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Neue Filmkommentare
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Hadi Be Oglum  (2018)
(NEU)  Kommentar von WinstonSmith  18.02.2018 19:47 Uhr
Dieser Film, mit seiner Menschlichkeit, und seiner hohen (tränenreichen) Emotionalität war nicht nur angenehm und unterhaltsam auf Grund der durchweg sympathischen Darsteller, sondern auch wegen der sehr schönen Kulissen der türkischen Hafenstadt und Meereslandschaft.
Auch wenn es eine recht ernsthafte Geschichte um den alleinerziehenden Vater eines autistischen Kindes ist, und sowohl er, als auch die Umwelt, mit der Situation auch nach Jahren nicht fertig werden, so bietet der Film doch auch genug Leichtigkeit und besonders Lebensfreude, so dass man sich als Zuschauer nicht ausschließlich mit dieser besonderen Thematik befassen muss, sondern sich auch einfach vom Charme des Hauptdarstellers und der Ästhetik der Urlaubsgegend unterhalten lassen darf.
Bestimmt ist die Darstellung von Autismus für einen Kinderdarsteller wie hier eine besondere Herausforderung, die ich auch zu würdigen weiß, und doch muss ich sagen, dass ich dieses schon authentischer gesehen habe, z. B. im Film "Das Mercury Puzzle".
Dieser kleine Kritikpunkt tut dem Ganzen aber keinen Abbruch, und es ist einfach ein Film den man rundum genießen kann.
Black Panther  (2018)
(NEU)  Kommentar von WinstonSmith  18.02.2018 19:46 Uhr
Sei es der letzte Star Wars, oder Pacific Rim 2, schon seit einiger Zeit werden in großen Hollywood Produktionen die Hauptrollen mit farbigen Schauspielern besetzt, und auch in den etwas kleineren Filmen wird peinlich genau darauf geachtet (besonders wenn es Disney ist), dass zumindest die zweite Hauptrolle farbig ist (die dritte wäre dann latino oder asiatisch). Daran sieht man welche Früchte die jahrelange Lobbyarbeit, die ewigen Proteste, und das endlose Rumgezeter der Interessenvertreter von "Black Lives Matter" etc. nun tragen.
Mit "Black Panther" erleben wir nun den nächsten Meilenstein den diese Gruppen erreicht haben, ein Blockbuster-Film, eine große Comicverfilmung, die (fast) ausschließlich mit farbigen Darstellern daherkommt, und die punktgenau dann erscheint, wenn in den USA der "Black History Month" begangen wird. Nicht das sich durch diesen "Erfolg" die Forderungen mindern werden.
Technisch Betrachtet ist "Black Panther" zwar eine Marvel Comic Verfilmung, doch mit Superheldentum hat der Film wirklich nur am Rande zu tun, und allein von daher ist er eine große Enttäuschung. Statt toller Action, oder das Retten der Welt, zeigt dieser Streifen 130 Minuten lang lächerliche und öde Stammesrituale, so wie man sie in jeder Doku über Schwarzafrika sehen kann. Buntes archaisches Verhalten, das in erster Linie aus rituellem Rumhüpfen und Gewalt besteht, gepaart mit Überheblichkeit, enormer Arroganz, und historischen Lügenmärchen.
Aber um die unendlich schlechte Handlung geht es auch gar nicht bei diesem Film, wie auch ganz deutlich aus der Vorberichterstattung zu erkennen ist, bei diesem Film geht es um das weltpolitische und gesellschaftliche Statement. Dieses Statement fällt sehr deutlich aus, und sollte auch wahrgenommen werden. Aber nicht, das ich in irgendeiner Form dazu raten könnte sich diesen grottentief schlechten Film anzuschauen.
Kayhan  (2018)
(NEU)  Kommentar von WinstonSmith  18.02.2018 19:46 Uhr
Eine sehr unsympathische Hauptfigur, und ein komplett unlustiger Hauptdarsteller, in eine "Komödie", die darauf beruht, das dieser "Held" Rache nimmt an seinen Ex-Mitschülern, weil diese im Jahrbuch schlecht über ihn geredet haben. Das Lustige soll nun dadurch entstehen, dass diese Figur ein wahrer Trottel ist, ein Kind gebliebener Erwachsener, der darüber hinaus in Baseballbekleidung und Sprache dem Amerikanismus frönt. Leider funktioniert das überhaupt nicht. Die erwähnten "Racheakte" werden zwar als tollpatschiger Slapstick inszeniert, doch um lustig zu sein, herrscht einfach zu viel Aggression und Geschrei in dem Film. Und angeschrien wird sich im Grunde die ganze Zeit. Sicher, bei dem vielen Blödsinn, den "Kayhan" verzapft, kann er einem ab und zu ein Grinsen entlocken, und es mag sein, das mir auf Grund der Sprachbarriere ein paar "Witze" entgangen sind, doch auch die türkisch Sprechenden Zuschauer im Saal haben nur sehr verhalten gelacht, und es wurde auch der Saal verlassen. Ich jedenfalls frage mich, wie man solch einer Figur einen Spielfilm widmen kann, und bin dann auch enttäuscht bis genervt davon gewesen.
Bitte Eintragen [Forum]
(NEU)  Kommentar von c-schroed  18.02.2018 13:45 Uhr
Bitte "Detective Chinatown 2" (IMDB: http://www.imdb.com/title/tt7752454/) hinzufügen. Dankeschön!
(NEU)  Kommentar von SirWiwell  18.02.18 13:17 Uhr
Bitte einen weiteren Netflix Film und Serie eintragen:

