beim bloßen Zuschauen einfach nur schämen muss.
@wonderwalt Das gleiche gilt für das Orakel. Meine Kritik richtete sich nicht an das Alter des Orakels sondern die Inszenierung. Die wirkte so aufgesetzt als ob eine Schul AG die Choreografie und Inszenierung entwickelt hat. Und selbst die hätte wohl dafür nicht mal mehr ein genügend bekommen.
e-sTy
24.09.2007 17:45 Uhr / Wertung: 2
Mag ja sein, dass man keinen Kommentar schreiben sollte, wenn man den Film nicht zu Ende geschaut hat, aber ansonsten stimme ich mit den Aussagen von chifan überein. Vielleicht liegt es auch daran, dass mich die Thematik von 300 nicht wirklich anspricht, aber der Film hat es wirklich geschafft, meine niedrige Erwartungshaltung noch zu unterbieten. Ich war auch mehrmals davor, den Film abzuschalten, da mir außer der Optik überhaupt nichts daran gefallen hat. 2 Punkte für einen der langweiligsten Filme, den ich in letzter Zeit gesehen habe. Geschmäcker sind wohl sehr verschieden, wenn ich so die Durchschnittswertung hier und in der IMDB betrachte... ;-)
schosch
24.09.2007 17:15 Uhr
chifan, das war einer der unqualifiziertesten beiträge jemals. den film nicht zu ende zu schauen, und so eine meinung zu manifestieren ist lächerlich. die eindrucksvollen bilder des filmes, sind fast exakt aus dem comic von frank miller übernommen, und die story ist eben aus der antike hollywoodreif gepusht worden. dieser film ist eine der genialsten comic verfilmungen (fast so gut wie sin city) und hat sogar noch einen wahren hintergrund. 0 punkte für deinen kommentar
wonderwalt
24.09.2007 16:23 Uhr / Wertung: 8
@chifan: Also gerade das Orakel hat mir gefallen. Warum müssen Orakel denn immer verschrumpelte alte Damen sein? Snyder wollte ganz klar die Orakel-Ästhetik neu definieren und die Orakel-Problematik einem zeitgenössischen Publikum zugänglich machen. ;-)
chifan
24.09.2007 00:18 Uhr / Wertung: 2
Schon nach 25min. flog die DVD aus dem Player - ansonsten wäre mir wohl speiübel geworden. Der Film versucht Coolness und Stil zu vermitteln, dabei fehlt den Bildern jegliche Tiefe und Ausdrucksstärke. Stattdessen regiert billige, oberflächliche, schwülstige und kitschige Effekthascherei. Genauso wenig wie nicht jede Dosensuppe Kunst ist, so erschaffen eben auch ein paar Zeitlupenaufnahmen, herzzerreißende Musik, pseudo-coole Stimme und düstere Bilder eben nicht automatisch ein Kunstwerk. Dazu ist zumindest Talent und durchaus eine Prise Geschmack vonnöten. Von beidem scheint Zack Snyder nicht besonders viel in die Wiege gelegt bekommen zu haben. Die absolute Krönung war das sich räkelnde Orakel - das war an Peinlichkeit kaum noch zu überbieten. Wer solch billigen Schmonz sehen möchte, braucht bloß in die Geschenkabteilung des nächsten Asia-Shops zu gehen. Einfach ohne Worte.
Lotterbast
01.09.2007 13:46 Uhr
Auch ich finde diese faschistoide Diskussion absolut überflüssig. Ähnlich wurde damals auch Staship Troopers in der Kritik verrissen. Ändert aber nix an dem Film selber, der mein absoluter Lieblingsfilm ist. Man sollte immer noch zwischen Fiktion und Realität unterscheiden können.
delacroix
27.08.2007 23:46 Uhr / Wertung: 7
Danke für diesen Kommentar, mich regen Leute auf die Meinen in Filmen, die sowieso total überzeichnet sind noch irgendwelchen intellektuellen Botschaften zu finden...
wonderwalt
27.08.2007 23:38 Uhr / Wertung: 8
Also, ich kann diese Faschismus-Diskussion bei "300" nicht mehr hören. Das ist der gleiche Schwachsinn wie die Kritik an den Polen-Witzen aus den frühen Schmidt-Shows. Wer diesen Film auch nur annähernd für bare Münze nimmt, ist doch selber Schuld. Da halte ich doch die Blut-und-Boden-Ideologie der "Herr-der-Ringe"-Trilogie für gefährlicher, weil sie als erzählerisch und ästhetisch aufgemotzte Fantasy-Königsklasse daher kommt, deren geistiger Gehalt aber auch auf ein paar Fascho-Formeln zu reduzieren ist, wenn man will. Ich gebe zu, daß "300" unbedingt nur für Erwachsene geeignet ist und daß dämliche Gemüter natürlich irgendeine braune Sosse aus dem Film herausdestillieren können, wenn sie unbedingt wollen. "300" ist natürlich derbes und unverhohlenes Kino des fröhlichen Abreagierens und Auslebens des politisch Unkorrekten. Aber letztlich besteht der Film doch nur aus aberwitzigen Karikaturen und zugespitzen Albernheiten, die nicht im Traum ernst genommen werden wollen.
namecaps1
27.08.2007 15:42 Uhr / Wertung: 0
Noch ein Zitat aus einer anderen Kritik, die ich vollinhaltlich unterschreibe: "Es heißt immer, die spartanischen Krieger kämpften für ihre Freiheit - ok, aber es ist die Freiheit derer, die nicht bei Geburt aussortiert wurden (Anfangssequenz) und die den Drill zum Mann überlebt haben. Da passt es natürlich auch, dass der Verräter ein degenerierter Krüppel ist und nicht aus den Reihen derer stammt, deren Ehre Treue heißt.
Überhaupt: Keinen Millimeter weichen, kein Rückzug - so einen Leonidas hätte der Adi gerne in Stalingrad gesehen, statt eines Paulus, der nach seiner ehrenvollen Beförderung zum Feldmarschall kneift und vor den anstürmenden "asiatischen Horden" kapituliert.

(...)Ich bezichtige natürlich niemanden, der an der Realisierung dieses Machwerks beteiligt war des Faschismus, auch ist mir klar, dass man den Film einfach "gut" finden kann - ich finde ihn in seiner Aussage halt scheiße, und ästhetische Scheiße bleibt halt trotzdem Scheiße. Und dazu stehe ich."
Lotterbast
25.08.2007 17:07 Uhr
Hmm, naja. Es ist halt eine Comicverfilmung. Zwar keine sonderlich gute. Aber was solls. Ich hate mir von dem Film schon etwas mehr erhofft. Der Comic baut zwar auf historischen Vorlagen auf, will aber auch keinen Anspruch auf Korrektheit haben. Dennoch ist das irgendwie nicht mein Film. 3 Punkte
Colonel
21.07.2007 21:03 Uhr / Wertung: 6
Wer Lust auf historische Schlachten hat, kann diesen film einfach mal reinleghen anmachen und braucht gar nicht erst lange warten bis es zur Sache geht. Der Grudn wird schenll und einfach abgehandelt, hält ja eh nur auf, bis es dann richtig rund geht. Und dann wird alles eingesetzt was es an filmischen Effekten und Aufnahmetechniken seid matrix gibt. Irgendwann geht einem der Zeitlupeneffekt aber sowas von auf dem Geist. Ich glaube dieser film hat mehr zeitlupen genutzt als ein fussballspiel das über 120 Minuten in die Verlängerung geht. Anfangs kommt das im Kampf noch ganz gut rüber schlägt aber später dann doch in "nerv, nicht schon wieder" um. So schnell wie der Film angefangen hat, so schnell wird auch das Ende dann abgehandelt. Letztendlich zeigt der Film überaus beeindruckende Kampfszenen, die aber wegen der Menge nahc einiger Zeit aber dann doch ausgereizt sind. Die Optik ist super, der Plot aber eher die Schwachstelle des Films.
Horatio
03.07.2007 19:35 Uhr / Wertung: 6
Wer kennt es nicht? Seid diesem Film höre ich mindestens einmal am WE, wenn man denn weggeht, irgendeine Gruppe rufen:" DAS IST WAHNSINN!? DAS IST SPARTAAAAAAAAAAAAAAAAAA!" - Ja und das ist es dann auch! Der Film, selbst, bietet 2 Aspekte: 1. eine geniale und wirklich originelle Optik, die seines gleichen sucht. Die Bilder wirken wirklich wie gemalt und stören in keinster Weise! Dafür muss man wirklich den Hut ziehen, aber dann fällt einem ja auch ein, dass man nicht in einem Museum sitzt, sondern in einem Film, in dem man ja gewohnt ist eine Geschichte oder auch manchmal eine Handlung erzählt zu bekommen... 2. DAS IST WAHNSINN! Viel ist schon über die nackten Homobrothers aus Südgriechenland berichtet worden, genau wie über deren im Fetisch in nichts nachstehenden Gegnern aus Persien, und man muss sagen, dass es stimmt! Der Film ist einfach nur brutal, verrückt und total bescheuert. Normalerweise sieht man solche Gewalt eher durch Tarantinonische Sprüche aufgelockert oder gar gleich in irgendwelche sawschen Fallen gepackt, aber 300 legitimiert diese einfach durch Heldentum und Ehre!
Wie gesagt politisch verwerflich, visuelle begnadet! DAS IST SPARTA!!!
Sserpyc
29.06.2007 11:38 Uhr
Mir hat er nicht sonderlich gefallen, vielleicht hab ich nach Sin City zuviel erwartet. Klar: Optik top, aber was man drin verpackt hat is leider nicht so ansprechend. Das Beste waren sicherlich die Kampfszenen, aber irgendwie hatte ich die meiste Zeit den Eindruck statt 300 kämpfen vielleicht 30 Spartaner auf dem Schlachtfeld und ich hab die Übersicht vermisst. Naja, und abseits der Schlacht konnte der Film bei mir auch keinen Blumentopf gewinnen, dafür war´s dann doch etwas zu pseudo-philosophisch und langweilig. Etwas seltsam fand ich auch die Mutanten (^^) die allerorts anzutreffen waren, war aber trotzdem nicht schlecht. 6 Punkte für Optik und die nette, blutige und kreative Schlacht, 0 Punkte für den ganzen Rest...
wonderwalt
17.05.2007 00:59 Uhr / Wertung: 8
Politisch völlig inkorrekte Mainstream-Mischung aus Schwulen-Porno und History-Splatter im modern-gediegenen Digital-Riefenstahl-Look. Muskelbepackte Antiken-Krieger im neckischen Lederschurz werfen sich in martialische Posen, brüllen sich ohne Unterlaß faschistoide Durchhalteparolen zu und rammen den Transen-Persern genüsslich die Speere in den Leib. Nach den Verrissen habe ich ein Bay-Machwerk erwartet, war dann aber von der Selbstironie und der hemmungslosen Derbheit des Films überrascht und hab mich königlich amüsiert.
namecaps1
19.04.2007 15:29 Uhr / Wertung: 0
@ Ashbury: Es liegt in der Natur der Sache, dass sich zu Postings vorallem die aufraffen, die einen Film in Teilen oder als Ganzes besonders gut oder besonders schlecht finden ;-)
Sebästschn
18.04.2007 18:01 Uhr / Wertung: 8
Mir hat der Film gut gefallen, fand es aber doch sehr komisch, neben realistischen Figuren, solch dermaßen verkrüppelte darstellen zu müssen. Das hat für mich schon einiges an Punkten gekostet. Vor allem, weil der Film doch relativ nahe an der griechischen Überlieferung dran ist, auch wenn dies einige anscheinend anders sehen. Ich hatte mich auf wesentlich mehr erzählerische Freiheit eingestellt.
henry
18.04.2007 15:25 Uhr / Wertung: 10
Für mich ne ganz klare 10 !!!!!

