Der neuseeländische Schauspieler Karl Urban äußerte seinen Wunsch, erneut die Rolle des legendären Gesetzeshüters Judge Dredd zu übernehmen. Diesmal soll er in der geplanten Neuverfilmung unter der Regie von Taika Waititi mitwirken, wie aus aktuellen Berichten hervorgeht. Urban betonte in einem Interview, dass er die Figur niemals vollständig hinter sich gelassen habe und bereit sei, den ikonischen Helm wieder aufzusetzen.
Urban prägte 2012 die moderne Dredd-Version
Bereits vor zwölf Jahren verkörperte Urban den kompromisslosen Richter in dem Science-Fiction-Actionfilm „Dredd“. Seine Darstellung wurde von Kritikern und Fans gleichermaßen gelobt, da er dem Comic-Charakter eine authentische Härte verlieh. Der Film spielte zwar an den Kinokassen nicht die erhofften Summen ein und brachte weltweit nur 41 Millionen Dollar bei einem Budget von 50 Millionen ein, entwickelte sich jedoch über die Jahre zu einem Kultklassiker des Genres.
Die Besonderheit von Urbans Interpretation lag darin, dass er während der gesamten Spielzeit den charakteristischen Helm trug und somit sein Gesicht nie vollständig preisgab. Diese Treue zur Vorlage unterschied seine Version deutlich von Sylvester Stallones umstrittener Adaption aus dem Jahr 1995, in der der Helm bereits nach wenigen Minuten abgenommen wurde. Urban studierte monatelang die Comic-Vorlagen und arbeitete intensiv mit den Originalschöpfern John Wagner und Carlos Ezquerra zusammen, um die Authentizität der Figur zu gewährleisten.
Der Schauspieler, bekannt aus „Der Herr der Ringe“ und „Star Trek“, investierte erhebliche körperliche Vorbereitung in die Rolle. Er absolvierte ein intensives Kampftraining und lernte den charakteristischen Gang sowie die markante Körpersprache des Richters. Diese Hingabe zahlte sich aus, da selbst Comic-Puristen seine Darstellung als die bisher beste Verfilmung der Figur anerkannten.
Waititi bringt frischen Wind in das Franchise
Der für seinen unkonventionellen Humor bekannte Regisseur Taika Waititi soll nun eine neue Interpretation der Judge Dredd-Saga entwickeln. Waititi, der bereits mit „Thor: Ragnarök“ und „Jojo Rabbit“ internationale Erfolge feierte und einen Oscar gewann, könnte dem düsteren Stoff eine überraschende Wendung geben. Der neuseeländische Filmemacher ist bekannt dafür, ernste Themen mit subtiler Komik zu verbinden, ohne deren Kernbotschaft zu verwässern.
Brancheninsider spekulieren, dass Waititis Version möglicherweise satirische Elemente enthalten wird, ohne dabei die Kernbotschaft der dystopischen Zukunftsvision zu verwässern. Die Kombination aus Urbans ernsthafter Herangehensweise und Waititis kreativem Stil verspricht eine interessante Mischung. Waititi hat bereits angekündigt, dass er die politischen Untertöne der Comics stärker hervorheben möchte, besonders in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen.
Das Projekt befindet sich noch in der frühen Entwicklungsphase, doch erste Konzeptzeichnungen sollen bereits entstanden sein. Waititi plant, die Handlung in Mega-City One anzusiedeln, jedoch mit einem visuellen Stil, der sich von früheren Verfilmungen unterscheidet. Er möchte mehr Fokus auf die sozialen Strukturen und die Bewohner der dystopischen Metropole legen.
Fanbase hofft auf Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit
Die Ankündigung stößt bei Anhängern der Comic-Reihe auf große Begeisterung. Viele Fans hatten bereits nach dem ersten Film eine Fortsetzung mit Urban gefordert, da seine Darstellung als besonders werkgetreu empfunden wurde. Online-Petitionen und Kampagnen in sozialen Medien unterstützten jahrelang die Rückkehr des Charakters. Eine Facebook-Gruppe mit über 100.000 Mitgliedern kämpfte kontinuierlich für eine Fortsetzung.
Die Judge Dredd-Comics, die ursprünglich im britischen Magazin „2000 AD“ erschienen, behandeln Themen wie Autoritarismus und gesellschaftliche Kontrolle in einer post-apokalyptischen Welt. Seit 1977 erscheinen die Geschichten und haben eine treue Leserschaft aufgebaut. Diese zeitlosen Motive könnten unter Waititis Führung eine neue Relevanz erhalten, besonders da aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen viele der Comic-Themen widerspiegeln.
Produktionsdetails und Zukunftsaussichten
Obwohl noch keine offizielle Bestätigung für Urbans Casting vorliegt, zeigen sich sowohl der Schauspieler als auch die Produktionsfirma optimistisch bezüglich einer Zusammenarbeit. Urban hat öffentlich erklärt, dass er jederzeit bereit sei, in die Rolle zurückzukehren, sollte das richtige Drehbuch vorliegen. Die Produktionsfirma Rebellion, die auch die Rechte an den Comics besitzt, unterstützt das Projekt aktiv.
Ein Starttermin für die Dreharbeiten steht derzeit noch nicht fest, doch Branchenexperten rechnen mit einer Ankündigung in den kommenden Monaten. Die Finanzierung soll bereits zu großen Teilen gesichert sein, da mehrere Streaming-Dienste Interesse an dem Projekt gezeigt haben. Netflix und Amazon Prime Video gelten als potenzielle Partner für die Verbreitung des Films.
Sollte das Projekt realisiert werden, könnte es den Grundstein für ein erweitertes Judge Dredd-Universum legen. Pläne für eine Fernsehserie und weitere Filme existieren bereits in den Schubladen der Produzenten. Urban hat sich bereits bereit erklärt, langfristig mit der Figur verbunden zu bleiben und möglicherweise auch als ausführender Produzent zu fungieren.