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Watchmen (US 2009)

Watchmen - Die Wächter (DE 2009)


Genre      Action / Drama / Fantasy / Sci-Fi
Regie    Zack Snyder ... 
Buch    Alan Moore ... (Comicvorlage)
Alex Tse ... 
Dave Gibbons ... (Comicvorlage)
David Hayter ... 
Produktion    Lawrence Gordon ... 
Lloyd Levin ... 
[noch 16 weitere Einträge]
 
Agent Bast
 
Wertungen903
Durchschnitt
7.75 
     Meine Wertung
[Prognose] [Werten]


DVD-Erscheinungstermin:
20.08.2009

Start in den deutschen Kinos:
05.03.2009



83 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

WinstonSmith
26.11.2017 16:05 Uhr / Wertung: 7
Kaum zu glauben, dass es früher derartig gute DC-Filme gab! Ernsthaft, ehrlich, brutal, unkorrekt, mit Substanz, schlicht ein Film für Erwachsene in dem gesagt wird was Sache ist. Sicher, die Kostüme sehen albern aus, aber das ist auch die einzige Kritik die ich hätte, ansonsten bin ich begeistert und sprachlos.
Da werden in den Jahren seit "Watchmen" viele viele Lobbygruppen das Studio bearbeitet haben, bis sie erreicht hatten, dass nun der immer gleiche weichgespülte Kram dabei herauskommt, den man heute von DC zu sehen bekommt.
Teler
18.01.2011 23:29 Uhr / Wertung: 10
Ist hier bei den Darstellern nicht was durcheinandergekommen? Billy Crudup hat den Dr. Manhatten gespielt und Jackie Earle Haley den Rorschach.
Cabal
09.01.2011 14:30 Uhr
Der Kommentar unter mir von Stockholm Hero verdeutlicht warum ich eher selten Kommentare verfasse. Wenn man nichts (intelligentes) zu sagen hat sollte man es vielleicht einfach lassen. Damit mein Kommentar nicht vergleichbar inhaltlos/kurz gerät formuliere ich dann auch noch mal meine Meinung zu einem meiner 10er-Filme. Ich bin relativ ohne Erwartungen in den Film gegangen, da ich weder die Graphic Novel gelesen habe, noch ein besonderer Fan von Zack Snyder bin. Das "Dawn of the Dead"-Remake war eine positive Überraschung und 300 hat mich nicht gerade begeistert. Umso erstaunter war ich dann von diesem Film, der mich direkt begeistert hat und dessen Wirkung sich auch bei wiederholtem Schauen des Director´s Cut nicht abnutzt. Optisch genial, gut gespielte, kaputte Charaktere in einer tollen Geschichte, was will man mehr? Für mich einer der besten Filme der letzten Jahre. Ich bin schon sehr gespannt auf "Sucker Punch", dem Trailer nach zu urteilen könnte der ähnlich genial werden.
Stockholm Hero
09.01.2011 14:19 Uhr
Fuchtbar langweiliger Mist.
SteffenX
10.02.2010 21:21 Uhr / Wertung: 11
Als ich Watchmen im Kino sah, bin ich mit der Vorstellung hineingegangen, na ja wieder ein Superheldenfilm. Heraus gegangen bin ich damals völlig durcheinander mit der Frage, was war das jetzt. Gebraucht habe ich noch 1 – 2 Tage, um den Film zu verarbeiten und zu sagen, absolut genial. Ich kenne die Comicserie nicht und fand ich auch so phantastisch.
Rorschach absolut kompromisslos in seinem Glauben an Gerechtigkeit (keine Kompromisse, nicht einmal im Angesicht des Weltunterganges) und sein Ende in der Antarktis, Dr. Manhattan in seinem Selbstfindungsprozess sind beeindruckend anzusehen. Überhaupt die Watchmen mit allen ihren Schwächen und Makeln war mal etwas ganz anderes.
Habe ihn mir letzte Woche noch mal auf DVD angesehen und war wieder völlig begeistert.
RimShot
22.08.2009 00:22 Uhr
Nach Zweitsichtung nehme ich das Negative zurück.
Wahrlich, ein Meisterwerk!
RimShot
21.08.2009 12:53 Uhr
Puh...ein sehr interessanter Film, der einem etwas völlig Unerwartetes bietet, so fern man die Comics nich kennt. Ich meine...ich habe die vielen Rezensionen gelesen, das der Film anders ist und so, aber das was ich hier gesehen habe war dann trotzdem sehr unerwartet.

Gleich die erste Stunde war für mich eher etwas langweilig, denn der langsame Erzählstil lässt nicht gleich durchschimmern um was es denn nun eigentlich geht, was allerdings nicht heißt das der Film kompliziert wäre, nein, nur facettenreich.
Nach einer Stunde kam dann dieser Monolog von Mr. Manhattan auf dem Mars und von da an hatte mich der Film in seinen Bann gezogen. Bedeutungsschwangere Bilder voller Ästhetik wechseln sich mit tiefgründigen Mono- und Dialogen und auch vor expliziten Gewaltspitzen wird kein Halt gemacht. Diese Mixtur hat mir wirklich zugesagt! Jede Szene mit Mr. Manhattan ist der absolute Wahnsinn.
Leider kann ich nicht vom ganzen Film so schwärmen denn leider ist, wie schon erwähnt, die erste Stunde nicht ganz so der Hit und meines Erachtens nach ist der Soundtrack teils etwas nervig. Das mag allerdings nur bei mir zutreffen da ich das ganze Zeug von Bob Dylan und Konsorten einfach nicht mehr hören kann.
Andererseits bietet der Soundtrack manchmal auch eine unaufdringliche und angenehme Untermalung vieler Szenen. Die Optik ist eigentlich zu jeder Zeit sehr gut gelungen und hat was Faszinierendes.

Völlig anders als erwartet, aber gut!
Komplett aus dem Hocker gerissen haben mich aber nur die Szenen mit Mr. Manhattan.
Thanatos
29.07.2009 23:53 Uhr / Wertung: 7
Vieles versteht man auch so... aber nicht alles. Ob man dafür die Comics kennen muss kann ich nicht beurteilen. Der Film ist jedoch nicht so der Überflieger, also nicht zu viel erwarten. Aber wenn du dir den Film komplett anschaust, dürften mehr wie 4 Punkte dabei rausspringen ;-)
Nexos
29.07.2009 23:41 Uhr
Dann formuliere ich meine Frage halt um... damit sie jeder versteht. Muss man die Comicreihe kennen um den Film/Plot/Sinn zu verstehen oder reicht der Film aus um ihn sooo toll zu finden?
janssen
29.07.2009 19:00 Uhr / Wertung: 5
@wonderwalt
sollte es stimmen? ich bin nicht der einzige, der sich bei dark knight gelangweilt hat und vorzeitig das kino verließ???
wonderwalt
29.07.2009 16:19 Uhr / Wertung: 6
Da muß ich Nexos zur Seite springen. Mir ging's genauso. Auch wieder einer der Super-Helden-Gähner, der verzweifelt versucht einen auf tragisch-modern zu machen. Ich bin ja schon beim albernen "Dark Knight" eingeschlafen. Und verstanden hab ich nun wirklich alles in diesen Filmen. ;-)
Dr. Zoidberg
29.07.2009 14:53 Uhr / Wertung: 9
Dann hast du den Film offensichtlich null verstanden
Nexos
29.07.2009 12:06 Uhr
Muss man Comickenner sein um den Film zu mögen? Habe ihn bis zur Mitte damals verfolgt und bin eingeschlafen so wenig ist in dem Film passiert. Wenn es um (Super)Helden gehen soll, stelle ich mir einen Film mit viel Krach und Action vor und nicht trübsalblasende depressive Charakteren.
Kazushi
13.07.2009 01:19 Uhr / Wertung: 8
Wir werden in Deutschland den DC auch bekommen, nur halt erst im nächsten Jahr. Fraglich ist nur der Integral-Cut, da hierzulande die Rechte für Watchmen und Tales.. bei zwei verschiedenen Verleihern liegen...
Mr.Blond
12.07.2009 22:21 Uhr / Wertung: 10
Nach Sichtung des DC fällt es mir beim besten Willen nicht schwer zu sagen "was für ein verdammtes Meisterwerk". Die 25 zusätzlichen Minuten werten den Film nochmal deutlich auf und er fühlt sich einfach "komplett" an. Zwar ist für die Hardcorefans zu Weihnachten noch ein Ultimate Director´s Cut angekündigt in dem noch die Black Freighter Story in animierter Form enthalten sein wird, aber meiner Meinung nach braucht es das gar nicht (ich empfand diesen Comic im Comic beim lesen ehr störend). Die 186min-Fassung ist zudem sowieso die Wunschfassung des Regisseurs. Selten hat es eine Adaption geschafft so unglaublich genial und vor allem mit so unglaublicher Liebe zum Detail umgesetzt zu werden (auf anhieb könnte ich da nur Sin City nennen). Leider werden die deutschen Fans wieder mal in die Röhre gucken da eine Veröffentlichung des DC "vorerst" nur in den USA stattfinden wird. und nach den nicht gerade prickelnden Einspielergebnissen an den deutschen Kinokassen ist es sehr unwahrscheinlich das Paramount hier nachträglich eine längere Fassung nachschiebt, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt. Also heißt es für alle die den Film in kompletter Form genießen wollen, und vor allem nicht noch ewig warten wollen, fleißig die DVD oder Blu-Ray importieren. Wert ist er es allemal!
Donauwelle
26.04.2009 20:18 Uhr - Letzte Änderung: 26.04.2009 um 20:20
Seit paar Tagen kann man sich bei Amazon.de die DVD/Blu-ray und andere begeisternde Sondereditionen vorbestellen. Da ist sicher für jeden Fan was dabei...