When We First Met
http://m.imdb.com/title/tt5783956

Everything sucks
http://m.imdb.com/title/tt7078710/
(NEU)  Kommentar von KodyMonstah  18.02.18 12:10 Uhr
Es ist Berlinale-Zeit!

Black 47 (2018):
http://m.imdb.com/title/tt3208026/?ref=m_nv_sr_1

Damsel (2018):
http://m.imdb.com/title/tt5881528/?ref=m_nv_sr_1

Don't Worry, He Won't Get Far on Foot (2018):
http://m.imdb.com/title/tt6288124/?ref=m_nv_sr_2

Vielen Dank!
Kommentar von Cabal  18.02.18 01:58 Uhr
Bitte eintragen:

Sweet Sixteen - Blutiges Inferno
http://www.imdb.com/title/tt0083146/
https://ssl.ofdb.de/film/17975,Sweet-Sixteen---Blutiges-Inferno
Kommentar von SirWiwell  17.02.18 18:23 Uhr
Bitte eintragen:

Unersetzlich (Irreplaceable You) / Netflix
http://m.imdb.com/title/tt6119856/
Kommentar von mamaotoschi  17.02.18 16:50 Uhr
Everything Sucks!
http://www.imdb.com/title/tt7078710/?ref_=nv_sr_1
Kommentar von pufmps  17.02.18 16:24 Uhr
Zone Blanche
http://www.imdb.com/title/tt6519410/
Danke
Black Panther  (2018)
Kommentar von Achim  16.02.2018 21:41 Uhr
Marvel überzeugt wieder mal mit einem Super-Hero Film. Hauptdarsteller wie auch Nebendarsteller machen Ihre Sache ganz gut. Tricktechnisch ist der Film (gesehen in 3D) sehr gut. Die Story ist zwar recht einfach erzählt und die Charektäre nicht so detailliert beschrieben. Aber dafür hat man ja noch in den Fortsetzungen Zeit. Interesant war auch die Gegenüberstellung von Loyalität und Rebellentum. Erinnert mich ein wenig an dem Film der Gladiator...
Allein schon der Umstand, dass Black Panther fast nur mit schwarzen Darstellern auskommt, macht den Film schon sehenswert. Für Marvel/Aktion-Fans ein MUSS.
Der Geschmack von Leben  (2017)
Kommentar von Gnislew  16.02.2018 16:54 Uhr
Auch mit seinem neuesten Film beweist Roland Reber erneut, dass er keine filmische Standardkost abliefert, sonder Kino für ein aufgeschlossenens Publikum macht, welches nicht nur konsumieren, sondern mitdenken möchte. Eines sollte das Publikum dabei allerdings nicht haben, Angst vor Nackheit, denn gefühlt kommt dieses Stilmittel in “Der Geschmack von Leben” noch stärker zum Einsatz als in anderen Reber-Produktionen.

So ist diese explizite Nackheit für mich auch der einzige Kritikpunkt am Film. Auf der einen Seite unterstreicht der lockere Umgang mit nackter Haut den Charakter von Nikki ideal und gerade die eingestreuten Videos aus Nikkis “Fi(c)ktion des Monats”-Awards” zeigen wie vielseitig der Blick auf Sexualität sein kann, doch auf der anderen Seite wirken die Szenen in denen wild Schwänze geblasen werden, dann doch eher wie aus einem Porno. Auch der Kellner im Peniskostüm in Nikkis Talkshow am Ende des Film, wirkt nicht nur leicht lächerlich, sondern auch einfach wie etwas zu viel des Guten.

