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Neue Filmkommentare
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Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis  (2014)
Kommentar von mountie  17.06.2020 01:06 Uhr
Was für diesen Film spricht, ist die harsche, aber berechtigte Kritik am Sensations-Journalismus, und den daraus resultierenden, möglichen Folgen. Hier im Speziellen die Erschaffung von rücksichtslosen, mitleidslosen, sensationsgeilen Berichterstattern, die im besten Falle die Katastrophen nur abfilmen, im schlimmsten Falle aber sogar noch zur Verstärkung des Problems beitragen.
Bleibt also die Frage: Will ich 2 Stunden lang solch einer Person folgen, und die menschlichen Abgründe erleben, in die ein derartiger Freelancer bereit ist hinabzusteigen? Darstellerisch erweckt Jake Gyllenhaal die psychotische, beängstigende Figur des Lou Bloom schauerlich-schön zum Leben. Hier erging es mir, wie einem unfreiwilligen Zeugen eines Unfalls: Irgendwie abstoßend widerlich, aber trotzdem ist man irgendwie gefesselt. Somit erfüllt Herr Gyllenhaal schon mal die wichtigste Grundvoraussetzung. Eine packende Hauptfigur. Doch, wie schon bei Filmen wie American Psycho, fehlt dem Zuschauer dadurch ein Ankerpunkt zum mitfiebern. Irgendwie stand ich nur daneben, und hoffte das diese widerwärtige Figur am Ende ihre gerechte Strafe bekommt. Ob dies geschieht soll hier nicht verraten werden, ist aber ein wichtiger Punkt, ob man am Schluß des Films ein befriedigtes Resümee zieht oder nicht...
"Nightcrawler" ist kein angenehmer Film. Er besitzt keine sympathische Hauptfigur, keinen Anti-Helden, oder ähnliches. Er ist zuallererst Mediensatire, allerdings mit einer harten, realitätsnahen Story, die mehr einen Kloß im Hals erzeugt, als ein belustigtes Kopfschütteln. Wer mit solch einer Gesellschaftskritik umgehen kann, kann "Nightcrawler" absolut eine Chance geben. Wer aber bequeme Unterhaltung im Satire-Bereich sucht, mit dem einen oder anderen Augenzwinkern, der ist hier falsch. Gerade deswegen ein Film, den ich wahrscheinlich kein zweites Mal sehen möchte...
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Kommentar von pufmps  17.06.2020 00:21 Uhr
Morden im Norden
https://www.imdb.com/title/tt2052932/
Danke
Kommentar von c-schroed  16.06.20 21:33 Uhr
Ich sah auf der Nippon Connection ein paar Filme, die ich nun gern auch hier vorfinden würde. Es geht um die folgenden drei:

Labyrinth of Cinema (IMDB: https://www.imdb.com/title/tt10657812/)
Herr Fuku-chan von nebenan (IMDB: https://www.imdb.com/title/tt3280522/)
Dancing Mary (IMDB hat den noch nicht, geht auch die OFDB? Dann wäre das https://ssl.ofdb.de/film/342392,Dancing-Mary)
In den Gängen  (2018)
Kommentar von mountie  16.06.2020 03:02 Uhr
Franz Rogowski spielt hier einen schüchternen, wortkargen Typen, der in einem Großmarkt seinen Job anfängt, und sich dabei in eine seiner Kolleginnen verknallt. Dabei weißt seine Rolle, sowie die langatmige, ohne wirkliche Highlights verlaufende Story, für mich viele Parallelen zu einem anderen Rogowski-Film namens "Love Steaks" auf. Beide Filme wollen hauptsächlich durch ihre dichte Atmosphäre bestechen, als das der Zuschauer eine tatsächliche Story präsentiert bekommt.
Eigentlich verfolgt man nur Rogowskis Rolle des Christian beim Verlauf seiner Probezeit im Großmarkt. Was nebenher so weiteres passiert ist sehr unspektakulär, überrealistisch fade, und ziemlich langatmig inszeniert. Wer sich also den Alltag in einem Supermarkt als eine aufregende Parralelwelt im Mikrokosmos Einzelhandel vorstellt, wird hier auf den banalen Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Wer deutsches Autorenkino liebt, für den könnte diese filmische Umsetzung einer Kurzgeschichte, eine atmosphärische Verfilmung, mit äußerst authentisch wirkenden Darstellern sein. Für mich allerdings bleibt, wie schon damals bei "Love Steaks", ein sehr fader Geschmack im Mund, da vor allem das Drehbuch weder Aufbau, Höhepunkt, oder jeglichen anderen dramaturgischen Leitfaden aufweisen kann. Nicht das langweiligste was ich jemals gesehen habe, trotzdem blieb es ein eher zähes Durchkämpfen meinerseits, da hier einfach so gut wie nichts Interessantes passiert. Eine Empfehlung gibts somit von mir nicht...
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Kommentar von KodyMonstah  15.06.2020 09:32 Uhr
Enthüllungen zu Mitternacht (Animationsserie 2020):