http://www.amazon.de/s?ie=UTF8&tag=firefox-de-21&index=blended&link_code=qs&field-keywords=dvd%20watchmen&sourceid=Mozilla-search
Knille
25.04.2009 19:39 Uhr / Wertung: 8
Beinahe! Beinahe hätte sich Zack Snyder, der mit 300 ein visuell beeindruckendes, doch inhaltlich abscheulich stumpfsinniges Heldenepos ablieferte, mit Watchmen rehabilitiert. Man muss ihm schon Respekt zollen, dass er eine derart intelektuelle Comicvorlage verfilmt, ohne der Versuchung stattzugeben, sie partout in den Mainstream runterziehen zu wollen. Angesichts der brillanten Vorlage und der talentierten Darsteller hätte Watchmen auch wirklich ganz großes Kino werden können. Beinahe wäre dies auch gelungen, würde Watchmen nicht letztlich doch am handwerklichen Unvermögen von Snyder scheitern. So bleibt ein Film, der zum Klassiker hätte werden können, leider nur ein Film voller verschenktem Potential, ein Film voller "beinahe".

Ein Film mit beinahe perfektem Soundtrack, hätte Snyder nicht unbedingt Nenas "90 Luftballons" unterbringen müssen, was weder musikalisch noch atmosphärisch zum Rest des Films passt und letztlich nur einen störenden Fremdkörper darstellt.

Ein Film mit beinahe perfektem Cast, hätte man nicht auch Malin Ackermann besetzt, die sich redlich müht und ihr Unvermögen mit vollem Körpereinsatz wettzumachen glaubt, gegen das Talent ihre Kollegen aber nicht den Hauch einer Chance hat.

Eine beinahe perfekte Umsetzung der Vorlage. Viele Szenen des Comics finden sich nahezu 1:1 in der Verfilmung wieder, die Optik des Filmes ist der des "Graphic Novels" verblüffend nahe. Angesichts der Hingabe, mit der Snyder die Bilder des Comics nahezu unverändert auf die Leinwand bringt, ist es umso unverständlicher, wieso er so fahrlässig mit den Figuren umgeht. Am ärgerlichsten die in anderen Kommentaren schon angesprochene Szene, in der Rorschach den (vermeintlichen) Kinderschänder tötet. Während dieser im Film sein Verbrechen zugibt, tötet Rorschach in der Vorlage ohne jeglichen Beweis einer Schuld. Die Möglichkeit, dass Rorschach in seiner Verblendung einen Unschuldigen tötet, wird im Film einfach herausgekürzt. Dafür wird der im Comic kaltblütig und überlegt mordende Rohrschach im Film zu einem impulsiven Heißsporn. Damit wird der Charakter Rorschachs einmal spontan um 180 Grad gedreht, was weder der Vorlage gerecht wird, noch zum Charakter der Figur passt.


Bleibt zu guter Letzt die beinahe perfekte Inszenierung. Snyder hat Talent, ohne Frage. Die Inszenierung ist über weite Strecken wirkungsvoll und atmosphärisch, keine Frage. Wären da nur nicht Snyders tourette-hafte Gewaltausbrüche, die zum Rest des Filmes nicht so recht passen wollen und eine atmosphärische Genre-Perle immer wieder zu einer pubertären Gewaltphantasie werden lassen. Das ist äußerst schade, denn absurderweise nimmt gerade die so explizite Darstellung der Gewalt jegliche Wirkung.

Ein guter Film ist Watchmen ohne Frage, doch das erhoffte (nein, erwartete!) Meisterwerk ist er nicht. Und das ist verdammt schade.

Dr. Zoidberg
12.04.2009 22:16 Uhr / Wertung: 9
Es gibt übrigens mittlerweile eine "Watchmen Fans Against Debbie Schlussel" Facebook Gruppe :D
El Camel
28.03.2009 18:13 Uhr - Letzte Änderung: 28.03.2009 um 18:15
Für mich gemessen an dem was der Trailer versprach eine der ganz großen Enttäuschungen des noch jungen Kinojahres. Da ich mich selber, anders als manch anderer hier, niemals als Cineasten bezeichnen würde kann ich schon verstehen warum der Film an den Mainstream Kassen gefloppt ist. Die in der Geschichte konstruierte Gesellschaft konnte mich genausowenig überzeugen wie jene Pseudo Superhelden. Auch die Story ansich kann nur deswegen bei mir punkten weil ich nichts vorhersehen konnte.

Irgendwie wirkte der Film auf mich wie billigste Flickschusterei. Musik voll verfehlt, Szenenbilder teilweise sehr lieblos (wenn man mal an 300 denkt) und obendrein unglaubwürdige Charaktere. Und das ganze wird dann auf teilweise unsäglich langatmigen 150 Minuten breitgetreten.

Wer mir jetzt mit der "Comic-Verfilmungs-Keule" kommen will dem antworte ich: Dann hat der Film nicht im Mainstream verloren und hätt vielleicht lieber ins Programmkino verlegt werden sollen.

Und um die aktuelle Diskussion nochmal aufzugreifen: Die gezeigte Gewalt ging deutlich über das Maß der Erträgichkeit hinaus und war in meinen Augen wirklich nur dazu da um... naja... öhh... keine Ahnung wofür sie da war.

Unterdurchschnittliche 4 Punkte.
Dr. Zoidberg
26.03.2009 10:50 Uhr / Wertung: 9
@Urdar: Ja, sieht man
Urdar
25.03.2009 22:47 Uhr
Stimmt die Szene mit der Flex hatte ich ganz vergessen.
Während im Comic gerade Rorschach derjenige ist der seine Umgebung zu seinem Vorteil ausnutzt und den Gegner eher in Fallen lockt und das unterschätzen seiner person zu seinem Vorteil nutzt, ist er gerade in der Szene nur ein Schläger und der geplante schlag verkommt zum Zufall.
CS-M
25.03.2009 22:39 Uhr / Wertung: 6
Zum Thema Gewalt möchte ich mich auch noch äußern, weil es zu meinen Lieblingthemen gehört: Watchman ist wieder so ein Film, in dem Gewalt zum Selbstzweck wird. Typisch übrigens für Snyder, wie ich finde. Ich brauche keine in Zeitlupe berstenden Knochen, um zu verstehen, dass in Laurie und Dan noch ein Stück Superheld steckt. Dr. Manhattan muss die Leute nicht total zersplattern, damit der Zuschauer begreift, welch zerstörerischen Kräfte in ihm schlummern.
Eklatant ist die völlig verfehlt eingesetzte Gewalt bei Rorschach, dessen Charakter dadurch stark verzerrt wird. Gerade in der Szene, in der der Typ mit der Flex auf ihn zuläuft, ist der Unterschied sehr deutlich. Und natürlich in der Sequenz mit dem Kindsmörder.
Während die Gewalt im Comic sehr viel subtiler eingesetzt wird, pfeffert uns Snyder die Gedärme nur so um die Ohren, wann immer es ihm passt. Ob es zu der Tonalität des Films passt, ist ihm dabei herzlich egal. Er hat einfach kein Gespür für Timing.
Urdar
25.03.2009 16:23 Uhr
Spoiler.
Die Schlussszene hat folgenden Dialog (sinngemäß) "Alles ist Friede Freude Eierkuchen, wir haben nichts über was wir schreiben können!""Soll ich was aus der Spinner-Ablage holen?""mir egal was du machst, Hauptsache du machst irgendwas" ob man ihn dann noch auf die ablage zugehen sieht weis ich nicht, im Comic sieht man wie er seine Hand in Richtung der Ablage Streckt und ganz oben das Tagebuch liegt.
Zur Gewalt: In watchmen stört sie imho nur weil sie die Charaktere substantiell verändert. Ansonsten kann ich nur dazu sagen, das es für mich zur Emanzipation eines Mediums vom reinen unschuldigen Sonntagnachmittagsunterhaltung dazugehört. Es gibt Filme da dient sowas keinen höheren Zweck, das ist war, aber es gibt welche die ohne nicht funktionieren würden. (Irreversibel z.b. währe ohne seine schonungslose Darstellung ohne Existenzberechtigung)
Aber du hast rcht es ist ein müßiges Thema.
malleo
25.03.2009 15:51 Uhr / Wertung: 9
Spoiler

Ich finde es nicht so klar, dass die Rorschachs Tagebuch durchlesen und dann die ganze Sache auffliegen lassen. Immerhin landet das Buch in einem Korb mit den "Zusendungen der Spinner" (oder so ähnlich). Von daher wäre es gut möglich, dass die Sache bei der Zeitung gar nicht mit vollem Ernst behandelt wird. Klar, sobald sich jemand die Mühe macht der Sache nach zu gehen, fliegt alles auf, so wie ich das sehe stehen die Chancen aber gut, dass sich niemand weiter mit Rorschachs Geschichte befasst.


