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Neue Filmkommentare
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Der Jazzsinger  (1927)
Kommentar von mountie  15.04.2020 23:46 Uhr
Eine Tatsache kann dieser Film im historischen Sinne schon mal für sich verbuchen: Es handelt sich hier um den ersten Film in Spielfilm-Länge, bei dem Ton-Aufnahmen, beim Dreh live vor Ort aufgenommen, im Kino dann sychron zur Handlung zu hören waren. Das war damals zwar nicht komplett neu (im Kurzformat gab es das schon), aber der Erfolg des Films war der Grund Film-Studios zum Wechsel zu dieser neuen Technik zu bewegen.
Abseits jedoch von seiner technischen Vorreiter-Rolle, bietet "Der Jazzsänger" eine nette, rührselige Geschichte vom jüdischen Kantors-Sohn, der viel lieber Karriere als populistischer Sänger macht, und sich deswegen mit seinem Vater überwirft.
Das ist alles heute schwer zu beurteilen, da der Film in so vielen Bereichen einfach aus einem anderen Zeitalter, und damit ganz anderen Standards, herrührt. Die Geschichte kann schon ordentlich unterhalten, aber die veraltete Technik, die frühere Art des Schauspiels, etc. wirkt heute einfach irgendwie langatmig, und nicht so geradlinig erzählt wie es mit späterer Film-Technik möglich wurde. Allein die vielen Textkarten in den, immer noch vorhandenen stummen Teilen des Films, setzen eine Toleranz für eine veraltete Art des Filme-Machens voraus.
"Der Jazzsänger" ist ein film-historischer Meilenstein. Wegen seiner technischen Neuerungen, nicht wegen seiner Geschichte. Die ist ok, da sie einen nicht komplett kalt läßt, aber in seiner in die Jahre gekommenen Erzählweise recht mühselig daherkommt. Wer sich für Filme der 20er Jahre interessiert macht hier wahrlich nix falsch. Für die heutige Allgemeinheit aber mehr ein Dokument, als reine Unterhaltung...
Book of Monsters  (2018)
Kommentar von keitel  15.04.2020 20:10 Uhr
Inhalt: Die Monster aus einem alten Buch werden zum Leben erweckt. Sie dezimieren auf der 18.Geburtsfeier von Sophie ihre Gäste.

Amateurfilmchen mit Budget:$76,000. Hier wurde einiges richtig gemacht, aber auch vieles dilettantisch! Letztendlich funktioniert diese Horrorkomödie weder in Sachen Horror noch in Sachen Komödie. Die bemühten Witze zünden allesamt nicht aufgrund Fehler beim Timing, Schnitt und Montage. Höchstens schmunzelt man mal wegen billigen Effekten oder miesen Darstellerleistungen. Da angeblich Herr Stewart Sparke einen Abschluss von einer Filmschule hat, sollte man bei der Bewertung nur ein Auge zudrücken und nicht gleich die beiden. Mit reichlich Alkohol können die Amateurfilmfans hier wegen der handgemachten Monster-Puppen und der Referenzen auf alte Horrorfilme aus den 80ern und 90ern, einen Blick riskieren. Daher: 4/10 Punkte
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Kommentar von pufmps  15.04.2020 00:12 Uhr
Run (TV)
https://www.imdb.com/title/tt8045468/
Danke
Master of None: Thanksgiving  (2017)
Kommentar von Joey 4ever  14.04.2020 14:51 Uhr
Inklusive Referenzen an Rachel und Joey aus Friends... :D
One Red Nose And A Wedding  (2019)
Kommentar von KeyzerSoze  14.04.2020 11:47 Uhr
Für einen guten Zweck versammeln sich die Akteure 25 Jahre später noch einmal für dieses Kurzfilmsequel. Viel Neues wird nicht erzählt, aber es ist schön, die liebgewonnenen Charaktere noch einmal vor der Kamera zu sehen. Highlight sind dabei ganz klar die ungelenken Versuche des von Rowan Atkinson gespielten Priesters, Alica Vikander und Lily James zu vermählen. Etwas schade zudem, dass Scarlett, deren Darstellerin leider viel zu früh aufgrund eines Asthmaanfalles verstorben ist, nur in einem Halbsatz erwähnt wurde.
Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs  (1988)
Kommentar von KeyzerSoze  14.04.2020 11:45 Uhr
Die ersten 20 Minuten dachte ich mir: "Das soll also der Film sein, der Almodovar zu internationalem Ruhm verholfen hat? Der Film, der als eines seiner besten Werke angesehen wird?" Über diesen Zeitraum lief der Film leider komplett an mir vorbei und ging mir mit der überzeichneten Charaktereinführung bisweilen sogar ein wenig auf die Nerven.

