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Neue Filmkommentare
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Widows - Tödliche Witwen  (2018)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:27 Uhr
Will an manchen Stellen zu viel, daher etwas arg überfrachtet und zu sehr mit den Nebenschauplätzen beschäftigt. Darstellerisch und inszenatorisch kann sich "Widows" nicht wirklich etwas vorwerfen lassen.
Parasite  (2019)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:26 Uhr
In der ersten Hälfte eine unterhaltsame schwarze Komödie. Daraufhin geht der Film in so viele verschiedene Richtungen und trifft dennoch immer den richtigen Ton. Im Vorfeld, wenn möglich nichts über den Film lesen. Für die Höchstwertung hat es leider nicht ganz gelangt.
Midsommar  (2019)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:26 Uhr
Hervorragend inszeniert, tolle Musik und Aster zieht einen einmal mehr in einen Sog. Leider zu viel Forshadowing und man kann nahezu jede Szene im Vorfeld vorhersehen. Florence Pugh wird in den nächsten Jahren unzählige Preise abräumen.
Joker  (2019)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:25 Uhr
Tolle Homage an das 70er Kino Scorseses mit hervorragend ausgearbeiteter Hauptfigur. Phoenix ist überragend (alleine schon diese Lache!) und alles ist perfekt in Szene gesetzt. Selbst jeder einzelne der Twists hat mich auf dem falschen Fuß erwischt. Hätte mir nur das Ende eine Szene früher gewünscht.
Dämonen  (1985)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:24 Uhr
Das Ding ist total drüber. Zombies machen ein deutsches Kino unsicher + es wird in einer Tour zu einem tollen Heavy Metal Soundtrack gesplattert. Top praktische Effekte und ich liebe die Charaktereinführung via Verhalten während des Kinobesuchs.
Luz  (2018)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:23 Uhr
Trotz kleiner Mängel: Mit welch minimalen Mitteln hier ein hochspannendes, kreatives und visuell berauschendes Werk geschaffen wurde, ist beeindruckend. Definitiv nichts für die breite Masse und irgendwo zwischen Lynch und Argento anzusiedeln.
Friedhof der Kuscheltiere  (2019)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:21 Uhr
Lieblos dahingeschlonzter 08/15 Horror, dessen gruseligster Part die langweiligen Studiokulissen sind. Wie es der Film schafft, jeglichen Charme vermissen zu lassen, ist schlichtweg beeindruckend. Gleiches gilt für die lächerlichen Jumpscareversuche. Auch frage ich mich, warum Jason Clarke seine Figur nicht, der Situation entsprechend, wie ein verzweifelter Familienvater anlegt, sondern chargiert, als wäre er ein klassischer Horrorfilmvillain. Nach zwei Dritteln wurde ich dann doch noch dabei ertappt, wie ich eine Änderung zum Buch als kreativ und sinnvoll erachtet habe. Als sich dann jedoch das Finale als ein Festival des Fremdschämens entpuppt, muss man fassungslos feststellen, dass der Karren hier so richtig an die Wand gefahren wurde. Nicht nur eines der schlechtesten Horrorremakes aller Zeiten, vermutlich sogar die bislang schlechteste Stephen King Verfilmung, die ich je gesehen habe ... und das will bei deren Qualität etwas heißen.
Codename U.N.C.L.E.  (2015)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:18 Uhr
So toll die optischen Schauwerte auch sind und den Zuschauer in die damalige Zeit versetzen, vermochte mich die Agentenkomödie sonst leider nur selten überzeugen. Dafür war der Spionageplot einfach zu dünn, bot kaum Überraschungen und wirkte auf mich lieblos zusammengeschustert. Der Comedypart ist Hit and Miss, funktioniert aber dank den überraschend beiden ordentlich agierenden Hauptdarstellern in den meisten Fällen noch ganz gut. Dennoch hab ich mich über weite Strecken doch gelangweilt gefühlt, denn, abgesehen von der eingangs erwähnten Ausstattung und dem furiosen Score, hatte der Film kaum etwas Überdurchschnittliches zu bieten und mich zu keiner Sekunde richtig abholen können. Ziemlich underwhelming.
Zhan lang  (2015)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:17 Uhr
Militärische Propagandascheiße und sexistische Scheiße konzentriert auf knackige 90 Minuten, die weitestgehend langweilen und bei der, von vereinzelten Ausnahmen abgesehen, noch nicht einmal die Action zu überzeugen weiß.
Camp Rock (TV)  (2008)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:15 Uhr
Man kann definitiv erkennnen, dass die Hauptdarstellerin musikalisches Talent besitzt, aber ansonsten war das hier leider ein weichgespültes Stück Kino mit klischeehaften, nervigen Charakteren (einzig die Mutter, der Campleiter und Caitlyn waren erträglich), einer Geschichte von der Stange und weitestgehend vergessenswerten Songs, so dass ich mich nun, eine knappe Stunde nach der Sichtung, tatsächlich schon an keinen mehr erinnern kann. Tut immerhin niemandem weh und ein paar positive Punkte gibt es noch für das Finale, das zumindest die potentiell schlimmsten Klischees gekonnt umschifft, aber mehr war unterm Strich leider nicht drin. Hauchdünne 2 Sterne.