https://www.imdb.com/title/tt11639414/?ref_=fn_al_tt_1

Thx!
Ich liebe dich, Spinner!  (2020)
Kommentar von Spreewurm  15.06.2020 08:54 Uhr
VÖ: Netflix: 15.5.20
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Kommentar von pufmps  14.06.2020 17:37 Uhr
Cream: Royal Albert Hall
https://www.imdb.com/title/tt1132580/
Danke
Kommentar von Cabal  13.06.20 19:17 Uhr
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The Battleship Island
https://www.imdb.com/title/tt5969696/
https://ssl.ofdb.de/film/300975,The-Battleship-Island
Lucky Luke - Daisy Town  (1971)
Kommentar von KeyzerSoze  13.06.2020 13:05 Uhr
Deutlich besser als ich ihn in Erinnerung hatte. "Daisy Town" ist zwar animationstechnisch nicht unbedingt das Gelbe vom Ei, atmet aber in Sachen kreativen Humor den Geist der Comics, trifft die Figuren perfekt und weist zudem noch eine enorm hohe Gagdichte auf. Dieser Westernparodie ist ein großer Spaß, der sich nicht sonderlich ernst nimmt und auch noch eine ganze Reihe fieser Ohrwürmer zu bieten hat. Bin jetzt auf jeden Fall angefixt und habe direkt Lust demnächst noch die weiteren Filme zu schauen.
Night Is Short, Walk on Girl  (2017)
Kommentar von KeyzerSoze  13.06.2020 13:04 Uhr
"Night is short, Walk on Girl" war schon eine ganze Weile einer der bestbewertesten Filme auf meiner Watchlist und dank der Nippon Connection konnte ich ihn nun endlich sehen.

Teilweise wurde ich von der Mischung aus "Amelie" und "Memories of Matsuko" weggeblasen. Diese Kreativität, diese fantasievollen Set Pieces und diese Fülle an Ideen, die locker für 3-4 Filme gereicht hätte; das war einfach nur fantastisch. Leider konnte mich der Film emotional nicht immer abholen. Das könnte vielleicht daran liegen, dass so unglaublich viel in so kurzer Zeit passiert, so dass der Zuschauer kaum Gelegenheit zum Verschnaufen kommt. So hab ich beispielsweise zwischendurch einmal auf die Uhr geschaut, da ich dachte, es wären schon knapp zwei Stunden vergangen, nur um dann festzustellen, dass noch nicht einmal eine Stunde des Filmes vorüber war. Dennoch war ich von Anfang bis Ende von dem Treiben auf der Leinwand fasziniert und hätte wohl noch viele Stunden in dieser Welt verbringen können.

Kleine Abzüge dafür, dass Stalking einmal mehr romantisiert wird, aber davon abgesehen eine klare Empfehlung.

Den Film kann man sich bei Interesse noch bis kommenden Sonntag auf der Nippon Connection ausleihen.
Da 5 Bloods  (2020)
Kommentar von KeyzerSoze  13.06.2020 13:03 Uhr
Spike Lee hat viel zu erzählen in seinem neuesten Werk, in meinen Augen ein wenig zu viel. So wirkt das Drehbuch leider an manchen Stellen wie ein Flickenteppich an Ideen, der nicht immer rund zusammengeführt wurde und es leider so einige Zufälle im Laufe der Handlung benötigt, damit die eigentliche Geschichte erzählt werden konnte.

