The Movie Community Home Sonntag, 04. Dezember 2022  06:06 Uhr
Sie sind nicht eingeloggt
Einträge gefunden: 80548

Neue Filmkommentare
Seite 1 von 4028  nächste  +5  +25  +125  >|
EO  (2022)
(NEU)  Kommentar von Spreewurm  04.12.2022 02:28 Uhr
OFDb-Link: https://www.ofdb.de/film/361716,EO
IMDb-Link: https://www.imdb.com/title/tt19652910/?ref_=fn_al_tt_1
(NEU)  Kommentar von Spreewurm  04.12.22 02:27 Uhr
Cannes 2022
Licorice Pizza  (2021)
(NEU)  Kommentar von Caenalor  03.12.2022 17:03 Uhr
Langatmig, ja, definitiv. Aber eine sehr atmosphärische Rekonstruktion der 70er mit zwei faszinierenden Hauptfiguren. Der Junge mit seinem zu Alter und Aussehen völlig inkongruenten Entrepreneurs-Charme ist der nominelle Protagonist, Alana Haim/Kane dominiert den Film aber eindeutig sowohl mit ihrer äußerst charismatisch-authentisch-vielschichtigen Darstellerleistung als auch dank der interessanten Charakterzeichnung dank Drehbuch und Regie, eine großartige Inkarnation des "den eigenen Platz in der Welt suchen".

Um die beiden herum bleibt der Film dabei leider weitgehend im Epochenbildzeichnen hängen, die "Geschichte" sind eher lose verbundene Episoden, von denen manche weitgehend überflüssig wirken. Ich vergebe mal 7 Punkte, Atmosphäre und Hauptfiguren bleiben definitiv in Erinnerung, ansonsten nicht so irre viel.
Wir  (2019)
(NEU)  Kommentar von Caenalor  03.12.2022 16:54 Uhr
Gegenüber "Get Out" ist Peeles nächstes Werk "Us" nochmal erzählerisch und inszenatorisch reifer, dazu mit bemerkenswert epischem Anspruch übers übliche "schlimme Dinge passieren einer Familie" hinaus. Sehr atmosphärisch werden dabei echte Urängste angegangen, ohne sich zu sehr auf billige Effekte zu verlassen. Dabei verliert dieses Werk leider aber auch etwas die Stringenz des Vorgängers, verzettelt sich etwas im Worldbuilding und wirkt dabei nicht immer ganz glaubwürdig. Die 7 Punkte sind locker drin, mehr aber leider knapp nicht.
Get Out  (2017)
(NEU)  Kommentar von Caenalor  03.12.2022 16:50 Uhr
Schön fiese Idee, mit hoher optischer Qualität und guten Darstellern umgesetzt. Teilweise etwas unausgegoren, denn die Mischung von wieviel angedeutet und wieviel ausgearbeitet wird stimmt nicht so ganz, das zentrale Gimmick ist zu unglaubwürdig, und das Ende gerät actionlastiger als es der bis dahin sehr intelligente Film eigentlich verdient hätte. Aber das sind Kritiken auf hohem Niveau, denn insgesamt inhaltlich so frisch und so gut gemacht, dass die Berühmtheit weit über Genregrenzen hinaus hoch verdient ist. 8 Punkte.
The Accountant  (2016)
(NEU)  Kommentar von Caenalor  03.12.2022 16:01 Uhr
Über lange Strecken solide Unterhaltung, die Spannung und trockenen Humor gekonnt mischt. Das Autismus-Thema hätte man vielleicht deutlich intelligenter und klischeereduzierter aufgreifen können, aber ehrlich gesagt hätten es die meisten Filme deutlich dümmer und klischeehafter gemacht, das fällt also auch noch auf die Habenseite. In Sachen Wirtschaftskriminalität und Ermittlerarbeit wirkt vieles nicht so richtig logisch und glaubwürdig, da der Film sich aber nicht 100% ernst nimmt, schadet das ihm aber nicht fatal. Aber gegen Ende wirkt dann leider die große persönliche Dramakeule arg bemüht und aufgesetzt, und die als Höhepunkt gedachte große Schießerei fand ich äußerst ermüdend und unnötig. Insgesamt 7 Punkte.
Captain Fantastic: Einmal Wildnis und zurück  (2016)
(NEU)  Kommentar von Caenalor  03.12.2022 15:00 Uhr
Ein ganz großer Spaß mit herrlichen Szenen und Zitaten der linksradikal indoktrinierten Kinder. Dazu sieht der Film geradezu umwerfend gut aus - sowohl die Naturszenen als auch wenn die Familie mit ihren erratischen Kostümen in der "echten Welt" auftritt. Mortensen liefert eine großartig Leistung ab, so charismatisch wie verletzlich, und die jungen Darsteller sind auch großartig ausgewählt und gehen voll in ihren Rollen auf.

