Der neue Film „How to Make a Killing“ mit Glen Powell in der Hauptrolle erweist sich als herber Rückschlag für den derzeit gefeierten Hollywood-Star. Obwohl hohe Erwartungen an das Projekt geknüpft waren, bleibt der erhoffte Erfolg an den internationalen Kinokassen aus. Das Action-Thriller-Drama startete in über 3.200 Kinos in Nordamerika und weiteren 2.800 internationalen Spielstätten, konnte jedoch nur einen Bruchteil der prognostizierten Einnahmen erzielen.
Enttäuschende Zahlen trotz Star-Power
Die Kinoproduktion sollte ursprünglich als weiterer Meilenstein in Powells Karriere dienen, nachdem der Schauspieler zuletzt mit mehreren erfolgreichen Filmen auf sich aufmerksam gemacht hatte. Branchenexperten hatten dem Streifen durchaus Potenzial zugesprochen und einen soliden Start an den Kinokassen prognostiziert. Diese Hoffnungen erfüllten sich jedoch nicht.
Erste Zahlen aus verschiedenen Märkten zeigen, dass „How to Make a Killing“ deutlich hinter den Erwartungen zurückbleibt. Das Eröffnungswochenende brachte lediglich 8,2 Millionen Dollar in den USA ein, während Analysten mit mindestens 25 Millionen Dollar gerechnet hatten. International sieht es nicht besser aus: In Großbritannien erreichte der Film nur 1,1 Millionen Pfund, in Deutschland magere 750.000 Euro. Sowohl in den USA als auch in internationalen Märkten verzeichnet der Film schwache Besucherzahlen, was Fragen über die Vermarktungsstrategie und die Zielgruppenansprache aufwirft.
Powell als aktueller Hollywood-Liebling
Der Misserfolg überrascht umso mehr, als Glen Powell derzeit als einer der vielversprechendsten Nachwuchstalente Hollywoods gilt. Seine jüngsten Auftritte in „Top Gun: Maverick“ und „Anyone But You“ haben ihm sowohl bei Kritikern als auch beim Publikum Anerkennung eingebracht und ihn zu einem gefragten Darsteller gemacht. Besonders sein Charme und seine Vielseitigkeit in verschiedenen Genres machten ihn zu einem der meist diskutierten Schauspieler des vergangenen Jahres.
Die Filmindustrie beobachtet nun genau, wie sich dieser Rückschlag auf Powells weitere Projekte auswirken wird. Der 35-jährige Texaner hatte in den vergangenen Monaten mehrere lukrative Verträge unterzeichnet und galt als sichere Bank für Studioproduktionen. Experten betonen jedoch, dass ein einzelner Flop nicht zwangsläufig das Ende einer vielversprechenden Laufbahn bedeutet, insbesondere bei einem Schauspieler mit seinem aktuellen Standing.
Produktionsdetails und Budget-Problematik
„How to Make a Killing“ wurde mit einem geschätzten Budget von 45 Millionen Dollar produziert, hinzu kommen weitere 30 Millionen für Marketing und Vertrieb. Bei den aktuellen Einspielzahlen wird der Film seine Kosten voraussichtlich nicht wieder einspielen können. Die Produktion unter der Regie von Marcus Chen dauerte 52 Drehtage und fand hauptsächlich in Atlanta und Los Angeles statt.
Das Drehbuch stammte von den Newcomer-Autoren Sarah Mitchell und David Rodriguez, die zuvor nur kleinere Projekte realisiert hatten. Kritiker bemängelten bereits im Vorfeld die schwache Handlung und vorhersehbare Wendungen. Die Bewertungen auf Rotten Tomatoes liegen bei mageren 23 Prozent, während das Publikum dem Film auf IMDb nur 4,8 von 10 Punkten gibt.
Mögliche Ursachen für den Misserfolg
Verschiedene Faktoren könnten zum schwachen Abschneiden des Films beigetragen haben. Neben der allgemeinen Marktsituation im Kinobereich spielen möglicherweise auch die Konkurrenz durch andere Blockbuster und die Positionierung des Films eine Rolle. Zum Startwochenende konkurrierten gleich drei weitere große Produktionen um die Gunst der Kinogänger.
Branchenanalyst Michael Thompson von Box Office Pro erklärt: „Das Genre des Action-Thrillers ist derzeit übersättigt. Ohne einen wirklich einzigartigen Ansatz oder außergewöhnliche Kritiken haben es selbst etablierte Stars schwer, Publikum anzulocken.“ Hinzu kommt, dass die Zielgruppe zwischen 18 und 34 Jahren verstärkt auf Streaming-Angebote setzt und seltener ins Kino geht.
Die Produktionsfirma hat sich bislang nicht öffentlich zu den enttäuschenden Zahlen geäußert. Brancheninsider spekulieren bereits über mögliche Strategieänderungen für künftige Veröffentlichungen mit dem beliebten Schauspieler. Ein vorzeitiger Wechsel zu Video-on-Demand-Plattformen wird bereits diskutiert.
Auswirkungen auf die Branche
Der Fall zeigt einmal mehr, dass selbst etablierte Stars keine Garantie für Kinokassenerfolg darstellen. Die Filmindustrie kämpft weiterhin mit veränderten Sehgewohnheiten und der Konkurrenz durch Streaming-Dienste, was traditionelle Kinostarts zunehmend herausfordert. Experten warnen vor einer weiteren Verschärfung der Krise mittelgroßer Produktionen.
Für Glen Powell bedeutet dieser Rückschlag vermutlich nur eine vorübergehende Delle in seiner ansonsten aufstrebenden Karriere. Seine nächsten Projekte, darunter eine Komödie für Netflix und ein Actionfilm für Warner Bros., stehen bereits fest und werden zeigen, ob er das Vertrauen der Produzenten und des Publikums zurückgewinnen kann. Die Branche hofft, dass sich Powell als dauerhafter Publikumsmagnet etabliert und aus diesem Misserfolg lernt.