Der Film bietet bis dahin noch nicht erreichte Bildgewalt und zusätzlich die beste Schlacht der Filmgeschichte wie ich finde.

Der Film hat einfach den WOW-Faktor .
El Camel
18.04.2007 11:28 Uhr
So, endlich gesehen und eigentlich bin ich doch recht begeistert. Entgegen der Unkenrufe mancher User hier fand ich den Film garnicht so schlecht - die Bildgewalt ist beeindruckend auch wenn die Spartaner einem mit ihrem "Ich bin Spartaner - ich bin so geil" Getue mit der Zeit auf den Sack gehen.
Trotzdem ne nette Story, wenn auch arg weit weg von der geschichtlichen Vorlage - aber das ist Hollywood und lieber so, als ein 2. Troja ;).
7 Punkte
Ashbury
18.04.2007 02:15 Uhr / Wertung: 7
Sehr interessant zu sehen,dass hier viele negative Kommentare stehen und auf der anderen seite viel mehr positive Bewertungen.
HarryBelafonte
17.04.2007 00:50 Uhr / Wertung: 4
Man nicht nur die bescheuerte Story war langweilig, und die komisch gepiercten Perser??? Alles war lächerlich und die Spannungskurve war flach wie Holland..


Das schlimmste sogar die Schlachten waren öde.. immer dieselben Sperdurchstöße.. der CGI kack immerwieder..
Und gerade wo Herr Der Ringe Spass macht als sich die grossen Armen gegenüberstehen da macht der Film schluß..


Naja jetzt sind ja eher die Nachfahren der Perser die Iraner und Iraker die irren sinnlos sterbenden Märtyrer..

ZordanBodiak
16.04.2007 23:02 Uhr / Wertung: 3
Zack Snyders Verfilmung eines Frank Miller Comics ist über weite Strecken misslungen. Die Darsteller sind schwach, die Story ist nicht der Rede wert und überhaupt ist die unreflektierte Inszenierungsart sehr grenzwertig - denn die Faschismusdebatte, die während der Berlinale geführt wurde und die Snyder mit undurchdachten Statements noch anfeuerte, ist durchaus berechtigt.
Gänzlich vor dem Scheitern kann "300" eigentlich nur durch die überwiegend gelungene Optik und die teilweise sehenswerten Actionmomente gerettet werden. Zwar hätte man hier wohl die Slow-Motion-Szenen deutlich reduzieren müssen [dann wären es aber keine 2 Stunden Rumgekaspere geworden] und auch die Ernsthaftigkeit hätte man bei diesem No-Brainer herunterschrauben müssen - aber wenigstens sorgt das ständige Gekloppe zwischen den Spartiaten und den Persern dafür, dass man nicht einschläft... (etwas stärkere) 3 buckelige Punkte
Kazushi
15.04.2007 01:34 Uhr / Wertung: 2
Im Vorfeld habe ich mich gefragt, wie es Zack Snyder wohl geschafft hat Millers passablen (aber qualitativ unter seinen anderen Werken rangierenden) Comic auf eine Länge von zwei Stunden zu strecken, gibt dieser doch eigentlich nur Stoff für 30 bis maximal 60 Minuten Film her. Die Lösung habe ich nun: Er lässt das ganze einfach fast komplett in Zeitlupe ablaufen und fügt dann nochmal eine Menge schwachsinniger und unbedeutender Zwischenszenen ein. Das ergibt dann ein sich ewig ziehendes, substanzloses und langweiliges Werk, welches genau zwei Szenen hat, die mir gefallen konnten: Das erste Aufeinandertreffen von Xerxes und Leonidas, sowie der Kampf von Leonidas gegen den Riesen. Der Rest war einfach nur mega boring oder mega schwachsinnig. Der faschistische Grundton des Films war mir dabei sogar recht egal, es war einfach die Langeweile, die dieser Film ausstrahlte, die mich, um es in Umgangsprache zu sagen, angekotzt hat. Interessant fand ich es eigentlich nur wie ein Film in gleichem Maße homophob sein konnte, als auch gleichzeitig einen extrem starken homoerotischen Unterton (das Abfeiern der Muskeln, aber vor allem, die Sexzenen und die Sterbeszene am Ende) haben konnte. Fazit: Leider weit enttäuschender, als ich jemals - und das trotz einiger negativen Stimmen aus dem Bekanntenkreis sowie dem Internet - gedacht hätte.
Dr.Sverige
12.04.2007 19:42 Uhr
Um Missverständnissen vorzubeugen: "historisch richtig" im unteren Kommentar ist als "authentisch" gemeint und nicht als sie haben nach humanistischen Grundsätzen "klug" gehandelt ;-)
Dr.Sverige
12.04.2007 19:40 Uhr
Ich finde die Optik (wie viele vor mir) ebenfalls fantastisch.
Und viel mehr hab ich auch nicht erwartet. Eigentlich nur eine gute Comicumsetzung.
Und die sehr zweifelhafte (aber wohl historisch richtige) Weltanschauung der Spartaner finde ich durch die Martialisch-pathetische Sprache super umgesetzt, so dass sie nur sehr schwer ernst zu nehmen ist und tatsächlich an die NS-Zeit erinnert. Das mag für Neo-Faschos gefundene Bestätigung sein, was mir als mündigem eigenständig denkendem Mensch relativ wurscht ist, weil man immer komische Sachen interpretieren kann und sich gerade ideologisch verbohrte Leute diese interpretation auch nicht nehmen lassen.

Viel Spannender finde ich das dieser lächerlich Pathos so oft in Verbindung mit dem Wort "Freiheit" fällt und das die Spartiaken sich als Verteidiger der Freiheit ohne Mandat der Griechen sehen. Das kommt mir doch in unserer westlichen Welt bekannt vor. Mein Schluss daraus war, das Zack Snyder das Ami-Gelaber mit NS-Gelaber gleichsetzt und beide in dem lächerlichen Heldentodbegriff verwurzelt sieht. das wiederum finde ich sehr sehr gut gemacht

Sicherlich ist auch diese Interpretation gewagt ab als alter Gutmensch glaub ich mal dran und geb dem Film wegen der - ich muss es nochmal sagen - GEILEN OPTIK und der interessanten Parodie des Heroismus eine 9.
Ghost
11.04.2007 22:54 Uhr
An und für sich ein recht guter und sehenswerter Film. Jedoch ist er meinen (ziemlich hohen) Erwartungen aufgrund zweier Punkte nicht ganz gerecht geworden:

1) Der Film ist zu "hollywood", zu vorhersehbar, zu cliché-behaftet. Beispiele sind die Szenen mit der Halskette oder auch der meiner Meinung nach allzu dramatische Tod im Pfeilhagel am Ende.

