Fans der beliebten britischen Gangster-Serie Peaky Blinders müssen nach dem Ende der Erfolgsserie nicht verzweifeln. Die düstere Historienserie Taboo mit Hauptdarsteller Tom Hardy bietet eine packende Alternative für Zuschauer, die ähnlich intensive Unterhaltung suchen. Die Serie kombiniert historisches Drama mit kriminellen Machenschaften im viktorianischen London und wurde von Kritikern als eine der besten britischen Produktionen der letzten Jahre gefeiert.
Tom Hardy brilliert als James Keziah Delaney
In der Hauptrolle verkörpert Tom Hardy den mysteriösen James Keziah Delaney, der nach Jahren in Afrika nach London zurückkehrt. Die Serie spielt im Jahr 1814 und zeigt Delaneys Kampf um das Erbe seines verstorbenen Vaters. Hardy, bekannt aus Filmen wie Venom und Dunkirk, liefert eine intensive schauspielerische Leistung ab. Seine Darstellung des zerrissenen Protagonisten erinnert an die komplexen Charaktere aus Peaky Blinders.
Der Charakter Delaney ist geprägt von traumatischen Erfahrungen in Afrika und mysteriösen Ritualen, die ihm übernatürliche Fähigkeiten verleihen sollen. Hardy entwickelte die Figur gemeinsam mit seinem Vater Chips Hardy und Autor Steven Knight, der auch für Peaky Blinders verantwortlich zeichnet. Diese kreative Verbindung erklärt die thematischen Ähnlichkeiten zwischen beiden Serien. Delaneys Rückkehr nach London löst eine Kettenreaktion aus, die sowohl persönliche Rachegelüste als auch geopolitische Konflikte anheizt.
Düstere Atmosphäre im viktorianischen London
Die Serie zeichnet sich durch ihre atmosphärische Darstellung des historischen Londons aus. Korruption, Gewalt und politische Intrigen prägen die Handlung. Delaney muss sich gegen mächtige Feinde behaupten, darunter die Ostindien-Kompanie und die amerikanische Regierung. Die brutale Realität der damaligen Zeit wird schonungslos gezeigt. Fans düsterer Serien finden hier genau die richtige Mischung aus Drama und Spannung.
Das viktorianische London wird als schmutzige, gefährliche Metropole dargestellt, in der Armut und Reichtum direkt nebeneinander existieren. Die Dreharbeiten fanden an authentischen Schauplätzen statt, darunter historische Gebäude in London und Wales. Die Kostüm- und Szenenbildner erschufen eine detailgetreue Rekonstruktion der Epoche, die von Historikern für ihre Genauigkeit gelobt wurde. Besonders beeindruckend sind die Darstellungen der Londoner Docks, wo illegale Geschäfte und internationale Handelskonflikte aufeinandertreffen.
Komplexe Handlungsstränge und politische Intrigen
Taboo verwebt geschickt persönliche Rachegeschichten mit den großen politischen Ereignissen der Zeit. Der Krieg von 1812 zwischen Großbritannien und den USA bildet den historischen Rahmen für Delaneys Machenschaften. Seine strategische Position als Besitzer von Nootka Sound, einem wichtigen Handelsposten, macht ihn zu einem wertvollen Verbündeten für beide Seiten. Die Serie zeigt detailliert, wie Handelskompanien wie die East India Company politische Entscheidungen beeinflussten.
Die Nebenfiguren sind ebenso vielschichtig wie der Protagonist selbst. Delaneys Halbschwester Zilpha, gespielt von Oona Chaplin, verkörpert die unterdrückte Rolle der Frauen in der damaligen Gesellschaft. Sir Stuart Strange, dargestellt von Jonathan Pryce, repräsentiert die korrupte Elite der East India Company. Diese Charakterkonstellation erinnert stark an die Familiendynamiken und Klassenkonflikte in Peaky Blinders, verlegt sie jedoch in ein noch düstereres historisches Setting.
Verfügbarkeit und Streaming-Optionen
Die erste Staffel von Taboo umfasst acht Episoden und wurde ursprünglich von BBC One und FX produziert. Deutsche Zuschauer können die Serie über verschiedene Streaming-Plattformen abrufen. Die Verfügbarkeit variiert je nach Anbieter und Region. Eine zweite Staffel wurde bereits angekündigt, befindet sich jedoch noch in der Entwicklungsphase.
Die Produktion der zweiten Staffel verzögerte sich aufgrund von Tom Hardys vollen Terminkalender und den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Fans müssen sich noch gedulden, da Hardy gleichzeitig an mehreren Filmprojekten arbeitet. Die Macher versicherten jedoch, dass die Fortsetzung definitiv kommen wird und die Geschichte von James Delaney weitererzählt wird.
Für Liebhaber britischer Krimiserien stellt Taboo eine würdige Ergänzung zum Serienrepertoire dar. Die Kombination aus historischem Setting, starken Charakteren und packender Handlung macht die Serie zu einem Geheimtipp. Tom Hardys überzeugende Performance und die authentische Darstellung des 19. Jahrhunderts sorgen für ein intensives Seherlebnis, das Peaky Blinders-Fans begeistern wird. Die Serie beweist, dass britische Produktionen auch abseits der bekannten Erfolgsformate außergewöhnliche Qualität liefern können.