Der neue Faces of Death Film spaltet die Kritiker nach den ersten Bewertungen. Während einige Rezensenten den düsteren Horrorstreifen loben, zeigen sich andere deutlich skeptischer gegenüber der Neuauflage des kontroversen Klassikers aus den 1970er Jahren.
Geteilte Meinungen bei Filmkritikern
Die Bewertungen des Remakes fallen unterschiedlich aus. Mehrere Filmexperten würdigen die technische Umsetzung und die atmosphärische Dichte des neuen Werks. Besonders gelobt werden die Kameraführung und die Soundgestaltung, die eine beklemmende Grundstimmung erzeugen. Andere Kritiker bemängeln hingegen, dass der Film nicht an die Wirkung des Originals heranreicht und stattdessen auf billige Schockeffekte setzt.
Regisseur Alexandre Aja hat sich bewusst für einen moderneren Ansatz entschieden, der sich von der dokumentarischen Machart der ursprünglichen Reihe unterscheidet. Diese Entscheidung sorgt für kontroverse Diskussionen unter Genrekennern. Während Befürworter die zeitgemäße Interpretation schätzen, vermissen Puristen den pseudo-dokumentarischen Charakter des Originals.
Besonders diskutiert wird die Frage, ob der moderne Ansatz der Neuverfilmung dem kontroversen Erbe der ursprünglichen Reihe gerecht wird. Die Macher haben versucht, zeitgemäße Elemente einzubauen, ohne dabei den charakteristischen Stil komplett zu verlassen. Das Budget von geschätzten 15 Millionen Dollar ermöglichte deutlich aufwendigere Produktionswerte als beim Low-Budget-Original.
Kontroverse um Gewaltdarstellung hält an
Wie schon das Original sorgt auch die Neuauflage für heftige Debatten über die Grenzen der Gewaltdarstellung im Kino. Einige Rezensenten warnen vor den expliziten Szenen und empfehlen den Film nur für ein sehr spezielles Publikum. Die Motion Picture Association vergab eine R-Bewertung, was bedeutet, dass Jugendliche unter 17 Jahren nur in Begleitung Erwachsener Zutritt haben.
Andere verteidigen die künstlerische Freiheit und sehen in der Neuinterpretation eine gelungene Modernisierung des Exploitation-Genres. Filmwissenschaftler argumentieren, dass der Film wichtige gesellschaftliche Fragen über unseren Umgang mit Gewalt und Tod aufwirft. Die Darstellung von Sterblichkeit in sozialen Medien und der modernen Gesellschaft bildet einen thematischen Schwerpunkt.
Die Altersfreigabe und mögliche Kürzungen werden derzeit noch diskutiert. Verschiedene Länder könnten unterschiedliche Versionen des Films zu sehen bekommen, je nach den lokalen Zensurbestimmungen. In Deutschland prüft die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft noch die endgültige Fassung.
Vergleich mit dem Original von 1978
Das ursprüngliche Faces of Death von Regisseur Conan LeCilaire wurde 1978 veröffentlicht und entwickelte sich trotz oder gerade wegen seiner Kontroversen zu einem Kultklassiker. Der Pseudodokumentarfilm behauptete, echte Todesszenen zu zeigen, obwohl viele Sequenzen nachgestellt waren. Diese Vermischung von Realität und Fiktion prägte das Genre nachhaltig.
Die neue Version verzichtet bewusst auf diese Täuschung und präsentiert sich als fiktionaler Horrorfilm. Kritiker sehen darin sowohl Vor- als auch Nachteile. Einerseits vermeidet der Film ethische Probleme des Originals, andererseits verliert er dadurch einen Teil seiner verstörenden Wirkung. Das Original erzielte trotz geringer Produktionskosten von nur 450.000 Dollar weltweite Einnahmen von über 35 Millionen Dollar.
Empfehlungen variieren stark
Die Frage, ob Zuschauer den Film sehen oder meiden sollten, beantworten die Kritiker völlig unterschiedlich. Horrorfilm-Enthusiasten erhalten teilweise positive Empfehlungen, während anderen Zielgruppen explizit abgeraten wird. Die extreme Natur des Materials macht eine einheitliche Bewertung praktisch unmöglich.
Mehrere Rezensenten betonen, dass potenzielle Zuschauer sich vorab über den Inhalt informieren sollten. Der Film richtet sich eindeutig an ein Nischenpublikum, das bereits mit dem Genre und seinen Konventionen vertraut ist. Besonders Menschen mit schwachen Nerven oder traumatischen Erfahrungen sollten von einem Kinobesuch absehen.
Branchenexperten erwarten für das Faces of Death Remake ein ähnliches Schicksal wie das Original: polarisierende Reaktionen, die den Film entweder zum Kultklassiker oder zum schnell vergessenen Flop machen könnten. Der offizielle Kinostart ist für Ende des Jahres geplant, wobei eine begrenzte Veröffentlichung in ausgewählten Kinos wahrscheinlich ist.
Die endgültigen Bewertungen werden sich erst nach dem offiziellen Kinostart zeigen, wenn auch das Publikum seine Meinung äußern kann. Bis dahin bleibt die Neuauflage von Faces of Death ein polarisierendes Gesprächsthema in der Filmbranche und ein Testfall für die Grenzen des modernen Horrorkinos.