Natürlich ist Blut und Gewalt in der Kunst nichts Neues, die Frage ist nur, wieviel benötigt wird, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Nenn mich zart besaitet, aber mir scheint, dass es in den letzen Jahren immer mehr sein musste. Ich sehe Brutalität nicht als notwendiges Qualitätsmerkmal und insbesondere auch bei Watchmen erschließt sich mir nicht der Grund für diese Art der Darstellung: Story und Moral sind davon vollkommen unberührt. Außerdem wird bei den erotischen Szenen ja auch nicht jedes Detail gezeigt. Und warum? Weil es einfach überflüssig ist!
Aber dieses Thema ist müßig zu diskutieren, von daher möchte ich darauf an dieser Stelle eigentlich nicht weiter eingehen.
Urdar
25.03.2009 15:04 Uhr - Letzte Änderung: 25.03.2009 um 15:15
Spoiler
Die schlusszene an sich ist so gut und richtig, und genauso wie im Comic, aber man hat die Möglichkeit ungenutzt gelassen die Kraft des Tagebuchs zu unterstreichen und zu verstärken. In der Fassung ist sie die Geschichte Rorschachs, aber man hätte sie zum Sprengstoff machen können, das das ganze Konstrukt niederreißen kann,w as Veidt aufgebaut hat und die anderen Watchmen schützen wollen. Es hätte der Schwachpunkt sein müssen den Veidt übersehen hat, obwohl er so lange so viel geplant hat. Und mit dem wissen was genau im Comic anders ist ist das ende nicht wirklich offen und auch so ist eigentlich klar was passiert: wenn sie rausfinden was dort stht, werden sie es drucken, und irgendwann kommen sie auf die letzten Seiten und finden heraus, was Rorschach herausfand. Dann müssen sie nur noch eins und en zusammenzählen. Ich bin gespannt auf die Langfassung, vielleicht kann die es rausreißen.
von Wegen Gewalt als Kunstform: a) war die drastische Gewalt Absicht und sollte aufrütteln. b) Blutästehtik ist kein neues Motiv, es ist so alt wie die Menschheit selbst. Etwas wird nur makaber, wenn man mit zuviel Moral an etwas heran geht und nicht die nötige Distanz zu einem Fiktiven medium wahren kann.
Nachtrag zum langen Beitrag:
Der Film hat im gegensatz zum Comic die Richtige Farbpalette erwischt:
Während der Comic in klassisch Knalligen Farben ist, so wie es die meisten Superheldencomics sind, ist der Film Düster und melancholisch, wie seine Handlung.
Nachteil ist jedoch das er vrutaler als der Comic ist. nicht weil es abstossend sein könnte, sondern weil die "Costumed Adventures" damit deutlich stärker rüberkommen als sie es eigentlich sind.
Das Moralische aufrütteln das Snyder wollte, mag zwar erreicht worden sein, jedoch verfälscht es etwas die Geschichte.
malleo
25.03.2009 14:53 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 25.03.2009 um 14:55
Spoiler!

@Urdar Ich habe den Comic zwar nicht gelesen, aber ich finde mit dem Ende des Films kann man durchaus zufrieden sein. Gerade durch den Twist mit Rorschachs Tagebuch wird die Sache doch erst interessant. Rorschach, der einzige Watchman, der nicht mit einer Lüge leben will opfert sich für seine Ideale. Sein Tagebuch geht zwar an die Presse, aber was die daraus machen wird bleibt im Film (mir scheint die Zeitung hat im Comic eine größere Bedeutung) ungeklärt. Es bleibt daher dem Zuschauer überlassen, wie er den Ausgang sieht und ob ihm gefällt wohin die Geschichte führt.
Gerade aufgrund des offenen Endes finde ich den Film ziemlich gelungen.


Mein einziger Kritikpunkt wäre die explizite Gewaltdarstellung, die hier auf eine künstlerische Ebene verlagert wird, was ich sehr makaber finde, da man Mord und Totschlag nicht als Kunstform celebrieren sollte...
Urdar
25.03.2009 14:31 Uhr
Bearbeiten frisst jedesmal meinen Browser jetzt:
Zum lesen des Spoilertextes, dein Teil markieren.
Urdar
25.03.2009 14:27 Uhr - Letzte Änderung: 25.03.2009 um 14:29
Zack Snyder scheitert mit Watchmen auf hohem Niveau.
May contain nuts and/or Spoilers.
Lange habe ich mit mir gehadert eine Meinung zu diesem Film formulieren zu können, doch nun habe ich es gefunden, das was mich wirklich an dem Film stört, das was Snyder wirklich falsch gemacht hat, oder genauer gesagt: inkonsequent. Und ich muss CS-M für seinen Beitrag danken, denn er hat mir geholfen es zu finden.

Zu allererst möchte ich sagen: ich mochte Snyders 300. Das mag daran liegen, das ich ihm jedweglichen Anspruch über Unterhaltung hinaus abspreche, und denke damit auch richtig liege, das der Film nur unterhalten soll, und keine politische Aussage treffen, in sofern sind mir irgendwelchen neo-faschistischen Anätze in dem Film ziemlich schnuppe. Aber sprechen wir lieber von dem Film um den es hier geht:

Watchmen ist ein guter Film, und eine sehr angemessene Comic-verfilmung, er bleibt erfrischend nah am Originalwerk und die meisten Kürzungen sind unwichtige Nebengags. Einige Änderungen sind der unterschiedlichen Dramaturgie der beiden Medien verschuldet. Einige sind davon gelungen, andere weniger. (Nena war nun wirklich unpassend, dafür hat Halleluja seinen Zweck erfüllt) Die einzig wirklich gravierende Änderung, nämlich die endgültige Auflösung, liegt vermutlich daran, das das Original für nicht Comic-Leser sehr schwer nachzuvollziehen währe, besonders, weil es jede menge Zusatzszenen erfordert hätte um Plausibel zu sein. Im Comic sind sie drin, im Film entsprechend nicht.
Und genau in dieser Änderung leigt die wahre Schwäche des Films. Nichtienmal darin das sie gemacht wurde, nein, sondern darin das sie nicht vollends ausgenutzt wurde. Man hätte die Aussage des Films, besonders die Schlussszene deutlich verstärken können. Noch viel stärker als es im Comic war, in einem Maße wie es mit dem Original Ende gar nicht gegangen währe. genau hier scheitert Snyder eklatant. Er scheitert daran seine Vorsichtigen Änderungen zu vorsichtig zu machen, und gleichzeitig ein Paar stellen zuviel zu kürzen. Er hält sich zu sehr ans Original und aht sich zugleich zuweit davon entfernt.
Worauf ich anspreche ist die fehlende Erläuterung der wahren Rolle der "New Frontierman", was das für eine Zeitung ist, wo sie angesiedelt ist und wer ihr Treuester Leser ist. (was auch natürlich obendrein die Schlussszene schlüssiger werden lässt) Ich habe die Hoffnung das diese Szene über den letzten Eintrag in Rorschachs Tagebuch in der längeren Fassung drin ist, da ich ihr einige Bedeutung zumesse.
Mit dieser Szene, leicht umgeschrieben mit dem was sie kurz vorher herausgefunden haben, und in Anbetracht der neuen Auflösung, währe es möglich gewesen eine Ende zu erreichen, das wirklich einen tiefen eindruck hinterlässt, und das ganze zu unterstrechen.

Here be Spoiler:
Worauf ich genau anspiele ist, das Rorschach und Niteowl in Veidts Büro beweise dafür finden das Veidt hinter der Firma steckt die die Ganzen Krebskranken produziert hat, die mit Dr.Manhattan zu tun hatten und damit im Grunde den Beweis, das Veidt der Verantwortliche hinter der Kampagne gegen Manhattan ist, und das ganze nur erfunden ist. Diese schreibt er nun in sein Tagebuch, das er dem New Frontierman schickt, den einzigen Personen denen er vertraut, weil sie seine Ansichten Teilen. Durch das neue Ende, in dem Dr.Manhattan die Gemeinsame Bedrohung ist (hier hätte man auch noch am besten deutlicher sagen sollen, das Dr.Manhattan, die ultimative Waffe gegen die Sowjets, die Supermächte zwingt miteinander aus zukommen, das währe eine schöne Wandlung gewesen) würde das ganze Konstrukt sofort mit dem auftauchen des Tagebuchs zusammenbrechen lassen, da sofort auffliegen würde, das nicht der Übermensch Manhattan dafür verantwortlich ist, sondern Veidt das ganze eingefädelt hat, und somit die Bedrohung, die den Frieden wahrt, sich in Luft aufgelöst hätte. Dies währe der Ultimative Sieg Rorschachs über diejenigen gewesen, die zum Wohle aller die Sache verschwiegen wollten, und für die er auch im Grunde gestorben ist. Es währe wieder von vorne losgegangen, denn wie Manhattan im Comic Tatsächlich sagte: "Es endet niemals."