Ab dem Moment, an dem der Schauplatz in die Wohnung der Hauptfigur wechselt, nimmt das Ganze jedoch eine 180 Grad Drehung und in den nächsten knapp 70 Minuten wird dem Zuschauer eine aberwitzige Screwballkomödie präsentiert, die mich in all ihrer Hektik und herrlichen Dialogen immer wieder zum Lachen bringen konnte. In dieser kammerspielartigen Komödie spielt vor allen Dingen das weibliche Darstellerensemble groß auf und stiehlt den männlichen Kollegen mühelos die Show. Je weiter das Ganze fortschreitet, desto absurder (im positiven Sinne) und röter wird das Geschehen auf der Leinwand ... und mein Drang, etwas von dem Gazpacho zu mir nehmen zu wollen, immer größer.

Ich kann mir gut vorstellen, dass mir "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" beim zweiten Mal noch ein Stück besser gefallen könnte. Vor allen Dingen, da ich die Charaktere inzwischen in mein Herz geschlossen habe und mich deren Einführung eventuell gar nicht mehr so sehr stören würde, wie es noch beim ersten Mal der Fall war.
The Dead Don't Die  (2019)
Kommentar von KeyzerSoze  14.04.2020 11:44 Uhr
Jim Jarmush macht genau das was er immer tut und ich war sehr gespannt, ob sein Stil tatsächlich in einer Horrorkomödie funktionieren würde. Die Antwort ist: Jein.

Auf der einen Seite ist es überaus erfrischend einen Zombiefilm in Jarmushmanier auf der Leinwand zu sehen. Der stoische Humor trifft fast immer ins Schwarze, ich liebe die gemächliche Inszenierung, die vom spielfreudigen Cast herrlich umgesetzt wird. Die Metaebene, so unnötig sie auch sein mag, hat mich regelmäßig zum Lachen bringen können und immer wieder gibt es kleine clevere Einfälle... oh, und wie kann man bitte Tilda Swinton als schottischen Samurai nicht lieben?

Allerdings wird mir die Thematik an manchen Stellen doch zu sehr mit dem Holzhammer präsentiert und manche Nebenhandlungsstränge erweisen sich als ziemlich unnötig. Hier hätte lieber noch ein wenig mehr Zeit mit Murray und Co verbracht. Leider fällt auch Adam Driver als einziger im prominent besetzten Cast extrem ab und geht in nahezu jeder Sekunde des Filmes auf die Nerven.

Von daher bin ich etwas zwiegespalten. Ich mag, wie Jim Jarmush sein Ding in einem für ihn ungewöhnlichen Genre durchzieht und wie es ihm gelingt, mit einer solch ruhigen Inszenierung einen kurzweiligen Film zu inszenieren. Auf der anderen Seite wirkt diese Horrorkomödie doch etwas holprig und es hätte am Ende vielleicht ein wenig mehr Fokus vertragen können.
Vier Hochzeiten und ein Todesfall  (1994)
Kommentar von KeyzerSoze  14.04.2020 11:43 Uhr
Richard Curtis liegt mit seinen Drehbüchern und Regiearbeiten eigentlich immer auf meiner Wellenlänge. Zwar habe ich diese für den Oscar als besten Film nominierte RomCom schon einmal als Kind gesehen, aber, abgesehen von Rowan Atkinsons Cameo, keinerlei Erinnerungen mehr an den Film gehabt.

Und schon nach wenigen Minuten wusste ich, dass das genau mein Ding sein würde. Wie es Curtis gelingt, die Vielzahl an Charakteren in solch kurzer Zeit so treffend und gleichzeitig witzig vorzustellen, ist eine kleine Meisterleistung. Man schließt die Figuren direkt in sein Herz, amüsiert sich mit ihnen auf den titelgebenden Veranstaltungen und und der Humor ist eigentlich immer on point. Es sind vor allen Dingen die kleinen Einfälle des Drehbuchs und die Liebe zum Detail, die mich am meisten begeistern konnten und ich bin mir sicher, dass es noch ein paar weitere Sichtungen brauchen wird um alles entdecken zu können.

