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Wonder Wheel (US 2017)


Genre      Drama
Regie    Woody Allen ... 
Buch    Woody Allen ... 
Darsteller    Juno Temple ... 
Justin Timberlake ... Mickey Rubin
Kate Winslet ... Ginny
 
Agent KarlOtto
 
Wertungen11
Durchschnitt
5.91 
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Start in den deutschen Kinos:
11.01.2018



Eine Meinung   [Ihre Meinung zu diesem Film]

WinstonSmith
28.02.2018 12:48 Uhr / Wertung: 8
Im Vorfeld wusste ich über diesen Film überhaupt nichts, und als ich dann im Vorspann erfuhr, dass dies ein Woody Allen Film mit Justin Timberlake ist, das fiel bei mir gleich die Klappe. Dass was ich bisher von Justin Timberlake als Darsteller gesehen hatte, hat mich in keiner Weise überzeugt, und die Woody Allen Filme der letzten 20 Jahre waren einer schlechter als der andere. Von daher habe ich zu Beginn des Films gar nicht so recht aufgepasst, und hoffte nur, dass es nicht allzu schlimm werden wird.
Doch zu meiner großen Überraschung zog der Film dann doch recht schnell meine wachsende Aufmerksamkeit auf dich, als ich bemerkte, dass dort etwas Ungewöhnliches gezeigt wird, das nur in Randbereichen den sonstigen Woody Allen Filmen ähnelte.
Es war zwar das typische alt New Yorker Setting, die immer verwendete Jazz Musik, und es gab auch drei der klassischen Woody Allen Figuren (zwei Gangstertypen und ein zündelnder Junge), doch der Rest war doch sehr untypisch denn es fehlte das besondere Jüdische, das sonst in fast allen seinen Filmen eine tragende Rolle spielt. Stattdessen erinnerte mich die Intensität des Spiels, und die Dramaturgie der Handlung immer wieder an "Die Katze auf dem heißen Blechdach" (1958), welches einer meiner Lieblingsfilme ist. Manchmal ist das Drama das besonders die Hauptfigur empfindet etwas zu dick aufgetragen, und die Figur ihres Sohnes, der ständig alles in Brand steckt, hätte man weglassen können, aber das war es schon mit der Kritik an der Ausführung, denn einen Woddy Allen zu sehen, der nicht aus Klamauk und intellektuellen Witzchen, sondern aus intensiven Emotionen besteht, hat mich sehr begeistert. Zu meinem großen Erstaunen macht sogar Justin Timberlake eine gute Figur, und liefert eine, vielleicht etwas steife, aber akzeptable Leistung ab (wenn er nur nicht permanent beim Sprechen mit dem Kopf wackeln würde als habe er eine neurologische Erkrankung!!).
Was mich außerdem sehr fasziniert hat, ist, eine Kameraeinstellung die häufig wiederholt wird, und die ich so bisher nirgends gesehen habe: eine nahe Portraitaufnahme mit sehr hellem Gegenlicht, so das die Iris der Darsteller durchscheinend wird. Das sieht wirklich ungewöhnlich aus.
Alles in allem ist der Film eine Überraschung, absolut lohnenswert, und ich hätte nicht gedacht jemals wieder von einem Woddy Allen Film begeistert zu sein.

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