So kann ich Watchmen, obwohl er eigentlich ganz gut ist, nur 7 Punkte geben.

Achja: zu moore und filmumsetzungen: Moore or less
CS-M
25.03.2009 00:36 Uhr / Wertung: 6
Es war die Chance von Zack Snyder sich als Regisseur zu rehabilitieren. Der Mann, der das neo-faschistische Machwerk "300" verbrochen hatte, versuchte sich an einem der größten Comicepen aller Zeiten. Hier hätte Snyder zeigen können, was für ein Regisseur er ist. Hätte...
Nicht umsonst verweigert sich Alan Moore konsequent den Verfilmungen seiner Graphic Novels. Die Sprache des Comics sei nun mal eine explizit andere und eigenständige und daher nicht als Film umzusetzen, sagt er. Diesen Spruch hätte sich Snyder zu Herzen nehmen sollen. Tatsächlich klebt er zu sklavisch an der Comicvorlage, übernimmt Dialoge und Plot nahezu 1:1, höchstens Kürzungen gönnt er sich, wohl mehr aus zeitökonomischen Gründen. Und so liefert er einen Film ab, dem man die ganze Zeit anmerkt, dass die Handlung nie zur Verfilmung gedacht war. Deshalb muss er sie auch künstlich mit überdrehten Actionsequenzen und übertriebener Splatter-Gewalt für die Leinwand aufpeppen. Synder vertut die Chance auf eine eigenständige Interpretation des Meisterwerks. So wie X-Men vor allem erst wegen der Konzentration auf den Hauptcharakter Wolverine ein guter Film wurde, hätte vielleicht auch Watchmen von diesem Kniff profitieren können. Welcher Kinogänger hätte nicht gerne noch mehr Rorschach, dem unbestritten besten Charakter des Films, gesehen?
Und so strotzt der Film vor inszenatorischen Schwächen, die auch die mitunter skurrile Musikauswahl (Nena) nicht auffangen kann, sondern eher verschlimmbessert. Leider trägt auch der Cast nicht dazu bei, zu retten was zu retten ist. Vor allem Malin Akerman agiert als Miss Jupiter unfassbar hölzern und glänzt leider nur in einer einzigen Szene dank vollem Körpereinsatz. Auch Ozymandias und Dan Dreiberg bleiben erschreckend blass. Überzeugen können vor allem Rorschach und der diabolische Comedian. Bei den Schauspielern wurde definitiv am falschen Ende gespart.
Watchmen scheitert nicht als Comic-Verfilmung, sondern vor allem als eigenständiger Film. Der Regisseur bringt keine kreative Eigenleistung und vermag keine Handschrift erkennen zu lassen. So ist es letztlich allein der formidablen Vorlage zu verdanken, dass Watchmen als Film überhaupt funktioniert: Als bildgewaltiger, symbolhafter Abgesang auf die moderne Welt.
Lotterbast
22.03.2009 17:11 Uhr
Ohh mein Gott, was für ein Schrott.
Der "Film" ist in der ersten Hälfte mehr als Konfus über Rückblenden, die im Halbdunkel oder im Regen spielen, aufgebaut. Und das dazu noch überaus langweilig. Die Tricks sind gut gemacht. Aber der Rest......

Zack Snyder braucht meiner Meinung nach dringend psychologische Hilfe. 0 Punkte.
Caenalor
16.03.2009 21:04 Uhr / Wertung: 7 - Letzte Änderung: 16.03.2009 um 21:05
Als (Noch-)Nichtleser des Comics fand ich Watchmen sehr nett anzusehen, aber letztlich doch deutlich enttäuschend. Aber nicht aus dem Grund, den die Fans seitens der Nichtfans allgemein voraussahen, dass der Film also zu komplex und zu ungewöhnlich sei. Sondern gerade aus dem Gegenteil heraus - nach all den Vorschusslorbeeren erwartete ich ein besonders komplexes und ungewöhnliches Werk, das gebotene war mir aber daran gemessen zu gewöhnlich.

Denn trotz eines düsteren Grundtons, viel Charakterarbeit und einiger toller Meta- und Sozialkommentare habe ich insgesamt doch einen Superheldencomic gesehen, und keinen Anti-Superheldencomic. Die meisten Figuren verhalten sich eben doch heldenhaft, es gibt eine Menge Action und gemeinsam geht man gegen den großen Weltuntergangsplan an. Und so ein paar typische Comicplattitüden, die nicht den Eindruck erweckten, selbstironisch zu sein, gab es auch (Dr. Manhattans Entstehungsgeschichte, Nightowls Ausrüstung, die platte weibliche Hauptrolle, ...) Dazu waren die Darsteller von sehr gemischter Qualität, der von Rorschach klasse, die von Silk unterirdisch.

Ich bin mir nicht sicher, ob der Film an Vorbild und Selbstanspruch gescheitert ist, oder ob er nur von außen zu mehr gemacht wurde, als in ihm steckte. Aber der große Genremeilenstein ist er für mich nicht. Sehenswert und mit einer Menge interessanter Tiefen dabei aber durchaus. 7 Punkte, vielleicht später mehr für die Langfassung. Und den Comic werde ich sicher auch mal lesen.
messina
16.03.2009 18:47 Uhr / Wertung: 9
@Knille ... ich sagte, ich habe den Comic noch nicht durch ... aber stimmt schon, ich kannte die anderen Figuren soweit.
Knille
16.03.2009 18:33 Uhr / Wertung: 8
@messina: Äääh, kann das vielleicht auch daran liegen, dass Du nach Lesen des Comics ohnehin schon wusstest, wer dahinter steckt? ;-)
Ich (als jemand, der den Comic nicht kennt) jedenfalls wusste nicht sofort, wer der Killer des Comedian ist. Wie auch? Zu dem Zeitpunkt ist die Figur noch gar nicht eingeführt, man kann es also gar nicht wissen, ohne den Comic zu kennen.
messina
16.03.2009 17:44 Uhr / Wertung: 9
Ich weiss nicht wie es Euch ergangen ist, aber ich habe den Comic zu 4/5 durch und wusste bis dato nicht wer oder was hinter der ganzen Sache steckt. Beim Film wusste ich es schon als der Comedian seinen Abgang macht. Liegt wohl daran, das der Comic subtiler mit der Darstellung arbeitet.
mountie
16.03.2009 17:33 Uhr
Jau. Is mir auch fast lieber so. Denn die Geschichte is eh abgeschlossen, und hat eine sehr gute Verfilmung abbekommen. Was will ich also mehr?? Einzig eine vor Extras platzende DVD, und die kommt bei Kino-Misserfolg vielleicht früher als normal, weil die Macher möglichst schnell, viel Geld aus einem finaziellen "Flop" machen wollen. Soll mir also nur recht sein....;-)
KeyzerSoze
16.03.2009 15:01 Uhr / Wertung: 9
Dann kommt wenigstens keiner auf die blöde Idee ne Fortsetzung zu drehen ;)
masterofmuppets
16.03.2009 13:14 Uhr / Wertung: 11
Der Film ist an den Kinokassen wohl nicht so der Bringer. Schon in Woche 2 auf Platz 4 und in den USA schauts nicht besser aus. Schade...