Zudem glaube ich, dass der Film nur halb so gut mit jemand anderen in der Hauptrolle funktionieren würde. Die Art wie Hugh Grant hier agiert ist schlichtweg famos. Dieses dauernervöse, wortsuchende Rumgestottere in manchen Situationen wirkt so unglaublich realistisch und man nimmt es ihn in Sachen Tonfall und Gestik auch zu jeder Sekunde ab. Daher rate ich auch unbedingt dazu, den Film im Originalton zu schauen ... auch weil dort die Dialoge, insbesondere in Kombination mit dem häufigen Fluchen und kleinen Reaktionen so nah am Leben wirken.

Kleine Abzüge in der B-Note gibt es jedoch beim Romancepart dieser RomCom. Diese kann leider mit dem Comedyteil nicht ganz mithalten, was eventuell daran liegt, dass Carries Charakter ein wenig oberflächlich geschrieben wirkt und der Zuschauer somit nie so wirklich sehen kann, was denn Charlie nun überhaupt an ihr findet. Sie ist, abgesehen von wenigen Ausnahmen, gefühlt einfach nur da.

Dies ist dann auch der Hauptgrund, warum es bei mir nicht zu einer noch höheren Wertung gereicht hat. So wirklich gestört hat es mich jedoch nicht, da "Four Weddings and a Funeral" so viele wunderbare Dialoge und Momente zu bieten hat und er mich in Sachen Humor jederzeit abholen konnte.

PS: Im Nachhinein ist es witzig, wie Richard Curtis, den durch diesen Film bekannt gewordenen Song (Love is All Around), in seinem späteren Regiedebüt demontierte :D
Ferdinand: Geht STIERisch ab!  (2017)
Kommentar von KeyzerSoze  14.04.2020 11:42 Uhr
Ich bin richtig begeistert wie clever das Toxic Masculinity Thema in diesem Kinderfilm verpackt wurde und welche Werte "Ferdinand" dem jüngeren Publikum vermitteln möchte. John Cena und Kate McKinnon sind klasse, das Ganze ist durchaus cute und ich hatte teilweise echt Spaß mit den Pferden und ihren extrem übertriebenen, deutschen Akzenten (kann hier nur zur OV raten). Dummerweise hat der Film meinen Humor nur in den seltensten Fällen getroffen und mich emotional leider nicht einmal ansatzweise berühren können.
The Slumber Party Massacre  (1982)
Kommentar von KeyzerSoze  14.04.2020 11:40 Uhr
So wie in den ersten paar Minuten exzessiv dem Male Gaze gefröhnt wird (und das noch einmal um ein Vielfaches ausufernder als bei bekannten Genrekollegen), war schnell offensichtlich, dass der Film versucht, den klassischen Slasher durch das Überspitzen der gängigen Klischees auseinander zu nehmen. Das gelingt dem in Deutschland bislang weder im Kino, noch im Heimkino veröffentlichten "The Slumber Party Massacre" (was für ein Titel!) über weite Strecken überraschend gut, ohne dass er sich dabei selbst groß von dem Genre abgrenzt.

Alle üblichen Genreklischees abfrühstückend und sichtlich von "Halloween" inspiriert, bietet der Film dabei auch überraschend solide Horrorkost. Die atmosphärische Musik funktioniert, der Killer mit dem Driller gefällt und obwohl die Charaktere wandelnde Klischees sind, gelang es, diese sympathisch genug zu zeichnen, so dass man nicht direkt ihren baldigen Tod herbeisehnt. Dazu fand ich die hohe Frequenz und Fake Outs durchaus amüsant.