2) Die Art des Regisseurs, der Stil von Sin City. Passt wie ich finde einfach nicht zu dem Genre. Aber das ist Geschmackssache...

Trotz dieser Mankos immernoch ein lohnender Film mit schöner Story und guten Aufnahmen.
Joey 4ever
10.04.2007 23:38 Uhr
Obwohl sich der Film anfangs etwas schwer tut, in Gang zu kommen, nimmt er zunehmend an Fahrt auf und weiß es, den Zuschauer, der hier keinen Wert auf das Historische an sich legt, zu begeistern.
Gerade die Bilder - wie schon einige Male von meinen Vorrednern erwähnt - verstehen es, den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen, wobei gerade auch die Schnitt- bzw. Bildtechnik positiv hervorzuheben sind. Gerade die Slowmotion-Technik wird meist genau an den richtigen Stellen eingesetzt. Zwar ist diese seit "Matrix" fast Standard, allerdings scheint sie erst in "300" perfektioniert. Durch die gewaltigen Landschaften kann die Story selbst aber zwischendurch auch fast in den Hintergrund geraten. Hier hätte man meiner Meinung nach etwas mehr Wert auf die Story und etwas weniger auf das Bild legen sollen.
Insgesamt aber allemal ein gelungener Film, der all denjenigen, die keinen anspruchsvollen und storydurchdachten, intelligenten Plot erwarten, einen Kinobesuch wert sein dürfte.
namecaps1
09.04.2007 16:48 Uhr / Wertung: 0
@ Tatanka: Hätte ich es kürzer sagen wollen, dann wohl mit deinen Worten ;-)
namecaps1
09.04.2007 16:37 Uhr / Wertung: 0
Ich habe NULL Bock auf eine Faschismus-Debatte. Aber ein paar Dinge, die ich hier lese, mag ich nicht einfach so da stehen lassen. Da es um den Film geht - und nicht um Faschismus und nicht um Persönliches gegenüber der Poster - mal zum Thema, und das ist:Welche Kriterien kann man heranziehen, um den Film zu bewerten?Zuerst mal formale Kriterien der Mediengattung Kinofilm, das sind dann Regie, Schnitt, Kamera, Schauspiel, Dramaturgie, Drehbuch usw.Dieselben, allerdings künstlerisch gesehen: Wie wird ausgeleuchtet, wie sind die Bauten, welche Atmosphäre transportieren sie, oder, mit neuesten Mitteln: Ist das Styling durch die CGI durchgehend stimmig (als Beispiele).Und dann gibt es halt noch einen gesamt-gesellschaftlichen Kontext. Unterhält der Film (hier gehört das so genannte gute "Popcorn-Kino" hin)? Setzt er sich mit aktuellen Themen auseinander? Wenn ja,ist er dabei kritisch, oder beschränkt er sich einfach nur auf eine Story? Verzichtet er womöglich sogar auf Kritik? Und geschieht das zu Recht? Und darüber hinaus: Wie fasst ein Publikum oder eine Gesellschaft, die anders sind als diejenige, aus der die "Macher" stammen den Film auf?300 ist optisch und von der Action her ein herausragender Film. Er erzählt - übrigens so wie das Comic - nur seine Geschichte. Er stellt keinen gesellschaftlichen Kontext zu aktuellem Zeitgeschehen her. Er kritisiert aber auch nicht das Zeitgeschehen, das er zeigt.Deshalb kann man dem Film auch vorwerfen, dass er faschistoide Züge in sich trägt. Dafür muss er mit Faschismus nix zu tun haben, und deshalb auch meine Unlust, eine Debatte zu führen, die am Thema vorbei ist. Der dazu im Interview geäußerte Einwand des Regisseurs zur Verteidigung, etliche Leute würden bei einer 60 Mio. $ Produktion einen Film auf seine gesellschaftliche Wirkung abchecken (gesehen in Spiegel ,FAZ, Falter als Zitat oder Hinweis), ist da bei weitem keine ausreichende Entgegnung. Er erscheint sogar fadenscheinig. Denn diese leute checken kommerzielle Gesichtspunkte aus eigenem Interesse, und nicht etwa gesellschaftlich relevante.300 ist halt nur ein weiterer unkritischer Film mit hübschen Bildern, in dem Sinne, dass er sich um den gesellschaftlichen Kontext überhaupt nichts schert, ja sogar längst überholte Stereotype wiederholt und sie auch noch verfestigt. Allerdings würden sich Stereotype nicht solange halten, wenn nicht so viele Menschen mit einfachen Dingen, etwa mit "nettem Popcorn-Kino" glücklich zu machen wären. Hirn aus, Glotze oder Projektor an, vergiss mich. Gerade diejenigen, die Frank Millers Werk kennen, wissen, dass dieser auch in seinen Arbeiten mit großen Figuren und für große Verlage allerdings immer wieder auf gesellschaftskritische Aspekte zurückkommt. Und diese transportiert die Verfilmung nicht. Das macht sie nicht schlechter, aber auch nicht besser. Weil der Film 300 das Thema extrem plakativ abhandelt, weil er mit Dialogen und Bildern operiert, die wenig Tiefgang und viel Mark enthalten, muss sich der Streifen diese Vorwürfe auch gefallen lassen. Solche Komponenten findet man in vielen einschlägigen B-Movie Direct to Video-Produktionen vom Schlage eines Dudikoffs, Parés, Segal oder van Dammes, sogar bis zurück in die Vierziger bei John Wayne/John Ford.Deshalb ist 300 zwar ein tolles, visuelles Spektakel, das Drehbuch ist dünn, der gesamtgesellschaftliche Kontext angesichts des starken Themas Krieg ist mangelhaft. Geschmackssache ist, ob man sich nach 2 oder mehr Stunden, die hauptsächlich aus GEmetzel bestehen, unterhalten fühlt. Ich bin da eher betroffen, aus künstlerischen Gründen zuerst (Drehbuch? Handlung? Anspruch? Unterhaltung??).Mein Fazit: Sehr teure Durchschnittskost, die bis auf die Bilder ein "noch mittelmäßig" verdient. Man kann das auch besser finden, wenn man auf gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge pfeift. Das ist dann so, als würde man auf den Bund - aber auch auf Rente, Arbeitslosenanspruch und medizinische Versorgung - pfeifen. Keine Angst, das kommt dann ein paar Jahre nach Schule und Studium als Thema mit voller Härte zurück. Genießt es.
cybershock17
09.04.2007 14:23 Uhr
Der Film hat eine wahnsinnige Speed! Es wird nicht groß rumgeredet, sondern es geht gleich in den Kampf. Mir hätte es gefallen hätte der Regisseur die Speed noch konsequenter durchgezogen und einige Szenen aus Sparta rausgelassen. Ansonsten ist 300 ein erstklassiger Film, der sich nicht vor Sin City verstecken muss. Ich fand ihn sogar besser! 9/10
Aristoculus
09.04.2007 00:46 Uhr
Ich kann NUR DIE RUHE nur zustimmen. Auch meine Erinnerungen aus Latein und Geschichte haben mir dieses Bild des Spartiaten vermittelt. Heroisch und furchtlos bis in den Tod... was das jetzt aber mit Faschismus zu tun haben soll, muss man mir nochmal erklären; denn schließlich sind fast alle Militärstrukturen ähnlich aufgebaut.

