Der hochgelobte Science-Fiction-Thriller ‚Passengers‘ mit Jennifer Lawrence und Chris Pratt in den Hauptrollen läuft heute Abend im deutschen Fernsehen. Der Film von Regisseur Morten Tyldum aus dem Jahr 2016 erzählt die Geschichte zweier Raumfahrer auf einer interstellaren Reise, die vorzeitig aus dem Kälteschlaf erwachen. Mit einem Produktionsbudget von 110 Millionen Dollar zählt der Weltraum-Blockbuster zu den aufwendigsten Science-Fiction-Produktionen der letzten Jahre.
Handlung des Weltraum-Thrillers
Die Handlung spielt auf dem Raumschiff Avalon, das 5.000 Passagiere zu einem neuen Planeten transportiert. Jim Preston (Chris Pratt) erwacht 90 Jahre zu früh aus seinem Tiefschlaf und muss feststellen, dass er allein auf dem gigantischen Schiff gefangen ist. Nach einem Jahr der Einsamkeit weckt er die Journalistin Aurora Lane (Jennifer Lawrence) aus ihrem Schlaf. Gemeinsam entdecken sie, dass das Raumschiff in großer Gefahr schwebt.
Die 120-jährige Reise zum Planeten Homestead II sollte eigentlich problemlos verlaufen. Doch ein Asteroideneinschlag beschädigt das Raumschiff und löst eine Kettenreaktion aus, die das Leben aller Passagiere bedroht. Preston und Lane müssen nicht nur ihre persönlichen Konflikte überwinden, sondern auch technische Lösungen finden, um die Avalon zu retten. Unterstützt werden sie dabei von Arthur, einem Androiden-Barkeeper, gespielt von Michael Sheen.
Kritikerlob für visuelle Effekte und Darsteller
Passengers erhielt besonders für seine beeindruckenden visuellen Effekte und die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern positive Kritiken. Der Film spielte weltweit über 300 Millionen Dollar ein und wurde für mehrere Preise nominiert. Die aufwendigen Weltraum-Kulissen und die futuristische Ausstattung des Raumschiffs sorgten für spektakuläre Bilder auf der großen Leinwand.
Die Produktionsdesigner Guy Hendrix Dyas erschuf mit seinem Team eine glaubwürdige Vision der Zukunft. Das Raumschiff Avalon wurde als luxuriöser Weltraum-Liner konzipiert, komplett mit Restaurants, Fitnessstudios und sogar einem Swimming-Pool. Besonders beeindruckend sind die Szenen in der Schwerelosigkeit, die ohne Computer-Tricks gedreht wurden. Die Kostümabteilung unter Jany Temime entwarf futuristische Kleidung, die dennoch zeitlos elegant wirkt.
Regisseur Morten Tyldum und sein Erfolg
Regisseur Morten Tyldum, bekannt durch seinen Oscar-nominierten Film ‚The Imitation Game‘, führte bei diesem Weltraum-Epos Regie. Der norwegische Filmemacher schuf mit Passengers eine Mischung aus Romantik, Drama und Science-Fiction, die sowohl Kritiker als auch Zuschauer begeisterte. Das Drehbuch stammte von Jon Spaihts, der bereits an Filmen wie ‚Prometheus‘ mitgearbeitet hatte.
Tyldum setzte auf praktische Effekte und echte Sets, wo immer möglich. Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in den Pinewood Studios in Atlanta statt. Dort entstanden gigantische Kulissen, die das Innere des Raumschiffs nachbildeten. Der Regisseur legte besonderen Wert darauf, dass sich die Schauspieler in einer realen Umgebung bewegen konnten, anstatt vor Green-Screen-Wänden zu agieren.
Kontroverse um ethische Fragen
Der Film löste intensive Diskussionen über die moralischen Entscheidungen der Hauptfiguren aus. Kritiker und Zuschauer debattierten heftig über Jims Entscheidung, Aurora zu wecken, ohne sie über die wahren Umstände zu informieren. Diese ethische Dimension verleiht dem Science-Fiction-Spektakel eine zusätzliche Tiefe und macht ihn zu mehr als nur einem visuellen Erlebnis.
Psychologen und Philosophen nutzten den Film als Grundlage für Diskussionen über Einsamkeit, Manipulation und die Grenzen persönlicher Freiheit. Die Frage, ob extreme Umstände extreme Maßnahmen rechtfertigen, durchzieht den gesamten Film und sorgt auch Jahre nach der Veröffentlichung noch für lebhafte Debatten in sozialen Medien und Filmforen.
Der Film wirft philosophische Fragen über Einsamkeit, Moral und die Grenzen menschlicher Entscheidungen auf. Die ethischen Dilemmata, vor die sich die Protagonisten gestellt sehen, machen Passengers zu mehr als nur einem gewöhnlichen Weltraum-Abenteuer und bieten Stoff für Diskussionen auch nach dem Abspann. Mit seiner Mischung aus spektakulären Bildern und tiefgreifenden moralischen Fragen etablierte sich der Film als moderner Klassiker des Science-Fiction-Genres.