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Interstellar (US 2014)


Genre      Action / Adventure / Mystery / Sci-Fi
Regie    Christopher Nolan ... 
Buch    Christopher Nolan ... 
Jonathan Nolan ... 
Darsteller    Matthew McConaughey ... 
Anne Hathaway ... 
Casey Affleck ... 
Jessica Chastain ... 
[noch 6 weitere Einträge]
 
Agent TheRinglord1892
 
Wertungen458
Durchschnitt
8.25 
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DVD-Erscheinungstermin:
31.03.2015

Start in den deutschen Kinos:
06.11.2014



18 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

Beethoven
27.12.2014 00:57 Uhr / Wertung: 10
Wenn in SF-Filmen wie Star Trek, Star Wars, etc. Raumschiffe mit mehrfacher Lichtgeschwindigkeit durch das Universum schießen, dann hat das mehr mit Fiction als mit Science zu tun. In Interstellar ist dagegen die Raumfahrt wissenschaftlich recht fundiert dargestellt. Zumindest in der Theorie. Auch die fremden Welten wirken recht realistisch, ähnlich der Erde, weit entfernt von der phantastischen Welt Pandoras in Avatar mit seinen bizarren Geschöpfen. Während hier lediglich Wolken vereist am Himmel stehen, hängen in Avatar ganze Berge frei in der Luft. Selbst die riesigen Wellen im seichten Meerwasser, sind durch die immense Kraft der Gezeiten erklärbar. Wie auf der Erde die Anziehungskraft des Mondes Ebbe und Flut bewirkt, so entstehen durch die Anziehungskraft des Schwarzen Loches auf einem der Planeten gigantische Flutwellen, die das bei Ebbe seichte Meer überrollen. Man merkt das Nolan mit dem Astrophysiker Thorne einen wissenschaftlichen Berater zur Seite hatte, der Theorien über die Wurmlöcher selbst entwickelt hat.
Der Film lässt sich Zeit bis er mit Beginn der Weltraumodyssee Fahrt aufnimmt. Durch den langsamen Einstieg hat man Zeit Coopers inniges Verhältnis zu seiner Tochter (von Mackenzie Foy hervorragend gespielt) kennenzulernen, was seinen Abschied von ihr umso tragischer macht. Die Frage des Wiedersehens gibt dem Film bis zum Ende ein dramatisches Gerüst.
Wer auf ein dramatisches Weltraumabenteuer mit Tiefgang steht, ist bei Interstellar also genau richtig.
Caenalor
05.12.2014 22:35 Uhr / Wertung: 8 - Letzte Änderung: 05.12.2014 um 22:35
Das erzählerisch noch wichtigere Argument ist, dass es ohne "Startschwierigkeiten" weder Quantengravitation noch Plan B gebraucht hätte, also die ganze Hintergrunddramatik gefehlt hätte. Aber immerhin spricht es für den Film, dass keine der oft genannten "offensichtlichen Fehler" wirklich solche sind, sondern sich immer zumindest einigermaßen plausibel machen und auf nur etwas fragwürdige Hintergründe zurückführen lassen.

An die konkrete Formulierung mit der Bombe konnte ich mich nicht erinnern, scheint aber als "population bomb" auch in der OV vorgekommen zu sein - wahrscheinlich waren meine Ohren gerade betäubt. ;) Gemeint ist das natürlich rein metaphorisch im Sinne von "schnelles Bevölkerungswachstum", aber der Begriff in Kombination mit dem öfters zu sehenden Gefrierkasten ist zugegebenermaßen keine sehr geschickte Präsentation.