Doch nun zum Film; Ich gehöre wohl zu der großen Zahl von Leuten, die davon begeistert waren. Die Inszenierung war von Anfang bis Ende mehr als gelungen.
NUR DIE RUHE
08.04.2007 23:49 Uhr / Wertung: 10
kurz: es stimmt bei 300 von Sekunde 1 bis zur letzten alles ! noch besser als eh schon erwartet. über "das Faschistische" braucht man sich doch gar nicht aufregen, das spartanische System war nunmal so. Snyder inszeniert alles sehr heroisch und genau das passt wie der Speer in den Perser. die Off-Erzählung unterstreicht das und macht am Ende Sinn. als dann auch noch neben z. B. "ephebos" und "agoge" richtigerweise "Herakles" gesagt wurde, war alles 100% perfekt. vielleicht liegts daran, dass ich den "Krampf" studiere und über Sparta Facharbeit geschrieben habe, aber auch wenn nicht, hätte mich dieses Werk begeistert. und: diese Schlacht ist gerade für uns Europäer so wichtig gewesen.
Tatanka
08.04.2007 20:34 Uhr
Nett inszeniert, schöne Optik und garantiert kein Anspruch. Kurzweiliger Zeitvertreib, aber ohne Belang.
Knille
07.04.2007 11:22 Uhr / Wertung: 6
@dynAdZ: Natürlich ist Faschismus kein Entertainment. Trotzdem (oder gerade deshalb?) muss man sehr vorsichtig mit ihm umgehen, weil eben leider nicht jeder in der Lage ist, faschistische Grundgedanken sofort als abseitig zu erkennen und von vorneherein abzulehnen. Es gibt in Deutschland (und auch anderswo) genügend Neonazi-Gruppierungen, die ihrem jugendlichen Nachwuchs genau jene Werte einzutrichtern versuchen, die auch in 300 so sorglos zelebriert werden. Und machen wir uns nichts vor: das sind genau jene Werte, die vor nicht einmal 70 Jahren zu rauchenden Leichenbergen in der ganzen Welt geführt haben. Sicher, 300 meint das alles nicht ernst, das ist für gebildete, die historischen Zusammenhänge kennende Menschen, die zwischen den Zeilen zu lesen in der Lage sind, jederzeit erkennbar. Aber eben nur im Subtext des Filmes - es geschieht keine bewusste Brechung der Ideologie, kein zynisches Hinterfragen (wie beispielsweise in Starship Troopers). Damit kann der Film, bei aller Überzeichnung ins Groteske, für ohnehin schon labile, mit faschistischem Gedankengut infizierte Jugendliche, eben doch genau das bedeuten, was (auch nach Aussage des Regisseurs) eigentlich niemand ernst nehmen kann.
Marjan
07.04.2007 09:18 Uhr / Wertung: 9
im folgenden kommentar verstecken sich einige geschichtliche SPOILER!

nun habe ich die Comics nicht gelesen, aber ich halte Frank Miller für einen differenzierten und intelligenten mann. als solcher hätte er nun gewußt, daß die nazis ihrerzeit Sparta als ideologisches vorbild einer gesellschaft verherrlichten. militärische ausbildung der jugend, "schwache" werden natürlich ausgesiebt, epischer mut und heldentum der krieger und natürlich die 300 männer, die eine million soldaten aufhielten bei völliger selbstaufgabe für die heimat. in der geschichtswissenschaft sieht es nun so aus, daß eine kontroverse über Sparta losgetreten wurde. es gibt zum beispiel kaum quellen aus über über das antike Sparta, die polis mystifizierte sich schon damals selbst. auch Leonidas ist eine umstrittene figur der geschichte. für die einen ist er held, für die anderen wahnsinniger - für Miller nach dem trailer zu urteilen eindeutig wahnsinniger.

wenn ihr bei eurer debatte über faschistische inhalte diskutiert, mach doch noch einen schritt ins abstrakte und seht euch die konstellation an: ein könig zieht mit 300 (irren) kriegern in eine schlacht gegen eine million feinde. da sind nun doch keine rationalen beweggründe erkennbar? bei allen überlieferten heldentaten bleibt doch stehen, daß die spartaner ausradiert wurden und Persien erst später geschlagen wurde.

historisch gesehen ist die glorifizierung der griechen eigentlich nur konsequent. einige geschichtsschreiber der damaligen zeit hielten Leonidas' taten für ausschlaggebend im griechisch-persischen krieg, während es von persischer seite nahezu überhaupt keine quellen gibt. da es sich bei 300 nun um ein stück unterhaltung und nicht um einen wissenschaftlichen film handelt, wird natürlich übertrieben, wo es nur geht, eine (nationalsozialistische?) moral hineinzuinterpretieren halte ich aber für unangebracht. antiker heldenmut wurde eben schon 480 v.Chr. genau so dargestellt, wie es der film vermutlich macht.
so, am wochenende geht´s ins kino, damit ich den film auch mal zu sehen bekomme und sehe, ob sich dieser kommentar überhaupt gelohnt hat.

SCHLIMMER SPOILER ZUM FILM AMERICAN HISTORY X
schon bei American History X, einem der beeindruckensten statements gegen fremdenfeindlichkeit in meinen augen, argumentieren nazis etwa so: obwohl der kleine bruder Edward Furlong sich gewandelt hat, wird er am ende durch einen schwarzen erschossen. im originaldrehbuch rasiert sich Edward Norton über der leiche seines bruders die haare ab! man kann also in jeden film das gegenteil hineininterpretieren, meiner ansicht nach. ich persönlich halte da lieber etwas abstand.
dynAdZ
07.04.2007 02:15 Uhr
Dank der Erläuterung verstehe ich jetzt deine Beweggründe, ich kann nachvollziehen wieso du so denkst. Aber in den vermeindlich faschistischen Szenen sehe ich mehr Leidenschaft und heroische Handlungen. In der Neuzeit kann es, wie du schon sagtest, keine beabsichtigten faschistischen Szenen von einem gesunden Regisseur mehr geben, also fasse ich die Szenen auch nicht so auf. Ich lasse den Film lieber auf mich wirken, so wie er gedacht ist: Als optisch wegweisendes Schlachtenepos. So etwas wie Faschismus lasse ich bei Filmen lieber außen vor, das ist kein Entertainment.
tromsö
07.04.2007 01:50 Uhr
@ dynAdZ: Natürlich gibt es Filme, die nur unterhalten wollen (auch wenn solche Filme in der Regel nicht meine Lieblingsfilme sind). Allerdings kann man selbst bei solchen Filmen Rückschlüsse auf die Gesellschaften ziehen, für die diese Filme produziert wurden (ganz klassisches Beispiel: der deutsche Heimatfilm in den 50er Jahren).

Bei "300" jedoch sind mir die faschistischen Züge des Films quasi ins Auge gesprungen und ich persönlich halte sie für sehr eindeutig (insbesondere die Verherrlichung von Vaterland und Militär). Natürlich sind die Filmemacher keine Faschisten oder wollen eine politische Botschaft transportieren. Allerdings gehen sie sehr sorglos mit dem Thema um: Sparta wurde schon immer als militaristischer und brutaler Staat dargestellt. Darin ist auch die Verbindung zum Faschismus angelegt. Nun greift dieser Film dieses Bild von Sparta auf um schlussendlich mal wieder so eine richtige Schlacht für das Publikum auf die Leinwand zu bannen. Man konzentriert sich nur auf die Unterhaltung durch, zweifelsohne gute, Special Effects und vernachlässigt die Story komplett. Man macht sich keine Gedanken darüber, was die Story, explizit oder implizit, aussagt. Und genau das halte ich für fragwürdig: Das Machen von Filmen ohne sich bewusst zu sein, was man da auf die Leinwand bannt. Das stört mich. Und falls man das Problem mit den faschistischen Andeutungen schon im Vorfeld erkannt hat und man es trotzdem im Film haben wollte (weil es vielleicht eine Zielgruppe anspricht?),ist dies meiner Meinung nach zu einem gewissen Grad besorgniserregend.

Leider habe ich in meinem letzten Kommentar einen Fehler gemacht: Mit "Epiphenen" meinte ich die alten Männer auf dem Berg, die Ephoren. Ich hoffe, das war das fünfsilbige Fremdwort ;)

dynAdZ
07.04.2007 00:15 Uhr
Ich glaube manche Zuschauer lieben es, in Filme mehr hineinzuinterpretieren, als es zu interpretieren gibt. 300 ist ein Werk der Unterhaltung und wie ich meine unterhält der Film volle zwei Stunden auf hohem Niveau.
Mit fünfsilbigen Fachbegriffen umherzuwerfen ist genauso schwachsinnig wie in 300 faschistische Züge zu sehen. Hallo, aufwachen! Es ist nur ein Film!
tromsö
07.04.2007 00:02 Uhr
"300" ist ein sehr zweifelhaftes Vergnügen. Zunächst einmal beweist dieser Film, dass der episondenhafte Aufbau von "Sin City" eine gute Idee war. Denn die Story von "300" reicht nicht aus um einen Spielfilm mit Inhalt zu füllen. Spätestens nach der Hälfte langweilen die immer gleichen Schlachtszenen (Spartaner gegen X, Spartener gegen Y usw.).

Aber der Inhalt des Films ist äußerst fragwürdig. Man wird, wie schon in einigen anderen Kommentaren beschrieben, mit einer sinnfreien Story und vor allem absolut hohlen Phrasen konfrontiert. Darüber hinaus würde ich noch einen Schritt weiter gehen als Knille: Dieser Film hat nicht nur faschistoide Elemente, sondern er zeigt die Spartaner als Faschisten. Man könnte zwar den Film als sinnloses Actionspektakel abtun, aber ich hatte das Gefühl, dass der Film absichtlich mit dieser Ideologie spielt. Anders kann ich mir viele Szenen nicht erklären (der dekadente "Xerxes" vs. die militaristische Männerbruderschaft aus Sparta; Politiker als korrupte Vaterlandsverräter vs. Leonidas, edler Führer und Verteidiger des Vaterlandes; die persichen Frauen als Prostituierte vs. die edlen spartanischen Mütter und Ehefrauen; der schwarze persiche Botschafter bei den Epiphenen als "schwarzer" bedrohlicher Mann...). Und falls diese Darstellung nicht absichtlich erfolgte, so zeigt der Film ein äußerst beunruhigendes Bild der heutigen Gesellschaft...