Übrigens gibts einen Zeichentrickfilm auf 2 DVDs (Laufzeit 5h) "Watchmen: The Complete Motion Comics".
Weiss nicht obs was taugt. Scheint aber der Comic in mehr oder weniger bewegten Bildern zu sein.
El Camel
15.03.2009 03:14 Uhr
Nene - Der Titel ist und bleibt auf ewig vergeben... Wer hier aufmerksam die Kommentare auf sc11 liest, weiß welches Mitglied noch in jedem Film das Haar in der Suppe gefunden hat... :)
Horatio
14.03.2009 14:54 Uhr / Wertung: 7
Der Colonel entwickelt sich zum Miessmacher Nummer 1 bei Score 11 ;-)
Colonel
14.03.2009 13:52 Uhr / Wertung: 5 - Letzte Änderung: 14.03.2009 um 13:55
Ha, ich lach mich kaputt. Von allen bisher 2009 gesichteten Filmen ist sind die Watchmen bisher die größte Enttäuschung! Eigentlich ist genau das heraus gekommen, was ich mir nach Sichtung des damals aller ersten Teasers gedacht hatte, zwischenzeitlich hatte ich mich dann aber richtig gefreut, da der finale Trailer dann doch einen düsteren Endzeitfilm versprach, gepaart mit ein wenig Superhero Action. Jedoch ist genau was ganz anderes draus geworden. Ein zähes Stück Film, das ungemein im Tempo hinterher hinkt, durch die ständige Laberei eines materielosen blauen Schlumpf, auch genannt Dr. Manhattan, der nur leider allzu oft vergisst sich eine Hose anzuziehen. Wäre dieses lahme Erzähltempo der Geschichte nicht schon genug, versorgt uns Zack Snyder, für mich ab sofort der König der Zeitlupen, mit allerlei unnötigen und äußerst nervigen slowmotions in jeder erdenklichen Actionsequenz, das selbst dort keine Aufregung aufkommen mag. Statt sich um solche Effekt zu kümmern, hätte man mehr Zeit damit verbringen sollen, sich um die Charakterzeichnung und Atmosphäre des Films zu kümmern.
Zwar ist die Geschichte um die Watchmen ganz nett geschrieben und auch gut verwoben mit Geschehnissen aus der Realität (das Ende fand ich nebenbei auch ganz gut gelungen), aber man kann sich einfach nicht für einen Hauptstrang entscheiden und so tingelt man zwischen "Rohrschacht", Dr. Manhattan und der überaus blöden Liebesgeschichte von Miss Jupiter und ihrem Flegel, zwischendurch hat man das Gefühl, es geht im eigentlichen Plot überhaupt nicht voran. Vielleicht erhellt sich mein Gemüt ja etwas bei einer Zweitsichtung, obwohl ich der nicht sehr zuversichtlich entgegen blicke, da mir dafür zuviel Schwachsinn in diesem Film vorkommt. Mit dem Spirit und Marley sind die Watchmen 2009 das schlechteste was ich bisher gesehen habe und der Film anscheinend nur was für Fans der Comicvorlage, die ja nicht unbedingt genauso schelcht sein muss wie der Film. Eine weitere Erkenntnis ist, das ich Filme von Zack Snyder im Kino in Zukunft meiden werde. Dafür ist mir mein Geld, Zeit und Nerven zu schade.
rooks
10.03.2009 21:46 Uhr - Letzte Änderung: 10.03.2009 um 22:02
Stimmt, habe jetzt auch gesehen, dass es auf der Black-Freighter-DVD mit drauf sein soll, also kein Problem.
Dass sich die Story nicht für einen Mehrteiler eignet, kann ich aber nicht unterschreiben. Wenn das bei den ganzen (anderen) Superhelden-Comics klappt, funzt es auch hier. Einfach alles Bild für Bild genauso erzählen wie im Original, und schon würde aus dem 6(bzw.12)-teiligen Comic ganz leicht ein 3-teiliger Film. Mehrere kleine Episoden, getrennt durch kurze Black Screens mit je einem abschließenden Zitat, das wäre 1:1 und trotzdem leicht zu machen. Und je näher man dran bleibt, desto leichter wären auch die ganzen mehrdeutigen Off-Stimmen aus dem Original unterbekommen (z.B. die des Zeitungsverkäufers).
Aber was soll's, der Film ist gut - "schwarz wie der Teufel und süß wie ein geraubter Kuss". Ich sage nichts dagegen. Dass ich nur negative Punkte anspreche, liegt daran, dass ich DEN Film aller Zeiten erwartete. Gefallen hat's auch so, und die DVDs kommen ja auch noch...
Urdar
10.03.2009 20:47 Uhr
Also zum einen sind ja alle unterschiede (bus auf das fehlen von "under the hood") keine wirklichen Inhaltlichen Veränderungen. Es sind nette details auf die mana ber wenn so eine Verfilmung Zulange wird am ehesten verzichten kann.
Zum anderen: Das problem mit "under the Hood" ist, das s keine wirkliche Möglichkeit gab das irgendwie im Film so zu machen wie es im Comic war, deswegen kommt als Special Feature eine Pseudo-Doku, in der diese Seiten verfilmt werden auf der DVD (wurde bereits angekündigt)
mountie
10.03.2009 20:32 Uhr
@rooks Also ich als Kenner des Originals bin sehr angetan, von den vielen Kleinigkeiten DIE es in den Film geschafft haben. Das man bei Umsetzungen dieser Größenordnung so viel wie möglich der winzigen Details im Film unterzubringen, ist nämlich nun wirklich nicht an der Tagesordnung. Entweder wird gleich ein Mehrteiler angekündigt, was bei Watchmen wenig Sinn macht, da zuwenig Höhepunkte während des Storyverlaufes vorhanden sind, oder man streicht üblicherweise soviel aus dem Original, oder ändert alles mögliche, um es gerade einem Mainstream-Publikum zugänglich zu machen, siehe hier der unsägliche Eragon-Film.
Und das ist hier genau nicht passiert. Selten habe ich solch eine originalgetreue Comic-Umsetzung gesehen. Selbst Spider-Man und Co., die nun wirklich nicht gerade kompliziert und verschachtelt angelegt sind, wurden fürs Kino geändert, und da ist diese Watchmen-Umsetzung nun wirklich eine kleine Offenbarung.
rooks
10.03.2009 14:49 Uhr
Hm... Seit Jahren auf den Film gefreut. Neue 11er-Wertung erhofft. Gestern gesehen. Kann erstmal nur 8 Punkte geben. Mal gespannt auf die 'Black Freighter'-Version, vielleicht verdient die ja 9 oder sogar 10. Aber irgendwie wurde mir doch noch zu viel geändert. Viele typische Rorschach-Sprüche fehlten oder waren schlecht untergebracht (Stichwort: Schaum von den Lippen wischen; Stichwort: Eier aufschlagen; etc.), die Story mit Manhattan und dem Foto unzulänglich erzählt (beim Original damals Gänsehaut, im Film gar nichts), die großartige Story um Hollis Masons Vater und die Autowerkstatt fehlte (mal den DC abwarten), und die seinerzeit in Saw geklaute Szene mit der Säge auch. Dreiberg von Anfang an noch viel zu selbstbewusst, längst nicht so wie im Comic. Die Kämpfe allesamt nicht realitätsnah genug. Und wo blieb der Running Gag mit dem Schlosser? Wo der Witz mit dem Zigarettenanzünder und dem Stewardessen-Gehabe von Silk Spectre? Aus den leeren Kaffeebechern kann ein Nicht-Fan wohl kaum etwas schließen... Warum hatte das Luftschiff keinen Wasserwerfer? Warum wird an mancher Stelle so viel Zeit eingespart und z.B. die geniale Story um Dollar Bill nur in einem Nebensatz erwähnt, aber dann an anderer Stelle ewig lang auf den leeren Friedhof draufgehalten? Von 99 Luftballons will ich mal gar nicht anfangen. ^^
Tja, das sind so ein paar Kleinigkeiten, die mir spontan einfallen, gab aber auch noch andere. Für Nichtkenner des Originals sicher ein toller und sehr empfehlenswerter Film (jedenfalls um Längen besser als der Trailer versprach), aber für meinen Geschmack nicht nah genug am Original. Mal gespannt auf die DVD-Versionen...
UloPe
09.03.2009 02:14 Uhr / Wertung: 9
Und es geht doch! Das war schon die Zweite richtig gute Comic Verfilmung in letzter Zeit!

Und obwohl die Geschichte ehr ruhig erzählt wird, vergehen de 2:40 wie im Flug.

Coolster spruch des Films: You people don't understand. I'm not locked in here with you, you're locked in here with me!
Dr. Zoidberg
07.03.2009 00:31 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 07.03.2009 um 00:33
Ich habe die Graphic Novels nicht gelesen, hatte aber auch eigentlich nicht so die Probleme zu folgen (nur einmal gegen Ende, das lag aber daran, weil ich paar Worte nicht verstanden hab - OV übrigens) und fand den Film echt sehr sehr gut. Der Film ist eher ruhig erzählt, das hat mir aber bei The Spirit, Sin City, usw. aber auch schon sehr gut gefallen. Dank Slowmotion (die ich so in 300 schon genial fand), hat man in den Actionszenen sogar tatsächlich was gesehen und die Handlung hatte auch viel zum Nachdenken dabei.

