Die beliebte Science-Fiction-Filmreihe Resident Evil mit Milla Jovovich in der Hauptrolle wird schon bald nicht mehr auf Netflix verfügbar sein. Der Streaming-Dienst entfernt die Action-Filme aus seinem Angebot, was Fans der Zombie-Apokalypse-Serie enttäuschen dürfte. Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, da die Franchise durch neue Serien und Spiele wieder verstärkt im Fokus der Öffentlichkeit steht.
Sechs Filme verschwinden vom Streaming-Dienst
Die komplette Resident Evil Filmreihe, die zwischen 2002 und 2016 entstanden ist, steht vor dem Aus bei Netflix. Alle sechs Hauptfilme der Franchise, beginnend mit dem ersten Teil bis hin zu „Resident Evil: The Final Chapter“, werden aus dem Katalog des Streaming-Anbieters gestrichen. Die Filme basieren auf der gleichnamigen Videospielreihe von Capcom und haben weltweit über eine Milliarde Dollar eingespielt. Jeder einzelne Film der Serie konnte durchschnittlich 160 Millionen Dollar an den internationalen Kinokassen erzielen, was die kommerzielle Bedeutung der Reihe unterstreicht.
Die Filmreihe umfasst folgende Titel: „Resident Evil“ (2002), „Resident Evil: Apocalypse“ (2004), „Resident Evil: Extinction“ (2007), „Resident Evil: Afterlife“ (2010), „Resident Evil: Retribution“ (2012) und „Resident Evil: The Final Chapter“ (2016). Besonders die späteren Filme setzten verstärkt auf 3D-Technologie und spektakuläre Actionsequenzen, die das Publikum in die Kinos lockten.
Milla Jovovich prägte die Zombie-Action-Serie
Hauptdarstellerin Milla Jovovich verkörperte in allen sechs Filmen die Protagonistin Alice, eine genetisch veränderte Kämpferin gegen das Umbrella Corporation. Die ukrainisch-amerikanische Schauspielerin wurde durch diese Rolle zu einem der bekanntesten Gesichter des Action-Kinos der 2000er Jahre. Unter der Regie ihres Ehemanns Paul W.S. Anderson entstanden die spektakulären Zombie-Blockbuster, die Millionen von Zuschauern weltweit begeisterten.
Jovovich, die bereits durch Filme wie „Das fünfte Element“ bekannt war, entwickelte für die Resident Evil Filme eine eigene Kampfchoreografie und absolvierte viele Stunts selbst. Ihre athletische Darstellung der Alice machte sie zu einer Ikone des modernen Action-Kinos. Die Schauspielerin verdiente geschätzte 50 Millionen Dollar durch ihre Beteiligung an der gesamten Filmreihe und wurde zu einer der bestbezahlten Action-Heldinnen Hollywoods.
Videospiel-Verfilmung mit Kultstatus
Die Resident Evil Filme gelten als eine der erfolgreichsten Videospiel-Adaptionen der Filmgeschichte. Anders als viele andere Spiele-Verfilmungen schuf Regisseur Anderson eine eigenständige Geschichte, die zwar im Resident Evil Universum spielt, aber neue Charaktere und Handlungsstränge einführt. Diese kreative Freiheit ermöglichte es, sowohl Fans der Spiele als auch Neulinge anzusprechen.
Die Filme zeichnen sich durch ihre Mischung aus Horror, Action und Science-Fiction aus. Charakteristische Elemente wie das T-Virus, die Umbrella Corporation und verschiedene Zombie-Arten wurden aus den Spielen übernommen und kinematografisch umgesetzt. Die Serie beeinflusste maßgeblich das Genre der Zombie-Filme und inspirierte zahlreiche Nachahmer in den folgenden Jahren.
Streaming-Rechte laufen zeitnah aus
Netflix hat noch nicht offiziell bekannt gegeben, wann genau die Resident Evil Filme das Portal verlassen werden. Üblicherweise informiert der Dienst seine Nutzer etwa einen Monat vor dem Entfernen von Inhalten über die anstehenden Änderungen. Die Lizenzvereinbarungen für die Filmreihe scheinen ausgelaufen zu sein, was zur Folge hat, dass die Rechteinhaber die Titel von der Plattform zurückziehen.
Branchenexperten vermuten, dass die hohen Lizenzkosten für etablierte Filmreihen Netflix dazu bewegen, sich verstärkt auf eigenproduzierte Inhalte zu konzentrieren. Der Streaming-Gigant investiert jährlich über 15 Milliarden Dollar in Original-Content und reduziert gleichzeitig teure Fremdlizenzen. Dies erklärt, warum immer mehr beliebte Filmreihen die Plattform verlassen.
Alternative Streaming-Optionen für Fans
Für Fans der Zombie-Action bedeutet dies, dass sie sich beeilen müssen, wenn sie die Filme noch einmal streamen möchten. Alternative Streaming-Dienste wie Amazon Prime Video oder Apple TV+ bieten die Filme teilweise gegen Aufpreis zum Leihen oder Kaufen an. Auch der Erwerb der digitalen Versionen über Plattformen wie Google Play oder Microsoft Store bleibt eine Option für Sammler.
Die physischen Medien der Resident Evil Filme sind weiterhin im Handel erhältlich, wobei spezielle Collector’s Editions mit Zusatzmaterial bei Fans besonders beliebt sind. Viele Anhänger der Serie nutzen den Netflix-Abgang als Anlass, sich die komplette Filmreihe dauerhaft zu sichern.
Die Resident Evil Franchise bleibt trotz des Netflix-Abgangs eine der erfolgreichsten Videospiel-Verfilmungen aller Zeiten. Mit neuen Projekten in der Pipeline, darunter weitere Serien und möglicherweise neue Filme, wird das Zombie-Universum auch in Zukunft Fans begeistern. Der Weggang von Netflix markiert das Ende einer Ära, eröffnet aber gleichzeitig neue Möglichkeiten für die Verbreitung der kultigen Action-Serie.