Abgesehen von dieser Kritik ist “Der Geschmack von Leben” ein guter bis sehr guter Film. Die provokante Umsetzung der Frage nach dem titelgebenden Geschmack von Leben sorgt dafür, dass man der Handlung wirklich durchgehend aufmerksam freut und auch, dass diese Frage oberflächig mit simplen Antworten geklärt wird, dahinter allerdings viel tiefergehende Fragen stehen, die dazu einladen sich über den Abspann hinweg mit dem Film zu befassen macht “Der Geschmack von Leben” zu einer filmischen Herausforderung, der man sich als Filmbegeisteter gerne stellt.

Schmeckt für Nikki das Leben am Ende vielleicht nur nach Sperma, weil sie von ihrem Leben gelangweilt ist? Ist der Geschmack von Leben nur dann ein guter, wenn man einen möglichst “extremen” Lebensstil führt? Ist der Geschmack von Leben nicht auch gut, wenn man ein eher konservatives Leben führt? Und nicht ganz ernst gemeint: Hilft Ananassaft wirklich um Sperma köstlicher zu machen?

Ich persönlich fand es bei der Sichtung zudem ganz interessant, wie Roland Reber einige Inszenierungselemente wiederkehren lässt die er bereits in anderen Filmen eingesetzt hat. So tritt Reber selbst wie schon in “Illusion” als eine gottähnliche Figur auf und auch ein Engel spielt wieder eine nicht ganz unwichtige Rolle.

Witziger Fakt am Rande: Ein Schwein, dass ja im Logo vom Filmverleih wtp international zu sehen ist, hat in “Der Geschmack von Leben” ebenfalls seinen Auftritt vor der Kamera.

Schaut man sich die wiederkehrenden Elemente aus “Der Geschmack von Leben” an, könnte man meinen, dass die Filme von Roland Reber ähnlich wie ein Filmuniversum zusammenhängen. Mein Gefühl sagt mir, dass ich mit dieser Vermutung recht habe, welche allerdings noch zu beweisen wäre.
Power Rangers  (2017)
Kommentar von Gnislew  16.02.2018 14:47 Uhr
Ich glaube ich werde langsam zu alt für Filme wie “Power Rangers”, denn komplett packen konnte mich der Film nicht. Vielleicht ist das Problem aber auch nicht mein Alter, sondern es ist tatsächlich so, dass die Figuren im Film ziemlich blass bleiben und die Darsteller jetzt auch nicht gerade absolute Höchstleistungen abrufen. Vielleicht ist es ja auch die Tatsache, dass uns “Power Rangers” wieder einmal eine Origins-Story vorsetzt, die mich am Film stört. Am wahrscheinlichsten ist allerdings eine Mischung aus all den genannten Elementen. Den Ansatz den der Film verfolgt, nämlich nicht einfach nur ein sinnfreies Actionfeuerwerk auf die Zuschauer loszulassen finde ich nämlich durchaus gelungen.

Fangen wir doch einfach mal vorne an und schauen mal was der Film gut und weniger gut macht. Da ist zunächst die Einführung von Jason. Seine erste Szene mit dem missglückten Scherz wirkt irgendwie etwas aufgesetzt und auch der Zeitsprung danach sorgt eher für Fragezeichen auf der Stirn. Bis später im Film klar wird, dass Jason ein wenig die Anführerrolle übernehmen soll, warum nur Jason eine solche einführende Szene bekommt und die anderen vier kommenden Power Rangers im Laufe des Film quasi zu ihm dazustoßen.

Interessant ist auch wie der Film eben jenen Jason und vor allem auch Billy zeigt. Der misslungene Streich hat Jason immerhin eine Fußfessel eingebracht, doch der Film zeigt, dass es okay ist die Folgen die diese Fessel mit sich bringt zu umgehen und stattdessen noch mehr durchaus kriminelle Aktionen durchzuführen.

Gestört hat mich auch der erste Kontakt mit den Amuletten. Warum die Rangers diese plötzlich alle bei sich haben stellt der Film nur wenig überzeugend dar und auch, dass die Jugendlichen diese Amulette trotz des Wissens, dass diese ihnen scheinbar eine Art Superkraft verleihen fröhlich mit sich rumtragen ohne über die Folgen nachzudenken finde ich doch etwa eigenartig.