Dies ist aber das einzig größere Problem des Filmes. Die Thematik der Black People in Vietnam zur damaligen Zeit, was sie danach erlebt haben und wie es heute um sie steht, ist eingebettet in eine große an "The Treasure of Sierra Madre" erinnernde Schatzsuche, die zwar nicht sonderlich spannend ist, aber dafür umso mehr von ihren vielschichtigen und interessanten Charakteren lebt, die vom Cast auch allesamt überzeugend gespielt werden. Hervorheben muss man ganz klar Delroy Lindo, der in meinen Augen schon jetzt eine Nominierung bei den Awardshows im nächsten Jahres sicher haben sollte und der vor allen Dingen in seinem großen Monolog Gänsehaut bei mir auslösen konnte.

Inszenatorisch gestaltet sich das Ganze ziemlich abwechslungsreich. Zunächst bekommt man Hochglanzbilder präsentiert, im Dschungel von Vietnam wird das Bild geöffnet und in den Rückblicken wird dem Zuschauer dann plötzlich einen 4:3 Bildausschnitt mit dreckigem Bild geboten, so dass man fast wieder wie in einem Chuck Norris Actioner der 80er fühlt. Anfangs hat mich gerade Letzteres ein wenig aus dem Film geworfen, gleiches gilt auch für die Tatsache, dass knapp 70jährige Darsteller auch ihre 50 Jahre jüngeren Parts in den Flashbacks spielen. Da es sich bei diesen Rückblicken jedoch um einen subjektiven Blick handelt, hat es mich letzten Endes nicht weiter gestört und so passen in meinen Augen auch die Actionszenen ins Bild. Ein großes Lob auch an Spike Lees Stammkomponisten Terence Blanchard. Sein Musikeinsatz trifft nahezu immer den richtigen Ton.

Den ganz großen Wurf sehe ich jedoch in "Da 5 Bloods" nicht, dafür war mir das Ganze ein wenig zu konstruiert in seiner Erzählung und mit seinen 155 Minuten gute 30 Minuten zu lang. Dennoch ein überaus sehenswerter Film, dessen Themen glaubwürdig aufgegriffen werden und der sogar eine ganze Reihe an Gänsehautmomenten zu bieten hat. Persönliches Highlight war hier tatsächlich die Kriegspropaganda der Vietnamesen und wie sie versuchen die Black GIs mit den damaligen Geschehnissen in den USA zu beeinflussen.

PS: Ich bin ich mir nicht sicher, ob Spike Lee nach den Mord an George Floyd nicht nochmal seinen Film in einigen wenigen Momenten geändert hat. Falls nicht, wäre das doch großer Zufall.
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Kommentar von pufmps  12.06.2020 11:31 Uhr
Da 5 Bloods
https://www.imdb.com/title/tt9777644/
Danke
Confidence - Coup in L. A.  (2003)
Kommentar von mountie  11.06.2020 23:33 Uhr
"Confidence" ist ein zu unrecht ziemlich unbekannter Conartist-Movie über Betrüger, die andere Betrüger betrügen etc. etc.
Zu viel über die Story zu verraten, würde zu viel vorweg nehmen, deswegen belasse ich es bei so allgemein gültigen Beschreibungen wie: plausibel, clever, und spannend. Damit die ganze Geschichte dann auch richtig gut funktioniert, ist ein richtig gut aufgelegtes Cast am Werk, mit so Hochkarätern wie Dustin Hoffman, Andy Garcia, und Rachel Weisz. Doch auch die zweite Hollywood-Riege spielt erfrischend, sympathisch, und glaubhaft. Das ergibt dann ein Gesamtpaket, das sich meiner Meinung nach, einzig im Punkt "Produktionsgröße" von Filmen wie Oceans 11 geschlagen geben muß. Doch in allen anderen Belangen spielt "Confidence" locker im oberen Drittel seines Genres mit, und muß sich vor Konkurrenz-Titeln auf keinen Fall verstecken.
Wer also gerne Heist-Movies und Con-Artist-Filme mag, der bekommt mit "Confidence" eine kleine Perle präsentiert, die deutlich mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Sei es das Cast, die Story, oder die Präsentation: alles wirkt unglaublich passend, und ist dabei auch noch erfrischend flott erzählt, ohne in unnötige Überlangen zu driften. Mag auch der eine oder andere Business-Talk etwas kompliziert wirken, und hätte man das Ende etwas mehr atmen lassen, sind dies nur minimale Kritikpunkte für einen ansonsten unterhaltsamen und spannenden Trickbetrüger-Film. Klare Empfehlung von mir...
King of the Ring 1994 (TV)  (1994)
Kommentar von mountie  11.06.2020 01:51 Uhr
Match of the Night:

WWF World Heavyweight Title Match
Bret Hart (w/Jim Neidhart) (c) vs. Diesel (w/Shawn Michaels)
Betty Anne Waters  (2011)
Kommentar von KeyzerSoze  10.06.2020 11:55 Uhr
Durchaus sehenswertes Drama, welches die wahre Geschichte einer Frau erzählt, die mehr oder weniger ihr komplettes Leben für die Chance, ihren wegen Mordes verurteilten Bruder aus dem Gefängnis zu holen, "opfert". Im Anbetracht der faszinierenden Thematik vielleicht ein wenig zu seicht inszeniert und verliert so manches Mal den Fokus aus den Augen, aber die Geschichte ist einfach viel zu interessant um den Zuschauer zu verlieren. Rockwell ist gewohnt klasse und schafft es mit seinem nuancierten Spiel den Zuschauer tatsächlich das ein oder andere Mal an der Unschuld seiner Figur zweifeln zu lassen. Letzten Endes ist die große Stärke aber die nahezu unglaubliche Geschichte selbst, die mich so fasziniert hat, dass ich nach dem Schauen noch eine Weile die wahren Begebenheiten recherchiert habe, welche gerade hinsichtlich ihres Endes dem Ganzen noch einmal eine ganz eigene Note verleihen.
Underwater - Es ist erwacht  (2020)
Kommentar von KeyzerSoze  10.06.2020 11:28 Uhr
Ganze drei Jahre lag der Film auf Halde und schaut man sich das Gesamtwerk an, dann ist das auch kein Wunder. Zwar wirft einen der Film mit einer tollen Eröffnungsszene mitten ins Geschehen und das Production Design der Station sieht klasse aus (sollte man bei diesem Monsterbudget jedoch auch erwarten), aber das war es dann auch leider schon mit dem positiven Aspekten. Spannung will in diesem "Alien"-Klon nämlich zu keinem Zeitpunkt wirklich aufkommen und die eigentlich knackigen 95 Minuten fühlten sich wie nicht enden wollende drei Stunden an. Das hat eine ganze Reihe an Gründen.

Da wären zum einen die Figuren oder besser gesagt, die wandelnden Berufsbezeichnungen, die einem völlig egal sind und von der Darstellerriege auch sichtlich lustlos runtergespielt werden. Wir hätten noch das Problem, dass dem Film jegliches Raumgefühl fehlt. Es wird zwar immer genau gesagt, was sich wo befindet, wie weit entfernt es ist und und und, aber das Gefühl für Entfernungen und Wege fehlt dem Film vollkommen. Spannung oder Horror kommen auch zu keinem Zeitpunkt auf, sieht man einmal vom ohrenbetäubenden Dauergekreische ab, mit dem verzweifelt versucht wird ebenjene zu erzeugen. Letztes größeres Problem wäre in meinen Augen die unnötige zweite Bedrohnung, die es einfach nicht gebraucht hätte. Zum einen ist deren CGI-Design überaus bescheiden, zum anderen macht es den Film unglaublich beliebig und noch langweiliger als er es zu dem Zeitpunkt sowieso schon war. Das Setting alleine mit der Katastrophe, den auf dem Meeresgrund in der Station zurückgelassenen Verbleibenden, die verzweifelt versuchen auf der klaustrophobischen Unterwasserstation um ihr Leben kämpfen, ist mehr als genug für einen abendfüllenden Spielfilm und vermutlich hätte es damit zudem sicher auch eher Gelegenheit gegeben um die Figuren besser auszuführen, so dass man sich vielleicht tatsächlich ansatzweise für ihr Schicksal interessieren würde.