Zu noch mehr als 9 Punkten fehlte mir eine noch etwas tiefere und ausbalanciertere Analyse der erzieherischen Problematiken, gegen Ende kippte der Film für mich zu einem etwas zu versöhnlichen Abschluss und ehrlich gesagt erwartete ich schon einen "Brazil-Twist". Aber zuvor, und zumindest in Andeutungen auch noch am Ende, wurde es sehr gut rübergebracht, Mortensen's Figur trotz 99% Sympathie höchstens zu 50% als gerechtfertigt in seinen Entscheidungen für seine Kinder darzustellen, und im Gegenzug den anfänglich als Klischeebösewichte eingeführten konservativen Großeltern echte Wärme und solide rationelle Argumente zuzugestehen. Insgesamt also eben keine einseitig verklärende Propaganda für das radikal-alternative Leben, sondern eine weitgehend ausgewogene (mit Abstrichen nur zum Schluss) und (so man mit- und sich in die Figuren eindenkt) tiefgehende Charakter- und Sozialstudie. Die dazu, wie gesagt, schreiend komisch und inszenatorisch großartig daherkommt.
Promising Young Woman  (2020)
(NEU)  Kommentar von Caenalor  03.12.2022 14:51 Uhr
Erhofft hatte ich mir irgendwie noch mehr formelle Strenge und stringente Brillianz, vielleicht fast so etwas wie einen weiblichen "Taxi Driver", aber auch so ein sehr starker Film der sowohl ein Statement zu machen hat als auch eine in sich glaubwürdige, interessante und tief ausgeleuchtete Hauptfigur aufbietet, die kein reines Vehikel dafür ist.

Sowohl die Erzählung als auch Mulligan's Darbietung sind keineswegs eindimensional. Die Glaubwürdigkeit, dass jemand wie Cassie sich wirklich so bis zur Selbstaufgabe in ihre "Mission" hineinsteigert und dass niemand, z.B. die Dekanin, sie als Gefahr für sich und andere denunziert, wird vielleicht manchmal etwas gedehnt, aber nie zu sehr.

Sollte man definitiv gesehen haben, erzählerisch eine Wucht und mal wieder eine Glanzleistung von Mulligan. 8 Punkte.
Blue Velvet  (1986)
(NEU)  Kommentar von Caenalor  03.12.2022 14:44 Uhr
Wie soeben auch drüben bei "Mulholland Drive" geschrieben, bin ich allgemein kein Lynch-Fan, kann in vielen seiner Werke aber durchaus gehobene Qualitäten ausmachen. In "Blue Velvet" dagegen leider so gut wie keine. Klar, dieses Werk ist schon ziemlich alt, es ist aber für mich leider wirklich miserabel gealtert, wirkt in vielen Aspekten einfach nur trashig. Und ob die Handlung und Thematik wirklich jemals intellektuell wertvoll war, oder nur dank damaligem Konservatismus viel Aufsehen ohne viel dahinter erregte, ist rückblickend schwer zu beurteilen.

Technisch und inszenatorisch konnte ich hier wenig von Lynchs berühmt-berüchtigter Brillianz ausmachen. Ja, er war schon damals geschickt im Erzeugen unterschwelligen Unwohlseins, aber "Blue Velvet" sieht rückblickend einfach zu billig aus und die Schauspieler, trotz mehrerer durchaus berühmter Namen, konnten mich kaum überzeugen. Hopper z.B. übertreibt seinen Psycho-Gangster einfach zu sehr, sodass er schnell von beängstigend zu albern-nervig kippt, und Dern zeigt weitgehend eine gute, für Alter von Darstellerin und Figur überraschend reife Leistung, verfällt dann aber gelegentlich in peinliches Overacting. Vielleicht war manches davon ja vom Regisseur als absichtliche Satireelemente gewollt, so kommt es aber nicht rüber, da zu punktuell und inkongruent.

Die Handlung war für mich langweilig und höchstens in Ansätzen so transgressiv, wie ich oft gehört hatte. Das fällt wohl vorwiegend unter "schlecht gealtert", vermutlich war in den 80ern schon noch etwas Schockpotential in der Aussage "in Kleinstädten gibt es auch schlechte Menschen", aber das haben halt zig Filme in so vielen Variationen, oft deutlich besser, durchexerziert, dass es mir nichts Relevantes mehr zu sagen hatte.