BTW: Warum heißt das Ding eigentlich "Camp Rock", wenn es musikalisch gar nicht weiter davon entfernt sein könnte?
Disneys Wunderbare Welt präsentiert: Arielle, die Meerjungfrau Live! (TV)  (2019)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:14 Uhr
Schon ein wenig schade, dass entschieden wurde, außerhalb der Musiknummern, einfach über weite Strecken den Film einzuspielen. Dennoch hatte ich meinen Spaß, dank der tollen Bühnenshow mit ihren beeindruckenden Effekten, sowie der grandiosen Musik des 8-fachen Oscargewinners Alan Menken. Kleine Bonuspunkte auch für die Besetzung mit "Moana" Auli'i Cravalho als Arielle, Shaggy als Sebastian und der in meinen Augen perfekt besetzten Queen Latifah als Ursula. Wer den Film mag, kann eigentlich nur wenig falsch machen, sollte aber vorgewarnt sein, dass man außerhalb der Musicalnummern mehr oder weniger den Disneyklassiker in Filmform zu sehen bekommt.
House of D  (2004)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:12 Uhr
Puuuh, leider hat dieses Coming of Age Drama in meinen Augen so einige Probleme. Da wäre zum einen der fehlende Fokus, denn der Film möchte in kurzer Zeit viel zu viel erzählen, macht unzählige Fässer auf und verpasst es, diese zufriedenstellend zu Ende zu bringen (besonders hinsichtlich der anbahnenden Love Story mit der von Zelda Williams gespielten Melissa). So habe ich mich, aufgrund der Erzählweise in Rückblicken, immer wieder dabei erwischt, wie ich gespannt darauf war, zu erfahren, was die Hauptfigur seiner Frau denn nun Weltbewegendes aus seiner Kindheit erzählen möchte, bzw. was die Pointe der Geschichte ist... und gemessen an dem bedeutungsschwangeren Opening war dies dann doch alles andere als zufriedenstellend.

Zudem hatte "House of D" noch ein ganz anderes Problem. Mir waren die Figuren oft sehr unangenehm, so dass ich mir richtig schwer getan habe, ihnen Sympathien entgegen zu bringen. Es mag vielleicht dem Umstand geschuldet sein, dass der Film in den 70ern spielt und man daher auch zeigen wollte, wie zu der Zeit mit den jeweiligen Themen umgegangen wurde, aber puuuh, dann sollte man dennoch nicht auf Kosten einer geistig eingeschänkten Person so viele Gags bringen (die zudem fast alle ins Leere gehen).