Der Film ist desöfteren (unfreiwillig) äußerst lächerlich, aber mir ist dabei ständig das Lachen im Hals stecken geblieben. Auch wenn ich den Film gerne 0 Punkte geben würde, so muss ich anerkennen, dass er optisch sehr gut gemacht ist. Daher bekommt er noch drei Punkte.

DerHannig
06.04.2007 13:54 Uhr / Wertung: 9
Sin City war sicherlich der Vorreiter dieses einzigartigen Comicstils von Frank Miller und wie in Sin City ist auch in 300 die Comic-Optik eindeutig wieder der große Pluspunkt. Dennoch kommt er nicht ganz an sein eigenes Vorbild heran, was zum Großteil an der etwas einseitigen Story liegt. Im Grunde reiht sich ab dem zweiten Drittel Kampfszene an Kampfszene, Abwechslung wird keine geboten. Doch der Effekt ist ähnlich wie bei Sin City, es entsteht eine schwer zu beschreibende Atmosphäre: Düster, abstoßend, grotesk, gewaltig. An den Dialogen gibt es meiner Meinung nach auch wenig auszusetzen. Sicherlich wiederholen sich Kampfgeschrei, Kriegsverherrlichung und Reden über Ruhm und Ehre, doch alles andere hätte die Atmosphäre nur unnötig gedämpft und den Film wohl abgewertet. So passen sich die Erzählerstimme und die Dialoge dem Gesamtbild an. Und vor allem in eher unbedeutenden Szenen (Orakelszene), bei Optik der Charaktere (Xerxes) und der Landschaft blitzt immer wieder die besondere Kreativität Frank Millers auf.
Dr.Nibbles
06.04.2007 12:25 Uhr
Bildgewalt genial, aber dafür dass er mir wirklich gefallen hätte, fehlte einfach der bösartige Humor von Sin City (2-3x klang das an, aber das war's auch).



Und was die Story angeht, die Spartaner sind einfach mal genau die selben Schweine was das behandeln der toten Gegner angeht, wie die Perser. Macht keinen Unterschied, auch wenn sie sich selbst als "Kämpen für das Gute darstellen". Und irgendwie schwang in der Rhetorik auch immer wieder so ein ekelhafter Unterton mit, der mich genauso wie bei "Herr der Ringe - Rückkehr des Königs" einfach zu sehr an "ab heute morgen 5 Uhr 45 wird zurückgeschossen" erinnert.



Ich kann dem Film nicht mehr als 7 Punkte geben. Aber den Trailer lade ich mir nochmal runter... weil den fand ich echt genial ;)
Knille
06.04.2007 11:22 Uhr / Wertung: 6
Handwerklich ist 300 zweifellos perfekt. Die innovative Ästhetik wird der Comicvorlage gerecht, die Bilder sind gewaltig und beeindruckend und die Kampfszenen, obwohl exzessiv mit Zeitlupen vollgepackt, sind überzeugend, da ziemlich realistisch, inszeniert. Und doch habe ich dasselbe Problem wie bei Sin City: Ich kann den Film einfach nicht ernst nehmen. Er ist dermassen überzeichnet, ja beinahe schon ins Groteske verzerrt, dass er wie eine Parodie seiner selbst daherkommt. Das ist zweifellos beabsichtigt - und das ist auch gut so! Denn die (von CS-M bereits angesprochene) faschistoide Grundstimmung, die von optischen Anlehnungen an Riefenstahls Triumph des Willens und Gelaber von Ruhm und Ehre oder Wasser und Erde (Blut und Boden?) herrühren, kann natürlich nicht ernst gemeint sein. Ein bewusstes Hinterfragen dieser Ideologie findet im Film jedoch leider nicht statt, was die FSK16-Freigabe nur umso unverständlicher macht. Ich kann mir schon vorstellen, wie tumbe Neonazi-Jugendgruppen an den Lippen des König Leonidas hängen und jedes Wort über Tod und Ehre für bare Mün ze nehmen.
Jeder einigermaßen mit Vernunft und Reflektionsgabe gesegnete Zuschauer sollte zwar in der Lage sein, diese Aspekte richtig zu deuten, doch das macht den Film leider auch nicht besser. Das Geschwätz von Ruhm und Ehre ist nicht nur hohl, sondern wiederholt sich auch ständig und in nahezu endlosen Monologen, die gelegentlich an der Schwelle zur Lächerlichkeit kratzen. Überschritten wird diese spätestens mit dem Auftauchen von "Gottkönig" Xerxes, der (absichtlich?) wie eine degenerierte Transe rüberkommt. Trotz gewaltiger Körpergröße und tiefer gestellter Stimme wirkt er nicht bedrohlich, sondern eher wie eine lächerlich zickige, stereotype und darüber hinaus homophobe Schwulenparodie. Dabei ist er noch nicht einmal der schlechteste Schauspieler im Ensemble. Eine halbwegs gute Figur macht eigentlich nur David "Faramir" Wenham, der Rest der "300" beschränkt sich darauf, den geölten Astralkörper in Szene zu setzen.
Das 300 trotzdem keine absolute Enttäuschung ist, ist eigentlich nur Regisseur Snyder zu verdanken. Seine Inszenierung ist äußerst stimmungsvoll, auch wenn sie gelegentlich ein wenig über das Ziel hinaus schießt. Dennoch: angesichts Snyders Bildgewalt treten die groben Makel des Films ein ums andere Mal in den Hintergrund. Seine imposanten Landsschaftsaufnahmen, seine immer wieder perfekten Einstellungen und die realistisch inszenierten Kämpfe machen dann doch Laune und lassen die dünne Story kurz vergessen. Sobald einer der Spartaner dann aber wieder seinen Mund öffnet, ist es damit aber leider stets sofort wieder vorbei.
So ist 300 letztlich zwar kein Totalausfall, das erwartete Action-Fest ist es aber leider auch nicht. Statt dessen dümpelt er irgendwo im Mittelfeld rum, bringt uns aber immerhin die Erkenntnis, dass von Regisseur Snyder in Zukunft noch Großes erwartet werden darf.
Schmeissfliege
06.04.2007 02:18 Uhr
Nachdem mich Sin City damals absolut begeistert hat, war ich nach der Sichtung des Trailers auch auf 300 gespannt.

Und dann diese Enttäuschung. Ein an Dämlichkeit kaum mehr zu überbietendes pathetisches Geschwätz und Rumgebrülle. Schlachtszenen die nach kurzer Zeit nur noch auf die Nerven gehen, da die Kämpfe zum Teil an einen Wrestling Kampf erinnert haben. Schlechte Schauspielerische Leistung wo hin das Auge schaut sowie eine Story die diesen Namen nicht verdient und nach den nervigen Schlachtszenen, musste man auch noch dümmliche Dialoge ertragen, die wohl für eine kurze Verschnaufspause zwischen den Kämpfen sorgen sollten, aber meinen Gesamteindruck nur noch mehr gemindert haben.

Und dann diese an Absurdheit und Lächerlichkeit kaum mehr zu überbietenden Szenen, die zum Teil wenigstens noch unfreiwillig komisch waren. Da windet sich das Orakel wie ein Kunstwerk Minutenlang im Wind und entblößt bei einem an Eurythmie erinnernden Meditationstanz Ihre Brüste. Auch gut war die Szene, in der die Spartaner auf dem Felsvorsprung, der ins Meer hinaus ragt den Untergang der Schiffe bejubeln und sich dabei wie eine wild gewordene Meute Fans gebärden. Da haben dann nur noch die Fangesänge gefehlt und die Szenerie wäre perfekt gewesen.