PS: Mehr Internationalität hätte ich auch gerne gesehen, keine Frage.
Rufio
24.11.2014 19:50 Uhr / Wertung: 7
Warum sie beim Start der Erde ohne "plasma propulsion" auskommen mussten? Weil es von der Erzählstruktur einfach notwendig war.
***Spoiler***
Der dramatische Abschied von seiner Familie, welcher dann in einen gewaltigen, beeindruckenden Raketenstart übergeht, wäre ohne diese riesige Rakete doch weit aus undramatischer. Man stelle sich vor er würde stattdessen so einfach starten, wie von den anderen Planeten.
Genauso ist es mMn mit den anderen Logiklöchern. Wir wissen heutzutage schon unmengen über die Beschaffenheit von Planeten und ihren Monden, ohne je auf ihnen gelandet zu sein, und das alles indem wir Kühlschrank-große Sonden zu ihnen geschickt haben. Selbst von der Erde aus, kann man durch Teleskope alles über die Zusammensetztung von Atmosphären etc heraus finden. Es ist bestimmt nicht nötig Menschen zu einer No-Return-Mission zu schicken. Aber es ist einfach dem Filmsein geschuldet, dass nicht alles der Realität entspricht, und ich finde es auch gar nicht schlimm. So kommt es dann halt zu Eiswolken, gigantischen Wellen im knietiefen Wasser und und und.
Auch manuelles Andocken an Raumfähren ist total unnötig, aber man muss ja irgendwie zeigen, dass dies ein richtig guter Pilot ist.
Sei's drum. Der Film sollte wegen bei uns geltender Physik keine Punkte abgezogen bekommen. (mMn)

@Caenalor:
Es waren keine Bomben per se im Film, aber das Teil, das den neuen Planeten bevölkern soll, hieß "Populationsbombe". Ich geh mal davon aus, dass es nicht gedacht, dass diese Apparatur wie eine Bombe funktioniert und nach einer riesen Explosion regnen auf einmal 5000 Säuglinge vom Himmel. Aber etwas lebenspendendes "Populationsbombe" zu nennen, finde ich etwas absurd. Bei einem amerikanischen Film passt es halt ins Bild.
Dennoch guter Film. Nur dieses Amerika-Etikett war zu deutlich; deutlicher als im Durchschnittshollywoodfilm, mMn.

Ich hab ihn mir übrigens auch im IMAX angesehen und der Sound war hervorragend ;)
Caenalor
22.11.2014 17:22 Uhr / Wertung: 8
Hauptkritikpunkt: zu laut! (Zumindest in unserem Cinemaxx...) Bei einem Raketenstart (und einigen anderen Szenen) den Ton, insbesondere den Bass, voll aufzudrehen, mag zwar einen "realistischen" Eindruck bringen, aber wenn dazu auch noch Musik auf voller (Hans-)Zimmerlautstärke läuft, ist es so gut wie unmöglich, den Dialogen zu folgen, und schon an der Grenze zu schmerzhaft.
Ansonsten wie zu erwarten wieder ein richtig guter, wenn auch nicht perfekter, Rundumschlag von Christopher Nolan. Epische Geschichte mit vielen netten Details, trotz langer Laufzeit ohne Durchhänger, sieht toll aus, wissenschaftlich weitgehend brauchbar. Leider auch etwas überkonstruierte Dialoge und zu platte/irrelevante Nebenfiguren, und sowohl optisch als auch inhaltlich fand ich "Inception" phantasievoller, beeindruckender.
Allein der Ambitionen wegen ist "Interstellar" schon ein SF-Meilenstein, und die Umsetzung macht ihn auch allemal sehenswert. 8 Punkte.

@Rufio: Wo waren in diesem Film Bomben?

