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Sin Nombre (MX 2009)

Sin Nombre - Zug der Hoffnung (DE 2009)


Genre      Drama / Adventure / Crime / Thriller
Regie    Cary Fukunaga ... 
Buch    Cary Fukunaga ... 
Darsteller    Edgar Flores ... Willy / El Casper
Paulina Gaitan ... Sayra
Kristian Ferrer ... El Smiley
Guillermo Villegas ... Orlando
Diana Garcia ... Martha Marlene
[noch 4 weitere Einträge]
 
Agent TheRinglord1892
 
Wertungen89
Durchschnitt
7.17 
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DVD-Erscheinungstermin:
28.10.2010

Start in den deutschen Kinos:
29.04.2010



7 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

Muddi
28.03.2011 00:04 Uhr / Wertung: 8 - Letzte Änderung: 28.03.2011 um 00:05
Die Qualität des Films versteckt sich hinter den Bildern, in dem, was die Figuren darstellen. Da hätten wir zum einen Smiley, der die Empfänglichkeit junger Mittelamerikaner für die Organisation der Mara verkörpert und der einiges über sich ergehen läßt, um dazuzugehören. Lil' Mago als Anführer zeigt, wie man sein muß, um im Bandenkrieg auf Leben und Tod nach oben zu kommen und dort zu bleiben. Skrupellos und ohne Hemmungen, das mit seinen Gesichtstattoos unverhüllbar auch nach außen zu zeigen. Casper ist das 'normale' Gangmitglied mit noch menschlichen Schwächen, was dazu führt, daß er aussteigen will, was bei der Mara jedoch nicht so ohne Weiteres möglich ist. Der Zug steht für die Flucht, sei es im Falle der meisten Passagiere die Flucht aus ihrer bisherigen Existenz ins 'bessere' Amerika oder im Falle Caspers die Flucht vor der Mara. Sayra, wohl da sie Casper einiges zu verdanken hat, ist die einzige Person auf dem Zug, die durch die Hülle aus Gangtattos hindurchsieht und Caspers Entschluß zu einem Leben ohne Mara unterstützen will. Er braucht sie, weiß es aber nicht. Schließlich vergibt die Mara nie und hat Mittelamerika so im Griff, daß eine Flucht unmöglich erscheint.
Dies alles ist richtig gut in Szene gesetzt, so daß auch die Gewalt nicht plakativ wirkt, sondern alltäglich und schmutzig rüberkommt, wie es bei den Gangs halt so ist. Im spanischen Originalton mit Untertiteln entfaltet Sin Nombre, wenn man mitbekommt, was der Regisseur hier zeigen will, seine Pracht voll und ganz.
Colonel
30.11.2010 11:06 Uhr / Wertung: 7 - Letzte Änderung: 30.11.2010 um 11:10
Cary Fukunaga bietet uns hier einen interessanten und spannenden Einblick in eine völlig ferne Parallelgesellschaft. Der Film wird dominiert von starken Bildern, Hoffnung und Resignation, was die Spannung bis zum Schluss gut aufrecht erhält. Teilweise können die Schauspieler nicht ganz überzeugen, was man jedoch eventuell auch der Synchronisierung zuschreiben kann. Wie schon oft erwähnt, am ehesten mit "City of God" zu vergleichen und in jedem Fall empfehlenswert um mal einen Blick über den Tellerrand hinaus zu wagen.
lokovski
14.11.2010 13:21 Uhr / Wertung: 7
Achtung EL NIESREIZ' Kommentar strotzt vor Spoilern
cineman
20.05.2010 18:36 Uhr / Wertung: 9
Was für ein hartes Stück. Definitiv sehenswert - nach dem Film stellt sich die Frage wie nahe das gezeigte Milieu an der Wirklichkeit liegt. Bandengeschichte, Auswanderung und Road Movie in einer tollen Symbiose. Das ganze ist dazu wunderbar gefilmt und grandios gespielt. Ich bin aber mit meinem Vorrednder nicht einverstanden, dass die Motive des Mädchens nicht klar rüberkommen...

Wer mit südamerikanischen Filmen was anfangen kann sollte unbedingt einen Blick hier rein werfen! Bisher das beste Machwerk dieses Kinojahres!
El Niesreiz
24.04.2010 04:01 Uhr / Wertung: 6
Hatte ich noch zu Beginn den Eindruck, der Film würde eine Romeo&Julia-Variante im Gang-Milieu eines mexikanichen Slums sein, so entwickelt sich der Film zu einem Road Movie im Kontext lateinamerikanischer Wirtschaftsflüchtlinger, die illegal in die USA einreisen wollen. Sayra will der Perspektivlosigkeit Guatemalas entfliehen, El Caspar versucht aus seiner Gang zu auszubrechen, die ihm nicht mehr Famile sein kann, nachdem ein Mitglied seine heimliche Geliebte tötet (und El Caspar ein Gang-Mitglied). Und so treffen sich die beiden auf dem Dach eines Güterzuges, der sie Tausende Kilometer nach Norden in die USA bringen soll - verfolgt von El Caspars ehemaligen Kameraden, die auf Rache aus sind.

Gut in Szene gesetzt leidet der Film leider an ein paar Schwächen im Drehbuch. Die Figur der Sayra bleibt weitestgehend blass und ihre Motivation El Caspar bedingunglos zu folgen weitestgehend unerklärt. Ebenso unglaubwürdig in meinen Augen ist es, dass die ehemalige Gang von El Caspar ihn mit ihren begrenzten Mitteln von der äußersten Südgrenze Mexiko mehrere Tausend Kilometer bis zu US-Grenze verfolgt.

Somit bleibt ein solides Road-Movie in einem wenig benutzten Rahmen - nicht mehr und nicht weniger.
Asterix2610
19.04.2010 13:45 Uhr
Film war langweilig und viel zu langatmig - einen Gnadenpunkt gebe mal.Hätte ich miur nie angeschaut - kam halt in der Sneak -
Maddin
15.04.2010 01:04 Uhr
Kann ich jedem empfehlen, der Filmen wie City Of Men oder City Of God etwas abgewinnen konnte. 8 Punkte von mir.

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