Wieso ich diesem Film trotzdem noch vier Punkte gegeben habe, frage ich mich eigentlich selbst, aber letztlich konnte er mich dann doch noch irgendwo unterhalten, so dass ich das Kino nich tvorzeitig verlassen musste und die Stilistik ansich war auch nicht ganz ohne. Hinzu kommt, dass es obwohl der Film wirklich schlecht war, noch deutlich schlechtere Filme gibt, denen "300" dann 2ohl am entscheidensten diese vier Punkte verdankt.
TheRinglord1892
06.04.2007 02:03 Uhr / Wertung: 5
Ich habe den Comic gelesen. Ich habe den Trailer exzessiv geschaut. Die Erwartungen waren hoch und schon lange wurden sie so wenig erfüllt wie jetzt bei 300. Die Optik ist ja eigentlich klasse, aber an der sieht man sich leider allzu schnell satt und dafür, dass sie so digital hochglanz ist grieselt das Bild für meinen Geschmack oft doch etwas zu sehr. Der Comic gibts natürlich nicht viel Story her, der Film hat mehr, aber irgendwie konnte die mich auch nicht so wirklich interessieren. Actionmäßig hatte ich auch mehr erwartet, bis auf die netten Slow-Mos war es eigentlich nichts besonderes, auch wenn das Blut oft noch so spritze, (wenn man das comicstilanmutende Blut mag), da hätten bessere Action-Choreographen hergemusst und man hätte einiges anders schneiden sollen (ein paar mehr Totalen wären auch schön gewesen). Eigentlich wurder der Comic nicht schlecht umgesetzt. Bilder sind oft 1:1 auf der Leinwand wieder zu finden, aber warum, warum bitte muss Xerxes plötzlich so dermaßen transsexuell daher kommen??? Das Ende des Films ist dann länger als im Comic, führt aber eigentlich gelungen die erweiterte Story zu Ende. Aber letztlich plätschert der Film halt für 2 Stunden so vor sich hin, ohne dass mir hinterher irgendwelche gewaltig tollen Szenen im Gedächtnis eingebrannt wären. Ich war etwas hin und her gerissen mit meiner Bewertung aber 300 hätte man einfach Comic sein lassen sollen, als Film taugts nicht wirklich.
Daniela85
05.04.2007 23:17 Uhr
Achtung, jetzt kommt ein kleiner Gefühlsausbruch meinerseits ;-): GEIL, GEIL, GEIL und nochmals GEIL - Ich dreh ab und werde wahnsinnig - das war genau mein Film*g. Jawohl, so muss ein Film aussehen. Hier stimmt einfach alles und alles ist genau so wie ich es mir vorgestellt bzw. wie ich es mir gewünscht habe, bis auf eine kleine Kleinigkeit. Die Schlachten hätten für mich noch etwas brutaler sein können - aber naja was solls ;-). Tolle Schlachten, tolle Bilder, super Musik (die wie die Faust aufs Auge passt), geniale Darstellung, tolle Erzählweise etc. Ich könnte jetzt ewig so weitermachen aber das lasse ich jetzt mal lieber. Gott ich bin hin und weg. Einfach nur genial. Mehr kann man dazu auch nicht sagen - einfach super geil...
CS-M
05.04.2007 19:27 Uhr / Wertung: 1
Tja, mal wieder hat mich ein gehypter Film nicht ganz das versprochen, was er gehalten hat. 300 ist natürlich ein optischer und akustischer Leckerbissen, was ihm eine Wertung über dem Durchschnitt sichert. Leider war es das dann auch schon. Zum einen sind die Dialoge selbst für einen Schlachtenfilm nicht besonders originell, das alleine hätte ich aber nicht so schlimm gefunden. Doch irgendwie bleibt der Film unbefriedigend. Mir reicht es einfach nicht, brutale Schlachtenszenen zu einem heftigen Score in krassen Bildern minutenlang abzufeiern. Das fehlt mir einfach der Kick. Das kann jeder etwas bessere B-Film-Regisseur. Und den Film neu erfunden hat man mit 300 jetzt auch nicht. Das ganze ist eine Mischung aus Gladiator, HdR-Die zwei Türme und Triumph des Willens. Womit ich bei meinem letzten Punkt bin. Ich bin ja jetzt nicht kleinkariert, wenn es um zweifelhafte Filmideologien geht, aber 300 ist schon krass. Selten wurde der Kampf des rassenreinen Übermenschen gegen degenerierte "Wilde" eindeutige inszeniert, als hier. Hätte man das ganze wenigstens irgendwie ironisch gebrochen oder hinterfragt, OK, aber das schaffen die Macher von 300 nicht. Stattdessen bedient man (bewusst oder unbewusst) eine dumpfe "Blut-und-Boden"-Ideologie und dass ist mir einfach zu billig. Da kann man wirlich einen intelligenteren Umgang mit erwarten. Den Film kann man auch auf jedem Wiking-Jugend-Treffen laufen lassen...
nofx
05.04.2007 15:06 Uhr
Wow der Film ROCKT einfach. Geiler Sound, Hammer Optik. Ich bin auch nach einer Nacht darüber schlafen noch begeistert. Die Story war auch besser als ich erwartet hatte. Klar kann man hier keinen Tiefgang erwarten, aber besser als so manch anderer Actionfilm. Die FSK kann ich auch nicht nachvollziehen, wenn ich bedenke das der zweite Teil LOST Season II ne 18er Freigabe hat und der Film gestern ab 16 war wundert mich aber nichts mehr :) Leid hat mir nur der arme Junge gestern getan, der verzweifelt mit seinem Kumpel auf den "Türsteher" eingeredet hat damit er ihn reinlässt um den Film zu sehen, weil er seinen Ausweis "vergessen" hatte *g*
rooks
05.04.2007 12:39 Uhr
ich bitte euch, der streifen ist einfach nur mies, in meinen augen die schlechteste
comic-verfilmung seit "the league of extraordinary gentlemen". habe großzügige 4
punkte für die hübschen landschaftsbilder gegeben, doch abgesehen davon gibt es
hauptsächlich unlogische handlung, zahlreiche fehlerchen, mitnichten überzeugende
darsteller und ein geschwafel aufzufinden, welches die seltene gabe besitzt, beide
parteien (und beinahe jede der figuren) unsympathisch zu machen. dass es
ursprünglich mal um ein historisches ereignis gehen sollte, scheint niemanden zu
stören..
mir wird angst und bange, wenn ich daran denke, dass ausgerechnet zack snyder die
verfilmung von "the watchmen" obliegen soll, wo ich mich darauf doch schon seit
ewigkeiten freue =(
delacroix
05.04.2007 09:43 Uhr / Wertung: 7
Die Freigabe ab 16 Jahren ist eigentlich nicht nachvollziehbar, aber bei der FSK ist bekannt das Filme solcher Machart immer einen Historien Bonus bekommen.
mountie
05.04.2007 02:40 Uhr
Verliere auch ich sonst immer relativ viele Worte, verbleibe ich nach Sichtung des Filmes nur mit: Wow! Absolute Spitze! 10 Punkte! Punkt! Jedoch stand für uns nach diesem Kinoabend fest, das wohl die Altersfreigabe (ab 16!!!!) offiziell von der FSK ausgewürfelt werden. Da wäre ich gerne bei der Besprechung des Filmes dabei gewesen, was für Gründe dazu geführt haben...
dynAdZ
05.04.2007 02:21 Uhr
Seit Wochen und Monaten habe ich auf 300 gewartet, seit dem ersten Trailer sind meine Ansprüche und Erwartungen an diesen Film stetig gestiegen und bis zur heutigen Vorpremiere bin ich vor Spannung fast geplatzt. Aber obwohl ich nicht damit gerechnet habe - was hier zwei Stunden lang auf die Leinwand geworfen wurde hat meine Erwartungen nicht nur erfüllt sondern bei weitem übertroffen. 300 setzt vom Anfang bis zum Ende neue Maßstäbe in bewegter Bildästhetik. Die unglaublich schöne Optik lässt den Film fast wie einen Traum oder ein Märchen erscheinen, zumindest bis sich die klaren kriegerischen Akzente in den Vordergrund drängen. Natürlich ist 300 in erster Linie ein Actionfilm oder Schlachtenepos, aber selbst das ist Frank Miller perfekt gelungen. Die Slomo-Effekte sind wirklich gekonnt eingesetzt und ich denke nicht das sich die Schlachten hinter Vorzeigefilmen wie "Herr der Ringe" verstecken müssen. Auflockerung bieten ein paar kühne Sprüche und kurzweilige Storyausschweifungen.Für mich setzt 300 ganz klar neue Maßstäbe, so wie 300 muss ein Film einfach aussehen - düster, innovativ, man muss es einfach gesehen haben.Für diese Glanzleistung vergebe ich ohne schlechtes Gewissen 10/10 Punkte. Wahnsinn? DAS IST SPARTA!
KeyzerSoze
02.04.2007 11:40 Uhr / Wertung: 2
Meine Güüte, was war denn das für ein Rotz! Auch wenn man bei einem Film wie diesem sicherlich keine große Story erwartet und man sich nur auf tolle Bilder und Schlachten freut wird man enttäuscht werden. Sicher ist die Optik ansprechend und wenn denn die Kämpfe auch mal in Zeitlupe sind auch nett anzusehen ... aber das wars dann auch schon mit dem Positiven, der Rest ist einfach nur Müll. So besteht der Film aus 3-4 Elementen die sich im Grunde auch 3x bis zum Ende des Filmes wiederholen: 1. Stinklangweiliges Laufen von A nach B (ich sag nur Clerks 2 über LOTR), 2. Pseudophilophisches Geschwafel (ab Besten noch in extrem nervigen Voice-Overs die sich über den kompletten Film ersrecken), 3. Sexszenen, 4. Schlachten. Freut man sich wenigstens auf Letzteres wird man schnell ernüchtert so sind diese meist derart schnell geschnitten und unübersichtlich, dass sich oft gar nicht erst erkennen lässt was eigentlich auf der Leinwand geschieht. Am Goregehalt mangelt es sicherlich nicht und wie oben schon erwähnt: In den Zeitlupenszenen sieht das Ganze schon cool aus, aber eben leider nur in diesen Szenen. Des Weiteren sind die Dialoge und vor allem die Darstellerleistungen unter aller Sau. Castingkriterium waren wohl nur, dass man gut rumbrüllen und einen muskelbepackten Oberkörper vorweisen kann. War ich froh, als dieser Mist nach zwei Stunden wieder vorbei war, denn Optik und ein paar nette Szenen genügen einfach nicht um für den restlichen Schwachfug zu entschädigen.
Spangenberg
02.04.2007 00:49 Uhr
Eines sei vorweg gesagt: 300 ist brutal, blutig und mit Sicherheit nichts für zart besaitete Seelen - andererseits aber auch opulent, bildgewaltig und beeindruckend. Wer hier jedoch eine historische Nachhilfestunde erwartet, dürfte bitter enttäuscht werden, denn der geschichtliche Hintergrund ist dient lediglich als Rahmenhandlung für eine fantasylastige Schlacht.