@Smilegirle: Die Hauptfrage dazu ist nicht die nach der physikalischen Machbarkeit, sondern die praktische danach, warum so hochentwickelte Raumfähren vorhanden waren, man sie aber nicht von der Erde aus nutzte. Die beste Erklärung dürfte sein, dass "Überbleibsel" der fortschrittlicheren alten NASA-Ära im Orbit geparkt waren, aber man erstmal die dicke alte Rakete brauchte, um wieder dran zu kommen. Dann ist nur die Folgefrage, warum die vorherige Astronautencharge (Mann & Co) nicht vor ihrer Abreise ein bisschen "Umparken" gespielt haben. Vielleicht, weil man auch den nötigen Treibstoff nicht mehr nachproduzieren kann.
Smilegirle
22.11.2014 10:52 Uhr / Wertung: 9
Zum Thema abheben mit einem mini Raumschiff von einem 1,3G Planeten, das wohl viele beschäftigt.

http://img-9gag-ftw.9cache.com/photo/aOyZ4KM_460s_v1.jpg

Bin aber natürlich zu schlecht in Mathe um sagen zu können ob das stimmt ;)
marsu
18.11.2014 10:36 Uhr - Letzte Änderung: 18.11.2014 um 10:36
Für mich ganz klar eines der Film-Highlights 2014, den ich mir bewusst im digitalen IMAX-Format angesehen habe...... Ja, er ist durchweg nicht realistisch. Ja, er hat massive Logiklöcher. Ja, man hätte auch sicherlich vieles besser machen können. Dennoch habe ich mich über die 169min. bestens unterhalten gefühlt, konnte einige optische Highlights geniessen und hatte soundtechnisch eines der besten Kino-Erlebnisse überhaupt.
Rufio
14.11.2014 02:15 Uhr / Wertung: 7
Komme gerade aus dem Kino und bin ehrlich gesagt etwas baff. Was für eine Inszenierung! Was für ein Film! Von Längen, oder zu langen Längen, kann meiner Meinung nach keine Rede sein, da ebendiese mit haufenweise Spannung aufgeladen sind. Mich hat der Film über die gesamte Filmzeit gefesselt.
Aber genug vom Meisterlichen, denn bei Interstellar gibt es andererseits auch Unmengen zu kritisieren. Allen voran, den in Hollywood leider allgegenwärtigen Amerikanismus, den man so einfach hätte raus halten können. Entschuldigung, aber ich versteh nicht, warum man sich dieses Label immer so deutlich aufsetzen muss. Oder bin ich einfach nur blind für Patriotismus in deutschen Produktionen?
Jedenfalls kommt man nicht ganz umher, in McConaughey den typischen, amerikanischen Cowboy zu sehen, der die Welt rettet.
Von den Logikfehlern will ich gar nicht erst anfangen, denn in der eigenen Filmwelt kann der bundesdeutsche Durchschnittsbürger die dargestellten physikalischen Phänomene durchaus akzeptieren und vieles ist einfach dem Filmsein geschuldet.
Allerdings komme ich immer noch nicht klar damit, welcher Verstand sich so etwas absurdes, wie eine Populationsbombe ausdenkt und diese dann in einen solch ernst gemeinten Film packt. Allein darüber könnte ich ganze Bücher schreiben, wobei wir wieder beim Amerikanismus wären, der anscheinend besagt, dass es für jedes Problem die passende Bombe gibt.
Den Film philosophisch zu nennen wäre ich sehr vorsichtig, auch wenn ich glaube, dass er diesen Anspruch an sich selbst hat. Aber meiner Meinung nach hat das Aufzeigen von dramatischen, herzzerreißenden Schicksalen nichts mit Philosophie zu tun. Und die wirklichen philosophischen Fragen (beispielsweise über die menschliche Existenz oder das Thema Wahrheit, mit dem wieder sehr amerikanisch umgegangen wird), die der Film zwar aufwirft, werden nicht wirklich behandelt. Vielmehr geht es um Opferbereitschaft und Heldentum, wo wir wieder beim Amerikanismus wären, wo auf jeden Planeten überdeutlich amerikanische Flaggen gehisst werden. Es tut mir leid, eigentlich bin ich es leid dieses Thema noch weiter durch zu kauen und halte mich selbst auch für ziemlich amerika-freundlich, aber Interstellar ist so was von aufgeladen von Klischees.
