Der amerikanische Schauspieler Eric Dane ist im Alter von 53 Jahren verstorben. Der aus der Erfolgsserie „Grey’s Anatomy“ bekannte Darsteller erlag seiner schweren Erkrankung an Amyotropher Lateralsklerose (ALS), wie seine Familie am Dienstag mitteilte. Dane hinterlässt seine Ehefrau Rebecca Gayheart und zwei gemeinsame Töchter.
Bekannt durch Rolle als Dr. Mark Sloan
Dane erlangte internationale Bekanntheit durch seine Rolle als Dr. Mark Sloan, auch bekannt als „McSteamy“, in der Krankenhausserie „Grey’s Anatomy“. Von 2006 bis 2012 verkörperte er den charmanten Schönheitschirurgen und wurde zu einem der beliebtesten Charaktere der Serie. Seine Darstellung prägte eine ganze Generation von Serienfans und machte ihn zu einem Publikumsliebling. Der Spitzname „McSteamy“ wurde zu einem kulturellen Phänomen und etablierte Dane als einen der begehrtesten Schauspieler seiner Generation.
Seine Chemie mit den anderen Hauptdarstellern, insbesondere mit Patrick Dempsey (Derek Shepherd) und Sandra Oh (Cristina Yang), sorgte für unvergessliche Szenen. Die komplexe Freundschaft zwischen Mark Sloan und Derek Shepherd bildete einen der emotionalen Höhepunkte der Serie. Danes Abschied von „Grey’s Anatomy“ nach sechs Staffeln hinterließ eine Lücke, die viele Fans bis heute spüren.
Vielseitige Karriere in Film und Fernsehen
Nach seinem Ausstieg bei „Grey’s Anatomy“ setzte der Schauspieler seine erfolgreiche Laufbahn fort. In der HBO-Serie „Euphoria“ übernahm er die Rolle des Cal Jacobs und bewies erneut sein schauspielerisches Können. Die düstere Rolle des manipulativen Vaters zeigte eine völlig andere Seite seines Talents und unterstrich seine Wandlungsfähigkeit als Darsteller.
Zuvor hatte Dane bereits in verschiedenen Filmproduktionen mitgewirkt, darunter „Marley & Me“ (2008) an der Seite von Jennifer Aniston und Owen Wilson sowie „Valentine’s Day“ (2010). Seine Karriere begann in den späten 1990er Jahren mit kleineren Rollen in Serien wie „Saved by the Bell: The New Class“ und „Gideon’s Crossing“. Der gebürtige Kalifornier studierte ursprünglich an der San Francisco State University, bevor er sich ganz der Schauspielerei widmete.
Diagnose ALS veränderte das Leben dramatisch
Die Diagnose der unheilbaren Nervenkrankheit ALS stellte Danes Leben vor etwa zwei Jahren auf den Kopf. Amyotrophe Lateralsklerose, auch als Lou-Gehrig-Krankheit bekannt, führt zu einem fortschreitenden Abbau der Nervenzellen, die für die Muskelsteuerung verantwortlich sind. Die Krankheit betrifft weltweit etwa 300.000 Menschen und führt meist innerhalb von zwei bis fünf Jahren nach der Diagnose zum Tod.
Trotz der schwerwiegenden Prognose kämpfte der Schauspieler tapfer gegen die Krankheit an und nutzte seine Bekanntheit, um auf ALS aufmerksam zu machen. Er unterstützte verschiedene Forschungsprojekte und Wohltätigkeitsorganisationen, die sich der Erforschung von Behandlungsmöglichkeiten widmen. Seine Familie und Freunde unterstützten ihn während des gesamten Krankheitsverlaufs und sorgten dafür, dass er seine letzten Monate in Würde verbringen konnte.
Trauer in der Unterhaltungsbranche
Die Nachricht von Danes Tod löste eine Welle der Trauer in der Unterhaltungsbranche aus. Seine „Grey’s Anatomy“-Kollegen Ellen Pompeo, Katherine Heigl und T.R. Knight würdigten ihn in emotionalen Statements als professionellen und warmherzigen Menschen. Serienschöpferin Shonda Rhimes bezeichnete ihn als „einen der talentiertesten Schauspieler, mit denen ich je arbeiten durfte“.
Auch die Produzenten von „Euphoria“ zeigten sich tief betroffen. Zendaya, seine Serienkollegin, schrieb auf Instagram: „Eric war nicht nur ein großartiger Schauspieler, sondern auch ein wunderbarer Mensch, der jeden am Set zum Lächeln brachte.“ Die HBO-Serie plant, ihre kommende Staffel seinem Andenken zu widmen.
Seine Arbeit wird als wichtiger Beitrag zur amerikanischen Fernsehlandschaft in Erinnerung bleiben. Der Verlust trifft besonders die „Grey’s Anatomy“-Familie, die einen ihrer prägendsten Darsteller verloren hat. Fans aus aller Welt teilen ihre Erinnerungen an den Schauspieler in sozialen Medien und würdigen sein Vermächtnis. Eine Gedenkfeier für Familie und enge Freunde ist für das kommende Wochenende geplant.