An manchen Stellen hätte der Satirepart und das Überspitzen der gängigen Klischees vielleicht noch einen Tick höher frequentiert ausfallen können, aber da der Film als reiner Horrorfilm vermarktet wurde und die Produzenten vermutlich auch genau dies verlangten, kann ich diesem kurzweilig unterhaltsamen Film nicht wirklich böse sein.
X-Men: Dark Phoenix  (2019)
Kommentar von KeyzerSoze  14.04.2020 11:36 Uhr
Da ist definitiv irgendwo ein richtig guter Film versteckt. Ich fand die Geschichte um Jean, ihre Taten und welche Folgen sie auf die Charaktere und deren Beziehungen haben, durchaus spannend und über weite Strecken gut umgesetzt. Gleiches gilt für Xavier, der hier, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, mit deutlich mehr Schwächen gezeichnet wurde, als es bisher der Fall war. Dummerweise handelt es sich jedoch um einen Superheldenfilm und demnach braucht es scheinbar noch einen richtigen Bösewicht, der in meinen Augen total unnötig für das eigentlich Erzählte ist und den Zuschauer immer wieder vom interessanten Geschehen fern hält. Zudem kann einen Jessica Chastain als Gegenspieler nur leid tun und wurde komplett verheizt. Mein größtes Problem war jedoch Sophie Turner, die den Film zu keiner Sekunde tragen kann, stockstreif agiert zudem keine einzige Emotion glaubhaft auf die Leinwand bringen kann. Sie ist der Fixpunkt des Filmes und mag ihr Talent vielleicht zumindest noch gut genug für eine Nebenrolle sein, in der sie nur ein paar Zeilen aufsagen muss, in einer solch zentralen Rolle wirkt sie komplett überfordert und fehlbesetzt. Grundsätzlich klingt das alles schlimmer als es eigentlich ist, denn wie eingangs erwähnt: Die Intention und das was der Film erzählen möchte weiß grundsätzlich zu gefallen. Gleiches gilt für die recht düstere Inszenierung und die weitestgehend gut inszenierten Actionszenen. Leider bleibt am Ende aber eben doch ein schaler Beigeschmack, wie viel Potential liegen gelassen wurde.
Yesterday  (2019)
Kommentar von Colonel  14.04.2020 11:16 Uhr
Was wie eine lustige "Was wäre wenn...?"-Idee nach einem Kneipenbesuch und einigen Pints entstanden sein könnte, setzt mit Danny Boyle einer meiner favorisierten Regisseure, ich verzeihe ihm mal das Steve Jobs Biopic, da hier Aaron Sorkin zu sehr seine Finger im Spiel hatte, filmisch um. Was wäre wenn es die Beatles nie gegeben hätte und man der einzige Mensch ist, der deren Lieder kennt? Zunächst ist der Start allerdings etwas holprig. So richtig wurde ich mit den Figuren nicht warm, dafür musste ich musste ich feststellen, dass Suffolk ein wirklich nett anmutendes Fleckchen ist. Sobald dann aber die Beatles Songs einsetzen und in den Fokus rücken, erfährt der Film eine enorme Aufwertung und gewinnt an Dynamik. Boyle schafft es dann gekonnt die Kurve zu kriegen, wenn sich Gewissen und persönlicher Erfolg gegenüberstehen. Ein paar schrullige Sidekicks und die Idee mit Ed Sheeran einen der erfolgreichsten Singer Songwriter der heutigen Zeit mit einzubauen geben noch ein paar Extrapunkte. Empfehlenswert für alle die Musikfilme, englische Komödien oder einfach gute Filme mögen.
Why Don't You Just Die!  (2018)
Kommentar von keitel  13.04.2020 19:14 Uhr
Familienzoff auf Russisch! Kirill ich umarme dich für einen der geilsten Filme aus dem Bereich Undergroundfilm seit Jahrzehnten! Ansehen ist hier für jeden Feinschmecker Pflicht! Note: 9/10 Punkte
Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft  (1989)
Kommentar von KeyzerSoze  13.04.2020 11:47 Uhr
Stuart Gordon und Brian Yuzna sind jetzt nicht gerade Namen, die man mit einer Familienkomödie aus dem Hause Disney verknüpfen würde. Aber ihr Einfluss ist sichtlich erkennbar, geht es doch für einen Film dieser Art ziemlich düster zur Sache. Oder wie Matt Singer es hier in seiner Review auf Letterboxd so schön gesagt hat:

"Honey, I made a genuinely disturbing film full of horrific practical effects and marketed it to children"

Der große Star des Filmes sind dessen beeindruckende Sets und die praktischen Effekte, die die Reise, der aus versehen geschrumpften Kinder durch den für sie urwaldgroßen Vorgarten, begleiten. Dabei kommt ein Abenteuerfeeling auf, wie man es in heutigen Kinderfilmen schmerzlich vermisst.

Die Charaktere schließt man schnell in sein Herz, James Horners Musik könnte treffender kaum sein, Rick Moranis ist die perfekte Besetzung für den verpeilten, liebenswürdigen Wissenschaftler und das Ganze ist viel witziger, als ich es vom damaligen Schauen als Kind in Erinnerung hatte.

Der Film ist heute übrigens zum letzten Mal auf Netflix verfügbar, bevor der Film zu Disney + wandern wird. Falls ihr also neugierig geworden seid und Lust auf einen tollen Familienfilm habt: Gogogo!