Naja, sei's drum. Es ist - auch wenn ich mir wirklich gerne von vorne bis hinten das Maul über diesen Film zerreißen würde - wirklich ein sehr, sehr guter Film.
Jetzt habe ich nur das Problem diesen sehr intelligent gestalteten, aber doch sehr oberflächlichen, daher paradoxen Film zu bewerten. Leider habe ich dafür nicht die passende Bombe und ich kann auch nicht darauf hoffen, das in einem großen HappyEnd ein Cowboy vorbei kommt, der eben noch ein einfacher Farmer war, jetzt aber dieses hyper futuristische Raumschiff durch das Wurmloch fliegt, und mir mit den letzten Sauerstoffreserven die Punktezahl zu schreit...
Der dotho
13.11.2014 00:48 Uhr
–--Enthält ein paar Spoiler---
Ich fand den Film eher schlecht. Hauptsächlich aufgrund folgender drei Punkte:
1) Der Film ist (trotz der langen Laufzeit) gezwungen, zu viel Handlung in zu wenig Zeit zu packen.
2) Der Film ist völlig unauthentisch. Moment! Ich erkläre: Damit beziehe ich mich nicht darauf, dass Menschen in schwarze Löcher fliegen oder „Neutronensterne zum Abbremsen nutzen“ wollen. Die Sci-Fi-Prämissen bin ich völlig bereit zu akzeptieren. Aber wenn sich auch die Technik weiterentwickelt, die menschliche Natur ändert sich nicht so schnell. Mit unauthentisch meine ich, dass ich zu oft die Verhaltensweisen der Protagonisten einfach nicht nachvollziehen konnte (ganz so schlimm wie bei Prometheus war es nicht). Dieses Phänomen findet seinen Abschluss in den künstlich wirkenden Dialogen, die so gezwungen darum bemüht sind, Nolans philosophischen Gedankenspiele zu vermitteln, dass ihnen dabei jede Authentizität verloren geht.
3) Irgendwann wurde es mir dann doch zu plump. Natürlich ist das kathartische Moment umso stärker, je größer die Extreme der vermittelten Emotionen und je schneller der Umschwung zwischen ihnen. Aber wenn die Situation (der Menschheit) kurz vor Schluss so übel ist wie hier und kurz darauf so rosig, dann erwarte ich zumindest eine sehr geschickt konstruierte Erklärung dafür, wie es so kommen konnte. Und im Fall von Interstellar wird mir wenn ich es aufs Wesentliche reduziere nur der Verweis auf eine Reihe von physikalischen Gesetzen angeboten, die von der Menschheit nur noch nicht entdeckt wurden (so ungefähr: Gravitation + Liebe = fünfdimensionale Welt).
Ich weiß aber, dass jeder diese Kritikpunkte subjektiv unterschiedlich schwer gewichtet und dass auf der anderen Seite der Waage technische, optische und akustische Perfektion liegen. Und das überzogene Pathos... gut, geschenkt.
MrCookie79
12.11.2014 12:35 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 12.11.2014 um 12:35
Tja ich muss fast allen Vorrednern bezüglich der Länge und Langatmigkeit des Filmes widersprechen. Der Film führt einen von Anfang an in eine gewisse langsame und detaillierte Erzählweise ein. Ich für mich konnte mich sehr schnell damit anfreunden und habe den Film eher wie ein gutes Hörbuch genossen. Hörbücher wie Bücher sind ja eher mal ausschweifend und detailliert.
Demnach waren mir tatsächlich einige Abschnitte zu schnell abgehandelt.
Mini-Spolier: Vom Farmer zum Pilot in 10 Sekunden.
Ja für mich hätte der Film ruhig noch eine Stunde länger gehen dürfen.
Ich habe den Film in voller Länge genossen. ;-)

Achso an einigen Stellen hätte man die tollen Bilder tatsächlich mit 3D noch ein bissle mehr untermalen können, aber das wurde mit dem Sound allemal wett gemacht.
Eine absolut fantastische Reise welche zum Schluss vielleicht ein wenig zu sehr abgespaced ist ist mir tja... 9... 10... doch eher 9P wert...