Das wird spätestens dann deutlich, wenn von „Unsterblichen“, sowie von bewaffneten Elefanten und Rhinozerossen die Rede ist – aber letztendlich basiert der Film ja auf den Comics des Autors Frank Miller, dessen weitere Schöpfung SIN CITY bereits imposant, eindrucksvoll und genial verfilmt wurde.

Im direkten optischen Vergleich zu SIN CITY muss sich 300 nicht zurücknehmen, obwohl sich die Bildsprache der beiden Filme eigentlich nicht wirklich vergleichen lässt. Zeitraffer und Super-Slow-Motion werden ebenso eingesetzt, wie beeindruckende Totalen und extrem schnelle Schnitte. Das Blut sprudelt ohne Unterlass, die Leichen der Perser werden zu riesigen Bergen aufgetürmt – eigentlich ist die Brutalität fast nicht mehr zu überbieten, aber im Gegensatz zu Mel Gibsons APOKALYPTO zumindest nicht völlig ohne Sinn und Verstand platziert.

Unter der Regie von Co-Autor Zack Snyder („Dawn of the Dead“) kombiniert der Film Comic-Ästhetik mit real gefilmten Handlungselementen und virtuellen Szenarien, die dem antiken Zeitgemälde eine unverwechselbare Optik verleihen. Das macht 300 zu einem durchaus sehenswerten Abenteuerepos, in dem sich alles um Leidenschaft, Mut, Freiheitsdrang und Opferbereitschaft dreht.
Dömsche
25.03.2007 18:38 Uhr
Schön die Ausnahme zu sein :)
Aber keine Sorge um dein Frauenbild,Taara...
definitiv kein typischer Frauenfilm ;)
Taara
25.03.2007 17:22 Uhr
Hmmm...grübel, das muss ne Ausnahme gewesen sein Sonst liegt mein ganzes Frauenbild in Scherben. ;-) So ein blutiger Film...!
SPOILER: cool war aber auch, wie sie den ganzen Streichelzoo erledigt haben - Elefant, Monster, Nashorn, etc. Hätte noch ein Riesenhase gefehlt, so wie bei Wallace und Gromit:-)
TheRinglord1892
25.03.2007 16:36 Uhr / Wertung: 5
Ausnahmen bestätigen die Regel ;-). Vielleicht...
bhorny
25.03.2007 15:13 Uhr
Also das Dömsche ist eindeutig eine Frau und hat 10 Punkte vergeben ;-)
Taara
24.03.2007 02:45 Uhr
Nein Nein Nein!!! Gar nicht mein Ding! Nur Kampfszenen, völlig überdreht, eklig, langweilig! Wobei ich zugeben muss, dass die ganzen Männer im Kino begeistert waren...die Frauen haben jedoch (fast) alle mit mir geschimpft! Mein Tipp also: für nen Männerabend im Kino ok, für Frauen überhaupt nicht zu empfehlen:-)
So, jetzt zerreißt mich schon mit euren Kommentaren:-)
Dömsche
24.03.2007 01:57 Uhr
WOW...mehr kann ich gar nicht sagen zu diesem Film.Jede Szene wie ein perfektes Kunstwerk.Ich war sofort von den Bildern gefangen.
Storymäßig natürlich nicht wirklich Überraschungen,aber dieser Film ist einfach etwas fürs Auge.
bhorny
24.03.2007 01:56 Uhr
Wow, wow, wow und nochmals wow... 300 hat all meine Erwartungen erfüllt und teilweise sogar noch übertroffen. Ein bildgewaltiges Meisterwerk, das nach Sin City neue Standards für Comic-Verfilmungen setzt. Ich fang jetzt nicht an aufzuzählen was mir alles gefallen hat, denn hier hat einfach alles gepasst. Am liebsten würde ich ihn mir gleich nochmal ansehen.
l3on
23.03.2007 13:44 Uhr
Naja,
Film ist sehr schön anzusehen, auch dieser Weichzeichnereffekt gefällt mir. Kampfszenen sind auch in Ordnung gibt auch ne Handlung. War also ganz okay der Film, aber meiner Ansicht nach kein Meisterwerk, weil einfach nichts unerwartetes passiert ist und mich nichts überrascht hat etc. War dadurch eher ein Kunstwerk, als ein Film.
bhorny
14.03.2007 02:02 Uhr
Alleine wenn ich die Poster sehe muss mir doch klar sein, dass das nicht nah an der vermeintlichen Realität dran ist :-)
mountie
11.03.2007 23:16 Uhr
Um den Film erneut zu verteidigen und die Leute mal darauf hinzuweisen, die eine historisch korrekte Geschichtsverfilmung erwarten: Dies ist eine Comicverfilmung! Somit richtet sich der Film in allererster Linie nach der Comicvorlage!!! Egal ob Sparta jemals gegen die Perser gekämpft hat, ob die Geschichte historisch korrekt dargestellt wird oder ob wirklich nur 300 Spartaner gekämpft haben. Ich will einfach nur den Comic verfilmt sehen, nicht mehr ...und auch bitte nicht weniger.
Demokrator
11.03.2007 17:02 Uhr
aeh, ja, wieder einer der filme, die ihrem eingenen trailer nicht gerecht werden. comicverfilmungm wie ich nahcher lesen konnte, mich undert also nichts. mit der geshichte hat der film nur zwei dinge gemeinsam, es gab perser und es gab die spartaner. und das war es dann schon. man hat versucht, einen film zu drehen, aber herausgekommen ist aber nur ein videoclip, keine brauchbare geschichte keine charkterentwicklung, das ganze steht under dem motto, "sterben fuers vaterland". irgendwelche antikriegstendenzen zeigt der film nicht, die totale vernichtung des feindes steht im vordergrund. der film weist nur in einem punkt uebereinstimmung mit der geschichte des antieken griechenlandes auf, und das ist das damals bis ins deteil zelebriete ideal von moralischen reinheit und physischer schoenheit, was, dem film zufolge, bedeute, man ist jung, maennlich, weiss und frisch aus dem fitnessstudio.
naja, um es abzukuerzen, flache geschichte, tolle bilder, beeindruckende kampfszenen und streckenweise langatmig. seichte popkornunterhaltung. viel spass.
TheRinglord1892
16.02.2007 23:27 Uhr / Wertung: 5
So, nachdem ich mir jetzt heute mal die kompletten "300" Comics durchgelesen habe, bin ich mehr als optimistisch für den Film. So wie es aussieht, wird sich 300 ähnlich eng an das Comic halten wie Sin City. Viele Bilder der Comics findet man 1:1 im Trailer. Der Comic ist sowieso genial, doch wird man diesmal, im Gegensatz zu Sin City, die Story erweitern müssen, denn der Comic gibt denke ich nicht genug für einen 90 minütigen Film her. Doch da sind bereits gute Ansätze im Trailer erkennbar. Ich freu mich. Immer mehr.
KeyzerSoze
16.02.2007 16:36 Uhr / Wertung: 2
Hmm... 3x die 10 und die IMDB-Werte Nach den schlechtesten Trailern der letzten Jahre kann es ja eig. nur sein, dasds sich jemand einen Scherz mit mir erlaubt.
Kazushi
16.02.2007 00:27 Uhr / Wertung: 2
Das ist bei der imdb ja leider ein Standard-Problem (und leider nicht nur dort), dass solche Hype-Filme (jetzt unabhängig davon wie gut sie wirklich sind, kenne "300" ja noch nicht) schon massig 10er Wertungen sammeln, obwohl sie die meisten Leute noch nicht gesehen habe. "300" wurde zwar in den USA auch schon (ohne fertige CGI-Effekte) in einigen Testscreenings gezeigt, um noch an der Dramaturgie zu schrauben, aber selbst dort dürften die Wertungen (in einer so hohen Anzahl) nicht herkommen. Meist reguliert sich das dann langsam 2-3 Wochen nach Kinostart. Wobei "300" sicher dauerhaft einen Schnitt knapp unter 8.0 halten wird, da der einfach massig 10er Wertungen sammeln wird, wenn man sich mal nur anschaut, wie der in den meisten Foren abgefeiert wird.
delacroix
15.02.2007 23:29 Uhr / Wertung: 7
Nur komisch das gestern erst Weltpremiere war?! Und dann schon über 1100 Votes?
TheRinglord1892
15.02.2007 22:43 Uhr / Wertung: 5
Nach dem genialen (englischen) Trailer macht ein derzeitiger IMDB-Schnitt von 9.0 bei über 1000 Wertungen doch so richtig Lust auf den Film...
Clarisse
15.02.2007 22:09 Uhr
Man sollte sich den Film wohl unbedingt im Original anschauen.
Ich war beinahe schon erschüttert über den Qualitätsabfall beim deutschen Trailer und dabei war das im Kino und nicht am PC.
Auf englisch ist er IMO viel eindrucksvoller.
NUR DIE RUHE
15.02.2007 19:58 Uhr / Wertung: 10
ja klar, ist es eine Comic-Verfilmung, es können auch Monster und so vorkommen, nur bei solchen Sachen wie Namen und Personen kann man schon auf historische oder mythologische Richtigkeit achten.ich freue mich nach diesen ersten Berichten erstrecht auf ein visuelles Spektakel etc.
otacon
15.02.2007 19:34 Uhr