PS: Ich frage mich ja schon ob der grammatische Fehler im Titel geplant oder Unvermögen war :D
Oliver & Co.  (1988)
Kommentar von KeyzerSoze  13.04.2020 11:47 Uhr
Oliver Twist mit Doggos, runtergebrochen auf 75 Minuten und dennoch hat der Film recht wenig zu erzählen. Ein paar nette Songs, Frank ... sorry, Francis... und Cuteness alleine sind einfach zu wenig ... zudem ging mir Billy Joels Figur ziemlich auf die Nerven. Leider einer der schwächeren Animationsfilme aus dem Hause Disney.
The Faculty  (1999)
Kommentar von KeyzerSoze  13.04.2020 11:46 Uhr
Kann man einem Film böse sein, der mit "The kids aren't allright" von The Offspring beginnt und der fast durchweg Buffyvibes versprüht?

Ganz so einfach ist der Film jedoch nicht zu greifen, ist das Ganze doch ein riesiges Durcheinander, manchmal sogar recht stümperhaft, aber irgendwie hat das ja auch alles einen ganz eigenen Charme. Zumal man sich aufgrund des mit Horrorzitaten und -anspielungen gefüllten Drehbuchs von "Scream"-Autor Kevin Williamson nie wirklich sicher sein kann, ob das unterm Strich nicht genauso gewollt ist.

Inszeniert ist das Ganze weitestgehend solide, hat ein paar hübsche praktische Effekte und auf der Gegenseite unterirdisches CGI zu bieten. Letzteres stört aber nicht wirklich, passt es doch zu den Vorbilden denen "The Faculty" huldigt. Direkt nach "From Dusk Till Dawn" fühlt sich das dennoch wie ein Rückschritt an.

Auch wenn von der Darstellerriege niemand so wirklich herausstechen kann, ist es beeindruckend was für ein Staensemble der Film aufbieten kann ... und Jordana Brewster sehe ich sowieso immer gerne. Gut, einige der Stars waren damals noch keine große Nummern, so hatte ich Comedian Jon Stewart in einer größeren Rolle beispielsweise so gar nicht mehr auf dem Schirm.

Objektiv sicher kein perfekter Film, aber ich hatte durchaus meinen Spaß, auch weil die Schwächen des Filmes im Kontext bei mir gut funktioniert haben.
Feßle mich!  (1990)
Kommentar von KeyzerSoze  13.04.2020 11:46 Uhr
Funfact vorweg: Dieser Film war, aufgrund einer minutenlangen Sexszene, sowie mehreren Instanzen, in denen man Charaktere auf der Toilette sieht, wohl hauptverantwortlich dafür, dass es in den USA inzwischen ein NC-17 Rating gibt, da "Tie Me Up! Tie Me Down!" zunächst ein X-Rating erhalten hatte (den normalerweise nur Pornos bekommen) und die Filmemacher daraufhin Klage einreichten und kurz darauf die NC-17 Freigabe eingeführt wurde.

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Sehr schwierig diesen Film zu bewerten. Almodovars "Fessle mich!" handelt von einem jungen, von Antonio Banderas gespielten, Mann, der gerade aus der Psychiatrie entlassen wurde und von einer aufstrebenden Schauspielerin und ehemaligen Pornostar besessen ist, diese entführt und sie so lange von der Außenwelt abschirmen möchte, bis sich diese, seiner Meinung nach, unweigerlich in ihn verlieben würde.

Inszenatorisch und in Sachen Darstellerleistungen ist der Film famos. Für Banderas war der Film augenscheinlich das Ticket nach Hollywood und Victoria Abrils nuancenreiches Spiel hat mich schnell in ihren Bann ziehen können. Dazu gesellt sich noch Musik von Morricone, eine hervorragende, farbenfrohe Austattung und eine grundsätzlich ansprechende und spannende Geschichte.

Allerdings hatte ich beim letzten Punkt so einige Probleme. Natürlich ist das alles überaus spannend, vor allen Dingen dank dem intensiven Spiel der beiden Hauptfiguren: jedoch, ... ja, ich bin mir sicher, dass man den Film heute so nicht mehr drehen würde. So gut das alles auch auf den Punkt gebracht und nuancenreich ausgearbeitet wurde, ich hatte große Probleme mit der Entwicklung der Figuren und wie sich das letzten Endes alles auflöst: Puuuh, das ist echt schwierig ... und ich will nicht wissen wie leicht einfach gestricktere Leute hier auf ganz dumme Gedanken kommen können.