Fazit: Absolut Sehenswert wenn man ein wenig Zeit mitbringt, denn davon hat der Film in vielerlei Hinsicht eine Menge zu bieten.
mountie
12.11.2014 00:16 Uhr - Letzte Änderung: 12.11.2014 um 00:22
Bevor ich Interstellar gesehen hatte, wußte ich den Film nicht so richtig einzuordnen. Kann ich hier ein Familien-Drama in einer nahen Zukunft erwarten? Oder ist das nur der Aufhänger, und es geht letztendlich um den Kampf, den letzten Strohhalm zur Rettung der Menschheit zu ergreifen?
Nun, nach Sichtung des Films, ist auch meine Kritik recht zwiegespalten. Nolans Ansatz abseits des Mainstreams ist optisch gelungen, darstellerisch mehr als glaubwürdig, und auch die Geschichte ist meist gut durchdacht. Meine Probleme sah ich am meisten im Unterhaltungs-Faktor. Soll heißen, der Film besitzt oft langgezogene Passagen wo er sie eigentlich nicht braucht, er philosophiert zu viel über Dinge, die in den emotionalen Diskussionen des Films besser aufgehoben wären, und letztendlich gibt er eine Auflösung ab, die zwar schlüßig ist, aber auch hier einen direkteren Weg hätte gehen können.
Interstellar ist in meinem Fazit zwar über Durchschnitt geraten, da man hier endlich etwas mehr Gedanken in seine erzählte Geschichte gesteckt hat, aber die Erzählweise war mir persönlich zu langatmig und zu UNNÖTIG verkompliziert. Von den ca. 170 Minuten Laufzeit spürte ich am Ende einfach zu viel, und damit schwankte der Unterhaltungswert des Filmes für mich einfach zu oft hin und her.
Wer auf philosophisch angehauchte SF-Dramen ala Sunshine, Solaris, etc. steht, wärmt sein Sitzfleisch vor, und wagt den ca. 3-stündigen Filmabend. Mich konnte er nur bedingt unterhalten...
PS: TARS ist allerdings einer der genialsten Film-Roboter EVER!!
Colonel
10.11.2014 14:16 Uhr / Wertung: 9
Wow! Mit Interstellar stellt Nolan wieder mal unter Beweis, dass er nicht davor zurückschreckt durchaus anspruchsvolles Blockbuster Kino zu drehen. Da verzeihe ich ihm auch mal die Mitschuld an dem Man-of-Steel-Scheiß, den er mit Zack Snyder verzapft hat. Denn was Nolan hier auf die Leinwand bringt ist wieder mal fast meisterlich. Leider nur fast, denn wäre da nicht letztes Jahr ein Filmchen namens Gravity herausgekommen, so hätte eigentlich auch Nolan's Werk heißen können, dann wären die Weltraumaufnahmen vielleicht noch spektakulärer rüber gekommen und das Gesamtprädikat höher ausgefallen. Was Nolan hier aber im Gegensatz zu dem letztjährigen Oscar Abräumer zu bieten hat, ist eine vernünftige Story! Und zwar einen Plot, mit dessen Thema sich wohl die wenigsten bisher beschäftigt haben dürften bzw. wohl auch nicht alle etwas anfangen können. Rundherum werden auch viele grundlegende philosophische Fragen diskutiert und nach langen, aber gerechtfertigten 160 Minuten hat man dann auch das Gefühl etwas Großes und vor allem Substantielles gesehen zu haben. Wo man nach Gravity ein unvollständiges Gefühl hatte, hat man an gleicher Stelle nach Verlassen des Kinosaals bei Interstellar das Gefühl auch etwas mitgenommen zu haben.
Insgesamt einer der besten Science Fiction Filme der letzten Jahre und vielleicht der beste Film in diesem Jahr!
KeyzerSoze
08.11.2014 09:58 Uhr / Wertung: 10 - Letzte Änderung: 08.11.2014 um 10:20
Dass Christopher Nolan Filme toll in Szene setzen kann ist bekannt. Auch seine Geschichten wissen mit Ausnahme seiner letzten beiden Filme zu begeistern. Dennoch gibt es eine Sache, die bislang jedem Film von ihm Abhanden gekommen ist: Emotion. Nolans Werke leben von dem was erzählt wird, aber leider nur selten von den Figuren und was sie wirklich fühlen. Emotionalität scheint unwichtig zu sein und so können seine Geschichten, so toll sie an der Oberfläche oftmals auch sind, den Zuschauer zu keinem Zeitpunkt berühren... bis Interstellar kam, eine auf dem Papier recht vorhersehbare, aber dennoch interessante Sci-Fi Geschichte. Dieses Mal sind jedoch seine Figuren im Fokus, gerade das Familienleben und die Liebe der Hauptfiguren zueinander sind der eigentliche Antrieb der Geschichte. So fiebert der Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute in diesem virtuos inszenierten Film mit, leidet mit McConaughey und fühlt somit in jeder Sekunde dessen großes Opfer. Interstellar geht dem Zuschauer nahe wie lange kein Film mehr und dass dies ausgerechnet Nolan schafft, dem so etwas bisher noch nicht mal im Ansatz gelang, ist beeindruckend. Mühelos einer der besten Filme der letzten Jahre.
sneak12
08.11.2014 01:59 Uhr / Wertung: 7 - Letzte Änderung: 08.11.2014 um 02:00
Das beste an "Interstellar" war die Jacke von McConaughey. Der Score ist überdosiert, inflationär eingesetzt und nervt zu einem gewissen Zeitpunkt nur noch. Zum Ende hin wird die Story auch immer skuriller. Kein Must-see, schadet aber auch nicht ihn gesehen zu haben.
Smilegirle
07.11.2014 00:59 Uhr / Wertung: 9
Die eine Region meines Gehirns sagt der war langweilig wie „Odysee 2001“ aber ein andere erhebt Einwände wegen des wohl durch dachten Plots, was im Ranking klar oben steht.

