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Biutiful (ES 2010)


Genre      Drama
Regie    Alejandro González Iñarritu ... 
Buch    Alejandro González Iñarritu ... 
Armando Bo ... 
Nicolás Giacobone ... 
Darsteller    Javier Bardem ... Uxbal
Blanca Portillo ... 
Rubén Ochandiano ... 
[noch 9 weitere Einträge]
 
Agent TheRinglord1892
 
Wertungen61
Durchschnitt
7.61 
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DVD-Erscheinungstermin:
13.10.2011

Start in den deutschen Kinos:
10.03.2011



8 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

Colonel
29.03.2011 15:08 Uhr / Wertung: 9
Alejandro González Iñarritu, der schon für die starken Dramen "21 Gramm" und "Babel" zuständig war, drehte mit "Biutiful" den nächsten starken Film, der in punkto Intensität und Dramatik die Beiden genannten nochmal etwas überbieten kann. Neben der emotional starken Geschichte und einem überragendem Javier Bardem sind es auch die Bilder die beeindrucken. Düster, dreckig und bedrückend kommen sie daher. Der Film zeigt das schäbige Leben in der sonstigen Traumstadt Barcelona. Intensive Nahaufnahmen und dynamische Schnitte halten dieses fest. Er begeistert, er fesselt, er wühlt auf. Eine grelle Ladung Film, die sich unvermeidbar ins Gedächtnis brennt, auch wenn sich teilweise Längen einschleichen, die bei einer Spielzeit von etwa 140 Minuten aber wohl schwer zu vermeiden sind. Von Anfang an ist der Film auf negativ getrimmt und geht an die Substanz, doch wenn man das abkann, wird man letztendlich mit Qualität belohnt. Wenn die Bilderflut dann vorüber ist, verlässt man den Kinosaal auf jeden Fall nicht mehr so wie man ihn betreten hat.
Muddi
29.03.2011 14:52 Uhr / Wertung: 8
Bei mir hat der Trailer so ziemlich das versprochen, was ich am Ende auch bekommen habe. Einzig die Laufzeit von ca. zweieinhalb Stunden ließ mich wundern, ob der Film über diese Zeitspanne überzeugen kann. Kann er.
Zum Kommentar von Caelanor, dem ich in fast allen Punkten zustimme, möchte ich noch hinzufügen, daß die Kameraarbeit mit ihren Aufnahmen den Fokus auf die Personen, allen voran Uxbal, noch einmal unterstreicht, da in fast allen Szenen der Fokus auf den Gesichtern der Charaktere liegt. Dies unterstreicht einmal mehr, daß hier die Persönlichkeiten im Vordergrund stehen.
Leider hab ich vergessen, darauf zu achten, wann genau im Film der Wechsel von Breitwand- zu Scopeformat stattfindet. Falls es jemand mitbekommen haben sollte, wäre ich für die Info sehr dankbar.
Caenalor
16.03.2011 11:13 Uhr / Wertung: 8
"Biutiful" ist ein ganz großer Film. Aber leider auch einer, der dabei etwas über seine eigene Größe stolpert.

Gezeigt wird die hässlichere Seite der sonst so gefeierten Metropole Barcelona. Und das bedeutet insbesondere: illegale Immigranten. Mit deren Unterbringung und Vermittlung zu illegaler Arbeit verdient sich Bardems Charakter sein Geld. Aber er ist kein reiner Ausbeuter, sondern versucht im Gegensatz zu seinen Geschäftspartnern auch, den Einwanderern gutes zu tun. Und das Geld braucht er vor allem, um seine Kinder zu ernähren. Dann wäre da noch seine instabile Ex-Frau, und ein Nebengeschäft ist noch das Parapsychische. Und dann kommt die Krebsdiagnose...

Das ist verdammt viel Stoff für einen Film. Hatte der Trailer noch den Eindruck erweckt, zu sehen bekäme man die atemlose Hatz des Todgeweihten, noch alles irgendwie zu regeln, ist dieses "Ordnung schaffen" im Film zwar tatsächlich das treibende Motiv, aber die Darbietung ist deutlich ruhiger, auf den Charakter zentriert. Das funktioniert dann auch sehr gut, Bardem liefert einfach eine Glanzleistung ab und Nebendarsteller, Szenerie und Inszenierung arbeiten ihm perfekt zu.

Diese Hauptcharakterzentriertheit sorgt aber auch dafür, dass viele Nebenstränge nur angerissen werden. Das muss zwangsläufig so sein, ist aber nicht ganz glücklich gelöst. Der Polizist, die beiden Oberchinesen. Da wird viel mit großem Aufwand eingeführt, aber nicht genug in die Tiefe ausgeführt. "Biutiful" ist oft nah dran am großen Epos über die ganze beschriebene Lebenswelt, entscheidet sich dann aber doch, wieder zu Uxbal allein zurückzukehren. Entweder mehr Epos, oder noch mehr Fokussierung hätten meines Erachtens gut getan.

Diese Kritik ist aber nur zur Begründung da, dass "Biutiful" nicht der absolute Überfilm geworden ist. Sehr gut, ergreifend und allemal sehenswert ist er auch so. Starke 8 Punkte für das dreckige Katalonien.
Spreewurm
05.03.2011 14:20 Uhr / Wertung: 9
So war das auch gar nicht gemeint. Der Streifen ist aber wirklich gut gemacht, sehr bewegend, emotional. Und Javier Bardem wurde zu recht als bester Schauspieler nominiert.Auch hätte er den anderen Oscar als besten ausländischen Film verdient. "In einer besseren Welt" war wohl noch nen Tick besser.
Muddi
03.03.2011 13:23 Uhr / Wertung: 8 - Letzte Änderung: 03.03.2011 um 13:25
TheRinglord1892
03.03.2011 13:23 Uhr / Wertung: 8
Titanic hat "nur" 11 Oscars bekommen. Kein Film hat bisher mehr geschafft. Nur 2 weitere Filme haben ebenfalls 11 Oscars: Ben Hur und Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs. Eine Oscarnominierung ist natürlich längst kein Qualitätsmerkmal, allein schon weil die Qualität eines Filmes lediglich an der Qualität anderer in dem Jahr erschienener Filme gemessen wird. Auch Norbit war seinerzeit für einen Oscar nominiert (Makeup)...
Schneef
03.03.2011 12:15 Uhr
Achso. Weil er für 2 "nominiert" wurde muss man den unbedingt sehen?
Ich glaub man sollte es nicht nur davon abhängig machen. Schließlich hat Titanic 13 Oscars damals erworben und den hätte ich mir auch sparen können.
Spreewurm
03.03.2011 12:06 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 03.03.2011 um 12:06
Der Film wurde 2-fach Oscar-2011-nominiert, also anschauen.

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