Trotz der genannten Schwächen ist der Film letztendlich kein Totalausfall und das lag hauptsächlich an den beiden Hauptdarstellern. Der damals noch vollkommen unbekannte Anton Yelchin und Robin Williams spielen wunderbar auf und harmonieren prächtig miteinander, auch wenn man ihnen aufgrund ihres frühzeitigen Ablebens mit einem weinenden Auge zusieht. Gegen Ende konnte mich "House of D" im Finale zumindest noch einigermaßen emotional abholen und entschädigen, aber unterm Strich verschenkt der Film, aufgrund seiner holprigen Erzählweise, doch so einiges an Potential.
Liebling, jetzt haben wir uns geschrumpft  (1997)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:10 Uhr
Lieblos dahingeklatschte Fortsetzung, bei der mir vor allen Dingen die Kinder unglaublich auf die Nerven gingen. Die neue Diane ist vollkommen fehlbesetzt und hat leider überhaupt keine Chemie mit Rick Moranis und es tut fast schon weh, dass dieses Vehikel von vor 23 Jahren der bislang letzte Film des von mir gerne gesehenen Rick Moranis ist. Gefühlt ist zehn Minuten später alles schon wieder vergessen und anstatt praktische Effekte gibt es Green Screen bis zum Umfallen. Noch nicht einmal für ganz frühe Leinwandauftritte der damaligen Teenies Mila Kunis und (wie ich vorhin erfahren habe) Sexkultlerin Allison Mack sehenswert.
Liebling, jetzt haben wir ein Riesenbaby  (1993)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 14:09 Uhr
Etwas besser als ich ihn in Erinnerung hatte, aber doch meilenweit hinter dem charmanten Vorgänger anzusiedeln. Das große Problem ist wohl, dass es sich hierbei um ein One-Trick Pony handelt, denn außerhalb der Idee, dass das "Baby" nunmal zu gigantischer Größe mutiert, gibt es wenig Neues zu bieten. Tricktechnisch ist das Ganze überraschend solide und die Chemie zwischen Wayne und Diane ist einmal mehr Zucker. Als Bonus gibt es noch Teenie Keri Russell in ihrer ersten Filmrolle als Babysitterin der Szalinskis. Den Bösewicht hätte es zudem nicht wirklich gebraucht. Nett, aber dieses Mal wohl wirklich ausschließlich für die Kleineren. Kein Vergleich zum ersten Teil.
Lady Macbeth  (2016)
Kommentar von KeyzerSoze  19.04.2020 13:57 Uhr
Wer hätte gedacht, dass ich Florence Pugh einmal so abgrundtief hassen könnte? Sie ist der große Star des Filmes und was sie hier abliefert ist einmal mehr atemberaubend. Neben "Fighting with my Family" ihre bislang wohl beste Leistung. Sie ist jedoch nicht der einzige Grund warum man sich "Lady Macbeth" nicht entgehen lassen sollte, da es an dieser Verfilmung eigentlich kaum etwas auszusetzen gibt.

Clever spielen die Autoren mit der emotionalen Gefühlslenkung des Zuschauers, hasst man doch, von Anna abgesehen, nahezu jede Figur und so kann man sich im Grunde gar nicht entscheiden, wer sein brutales Schicksal nun letzten Endes mehr verdienen würde. Die Änderungen zur Vorlage (diese betreffen hauptsächlich das Ende) sind gut gewählt und werten die Geschichte in meinen Augen sogar noch auf.

Auch inszenatorisch weiß der Film zu überzeugen, so verzichtet er beispielsweise weitestgehend auf eine Musikuntermalung, ist generell schlicht gehalten, vertraut dabei seiner Ausstattung und sorgt dadurch für eine gewisse Nähe. Dabei ist der Ort des Geschehens fast schon ein eigener Charakter. Man hört jedes noch so kleine Knarzen (generell: Großes Lob an das Sound Design!), man sieht den Staub im hellen Licht durch die Gegend wirbeln und nichts wirkt übermäßig pompös, wie man es bei einem Film dieser Art erwarten würde.

Kleine Abzüge in der B-Note gibt es für das finale Drittel, da dieses in meinen Augen etwas zu hektisch einen weiteren Strang einführt und dieser zudem etwas zu kurz kommt bzw. zu schnell abgehandelt wird.

Oh... und kann mir bitte Christopher Fairbank von nun an bitte alle Bücher vorlesen. Was für ne Stimme.
Baby Driver  (2017)
Kommentar von Caenalor  19.04.2020 10:51 Uhr
Edgar Wright weiß halt einfach, wie ein Film verdammt viel Spaß macht. Aus Überfällen und Verfolgungsjagden ist an sich inszenatorisch nicht mehr viel neues herauszuholen, diese Szenen werden aber stets tadellos umgesetzt, mit funktionierendem Zeit- und Raumgefühl und sauberem Spannungsbogen. Herz des Films sind aber die Dialog- und Musikszenen, in denen ein besonderer und erinnerungswürdiger Hauptcharakter aufgebaut wird und auch andere ihre Chance zu glänzen finden.
Die Romanze und das Ende wirken ein wenig wie Fremdkörper, passen in ihrer Artifizialität aber dann doch irgendwie auch genau.