Und zu schlechter Letzt: es fehlte einfach das echt Lyncheske. Keine Realitätsverzerrungen, keine doppelten Böden. Es sei denn, ich hätte sie besonders borniert übersehen. (Was ich nicht völlig ausschließen kann.) Einfach nur eine halbgare Melodram-Krimi-Mischung mit zu unentschiedenen Satireelementen. Ich gebe noch 5 Punkte für eine gewisse morbide Faszination der allgemein aufgebauten Atmosphäre, aber weder auf unterhaltungstechnischer, künstlerischer noch intellektueller Ebene konnte ich diesem Werk etwas abgewinnen.
Mulholland Drive - Straße der Finsternis  (2002)
(NEU)  Kommentar von Caenalor  03.12.2022 14:29 Uhr
Allgemein bin ich kein großer Lynch-Fan; kann zwar seine technischen Fähigkeiten und den Willen zu fürs Medium Film ungewöhnlicher Gedankentiefe anerkennen; empfinde seine Erzeugnisse dann aber letzlich of als zu-viel-gewollt, zu platt manipulativ, dem Zuschauer unbedingt die eigene Intellektualität mit immer noch mehr billigen Tricks beweisen müssend, und leider oft auch einfach langweilig. Und seine neomystische, antirational-akausale Weltsicht und Denkweise sind halt letzlich auch schlicht und ergreifend nicht die meinen.

All das gesagt, ist "Mulholland Drive" für mich definitiv eines seiner besseren Werke. Hier stimmt die Balance aus seinen kruderen Ideen und Stilmitteln einerseits und andererseits einer tatsächlich interessanten Geschichte, glaubwürdigen Figuren und einer nicht allzu bühnenhaft, sondern relativ real wirkenden Welt um sie herum ziemlich gut. Die Optik ist in diesem Fall auch ganz ansehnlich gealtert, und Lynch hat recht relevante Dinge zum System Hollywood zu sagen, auch wenn das natürlich viele andere zuvor und später sehr ähnlich vorbrachten.

Insgesamt 7 Punkte von mir, Lynch und ich sind halt nicht auf einer Wellenlänge, aber das hier ist einer seiner ansehbareren, unterhaltsameren und aus multiplen Perspektiven sinnvoll durchdringbaren Filme.
Logan Lucky  (2017)
(NEU)  Kommentar von Caenalor  03.12.2022 14:19 Uhr
Kein Meisterwerk, dafür hat der Plot viel zu viele Lücken und abstruse Zufälle. Aber ein absolut herrlicher Spaß mit viel Lokalkolorit, vielen wunderbar blödsinnigen Einfällen, stereotyp aber doch einfühlsam gezeichneten Figuren, und einem richtig stark aufgelegtem Ensemble, aus dem vor allem Craig und Driver mit ihren herrlich passend unpassenden Darstellungen herausstechen. 8 Punkte.

Meine Lieblingsszene war eindeutig die Diskussion über das Nachschubproblem der Gefängnisbibliothek...
Runner Runner  (2013)
(NEU)  Kommentar von Caenalor  03.12.2022 14:15 Uhr
Durchaus nette Geschichte, Schauplätze und solide Besetzung, zündet aber irgendwie einfach nicht. Hat durchaus seine atmosphärisch starken und teils auch amüsanten Momente, kann der abgedroschenen "die Versuchungen von Geld und Macht"-Grudnthematik aber halt nichts wirklich neues abgewinnen und die Spannungskurve bleibt durchgehend zu flach. Für 6 Punkte reicht es von mir, mehr aber nicht.

Dazu etwas zu viel Rufmord für das doch eigentlich einen soliden Ruf genießende Costa Rica...
Codename U.N.C.L.E.  (2015)
(NEU)  Kommentar von Caenalor  03.12.2022 14:11 Uhr
Durchaus solide Unterhaltung, hätte aber so viel mehr sein können. Ein guter Ansatz wäre z.B. gewesen, sich voll auf Persiflage zu konzentrieren. Während der abgelieferte Film leider gerade eben noch knapp so seriös daher kommt, dass man ihm die platte Handlung und mangelnde Spannung eben doch noch etwas übel nimmt.

Aber davon abgesehen funktioniert der Streifen weitgehend. Die Kabbeleien der beiden männlichen Agenten sind herrlich, und Vikander setzt gute Kontrapunkte. Manche Actionszenen wie die im Wald/Gebirge funktionieren auch deutlich besser, als ich erwartet hätte. 7 Punkte ingesamt.