Doch von diesen Beispielen mal abgesehen, gibt es auch einiges was der Film gut löst. Die Montage, wie die angehenden Power Rangers ihr Kampftraining durchführen zum Beispiel. Oder auch der durchaus imposante finale Kampf, bei dem dann auch der legendäre Satz “It’s morphin’ time” fällt. Wie hier die Power Rangers ihre Fähigkeiten endgültig kontrollieren können macht Spaß anzusehen und ist auch toll in Szene gesetzt worden und wenn es von Schurkin Rita Repulsa dann eine Anspielung auf alte Inkarnationen der Power Rangers abgibt, müssen zumindest Fans der Power Rangers schmunzeln.

Insgesamt ist es auch gelungen, dass die neuen Power Rangers eben nicht von jetzt auf gleich die mächtigen Power Rangers sind, sondern sich die kommenden Helden ihren Ruf als Helden und ihre Fähigkeiten erarbeiten müssen. Und um für die Kenner des Films ein billiges Wortspiel fallen zu lassen. Der Weg zum Power Ranger ist ein steiniger.
Stille Reserven  (2016)
Kommentar von Gnislew  16.02.2018 13:34 Uhr
“Stille Reserven” hat mich begeistert! Die Eröffnungssequenz lässt einen zunächst einmal mit einigen Fragen zurück, doch schon war ich von der Prämisse des Films begeistert und gefesselt von dem Intrigenspiel der Versicherung, der moralisch fragwürdigen Todesversicherung und der gezeigten Spaltung der Gesellschaft. Natürlich betreibt Regisseur Valentin Hitz (Ratrace, Kaltfront) ein gewisses Maß an schwarz-weiß Malerei und zeigt bei einigen Figuren ziemlich deutlich ob sie zu den Guten oder den Bösen gehören

Auf der anderen Seite schafft es Hitz aber auch die Integrität einiger Figuren zu verschleiern. So bleibt die Rolle von Philip Kessler (Stipe Erceg) zum Beispiel lange Zeit unklar, was so dafür sorgt, dass ich als Zuschauer eben bei dieser und manch anderer Figur lange gerätselt habe auf welcher Seite sie wohl steht.

Auch gelingt es Hitz, dass man alle Figuren glaubwürdig findet. So kommen die Zweifel von Vincent am System nicht von jetzt auf gleich und sind bei weitem nicht nur an seine Gefühle für Lisa geknüpft und Lisa ist auf der anderen Seite nicht die eiskalte Rebellin, sondern einfach nur eine starke Frau, der trotz ihrer Differenzen mit ihrem Vater zum Beispiel etwas an Familienwerten liegt.

Es ist allerdings nicht nur die Art wie Hitz seinen Film erzählt, sondern auch wie das gesamte Ensemble “Stille Reserven” spielt. Bei für mich unbekannten Darstellern wie Clemens Schick (4 Könige, Das finstere Tal) und Lena Lauzemis (Herbert, Fremde Freundin) hätte der Film auch ganz schnell scheitern können, doch diese Beiden und auch die restlichen Darsteller spielen ihre Rollen wirklich gut und überzeugend. Man kauft ihnen die einzelnen Charaktere wirklich ab.

Mich persönlich hat es im Bezug auf die Besetzung total gefreut, dass auch Stipe Erceg (Der Typ, Hell) in “Stille Reserven” mitspielt. Erceg ist für mich nämlich einer der unterschätztesten Darsteller im deutschen Kino und ich sehe ihn einfach unheimlich gerne auf der Leinwand beziehungsweise im Heimkino.
Before I Wake  (2016)
Kommentar von Gnislew  16.02.2018 11:30 Uhr
“Before I Wake” ist ein durch und durch solider Film! Die Idee ein Kind Dinge die es träumt in der Welt der Wachen werden zu lassen ist eine klasse Idee, wenn es auch ein wenig wie ein umgedrehtes “Nightmare on Elm Street” wirkt. Wo Freddy Krüger seine Opfer in ihren Träumen tötet, schickt Cody quasi seine Gefahr zu anderen Menschen, zu den Menschen die in seiner Umgebung wach sind, während er schläft.