Die Trailer fand ich bisher übrigens eher weniger ansprechend. Und diese Debbie Schlussel ist ja mal grenzdebil dämlich (und hat den Film wohl nicht aufmerksam angeschaut, sonst hätte sie gemerkt, dass ihre angesprochenen Zeitfehler absicht waren, denn laut Film hatte Nixon mind. 5 Amtszeiten. Übrigens find ich es auch einen sehr komischen Maßstab, den sie da anlegt - als Film, den man sich mit seinen Kindern anschaut...)
mountie
06.03.2009 17:17 Uhr - Letzte Änderung: 06.03.2009 um 17:18
Für die, lt. Miss Debbie, unterste Schicht der Gesellschaft.... also uns Watchmen-Fans:

http://www.trailerspy.com/trailer/2404/Watchmen-Tales-of-the-Black-Freighter-Trailer

Da freu ich mich schon auf die Specia-Extended-Edtition-DVD-Box ;-)
Urdar
06.03.2009 16:00 Uhr
Ich habe gerade den Comic durch, und nun bin ich auf dem Film gespannt.
Ich kann die Aussage, er sei unverfilmbar ziemlich gut verstehen, die ganzen Sprünge, die Offtexte, und ganz besonders die Seiten zwischen den Kapiteln, die ja sehr wichtige Informationen liefern.
Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den film.
achja:
"Snyder:Ich hätte noch jahrelang weiter dran arbeiten können. Aber im Ernst: Es gibt einen Director's Cut, der drei Stunden lang ist, und eine noch längere Version, die eine animierte Nebenhandlung um das Piratenschiff, den "Black Freighter", enthält. All das wird irgendwann auf DVD erscheinen. Aber die etwas kürzere Kinoversion ist gut so, wie sie ist und wird auch funktionieren."
Besoners die animierte Version der Black Freighter geschite interesirt mich doch sehr.
Horatio
06.03.2009 14:09 Uhr / Wertung: 7 - Letzte Änderung: 06.03.2009 um 14:11
Watchmen - Zack Snyder legt mit seiner Watchmenverfilmung eine richtige Saga vor. Der Film verbindet die Welt der Comichelden mit einem Epos über mehrere Generationen, wie man es aus zum Beispiel aus Es War Einmal In Amerika kennt. Das heißt für den Zuschauer langsame Charakterentwicklungen, viele Charaktere, und eine Ausstattung ohne Ende. Überaus brutal und düster erlebt der Zuschauer in zweieinhalb Stunden die Geschichte um die Ermordung des Anti-Superheroen Comedian, was Watchmen defintiv von anderen Comicverfilmungen unterscheidet, aber meiner Meinung den Film nicht vom Mainstreampublikum entfernt. Dabei sticht vor allem der Charakter des Rorschach heraus, welcher wohl an Kompromisslosigkeit der Bruder von einem gewissen Killer aus No Country for Old Men sein könnte.
Watchmen hat aber durchaus auch seine Eckpunkte. Überraschenderweise sind diese nicht mal die Länge des Streifens (Fast fehlt dem Zuschauer noch mehr Informationen zu manchen Charakteren, was die Hoffnungen auf die geschnittene Stunde legt). Sondern vor allem die Musikauswahl. Man hat den Eindruck das so eine Art Opus auch eine bestimmten Score mit bestimmten Themen für die jeweiligen Helden besitzt. Das fehlt leider, und wenn ziemlich früh Nena mit 99 Luftballons erklingt oder Simon und Garfunkel bei der Beerdigung trällern, sind solche Situationen eher störend und missfallend. Desweiteren rätsel ich, als Unwissender der Graphic Novel, immer noch über bestimmte Kräfte oder Fähigkeiten einzelner Charaktere nach Sichtung des filmes. Auch da hoffe ich im Director's Cut meine Antworten zu finden.
Als Gesamteindruck ist Watchmen fantastisch gelungen. Die Bilder sind wirklich genial in Szene gesetzt und die Seitenhiebe auf den kalten Krieg stehen der Geschichte der gefallenen Helden perfekt!
Fazit: Wenn ein Film nach zweieinhalb Stunden endet ohne einen Blick auf die Uhr zu erzeugen, dann macht er vieles richtig! Watchmen lohnt sich, wenn man magenfreundlich ist!
Muddi
06.03.2009 13:07 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 06.03.2009 um 13:10
So, hab nun auch endlich den Film gesehen und muß sagen, daß er mir richtig gut gefallen hat, wobei ich sagen muß. daß er aus meiner Sicht nie wirklich Längen zeigt. Die aufgrund der verkürzten Laufzeit eingetretenen Kürzungen bzw. Zusammenlegungen mancher Ereignisse sind auch gut gelöst. Alles in allem ein stimmiges Gesamtbild, das durch zwei Tatsachen getrübt wurde. Erstens die unglaublich nervtötende Stimme von Laurie (hat besser zu ihrem Charakter in ".... ausgeflittert" gepaßt) und zweitens die Verbannung der Zigaretten, was ich bei einem so ambitioniert angegangenen Werk nicht verstehen kann. Da rennt Dr. Manhattan wie im Comic unverhüllt rum, was für die Amis wohl schon äußerst befremdlich wirkt, aber die Zigaretten bleiben weg. Äh, nö, so nicht. -2 Punkte, sind wir bei 8 (mal gucken, was die OV bringt, Hochwertung nicht ausgeschlossen).

P.S.: Debbie hat definitiv einen Sprung in der Schlussel (ich weiß, 5 Euro ins Phrasenschwein...)
TheRinglord1892
06.03.2009 12:38 Uhr / Wertung: 9
So ein bisschen Senf muss ich auch dazu geben. Wer die Graphic Novel gelesen hat wird den Film lieben, wer es allerdings nicht getan hat, wird so seine Probleme haben, vor allem nachdem der Trailer ja eine Actiongranate propagiert, ein riesen Etikettenschwindel.
Sehr überrascht war ich dass der Film tatsächlich mit einer FSK-16 davon gekommen ist. Glaube ich habe nie einen FSK-16 Film mit grafischeren Gewaltszenen gesehen.
Viel zum Film will ich gar nicht sagen, Keyzersoze hat mehr als genug für uns beide geschrieben, und wie so oft kann ich ihm da nur zustimmen, allerdings würde ich mir für die kommende DVD/Bluray-Langassung(en) wünschen dass dort das Originalende verwendet wird, das hat mir doch besser gefallen als das jetzige (wobei die Chance dass das wirklich gemacht wird natürlich verschwindend gering ist...).
AlexKidd
06.03.2009 12:08 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 06.03.2009 um 12:09
Mein lieber Herr Gesangsverein...oder Wächterverein, wie es beliebt.
Was hab ich mich gefreut auf den Film und was hab ich mich gefreut, nach dem ich ihn gesehen hatte.
Ich hatte die Vorlage nie komplett gelesen, bin bis zum 2 teil gekommen.
Und dennoch merkt man nach wenigen Bildern des Films, dass es eine unglaublich genaue Umsetzung geworden ist.

Die Charaktere liefern allesamt gute Vorstellungen, hervor gestochen sind deutlich Jackie Earle Haley - Rorschach und Patrick Wilson - Nite Owl II.
Allen voran Rorschach gefiel mir ausgesprochen gut, auf der einen Seite Schizophren, Menschenfremd, auf der anderen Zielstrebig und trotz rabiaten Mitteln immer auf der richtigen Fährte (wie es scheint).
Optisch ist es (mal wieder) ein Fest geworden.
Die Atmosphäre ist unglaublich dicht und alle die kleinen Details lassen die Kulissen erblühen.
Man hat kaum Zeit alle Kleinigkeiten Wahrzunehmen, was nicht bedeutet das sie ablenken oder stören würden.
Die vielen kleinen Politischen Anspielungen und Stichelein haben mich dann ab und an doch mal grinsen lassen (allein die überzeichnete Maske des Nixon ist so unglaublich Trashig, das sie schon wieder lustig ist).
Zu den optischen Aspekten zählt wohl auch noch der gezeigte Grad an Gewalt.
Der ist an einigen Stellen tatsächlich Grenzwertig und stößt teilweise an die Splatter-Schiene. Und wo an der einen Stelle das Blut fließt und die Knochen krachen, da wird an anderer Stelle fleißig der Akt der Liebe vollzogen.

Synchro-technisch war ich leider nicht so angetan wie Maph. Allein im Trailer kamen mir viele Stimmen,
vor allem Rorschach's, wesentlich Markanter und Stimmiger vor.
Aber wie sovieles ist das auch reine Geschmackssache.

Von mir bekommt der Film, obwohl ich die Novelle nie komplett gelesen habe und die Gewaltszenen teilweise drastisch fand, glatte 9 Punkte.


Das der Film schon einige schlechte Bewertungen eingefahren hat ist ja nix neues, aber das Beweist nur das viele nur noch Action geballer erwarten.

Zu Debbie Schlussel kann ich nur sagen, ich finde die Dame unglaublich Ignorant und Überheblich. Jeden Fan des Comic's als Soziopathen und Psychowrack hinzustellen geht dann doch ein kleines bisschen zu weit.
Aber gut, so versinkt ihr Blog nicht gleich wie viele andere in der Versenkung, dumm ist sie ja Augenscheinlich nicht.
masterofmuppets
06.03.2009 10:40 Uhr / Wertung: 11
maph
06.03.2009 08:19 Uhr
Hab den Film mit meiner Freundin gesehen. Obwohl sie den Comic nicht kannte, fand sie den Film richtig gut. Trotzdem ist es natürlich kein Mainstreamkino.

Ich kann mich nur meinen Vorrednern anschließen und sagen, dass es eine perfekte Umsetzung ist. Die Kürzung und geringfügige Abänderung der Handlung fällt kaum auf und machen Watchmen als Film sehr stimmig. Ich wüsste gerne, ob das im DC wieder geändert wird (z.B.: SPOILER Rorschach geht im Comic zu Veidt um ihm vom Tod des Comedian zu berichten und nicht Daniel SPOILER ENDE).

Gewaltszenen scheinen nicht geschnitten zu sein, da diese kompromisslos brutal sind. Trotzdem ist der Film ab 16, was mich doch stark wundert.

