Der Streaming-Gigant Netflix hat mit den Dreharbeiten für seine lang erwartete Live-Action-Serie zu Assassin’s Creed begonnen. Die Produktion der auf dem beliebten Videospiel-Franchise basierenden Serie findet in der italienischen Hauptstadt Rom statt, wie das Unternehmen bekannt gab. Die ersten Aufnahmen sollen bereits in den historischen Vierteln der Ewigen Stadt entstanden sein.
Produktion in historischer Kulisse gestartet
Die Wahl Roms als Drehort erscheint strategisch durchdacht, da die italienische Metropole bereits in mehreren Spielen der Assassin’s Creed-Reihe eine zentrale Rolle spielte. Besonders die Renaissance-Trilogie um Ezio Auditore machte italienische Städte wie Florenz, Venedig und Rom zu ikonischen Schauplätzen der Videospiel-Geschichte. Die historischen Gebäude und Straßen der Ewigen Stadt bieten eine authentische Atmosphäre für die Umsetzung der komplexen Handlung. Produktionsquellen berichten, dass das Team besondere Genehmigungen für Dreharbeiten in der Nähe des Kolosseums und des Vatikans erhalten hat. Die aufwendigen Kostüme und Requisiten sollen die charakteristische Ästhetik der Assassinen-Bruderschaft originalgetreu wiedergeben.
Geheimnisvolle Besetzung und Produktionsteam
Details zur Besetzung und zum kreativen Team hält Netflix bislang unter Verschluss. Die Streaming-Plattform hat noch keine Informationen über die Hauptdarsteller oder die verantwortlichen Produzenten und Regisseure preisgegeben. Diese Geheimhaltung ist typisch für große Franchise-Adaptionen in der frühen Produktionsphase und soll die Spannung bei den Fans aufrechterhalten. Brancheninsider spekulieren über die Beteiligung renommierter Actionfilm-Veteranen, da die Serie komplexe Kampfchoreografien und Parkour-Sequenzen erfordern wird. Das Budget für die erste Staffel soll sich Berichten zufolge auf über 100 Millionen Dollar belaufen, was Netflix‘ Vertrauen in das Projekt unterstreicht.
Handlung bleibt vorerst im Dunkeln
Auch über die konkrete Handlung der Serie schweigt sich Netflix aus. Das Assassin’s Creed-Universum bietet zahlreiche Möglichkeiten für eine Serienadaption, da die Spielereihe verschiedene historische Epochen und Charaktere umfasst. Von den Kreuzzügen über die italienische Renaissance bis hin zur Amerikanischen Revolution und dem Alten Ägypten – die Vorlage bietet reichlich Material für eine vielschichtige Erzählung. Experten vermuten, dass die Serie möglicherweise das bewährte Konzept der Animus-Technologie nutzen wird, um zwischen verschiedenen Zeitebenen zu wechseln. Dies würde es ermöglichen, sowohl moderne als auch historische Handlungsstränge zu verfolgen und dem komplexen Mythologie-Geflecht des Franchises gerecht zu werden.
Ubisoft als strategischer Partner
Die Zusammenarbeit zwischen Netflix und dem französischen Spieleentwickler Ubisoft geht weit über eine einfache Lizenzvereinbarung hinaus. Ubisoft fungiert als ausführender Produzent und will sicherstellen, dass die Serie den hohen Qualitätsstandards des Gaming-Franchises entspricht. Das Unternehmen hat eigens ein Team aus Spiel-Designern und Lore-Experten zusammengestellt, die als Berater für die Serienproduktion fungieren. Diese enge Kooperation soll die Authentizität der Adaption gewährleisten und Fehler vermeiden, die bei früheren Videospiel-Verfilmungen auftraten.
Videospiel-Adaptionen im Aufwind
Mit der Assassin’s Creed-Serie reiht sich Netflix in den Trend erfolgreicher Videospiel-Adaptionen ein. Produktionen wie „The Witcher“, „Arcane“ oder „The Last of Us“ haben bewiesen, dass Gaming-Franchises durchaus erfolgreich für das Fernsehen adaptiert werden können. Das Assassin’s Creed-Franchise mit seinen über 200 Millionen verkauften Spielen weltweit bringt bereits eine riesige Fanbase mit. Streaming-Dienste erkennen zunehmend das Potenzial von Gaming-Content, da diese Zielgruppe besonders loyal und engagiert ist. Die weltweite Gaming-Community umfasst mittlerweile über drei Milliarden Menschen, was ein enormes Publikumspotenzial darstellt.
Hohe Erwartungen nach Kinofilm-Flop
Die Live-Action-Serie soll das erste große Projekt in Netflixs Zusammenarbeit mit Ubisoft werden. Der französische Videospielkonzern hatte bereits 2016 einen Kinofilm mit Michael Fassbender produziert, der jedoch bei Kritikern und an den Kinokassen enttäuschte. Mit nur 240 Millionen Dollar Einspielergebnis bei einem Budget von 125 Millionen Dollar galt der Film als kommerzieller Misserfolg. Mit der neuen Serie erhält das Franchise eine zweite Chance, auch außerhalb der Gaming-Welt zu überzeugen. Das Serienformat bietet deutlich mehr Raum für Charakterentwicklung und komplexe Handlungsstränge als ein zweistündiger Kinofilm. Ein Starttermin für die Ausstrahlung steht noch nicht fest, Experten rechnen jedoch frühestens mit einer Veröffentlichung Ende 2024 oder Anfang 2025.