Komme gerade aus der letzten Vorstellung von "300" bei der Berlinale.


Der Trailer hat auch mich extrem beeindruckt und meine erwartungen an die moeglichen Grenzen getrieben.
Selbstverstaendlich durfte ich dann feststellen, dass der Trailer wahrhaftig einige der imposantesten und genialsten Szenen vorweggenommen hat - aber das ist ja immer so.
Dennoch gebe ich dem Film die volle Punktzahl, denn er unterhaelt ausgezeichnet und das ueber die gesamte Laufzeit. Zur Geschichtlichen Korrektheit kann ich nicht viel sagen, ebensowenig was die Umsetzung des Comics betrifft. Klar ist aber, dass es in Wirklichkeit wohl keine unmenschlichen Kreaturen gab, die an der Seite der Perser gekaempft haben. So oder so: Story, Charakterisierung, geschichtliche Korrektheit, intelligente Dialoge - das alles ist bei diesem Film kein bisschen von Belang. Wer sich damit abfinden kann, der bekommt eines der Bildgewaltigsten und blutigsten Stueck Gemetzel, welches man jeh gesehen hat. Und blutig ist hier allerdings nicht zu unterschaetzen - schon herrlich, wenn man in Zeitlupe mit ansehen kann, wie einem Krieger der Kopf abgetrennt wird und sein lebloser Koerper anschliessend langsam zu Boden faellt, waehrend der Hals ein bisschen Blut herausdrueckt. Explizite Gewaltdarstellung, das sei klar gesagt. Das ganze wird angereichert von obercoolen Spruechen, viele davon auch mit einer Prise Ironie und/oder Galgenhumor.
Wer also bereits SinCity als "belangloses", "sinnfreies", "unnoetiges" und "gewaltverherrlichendes" Stueck Schrott bewertet hat, der sollte um diesen Film wohl einen grossen Bogen machen. Wer aber Lust auf 300 gestaehlte Spartanerkoerper hat, die - geradezu verrueckt nach Abschlachten und sterben - wie Kampfmaschinen alles und jeden niedermaehen, der soll sich diesen Film nicht entgehen lassen, denn alleine optisch wird hier etwas geboten, was so noch nicht da war. Abgesehen davon ist es einfach erschreckend koestlich, wie Snyder es schafft, den Blutdurst und das Verlangen nach Morden der Spartaner auf den Zuschauer zu uebertragen... ;]
mountie
15.02.2007 19:33 Uhr
@K4I89 Die griechische Myhologie ist eben auch kein Kindergarten... ;-) ;-)
K4I89
15.02.2007 19:29 Uhr
tja meine lieben, bin gerade ausm kino gekommen. einfach großartig dieser film.
ja, der film ist genauso geil wie sin city und erinnert in vielerlei hinsichten an ihn. er ist genauso geil anzugucken und genauso blutig. die geschichte ist zwar alles andere als realistisch (wie schon erwähnt monster etc), was aber nichts daran ändert, dass man total von dem film gefässelt ist und bei diesen großartigen kampfszenen aus dem staunen garnicht mehr rauskommt. auch das erzählen der geschichte von einem "erzähler", den man erst am ende des films kennenlernt, ist extrem atmosphärisch.

kann den film jedem uneingeschränkt empfehlen, der den trailer auch nur ansatzweise geil fand, bzw. dem sin city gefällt. ihr solltet aber 18 sein, da ihr sonst starken seelischen schaden erfahrt, da die schlachten sehr blutig sind ;)
mountie
15.02.2007 19:21 Uhr
Amen, Dr. Nibbles. Amen.
Dr.Nibbles
15.02.2007 18:10 Uhr
Also ich hab mir den Trailer inzwischen mehrmals angeschaut und erwarte den Film sogar sehnsüchtiger als Sin City 2. Aber geschichtliche Korrektheit? Ich mein, hallo, das is ne Comic-Verfilmung, klar, damals gab es irgendwelche Monster, die in den Schlachten mitgekämpft haben. Es geht darum einen Comic vernünftig auf die Leinwand umzusetzen, und der hier sieht einfach mal auch so richtig schön nach Comic aus (was für mich auch Sin City so großartig gemacht hat). Und was wäre ein Comic ohne den entsprechenden Heroen, der alles kann? Mir ist vollkommen egal, ob der Film sich an historische Fakten hält, es geht bei sowas einfach um Bildgewalt und dass er einen mitreißt, wie gesagt: nicht Doku, nicht Historienfilm - Comicverfilmung. Und das Potential mich mitzureißen hat der Film, was ich bis jetzt gesehen habe, absolut.
NUR DIE RUHE
03.02.2007 13:54 Uhr / Wertung: 10
schon im Trailer ein schwerer Anachronismus: "Herculus" hat damals ganz bestimmt niemand gesagt. wieso übernehmen die dt. Synchronisationsstudios die oft schlechten englischen Namensbezeichnungen ? der Kerl heißt Herakles !aber auf keinen Film freue ich mich derzeit mehr und ich hoffe, dass er sonst historisch correct bleibt.
K4I89
19.12.2006 00:43 Uhr
der trailer hat mich total feucht gemacht :P bin extrem auf den film gespannt!!!
TheRinglord1892
17.10.2006 15:46 Uhr / Wertung: 5
Ich fand den Trailer gar nicht so schlecht, der Film könnte Spaß machen, allerdings könnte er auch mit für mich gleichgroßer Warscheinlichkeit eine totale Gurke werden, da der Stil doch er an Sci-Fi als an einen authentischen Schlacht-um-Sparta Film erinnert. Aber wenn die Action durchweg so nett ist wie im Trailer, wird man zumindest in diesem Bereich etwas Spaß haben.
Abwarten und Tee trinken...
Shunji
17.10.2006 15:22 Uhr
Ist ne Weile her, dass ich den Comic gelesen habe. Wie fast alles von Frank Miller, war er genial. Es ist der Versuch einen zeitgemäßen aber doch möglichst authentischen (für einen Laien) Blick auf die berühmte Schlacht bei den Thermopylen zu werfen. Authentisch bezieht sich hier auf Kleidung, Schlachtformationen, Politik, etc. Natürlich wird schon gewaltig heroisiert...


Der Stil (Zeichnung, Farbgebung, Sprache, Charaktere) ist jedoch ein ganz anderer als bei SinCity (nicht diese großen einfarbigen Flächen, keine karikaturenhaften Überzeichnungen, alles eher realistisch).


Der fantasyartige Trailer, die Aufmachung des Plakats, etc lassen allerdings befürchten, dass hier versucht wird auf der SinCity-Erfolgswelle zu surfen. Dem Comic würde der Film somit kaum gerecht. Aber Spass kann er ja trotzdem machen.

mr_gm
17.10.2006 14:09 Uhr
@keyzer:
Kennst du das Comic dazu? Hat es ähnlichkeiten mit Sin City oder nem anderen Comic?
KeyzerSoze
17.10.2006 13:39 Uhr / Wertung: 2
Ich leider überhaupt nicht. Scheint mir so ein Style over Substance Werk zu werden, bei dem es nicht mal nen Hauch einer halbwegs vernünftigen Story gibt.
delacroix
17.10.2006 13:32 Uhr / Wertung: 7
Auf quicktime und diversen anderen Moviesites gibt es den ersten teaser, also ich freu mich schon riesig drauf.
namecaps1
28.12.2005 10:48 Uhr / Wertung: 0
Seit kruzem gibts eine Infoseite des Studios: http://300themovie.warnerbros.com/

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