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Ben & Arthur (US 2002)


Genre      Romance
Regie    Sam Mraovich ... 
Buch    Sam Mraovich ... 
Darsteller    Sam Mraovich ... Sam Mraovich
 
Agent KeyzerSoze
 
Wertungen1
Durchschnitt
-1.00 
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Eine Meinung   [Ihre Meinung zu diesem Film]

Muddi
05.08.2012 18:35 Uhr / Wertung: -1
Unbeschreiblich. War "The Room" schon richtig schlecht, so wird er von "Ben & Arthur" noch getoppt. Dieser steht in den Bottom 100 der imdb zwar mit Platz fünf einen Platz hinter "Manos, the Hands of Fate", dies meiner Meinung nach jedoch ungerechtfertigt.
Aber beginnen wir am Anfang. Die Grundidee des Films, daß ein schwules Paar aus Kalifornien unbedingt heiraten möchte, dafür aber erst einige Hürden überwinden muß, klingt gar nicht mal so schlecht. Doch die Umsetzung ist derart grottig, daß man es kaum glauben kann. Die Dialoge sind durch die Bank grottig geschrieben und unglaublich schlecht vorgetragen (Schauspieler darf sich keiner der Mitwirkenden schimpfen). Die Story, deren Grundidee gar nicht mal schlecht ist, ist so mies umgesetzt, daß man meinen könnte, es wäre absichtlich auf Trash getrimmt, wofür sich der Film aber viel zu ernst nimmt.
Ein bißchen zur Story (SPOILER):
Arthur und Ben bekommen mit, daß gleichgeschlechtliche Eheschließungen ab sofort in Hawaii erlaubt sind. Wohlgemut möchten sie sich am nächsten Tag dorthin aufmachen, Flugtickets etc. schon bezahlt, bis sie am nächsten Morgen in der Zeitung lesen, daß dieser Gesetzesbeschluß gekippt worden ist. Fast pleite schmeißt Arthur seinen Job hin, da er es nicht verkraften kann, daß Gäste im Diner die Kaffeetasse voll nachgefüllt haben wollen. Ben wiederum muß sich noch von seiner Frau scheiden lassen, die er irgendwann mal geheiratet hat. Inzwischen will Arthur seinen Bruder, den er seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hat, um Geld anpumpen, damit er seinen Collegeabschluß nachholen kann. Sein Bruder Victor ist aber alles andere als nett, da er ein homophober katholischer Fundamentalist ist, der kurz darauf auch noch vom Priester aus der Kirche geworfen wird, da sein Bruder schwul ist, was laut dem Priester schlecht für´s Karma (sic) ist.
Mittlerweile heiraten Ben und Arthur in Vermont (wo neben dem Flughafen Palmen wachsen) und verbringen ihre Flitterwochen, trotz Geldmangels, im Hotel "Backyard Pool". Victor bemüht sich um einen Privatdetektiv, um Arthur nachzuspionieren, da der aber keine Zeit für diesen Auftrag hat, gibt er ihn an seinen Praktikanten weiter. Der 800 Dollar pro Tag verlangt. Was Victor zahlt. Das von einem seiner Kumpels zu Hause im Kochtopf zusammengekochte Anti-Homosexualitäts-Weihwasser funktioniert leider nicht, da Arthur den perfiden Plan ziemlich schnell durchschaut und es einfach wegwirft, anstatt es zu trinken.
Als Victor anfängt, die Anwältin der beiden Protagonisten umzubringen, den Priester bittet, ihm dabei zu helfen, seinen Bruder zu töten (was der Priester auch gerne tut), fließt das wirklich letzte Quentchen Logik den Bach runter und fängt die Scheiße an überzukochen. Die Moral von der Geschichte, die der Zuschauer mitbekommen sollte, kommt auch nicht rüber, da keiner den Film zu Ende gesehen und ihn ernst genommen haben kann.
Dazu ist das alles auch nicht mal ansehnlich inszeniert. Anschlußfehler ohne Ende, grottige Sets (das "Büro" des Priesters ist eine Wucht, mit Pappwänden, einem Kreuz aus Pappe, einem Buntglaskirchenfenster aus schlecht bemaltem Transparentpapier mit schlecht gemaltem Christusbild daneben, während der Priester selber auf einem Klappstuhl an einem Klapptisch sitzt), hirnrissige Szenen (jemanden betäuben, aus dem Haus raus, zum Auto auf dem Parkplatz rennen, Kanister rausholen, zurück zum und ins Haus, den Mist anzünden und mit leerem Kanister wieder raus und zum Auto... sehr sinnig), keine ordentliche Story, sondern nur Szenen, die wie auf wundersame Weise dem Plot zuträglich sind, kurzum ein Film, der sich noch ernster nimmt als er schlecht ist.

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