Regisseur Mike Flanagan (Oculus, Hush) schafft es dabei den Adoptivsohn Cody perfekt als Ersatzsohn zu etablieren und die Angst der beiden Adoptiveltern vor einem erneuten Verlust zu zeigen. So kann man als Zuschauer auch sehr gut nachvollziehen, dass sich Jessie und Mark zunächst zwar wundert, dass ihr verstorbener Sohn plötzlich wieder vor ihnen steht, sie sich allerdings auch gleichzeitig darüber freuen.

Nicht unwichtig für einen Horrorfilm ist natürlich die Spannung und mögliche Schockeffekte. Hier setzt der Film auf eine Mischung aus genretypischen Jump Scares und subtileren Horrorelementen. Der Film setzt darauf die Spannung mit Bedacht aufzubauen, wenn es leider auch einige Szenen gibt dem mittlerweile etwas verbrauchten “Quiet, Quiet, BANG”-Prinzip folgen. Als Beispiel sei hier eine Szene genannt, in der Jessie sich in der Küche eine Glas Wasser nehmen möchte und in dieser Szene einige Schockeffekte platziert sind.

Auch ist es etwas schade, dass “Before I Wake” am Ende etwas die Puste ausgeht. Zwar steigert er zum Finale hin die Taktfrequenz was Schockeffekte angeht, allerdings wirken die letzten zwanzig Minuten doch etwas gehetzt. Wo man sich vorher Zeit gelassen hat um die Story aufzubauen, lässt man sich diese im Finale nun nicht mehr. Wo andere Filme oft zu lang sind fehlen “Before I wake” hier die entscheidenden Mehrminuten um das Finale ruhiger herbeizuführen und so den kleinen Bruch im Erzählstil zu vermeiden.
Die Verlegerin  (2017)
Kommentar von Hatsepsut  15.02.2018 00:39 Uhr
Dieser Film gliedert sich in drei Teile: 1. Die Einführung in das Thema: Vietnam, Regierung, Journalismus 2. Die Enthüllung und 3. Die sozial-politischen Folgen.

Spannend waren Teil 2 und 3, ein Lob auf die Pressefreiheit, stellenweise als Kritik an Trump zu verstehen. Spannend zu sehen, auf welch verschlungenen Wegen wichtige Papiere zu den Journalisten gelangen, das heimliche Schreiben, die Diskussionen der Redakteure, die Sichtweise der hinzugezogenen Anwälte, die moralische Frage des 'was dient der Nation mehr?', die Konfrontation mit einer möglichen Gefängnigsstrafe.
Teile 2 und 3 retten den Film, der sonst nur mittelmässig gewesen wäre.


Teil 1 war zu stark in die Länge gezogen. Maschinen rattern, Journalisten laufen hin- und her, Zigaretten werden geraucht, hinter dicken Brillen wird verschwörerisch gekuckt. Hier sollte wohl der Facebook-Generation der Journalismus alter Schule nahe gebracht werden - ältere Generationen werden an Anti-Establishment Filme aus den späten 70ern erinnert.

Ein interessanter Nebenschauplatz ist die Emanzipation der Frau: Noch ganz 60er Jahre ist die Frau mittleren Alters an Küche und Kinder gebunden - und wird in führender Position nicht ernst genommen. Diese klare Trennung zwischen 'Männerwelt' und 'Frauenwelt' wird in einigen gut gespielten Szenen sehr deutlich. Von diesem Rollenverständnis muss sich die Verlegerin erst einmal befreien, bevor sie ihre Entscheidung frei treffen kann.
Das Einstehen für die Pressefreiheit (und Demokratie) wird also gekoppelt mit einer Emanzipation auf einer individuellen Bedeutungsebene. Nicht zufällig ist es eine Frau, die in der letzten Szene des Films der Redaktion das Verdikt und die Begründung der Bundesrichter verkündet.

Tipp: vor dem Film etwas zu Nixon und die Watergateaffäre lesen. Der Film setzt etwas Wissen an amerikanischer Geschichte voraus: wichtige Personen werden nicht eingeführt.

Wertung: 7 Pkte.