Vikander hätte aber doch bitte ein besseres Aussprachetraining verdient gehabt, um als Deutsche durchzugehen...
Ad Astra - Zu den Sternen  (2019)
Kommentar von mountie  03.12.2022 02:18 Uhr
Anscheinend diente, Regisseur und Autor in Personalunion James Gray, tatsächlich dasselbe Buch als Vorlage, wie es auch schon für Apocalypse Now der Fall war. Und diese Ähnlichkeiten merkt man dem Film leider ziemlich an, muß ich gestehen.
Denn bin ich einer der Wenigen, die auch schon mit Francis Ford Coppolas Anti-Kriegsfilm-Klassiker wenig bis gar nichts anfangen können, so war auch Ad Astra für mich kein unterhaltsamer Film. Klar sprechen hier viele Schauwerte für den Film. Optik, Darsteller, Setdesign, etc. bieten alle hohes Niveau, und selbst die Story selbst weckte hier und da kleine Hoffnungsfunken auf eine spannende Geschichte mit einer interessanten Auflösung. Doch leider blieb es bei diesen kleinen Aufblitzern. Der Rest ist langatmiges Dahingeplänkel, dessen Laufzeit viel zu gestreckt wirkt. Hier hätte man viele kleine Story-Scharmützel überhaupt nicht gebraucht. Lieber mehr Spannung in die Hauptgeschichte stecken, und sich hier lieber noch ein paar spannende Auflösungen oder Wendungen erdacht, hätte mir einen größeren Unterhaltungswert beschert.
So aber ist Ad Astra eine schwermütige Science-Fiction-Version der "Herz der Finsternis"-Novelle, und könnte somit von Liebhabern der bisherigen Verfilmungen zwar auch interessant sein. Für mich allerdings ist es langwieriges, überlanges Kopfkino, das nicht mal eine befriedigende Auflösung besitzt. Unteres Mittelmaß...
The Devil's Light  (2022)
Kommentar von SneakGuru  03.12.2022 00:55 Uhr
Ein weiterer Exorzismus-Movie. Neu durchgemischt mit Charakteren, aber nichts wirklich neues. Durchaus unterhaltsam, aber nichts, was man gesehen haben muss.
Wirkliche „Erschrecker“ halten sich in Grenzen. Allerdings sympathische Charaktere (wenn man von den Dämonen absieht ;-) )
The Menu  (2022)
Kommentar von SneakGuru  02.12.2022 22:21 Uhr
Hey - was für ein genialer Streifen. Ich denke, wenn man da rein geht weiß man nicht genau, was einen dort erwartet. Zumindest ging’s mir so. Während der Film am Anfang amüsant und fast wie eine Charakterstudie wirkt, ändert sich das später massiv. Ich darf hier jetzt echt nicht viel schreiben, da sonst die Aha-Effekte weg wären. Die Schauspieler sind auf jeden Fall gigantisch und der Streifen macht einfach Spaß. Blut muss man natürlich - ein wenig - sehen können.
24: Twenty Four (TV-Serie)  (2003)
Kommentar von mountie  02.12.2022 14:12 Uhr
Wahrlich eine der spannendsten, und damit besten Action-TV-Serien, die jemals für den kleinen Bildschirm produziert wurden!!!
Wahr zu Beginn noch das große Feature dieser Serie, das sie in Echtzeit ablief, so wurde dieses Element eigentlich in späteren Staffeln eher unwichtig, und behinderte teilweise sogar den Storyfluß, da manche Bequemlichkeiten eingebaut werden mußten, damit die Handlung zeitlich überhaupt noch paßte. Allerdings war dadurch immer eine gewisse Atmosphäre von Gehetzheit vorhanden, und unsere Helden mußten schnelle Entscheidungen treffen, kompromißlos handeln, und oft Dinge tun, die notwendig, aber moralisch bedenklich waren. Gerade die Hauptfigur Jack Bauer wurde dadurch zur Ikone des Action-Kinos. Kiefer Sutherlands Rolle seines Lebens ist zu Recht in die TV-Geschichte eingegangen als einer der All-Time-Greats seines Genres.
Wo sich bei vielen Serien im Laufe der Jahre die Storys schnell abnutzten, so kamen auch bei 24 ein paar Kratzer am Lack zu Stande, als man sich entschloß hier und da ein paar Soap-Elemnete zu viel einfließen zu lassen, sie die Geschichte von Terrorist X mit Massenvernichtungswaffe Y einfach zu oft wiederholten, doch am Ende aber auch immer wieder eine unglaublich spannende Tour de Force erzählen konnten, die nur in vereinzelten Folgen in schwaches Mittelmaß abdriftete. Der Rest blieb bis zum Schluß, immerhin 8 komplette Staffeln lang, tolles Action-Kino fürs Fernsehen.
24 ist auch heute noch eine der besten Serien im Thriller/Action-Genre, die ich nur jedem empfehlen kann, der auf spannende, treibende Geschichten steht. Wer es bis jetzt noch nicht getan hat, der sollte Jack Bauer unbedingt einmal in Aktion sehen. Es lohnt sich!!
Old  (2021)
Kommentar von Colonel  30.11.2022 12:54 Uhr
Shyamalan zeigt mit Old, dass eine nette Idee noch lange nicht ausreichend ist, um daraus einen überzeugenden Kinofilm zu machen. In Old geht es um eine Gruppe von Urlaubern an einem mysteriösen Strand, an dem Menschen scheinbar viel schneller altern. Stunden werden zu Sekunden und damit Minuten zu Jahren. Soweit so gut. Schade nur, dass diese nette Idee so inkonsequent und nachlässig umgesetzt wurde, denn der zentrale Punkt des Films, das Altern, ist sehr unauthentisch gelöst worden. Während man den Kindern durch Austausch der Darsteller das Altern leicht ansieht, ist von jeglichen Alterungsspuren bei den Erwachsenen lange nichts zu erkennen. Warum ergraut denn z.B. niemand oder verliert womöglich sein Haar? Ist halt so. Achselzuckend muss man viele solcher Ungereimtheiten hinnehmen. Mit zunehmender Dauer häufen sich dazu noch diverse bizarre Momente, genauso wie die Fragezeichen über dem Kopf des Zuschauers. Unfreiwillige Komik schleicht sich ein, unterstützt durch einen semi-gut ausgewählten Cast. Die Gruppendynamik dieser schwach gezeichneten Figuren will nie wirklich zünden. Das nett gemeinte, aber überaus naive Ende, das schon bei 2 sekündigem drüber nachdenken etliche Ungereimtheiten preisgibt, setzt dem Ganzen den Schlusspunkt.

