Der britische Schauspieler Tim Curry hat sich erstmals öffentlich über seine schwierige Zusammenarbeit mit Tom Cruise am Set des Fantasy-Films „Legend“ aus dem Jahr 1985 geäußert. In einem aktuellen Interview bezeichnete der 78-Jährige die gemeinsame Arbeit mit dem Hollywood-Star als „widerwärtig“ und ließ durchblicken, dass die Chemie zwischen beiden Schauspielern alles andere als harmonisch war. Diese überraschenden Enthüllungen kommen fast vier Jahrzehnte nach den Dreharbeiten und werfen ein neues Licht auf die Entstehung des Kultfilms.
Spannungen am Set von „Legend“ enthüllt
Curry, der in Ridley Scotts Fantasy-Epos die Rolle des Dämonenfürsten Darkness verkörperte, während Cruise den Protagonisten Jack spielte, machte deutlich, dass die Dreharbeiten für ihn eine belastende Erfahrung darstellten. Der für seine markanten Rollen in „Rocky Horror Picture Show“ und „Es“ bekannte Charakterdarsteller vermied es bisher jahrzehntelang, Details über die Unstimmigkeiten preiszugeben. In dem Interview deutete er jedoch an, dass grundlegende Differenzen in der Arbeitsweise und im professionellen Umgang miteinander bestanden. Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in den legendären Pinewood Studios in England statt, wo die aufwendigen Fantasy-Kulissen errichtet wurden. Curry verbrachte täglich stundenlang in der Maske, um sich in den gehörnten Dämon zu verwandeln – ein Prozess, der bereits vor den eigentlichen Szenen mit Cruise zusätzlichen Stress bedeutete.
Unterschiedliche Schauspielansätze führten zu Konflikten
Brancheninsider spekulieren, dass die verschiedenen Herangehensweisen beider Akteure an ihre Rollen zu den Spannungen beitrugen. Während Curry als ausgebildeter Theaterschauspieler einen methodischen, klassisch geschulten Ansatz verfolgt, ist Cruise für seinen intensiven, oft improvisierten Stil bekannt. Diese gegensätzlichen Arbeitsphilosophien könnten am Set von „Legend“ zu erheblichen Reibungen geführt haben, zumal beide Darsteller in Schlüsselrollen besetzt waren und ihre Szenen größtenteils gemeinsam spielten. Curry, der seine Laufbahn am Theater begann und später durch „The Rocky Horror Picture Show“ berühmt wurde, brachte eine jahrzehntelange Bühnenerfahrung mit. Cruise hingegen war 1985 erst 23 Jahre alt und befand sich noch in der Anfangsphase seiner Karriere, nachdem er durch „Risky Business“ bekannt geworden war. Diese Erfahrungsunterschiede könnten zusätzlich zu den kreativen Meinungsverschiedenheiten beigetragen haben.
Aufwendige Produktion unter schwierigen Bedingungen
Die Produktion von „Legend“ war bereits ohne zwischenmenschliche Konflikte eine Herausforderung. Regisseur Ridley Scott erschuf eine düstere Fantasy-Welt mit praktischen Effekten und aufwendigen Kostümen, die von den Schauspielern höchste Konzentration erforderten. Curry musste täglich mehrere Stunden in der Maske verbringen, um seine Transformation in den Dämon Darkness zu vollenden – ein Prozess, der körperlich und mental belastend war. Die schweren Hörner und das aufwendige Make-up schränkten seine Bewegungsfreiheit erheblich ein. Gleichzeitig arbeitete das Produktionsteam mit komplexen Lichteffekten und Spezialeffekten, die präzises Timing erforderten. Diese technischen Anforderungen verstärkten möglicherweise die bereits vorhandenen Spannungen zwischen den beiden Hauptdarstellern. Scott, der für seine perfektionistische Arbeitsweise bekannt ist, drehte oft zahlreiche Takes, was die ohnehin angespannte Atmosphäre zusätzlich anheizte.
„Legend“ bleibt trotz Problemen Kultfilm
Trotz der offenbar schwierigen Produktionsbedingungen entwickelte sich „Legend“ über die Jahre zu einem Kultklassiker des Fantasy-Genres. Der Film, der die Geschichte eines jungen Helden erzählt, der eine Prinzessin und die Welt vor den Mächten der Finsternis retten muss, erhielt bei seiner Veröffentlichung gemischte Kritiken, fand aber später eine treue Fangemeinde. Currys Performance als der gehörnte Antagonist gilt heute als eine seiner denkwürdigsten Darstellungen und wird von Fans des Horror- und Fantasy-Genres besonders geschätzt. Der Film spielte weltweit etwa 23 Millionen US-Dollar ein, was angesichts des Budgets von 25 Millionen Dollar als enttäuschend galt. Dennoch etablierte sich „Legend“ durch Heimvideo-Veröffentlichungen und Fernsehausstrahlungen als Kultfilm, der heute als wichtiger Beitrag zur Fantasy-Filmgeschichte der 1980er Jahre gilt.
Die Enthüllungen des Veteranenschauspielers werfen ein neues Licht auf die Entstehungsgeschichte des Films und zeigen, dass auch in Hollywood-Produktionen nicht immer alles reibungslos verläuft. Für Fans beider Schauspieler dürften Currys Aussagen überraschend sein, da beide Akteure während der Promotion professionell agierten und ihre persönlichen Differenzen nie öffentlich austrugen. Diese späten Enthüllungen unterstreichen einmal mehr, welche Herausforderungen bei großen Filmproduktionen hinter den Kulissen auftreten können und wie unterschiedliche Persönlichkeiten und Arbeitsweisen zu Konflikten führen können, die erst Jahre später ans Licht kommen.