Sehr gute 8 Punkte, ein großer Spaß und trotz im Grunde altbekannter Struktur und Zutaten irgendwie etwas ganz Eigenes.
8 Namen für die Liebe  (2014)
Kommentar von Caenalor  19.04.2020 10:45 Uhr
Spanischer Schti-Verschnitt, gemischt mit einer Überdosis RomCom-Klischees.

Nach einer "Hassliebe auf den ersten Blick"-Situation reist ein Andalusier seiner Flamme in deren heimisches Baskenland nach - von der kulturellen Differenz her also so ungefähr von Sizilien nach Norwegen, oder zumindest will der Film einen das natürlich glauben machen. Von Regen über Dialekt bis Separatismus werden alle lokalen Eigenheiten durchexerziert, der Südspanier kommt umgekehrt aber auch nicht unveralbert davon. Leider ist das Lieben-sie-sich-lieben-sie-sich-nicht viel zu billig und klischeehaft, und die Nebengeschichte zwischen ihrem Vater und seiner vorgetäuschten lokalen Mutter (oder war es Tante) oft fast glaubwürdiger und interessanter als die des Hauptpaares. Wobei, Vater-Tochter ist letztlich wohl die bestgespielte und interessanteste Beziehung, aber kommt leider auch nur am Rande vor.

Eigentlich hat der Film sehr viele tolle Zutaten: Charme ist reichlich da, die Stadt- und Landschaftsbilder toll, die Schauspieler passen alle perfekt, genug kulturelle Witze sitzen. Aber es war halt eben doch zu viel billige Rom drin. Knappe 6 Punkte.
The Only Living Boy in New York  (2017)
Kommentar von Caenalor  19.04.2020 10:36 Uhr
Hier steht zwar "2010" und "Regie Seth Gordon" aber der IMDb-Link geht auf den 2017er Film von Marc Webb, also gehe ich mal davon aus, dass es der ist und der Eintrag nur von einer Vorabankündigung stammte.

IMDb sagt: "Adrift in New York City, a recent college graduate's life is upended by his father's mistress."
Das, plus der einem Simon&Garfunkel-Lied entnommene Titel, soll wohl eindeutig "The Graduate"-Assoziationen herstellen. Parallelen sind auch tatsächlich da - die junge Hauptfigur hat keinen echten Lebensplan, sein reicher Vater will ihn aber in einen pressen, und ja, es gibt eine jung-mittelalt-Affäre. Das war es aber auch weitgehend - der aktuelle Film ist viel weniger beschwingt und augenzwinkernd, nimmt sich oft zu ernst, insbesondere in der etwas arg aufgesetzten Schriftsteller-Meta-Geschichte. (Keine weiteren Details, da sonst Spoiler.) Die Schauspieler sind aber allesamt klasse, das Tempo der Geschichte stimmt, und die New-York-Atmosphäre ist edel (wenn auch zu steril). Schön auch, dass das Drehbuch am Ende allen weiblichen Figuren (Affäre, junge Freundin, Mutter) selbstbestimmte Zukunftsfäden zugesteht und auch für Sohn und Vater glaubwürdige, nicht künstlich überdramatisierte Ausgänge bereithält.

Solide 7 Punkte.
Europa Report: Sind wir alleine?  (2013)
Kommentar von Caenalor  19.04.2020 10:26 Uhr
Überraschend solide SF-Hausmannskost, der es sehr viel besser als den meisten Blockbustern gelingt, die Mischung aus Faszination und Schrecken rüberzubringen, die die Crew bei ihrer Expedition erlebt.

Die Logik ist leider oft grottig: absurde Missionsplanung, fragwürdige technische Fehlfunktionen, fehlende Redundanzen, grottendämliche Entscheidungen auf Europa selbst...