Fazit: Unausgereifte Umsetzung einer interessanten Idee, die letztendlich ein starkes B-Movie Geschmäckle hinterlässt.
Alien: Covenant  (2017)
Kommentar von k_lol_ecker  30.11.2022 07:49 Uhr
Na gut, dann versuch ich mal eine Lanze für die Alien-Prequels zu brechen ;)

Die verschlungene Entstehungsgeschichte des Aliens hat mir sehr gut gefallen. Es hätte ja auch sein können, dass es schlicht von einem fremden Planeten stammt. Fertig. Die Entstehungsgeschichte ist aber komplizierter und (auch philosophisch) viel interessanter. Nach soviel Tiefgang kann man bei den Sequels hingegen lange suchen. Logiklöcher habe ich bei "Alien Covenant" nicht gesehen oder nicht sehen wollen ;)

À propos nicht sehen wollen. Wenn man sich "Alien" (1979) und "Aliens" (1986) nochmal mit nüchternem Blick anschaut, kann man wohl kaum davon sprechen, dass man durchgehend schauspielerische Glanzleistungen und Storys ohne Logiklöcher geboten bekommt ;)
Was z.B. das Schauspielerische bestrifft: Billy Crudup, der in "Alien Covenant" Oram, den überforderten Captain spielt, hat deutlich mehr Tiefgang als William Hope, der in "Aliens" Gorman, den überforderten Captain spielt. Und ja, das habt ihr richtig gehört, "Oram" und "Gorman" sind beides Namen für überfordete Captains in Alien-Filmen ;)

Die Alien-Prequels sind jedem Alien-Sequel überlegen. Optisch, schauspielerisch, von der Atmosphäre und von der Story her. Hoffentlich kommt bald ein drittes Prequel.
Mein Lieblingszitat aus Alien Covenant: "So, David, you're gonna tell me exactly what's going on ... or I am going to seriously fuck up your perfect composure."
Der Gymnasiast  (2022)
Kommentar von Spreewurm  30.11.2022 02:15 Uhr
OFDb-Link: https://www.ofdb.de/film/364168,Der-Gymnasiast
IMDb-Link: https://www.imdb.com/title/tt17009856/?ref_=fn_al_tt_1
Seite 1 von 4028  nächste  +5  +25  +125  >|

Anfragedauer: 0.001187 sek.