Gesetz der Rache  (2009)
Kommentar von udosa  15.02.2018 00:21 Uhr
Omg, heute im TV geschaut. Die Darsteller sind gut gewählt und die Story startet zu Beginn ordentlich durch. Sobald sich die Geschichte zusammen fügt merkt man , dass das Drehbuch reinster Bullsith ohne Logik ist. Schade!
Eine bretonische Liebe  (2017)
Kommentar von WinstonSmith  14.02.2018 16:40 Uhr
François Damiens erscheint in den letzten Jahren immer häufiger als Darsteller in den etwas simpleren französischen Komödien, was einerseits ganz schön ist, denn er ist ein sympathischer Typ, aber andererseits, scheint es ein Indikator dafür zu sein, dass der Film dann nur unteres Mittelmaß erreichen wird.
Etwas das jedenfalls leider auch diesmal wieder der Fall ist, denn genau wie schon bei "Kennen Sie die Beliers?", fängt der Film mit einer, nicht neuen, aber guten Idee an, in diesem Fall, das der Held erfährt, sein Vater sei nicht sein Vater (um sich dann auf die Suche nach diesem zu machen). Doch dann kommen die auf Grund der mannigfaltigen Verwicklungen auftretenden lustigen Situationen und Späße nicht wirklich aus der Hüfte, und um das zu kompensieren wird immer noch einer draufgelegt, so dass die Handlung irgendwann total überfrachtet ist, durch die vielen sich überlagernden und offenen Erzählstränge. Das ist nicht nur unübersichtlich, sondern schlichte Masse an Ideen hebt nicht automatisch deren Spaßfaktor.
Weniger wäre in diesem Fall jedenfalls mehr gewesen, und wenn man an diesem Weniger qualitativ noch etwas gearbeitet hätte, dann hätte dieser Film mich bestimmt nicht so halb enttäuscht entlassen wie er es getan hat.
Molly's Game  (2017)
Kommentar von WinstonSmith  14.02.2018 16:39 Uhr
Für sich genommen ist "Molly's Game" ein interessanter Film aus der Welt der superreichen Pokerspieler, mit viel Glamour, guten Darstellern, hintersinnig, und dank Überlänge, ausführlich erzählt. Hat man jedoch die verehrungswürdige Jessica Chastain letztes Jahr bereits in "Miss Sloane" gesehen, dann muss man feststellen, dass nicht nur beide Filme in ihrer Art des Erzählens und auch der optischen Umsetzung sehr ähnlich, sondern dass die Rollen von Jessica Chastain fast identisch sind. Sicher, Schauspieler spielen meistens auf eine wiedererkennbare Weise, nur wenige sind wirklich wandlungsfähig, doch in diesem Fall ist die Ausarbeitung des Charakters durch Jessica Chastain so deckungsgleich, dass man fast meint, eine Art Fortsetzung zu sehen. Und so gut ich "Molly's Game" als Einzelwerk auch finde, die Leistung von Jessica Chastain enttäuscht mich doch so sehr, dass ich froh war als es endlich vorbei war. Und in Anbetracht der etwa zehn Personen die die Vorstellung vorzeitig verlassen haben, scheint das nicht nur mein Empfinden gewesen sein.
Vikingdom - Schlacht um Midgard  (2013)
Kommentar von WinstonSmith  14.02.2018 16:37 Uhr
Die Laientheatergruppe der örtlichen Muckibude beschließt einen Wikinger Film zu drehen, und deckt sich beim Schlussverkauf im Supermarkt mit Faschingskostümen ein. Leider sind nur noch farbige Langhaarperücken aus Plastik im Angebot, und auch die Verkleidungen reichen nicht für jeden, so das ein paar der Kerle auf Rüschenkleidchen ausweichen müssen. Einer der Jungs hat schon mal gehört, dass es sowas wie eine nordische Mythologie gibt, und ein anderer bastelt schnell am heimischen PC ein paar "Spezialeffekte". Schon kann es losgehen mit den Dreharbeiten, und die Jungs freuen sich sehr, nur mit Umhängen bekleidet durch den Kunstschnee zu stampfen. Für irgendwas muss sich das jahrelange Bodybuilding ja gelohnt haben. Mit viel Enthusiasmus schlagen sie bei jeder Gelegenheit mit ihren Holzschwertern aus sich ein, und kämpfen sich so mit stolzgeschwellter Brust durch die Handlung um das Treiben der Götter und der in der Unterwelt hausenden Toten, in großer Vorfreude das Endergebnis ihrer Bemühungen beim Gemeinschaftsabend der örtlichen Feuerwehr vorführen zu dürfen.
(Auch, wenn diese Art Filme eigentlich zu meinem Lieblingsgenre gehören, die DVD von "Vikingdom" landete nach dem Ansehen im Mülleimer!)
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