Rein formal kann ich dem Film eigentlich überhaupt nichts vorwerfen, alleine das Ende stößt ziemlich sauer auf und ich hab mir mit einer Sternebewertung daher auch lange nicht mehr so schwer getan.
Matador  (1986)
Kommentar von KeyzerSoze  13.04.2020 11:45 Uhr
Kruder, aber durchaus sehenswerter Mix aus Erotikthriller und schwarzer Komödie, der bei mir allerdings nicht immer funktioniert hat. Trotz der vielversprechenden Thematik um fragile Männlichkeit, BDSM und die Sehnsucht nach dem Tod, wirkte mir das Ganze manchmal etwas notbeholfen zusammengeflickt. Verlass ist jedoch auf die wunderbare Inszenierung Almodovars, die herausragende Kameraarbeit sowie die glänzend aufgelegte Darstellerriege.
Isle of Dogs - Ataris Reise  (2018)
Kommentar von KeyzerSoze  13.04.2020 11:45 Uhr
Ich war ja etwas skeptisch im Vorfeld. Zwar bin ich ein großer Fan von Wes Andersons Filmen, jedoch ist "Fantastic Mr. Fox" der einzige seiner Filme, mit denen ich nicht warm wurde. Mein Befürchtungen, dass sich dies bei seinem zweiten Animationsfilm wiederholen würde, waren jedoch mehr als nur unberechtigt.

Nach nur wenigen Sekunden hatte ich "Isle of Dogs" (liebe ja das Homonym im Titel!) in mein Herz geschlossen. Symmetriefetischist Anderson zaubert einmal mehr wundervolle Bilder auf die Leinwand, die man sich alle mühelos an die Wand hängen könnte. Doch nicht nur die Inszenierung weiß zu begeistern (Ich war im übrigen ein großer Fan von der Entscheidung, dass man die japanischen Stimmen im Original belassen hat und man im Grunde zum Großteil nur die Dialoge der Doggos verstehen kann). Das sorgt für einen ganz besonderen Flair und es darf nicht unerwähnt bleiben, dass die mit Andersons Stammschauspielern besetzten Hunde durchweg einen grandiosen Job bei der Synchronarbeit machen. Besonders Bryan Cranston sticht als Herzstück des Filmes hervor und trifft mit seiner nuancierten Performance immer den richtigen Ton.

Des Weiteren zählt "Isle of Dogs" in Andersons Oevre zu den Filmen, die mich emotional am meisten mitnehmen konnten. Normalerweise begeistern mich seine Werke vor allen Dingen durch ihre Skurrilität und der einzigartigen Optik; selten jedoch auf emotionaler Ebene. Die Geschichte um Atari, der, nachdem alle Hunde Japans zum Sterben auf eine abgeschiedene Insel abgeschoben werden, verzweifelt versucht seinen Hund wiederzufinden, verfehlt nie seine Wirkung und gleiches gilt für die Geschichte um Streuner Chief und seine Wandlung im Laufe des Films.

Dazu ist alles wieder so wunderbar skuril, kreativ, witzig und bietet alles was man von einem Wes Anderson Film erwarten kann. Ich bin doch ziemlich begeistert ... und ja: Vielleicht sollte ich "Fantastic Mr. Fox" noch mal eine zweite Chance geben.
Lethal Attraction  (1988)
Kommentar von KeyzerSoze  13.04.2020 11:43 Uhr
Leider kann ich mich dem überschwänglichen Lob nicht anschließen. Vielleicht lag es zum Teil auch an der unterirdischen Synchronisation (die haben tatsächlich Seniors einer High School mit Senioren übersetzt). "Heathers" hat mich zunächst völlig auf dem falschen Fuß erwischt, habe ich doch einen typischne John Hughes Teeniefilm erwartet und stattdessen eine schwarze Komödie im High School Umfeld bekommen. Grundsätzlich hat der Film durchaus Potential, gerade was den heuchlerischen und oberflächlichen Umgang in Sachen Trauerarbeit angeht und ebenso wie Bullying und Shaming thematisiert werden. Ich fand ihn nur leider in der Umsetzung nicht immer gelungen: Ziemlich holprige Inszenierung, durch die Bank unsympathische Figuren, dümmlich / nervige Dialoge (könnte man evtl. auf die Synchro schieben) und von wenigen Momenten abgesehen auch nur selten wirklich witzig. Dazu kann man die homophoben Tendenzen leider kaum übersehen.

PS: Schon witzig, dass der Score nahezu 1:1 die Musik aus "Shadow of the Beast" ist.
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