Meine größte Angst war eine schlechte Synchro, doch da wurden meine Befürchtungen nicht bestätigt. Selbst die Stimme von Rorschach steht dem original fast in nichts nach. Einzig die Stimme von Laurie lässt den Charakter etwas dümmlich erscheinen.

Insgesamt gibt das volle 10 Punkte von mir!
exi
05.03.2009 18:14 Uhr / Wertung: 4
Dieser Film bedient ganz klar nur ein Nischenpublikum.
Leider ist auch hier wieder ein massentauglicher Trailer zusammengeschnitten worden der mit der üblichen Werbemaschinerie verwurstet wird und so den Eindruck suggeriert einen Film á la X-Men zu bieten.

Wenn man den Film auf handelsübliche 90 Minuten zusammenschneiden würden wär das Tempo wahrscheinlich wesentlich angenehmer für Leute meinem Filmgeschmack. Vielleicht sollte man den der den Trailer geschnitten hat nen Recut vom Film machen lassen, für mich so jedenfalls extrem langweilige 3 Stunden (Dank Pause) und gerade noch so 4 Punkte.
ZordanBodiak
05.03.2009 14:06 Uhr / Wertung: 8
Bei den Reviews von Debbie Schlussel weiß ich nie, ob ich lachen oder weinen soll. Das Wertungssystem wirkt ja auf den ersten Blick ziemlich ironisch - aber die Texte legen ihre rechtskonservativen Ansichten ziemlich offen...
KeyzerSoze
05.03.2009 12:30 Uhr / Wertung: 9
Wie gesagt, nichts für den Mainstreamkinogänger ... hier nochmal ein köstliches Review von jemand der so gar nichts mit den Watchmen anfangen konnte ... ich hab mich so weggeschmissen vor Lachen; unbedingt lesen :D

http://www.debbieschlussel.com/archives/2009/03/the_watchmen_li.html
masterofmuppets
05.03.2009 10:06 Uhr / Wertung: 11 - Letzte Änderung: 05.03.2009 um 10:08
Drama / Action

Comicverfilmung.
''Vor vier Jahren schaffte es die 1986 publizierte Buchvorlage «Watchmen» in die «Time»-Magazin-Liste der 100 wichtigsten englischsprachigen Romane seit 1923 - und das als einziger Comicroman. Die «Time» lobte an dem Buch «den psychologischen Realismus, die überkreuzenden Handlungsstränge und großartigen Kino-Bilder mit wiederkehrenden Motiven».''
Quelle : www.mz-web.de

Der Film geht von der Voraussetzung aus, dass es in den 50ern tatsächlich Menschen gab die sich kostümiert und (normale) Verbrecher gejagt haben. Um diese Menschen geht es.
Ein Typ mit echten übermenschlichen Fähigkeiten ist auch dabei, deswegen haben die Amerikaner den Vietnam Krieg gewonnen, es gibt aber nicht den üblichen Superbösewicht der mit einem ausgefuchsten Plan die Welt vernichten will.

Der Film spielt in einem alternativen 1985. Der kalte Krieg hat seinen Höhepunkt erreicht.
Einer dieser Helden wird getötet und es geht um die Suche nach dem Mörder, der Vergangenheit und dem Weltfrieden.
Die Helden sind vielschichtige Charaktere und der Film ist mehr eine Charakterstudie als ein Superheldenfilm, obwohl es auch einige gute Actionszenen gibt.

Ich persönlich habe den Comic gelesen und muss sagen, dass er quasi Bild für Bild auf Zelluloid gebannt wurde. Es gibt kleinere Änderungen, die aber nicht negativ auffallen.
Mitgucker, die den Comic (über 400 Seiten) nicht kannten, taten sich etwas schwer den vielen Personen und Zeitsprüngen zu folgen.

Die Musik passt immer super zur Zeit (99 Luftballons :)), die Bildsprache ist sehr gelungen. Es gibt wenig zu lachen und der Gewaltfaktor ist selten aber dafür sehr grafisch. Erstaunlich, dass der Film anscheinend ungekürzt ab 16 freigegeben wurde.

Ach ja im Kino läuft die um 1h gekürzte Fassung (2,5h anstatt 3,5h), in der einige Comicelemente entfernt wurde. Ich freue mich riesig auf den "Comic-Cut".

Ein wirklich herausragender Film, den ich am liebsten heiraten möchte :)
marshmellowmann
05.03.2009 08:02 Uhr
Kenn die Comics leider überhaupt nicht und zähle mich daher auch zum "normalen" Kinogänger. Aufgrund dessen fand ich den Film auch seeeeeehr lang und die Handlung kam auch wirklich nicht so toll rüber. Es dauerte sehr lang bis der Film Fahrt aufnahm und obwohl der Regisseur dadurch versucht die Watchmen und ihre Vergangenheit dem Publikum zugänglich zu machen, fand ich dies nicht gelungen. Manche Szenen waren auch einfach unnötig und extrem lang und teilweise gefiel mir auch die Musikauswahl nicht wirklich (bsp. Die Sexszene im Flieger spiegelt beides wider - Halleluja)
Leider kann ich diesen Film für den Mainstreamkinogänger nicht empfehlen! Für Fans ist er sicherlich ein lang erwartetes Highlight, für alle anderen ein "Kinoexperiment".
mountie
05.03.2009 01:08 Uhr
Lange drauf gefreut, und nicht enttäuscht worden. Denn wenn man sich so nah an die Vorlage hält, hat man nicht nur storymäßig gewonnen, sondern liefert Fan-Boys ein Fest an netten Kleinigkeiten, an denen man sich erfreuen kann. Hier wurde das Comic-Original nunmal wirklich Bild für Bild studiert. Die Abstriche die dann letztendlich aber gemacht wurden, waren wohl eher unvermeidlich, und nicht wirklich störend.
Nichtsdestotrotz kann man den geneigten Kino-Gänger nicht oft genug warnen, ob dem was er vorm Ansehen dieses Films erwartet. Denn die Watchmen sind MEILENWEIT (bewußt großgeschrieben) entfernt vom Dark Knight, von Ironman und Co. Hier geht es mehr um eine Gesellschaftskritik, ein Personendrama, oder auch noch im entferntesten um eine Kriminalgeschichte. Aber von der "normalen" Comic-Verfilmung ist er doch ziemlich weit entfernt. Denn hier werden Hintergründe beleuchtet, Gedanken vorgetragen, usw., und das kann dem einen oder anderen schonmal etwas langezogen erscheinen. Auch darf Zack Snyder zwar manchmal sein Talent für furiose Action-Szenen zeigen, aber das ist immer nur Mittel zum Zweck. Dafür aber dann richtig toll umgesetzt. Zeitlupen-Fanatiker erleben ein zweites Weihnachten ;-)
Somit also mein erwartets Comic-Verfilmungshighlight, das mit mehr Geschichte aufwarten kann, als so mancher nach Sichtung des Trailers ertragen kann. (Ein Trailer der, meiner Meinung nach, dem Zuschauer ein komplett falsches Bild vom Endprodukt liefert, nur um auf der Welle eines Dark Knight zu schwimmen, und somit mehr als einen zu unrecht enttäuschten Kinogänger nach sich ziehen wird. Sehr Schade.)
PS: Rorschach ist übrigens einer der besten Comic-Charaktere ever, und ich danke dem Film-Gott, das er das auch so in den Film geschafft hat.
Muddi
04.03.2009 21:15 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 04.03.2009 um 21:21
Hmm, ich les auf der Freigabekarte eine Länge von 163 Minuten bei FSK 16 (Datum 25.02.), also mal durchatmen.
Daß der Mainstreamzuschauer evtl. nicht ganz weiß, worauf er sich einläßt, ist zu erwarten, aber bei "Burn After Reading" war's das gleiche.
KeyzerSoze
27.02.2009 11:38 Uhr / Wertung: 9 - Letzte Änderung: 27.02.2009 um 11:40
Das konnte ja eigentlich nichts werden ... ich meine der Regiseur hat den unterirdischen 300 verbrochen, der Graphic Novel gilt als unverfilmbar für die breite Masse und da man den Film von 3 1/2 Stunden auf 2 1/2 Stunden gekürzt hat schwarnte mir übles. Und dann hatte mich der Film schon beim Vorspann und man erkennt sofort wie gut Zack Synder die Vorlage kennt und lieben muss... sehr zur Freude der Fans, sehr zum bedauern des Standardpublikums das ich schon jetzt fluchend und schreiend aus dem Saal kommen sehe. Ich meine auch nach dem Trailer, der einen komplett falschen Eindruck vom Film wiederspiegelt: Wer erwartet dann impotente dauerdepressive Superhelden die in ihrer Wohnung rumgammeln ... oder macht der Trailer noch einen actiongeladenen Eindruck beschränkt sich dies nur auf ganz wenige Szenen, so dass hier ganz klar die Charaktere und die Story im Vordergrund stehen.