„Odysee 2001“ ist natürlich ein mieser Vergleich, er war nicht ansatzweise so langweilig/athmig.
Man fühlt sich aber kontinuierlich an ihn erinnert.
Er hat auf alle fälle ein schönes Gleichgewicht, wann immer mir die Gefühle, oder die 180° Kamera Schwenks zuviel wurden kam was neues auf dessen Anblick man sich freuen könnte.

F: Anschauen ?
A: Auf jeden Fall! Die Ideen die Bilder Die Story, Schauspieler, alles TipTop

F: Die DVD kaufen
A: nicht so, irgendwie fehlt was das ich nicht definieren kann
Smilegirle
07.11.2014 00:14 Uhr / Wertung: 9
Quantenphysik ist ab einem bestimmten punkt nur noch Philosophie ...also auf unserem Entwicklungslevel. 1,3g Welt ok fine you got that ^^
yaldaboath
06.11.2014 23:56 Uhr
Nur ein paar Beispiele: Hunderte Meter hohe Wellen, die in 10 cm tiefen Wasser nicht brechen, gefrorene Eisblock-Wolken, die im Himmel hängen, ein Miniraumschiff, das von einer 1.3g Welt problemlos abheben kann während man von der 1g Erde ein Riesen Ding mit mehreren Zündstufen braucht...und da habe ich die ganze Geschichte mit dem schwarzen Loch noch gar nicht erwähnt.
Smilegirle
06.11.2014 23:49 Uhr / Wertung: 9
wegen ? eigentlich macht er physisch weit mehr her als 90% anderer im Weltraum spielender Filme ... behaupte ich jetzt mal von meinem Naturwissenschaftlichen Durchschnitts Quadranten ;)
yaldaboath
06.11.2014 23:46 Uhr
Also Physiker darf man nicht sein, wenn man diesen Film geniessen möchte :)

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