So bleibt "Underwater" unterm Strich, gemeinsam mit dem "Pet Semetary" Remake, mühelos einer der langweiligsten und schlechtesten Mainstreamhorrorfilme der letzten Jahre.
Spione Undercover - Eine wilde Verwandlung  (2019)
Kommentar von KeyzerSoze  10.06.2020 11:27 Uhr
In meinen Augen ein typischer Blue Sky Studio Film. Kurzweilig unterhaltend, aber zum großen Wurf fehlt doch noch so einiges. Mochte die weirde Idee und vor allen Dingen, dass in diesem Spionageabenteuer auf pazifistische Gadget gesetzt wurde, die gerade in kreativer Hinsicht gelungen sind ... Stichwort Cat Content. Ich bin mir zudem auch sicher, dass das Ganze ohne die spielfreudigen Stimmdarbietungen von Will Smith und Tom Holland nur halb so viel Spaß gemacht hätte; habe die Blu-Ray neugierigerweise mal kurz auf die deutsche Synchronisation umgestellt und ja: Steven Gätjen als eine typische Will Smith Persona ist doch mehr als nur fehlbesetzt. Wer Animationsfilme mag, kann ruhigen Gewissens einen Blick riskieren, denn "Spies in Disguise" ist tatsächlich kurzweilig unterhaltender als man es auf den ersten Blick vermuten würde.
The Farewell  (2019)
Kommentar von KeyzerSoze  10.06.2020 11:25 Uhr
Hat das Lob von allen Seiten mehr als nur verdient und man merkt in jeder Sekunde, was für eine Herzensangelegenheit dieser Film von Lulu Wang doch ist.

"The Farewell" besticht durch einen erfrischenden Realismus wenn die Kulturen chinesischer und amerikanisch-chinesischer Familien aufeinander treffen, deren gegenseitiger Respekt und wie Wang einen Blick auf die jeweiligen Bräuche wirft. Gleichzeitig überzeugt aber auch die erzählte Geschichte, die zudem einige spannende Fragen über das moralische Verhalten in der dargestellten Situation aufwirft, die wohl jeder für sich selbst hinterfragen muss. Dies wird alles nicht nur glaubwürdig erzählt, sondern von den hervorragend aufgelegten Hauptdarstellerinnen Awkwafina und Zhao Shuzhen (wie kann das bitte ihre erste Filmrolle sein, die Frau ist überragend!) mit einer Leichtigkeit getragen, wie man sie nur selten zu sehen bekommt. Dazu noch ein hervorragender Score, ein guter Mix aus Humor und emotionalen Momenten und fertig ist ein wunderschöner, leiser Film, den ich jedem uneingeschränkt ans Herz legen kann.

BTW: Vielleicht rede ich es mir ja schön, aber ich habe doch irgendwie das Gefühl, dass die Nai Nai von der großen Inszenierung wusste. Alleine schon weil sie das Gleiche schon für ihren Ehemann gemacht hat, aber auch, weil sie alles andere als auf den Kopf gefallen scheint.

PS: Würde auf jeden Fall zum Schauen in der OV raten, da das Sprachengemenge doch einen großen Anteil zum Gelingen des Filmes beiträgt.
Planet der Affen - Survival  (2017)
Kommentar von KodyMonstah  10.06.2020 10:42 Uhr
Meiner Meinung nach der stärkste Film der Trilogie. Hat mich einfach emotional total gepackt und gerade der Colonel ist ein überzeugender Bösewicht ohne simple Schwarz-weiß-Zeichnung. Tricktechnisch finde ich jedoch - bis auf ein paar unwichtige Affen im Hintergrund - Caesar am schwächsten. Bei ihm sehe ich meist recht deutlich, dass er am Computer erschaffen wurde. Sein Fell wirkt oft platt statt "lebendig" und seine Figur dadurch wie in die Umgebung reinkopiert. Da der Film insgesamt einen äußerst seriösen/nachdenklichen Ton an den Tag legt, war die Fernglasszene mit dem Bommelmützenaffen für mich sehr unpassend. Dass sich Woody Harrelsons Soldaten zudem in einem Camp mit mehreren hochexplosiven Tanks am Schutzwall verschanzen - auf Grund der Flugabwehreinheiten offenbar wohlwissend, dass gewisse Gegner über mit Schusswaffen/Raketen bestückte Helikopter verfügen - war zudem extrem dämlich.
Paris Calligrammes  (2020)
Kommentar von Vielseher  09.06.2020 17:35 Uhr

Der Film lief bereits regulär ab dem 5. März 2020 im Kino, so dass er seinerzeit bereits für jeden zu sehen war. Die nun für den 11. Juni 2020 angesetzte Wiederaufführung sollte genutzt werden, da der Film unter anderem auch viel über Paris der 60er Jahre vermittelt.
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