Die nichtlineare Erzählweise ist auch nur bedingt gewinnbringend. Von den B-Schauspielern machte auf mich einzig Anamaria Marinca soweit einen Eindruck dass ich ihren Charakter (Rosa) überhaupt wirklich als eigenständige Figur wahrnahm; der Rest wirkte völlig austauschbar. Aber alle erfüllen ihren Job, was ja auch genau zum Kern der Handlung und irgendwie auch zur Aussage (ob so gewollt oder nicht) des Films passt: Weltraumforschung muss nicht glamorös sein, professionelle Kompetenz würde schon reichen.

Insgesamt etwas trocken anzusehen, aber spannend genug und mal etwas Abwechslung zum üblichen "S"F-Stil mit wenigstens ein bisschen Ambitionen Richtung "Science". Knappe 7 Punkte.
Star Trek: Into Darkness  (2013)
Kommentar von Caenalor  19.04.2020 10:20 Uhr
Jahre später, aber kurz nach dem Vorgänger, nochmal angesehen. Der Spannungsbogen funktioniert immer noch besser als beim ersten Film, alle anderen Schwächen bleiben aber. Bei den Actionszenen habe ich teils einfach was anderes gemacht, bis sie vorbei waren, so gehetzt und willkürlich waren sie teilweise. Sherlock Khan ist ein viel besserer Bösewicht als der Romulaner im ersten Teil, aber trotzdem blasser als der Original-Khan. Cumberbatch spielt ihn vermutlich sogar eigentlich besser als die teils doch sehr überzeichnete Darbietung von Montalban, aber die Rolle bietet einfach nicht genug - alle Andeutungen seiner Präsenz, Bedrohlichkeit und Manipulativität sind da, aber es bleiben eben nur Andeutungen, ohne Spielraum, sie wirklich auszuloten. Denn wie auch andere schrieben, ist das Dreier-Machtspiel Kirk-Khan-Admiral zwar wiederum sehr vielversprechend, nimmt dem Kirk-Khan-Duell aber letztlich zu viel Luft, und der Admiral ist halt leider auch nur eine platte Karikatur.

Karikaturen bleiben auch manche Crewmitglieder (Scotty und Checkov). McCoy und Sulu gefielen mir diesmal am besten. Uhura wurde zu sehr in die Girlfriend-Ecke gestellt. Die größte Schwäche des neuen Universums ist aber zu diesem Zeitpunkt klar: der fehlende Hintergrund der "Voyages of the USS Enterprise" im Allgemeinen, und die daraus resultierende fehlende Tiefe in der Kirk-Spock-Beziehung im Speziellen. Ja, mit der Anfangsszene und dem Mudd-Verweis wird eine gewisse Missionsdauer zwischen den zwei Filmen behauptet. Respekt oder gar Freundschaft zwischen Kirk und Spock werden aber nur behauptet, und die späte Szene im Warpkern funktioniert nicht nur wegen inszenatorischer und schauspielerischer Schwächen nicht, sondern vor allem, weil sie im Gegensatz zum Original (nach Jahren der Entwicklung in der Serie, und Dekaden in-Universe, kommend) nicht verdient ist.

Noch ein Aspekt, an dem man den Mangel an echtem Hintergrund und Wachstumszeit für die Figuren merkt: es gibt in dieser Filmreihe keine Normalität, und damit lassen sich die verfilmten Ausnahmesituationen auch nicht würdigen. Kommando weg, erster-Offizier-Rochade, Kommando sofort wieder da, aber als Black Op. Die kurze Anfangsszene reichte da nicht, um den strukturellen Unterschied und den emotionalen Ausnahmezustand der Figuren wirklich herauszustellen. Ja, die Original-Filme behandelten auch alle Ausnahmezustände. Aber meistens nur ein paar klar kontrollierte Aspekte auf einmal, nicht so viel wie irgendwie geht, und man hatte eben die gesamte Serie in der Hinterhand.

Weiterhin jedoch gleiche Wertung wie bei Erstsichtung und beim Vorgänger: 7/10. Funktioniert und unterhält letztlich doch irgendwie, wenn auch so viel mehr drin gewesen wäre.
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Anfragedauer: 2.076371 sek.