Snyder macht alles richtig und inszenierte hier fast eine 1:1 Umsetzung des Graphic Novels, was gerade bei der Ausstattung, den Kameraeinstellungen, ja sogar bei der Songauswahl ein wahres Fest für Kenner der Vorlage ist, denn selbst diese dürften bei der ersten Sichtung viele kleine Anspielungen nicht mitbekommen haben. Sowohl Dialoge, Bilder oder Kamerafahrten ... wie im Graphic Novel ... und dafür umso beeindruckender, so dass ich jedem rate vor Sichtung der Watchmen diese sich einmal (oder nochmals!) in der geschriebenen Form anzusehen.

An der Geschichte gibt es an sich überhaupt nichts auszusetzen, schade zwar dass das Ende etwas abgeändert wurde ... aber seid beruhigt ... es ändert sich nur im wie und nicht in der Tatsache dass es passiert.

Inszenatorisch ist alles top: Hier sieht man richtig, dass noch mit Kulissen gearbeitet wurde, die Kostüme, die depressive erschütternde Atmosphäre ... einfach nur klasse. Doch die große Überraschung des Filmes ist, dass Regisseur Zack Synder wirklich drauf hält. Was hier teilweise an Brutalitäten und auch an Freizügigkeiten gezeigt wird kommt zumindest an manchen Stellen schon fast einem Splatterfilm gleich, so dass Zartbesaitete sich vielleicht zwei Mal überlegen sollten sich diesen Film anzuschauen.

Ob der deutsche Zuschauer hier in den Genuss der ungekürzten Fassung kommen wird ist noch abzuwarten, denn dass diese Szenen unter einer FSK 18 durchgehen würden ist (auch aufgrund des Storyverlaufs) zu bezweifeln und auch die Tatsache dass die FSK den Film zwar mit einer FSK 16 aber einer Laufzeit von nur 158 Minuten (und damit 5 Minuten kürzer als die offizielle Laufzeit) geprüft hat bestätigt, dass das deutsche Kinopublikum wohl nur eine nochmals entschärfte Version des Filmes zu sehen bekommt.

Ein großes Lob muss auch an die Castingabteilung gehen, denn mit Jackie Earle Haley (unbedingt in der OV anschauen! Kann mir kaum vorstellen, dass er auf Deutsch nur ansatzweise so cool wirkt) und dem überragenden und gleichzeitig überraschenden Patrick Wilson hat man die Perfektbesetzungen für Rorschach und Nite Owl II gefunden. Vor allen Dingen Letzterer geht in seiner Rolle als geknickter ehemaliger Superheld richtig auf und bringt eine unglaubliche Zerbrechlichkeit und Unsicherheit seines Charakters auf die Leinwand. Aber auch das restliche Cast kann sich sehen lassen, so wirkt einzig Matthew Good als Ozymandias ein wenig unpassend in seiner Rolle und vielleicht Malin Akerman etwas arg jung für eine Frau in den 40ern ;)

Bleibt festzuhalten dass sich Zack Synder für sein 300-Desaster mehr als nur rehabilitiert hat indem er hier eine der wohl besten Literaturverfilmungen geschaffen hat die ich je gesehen habe. Viel näher kann man gar nicht am Roman bleiben und auch die Kürzungen von einer Stunde sind so gut kaschiert, dass sie nur an zwei Stellen wirklich auffallen. Ich freu mich jedenfalls schon jetzt auf die schon angekündigte DVD mit der ungekürzten Fassung und einer Laufzeit von 3 1/2 Stunden ... das wird ein Fest! (und dann ist vielleicht sogar noch ne Aufwertung auf die Höchstpunktzahl drin) Hier ist wirklich Großes gelungen, jedoch sollte man den Mainstreamzuschauer nochmals eindringlich warnen: Der Film ist ruhig, lebt hauptsächlich von seiner Story (der man sehr gut folgen sollte, denn ich bezweifle dass man ohne Kenntnis der Vorlage dem Verlauf komplett folgen kann bei so vielen doppelten Namen und Charakteren) und den Dialogen... wer also ein Actionspektakel oder Ähnliches erwartet wird mehr als nur enttäuscht werden ... denn das ist Watchmen zu keiner Sekunde.
Knille
25.02.2009 23:41 Uhr / Wertung: 8 - Letzte Änderung: 25.02.2009 um 23:44
@Marjan & Kazushi: Erstmal vielen Dank an euch beide! The Times They Are A-Changin' ist mal wirklich ein hammergeiler Song und ein Film der damit beginnt, kann eigentlich gar nicht mehr schlecht werden (zumal er textlich ja recht gut zur Geschichte passt). Mann, was freue ich mich auf den Film!
Und My Chemical Romance haben Desolaton Row gecovert? Das muss ich unbedingt haben, hoffentlich gibt's das auf iTunes!
bhorny
25.02.2009 16:10 Uhr
Genau den meinte ich... :-) Bin ich neidisch das Du den schon gesehen hast...
Kazushi
25.02.2009 15:40 Uhr / Wertung: 8
"Desolation Row" läuft nur im Abspann. bhorny meint den grandiosen Vorspann der von Dylans "The times, they’re a changing" untermalt wird.
Marjan
25.02.2009 15:33 Uhr
@Knille: das war wohl Desolation Row, für den film gecovert von My Chemical Romance. im trailer fand ich allerdings Take a Bow von Muse deutlich beeindruckender.
Kazushi
25.02.2009 15:30 Uhr / Wertung: 8 - Letzte Änderung: 25.02.2009 um 15:33
Starke 8 Punkte von mir. Ich bin sehr froh, dass einer meiner Lieblingscomics so düster und kompromisslos umgesetzt wurde. Das ganze ist größtenteils exzellent inszeniert und vor allem das Erzähltempo stimmt. Gerade der Aufbau ist mitsamt der Charaktervorstellung richtig gut. Das Intro ist ein wunderbares Goodie für Kenner der Vorlage, die sich hier mehrmals köstlich amüsieren können. Auch im Übrigen sind die detailreichen Settings richtig Klasse und die Details, welche im Hintergrund zu erkennen sind, zahlreich und bei einem Sehen sicher nicht alle mitzunehmen.

Viele Nichtvorlagenkenner werden allerdings mangels Action ein langes Gesicht ziehen.

Bin sehr gespannt auf den DC, weil doch einige Passagen leider fehlen, dabei zwei Stellen, die ich gerne unbedingt im Film gesehen hätte. Die eine wird angedeutet, die andere komischerweise völlig unterschlagen, was mich sehr gewundert hat.

Btw.: Sehr cool, die pulpige Darstellung von "Tricky Dick" mit anmodellierter Knollnase
Mr.Blond
17.01.2009 12:14 Uhr / Wertung: 10 - Letzte Änderung: 17.01.2009 um 12:15
Wir können aufatmen. Warner und Fox haben sich außergerichtlich geeinigt. Die geplanten kinostarts sollten also in keinster Weise gefährdet sein. Mehr dazu: Hier
Knille
17.01.2009 11:40 Uhr / Wertung: 8
@bhorny: Rein interessehalber: weißt Du, welcher Dylan-Song das war?
bhorny
16.01.2009 00:12 Uhr
Auch von Watchmen gab es auf der Paramount Tradeshow kanpp 20 Minuten zu sehen, wobei Regisseur Zack Snyder meiner Meinung nach viel Wert darauf gelegt hat zu zeigen das er mehr als nur optisch beeindruckendes abliefern kann. Die gewählten Ausschnitte waren sehr charakterbezogen, haben aber dennoch nicht zu selten die visuelle Brillianz ihres Schöpfers auflitzen lassen. Auch den Vorspann gab es zu sehen der mit Sicherheit einer der schönsten ist, die ich je gesehen habe. Musikalisch wurde das ganze hervorragend durch einen Gänsehaut-Song von Bob Dylan untermalt. Watchmen wird rocken, da bin ich mir sicher... ob er es aber wirklich schafft an die Erfolge von Sin City und 300 anzuknüpfen wird sich zeigen müssen.
Joey 4ever
29.12.2008 21:31 Uhr
Ob Watchmen (weltweit) überhaupt pünktlich starten kann, ist inzwischen mehr als unklar. (mehr Infos)
Kazushi
04.12.2008 14:06 Uhr / Wertung: 8
Naja, 35 Min gekürzt ist nicht ganz richtig. Es wurde von Anfang an gesagt, dass es eine Kinoversion, einen längerern DC auf DVD und dann noch den Black-Freighter-Cut auf DVD geben wird. Neu sind jetzt nur die Laufzeiten und damit die Klarstellung wie groß die Unterschiede sein werden. Und immerhin ist es fairer, als der oft praktizierte Weg, dass der DC dann plötzlich zum DVD-Release angekündigt wird.
KeyzerSoze
04.12.2008 13:44 Uhr / Wertung: 9
Wäre bei der Vorlage jedoch mehr als nur angebracht...
Maddin
04.12.2008 13:22 Uhr - Letzte Änderung: 04.12.2008 um 13:24
Naja, der Streifen hat trotzdem noch eine passable Länge...2-fache Überlänge kommt ja immer noch recht selten vor.
KeyzerSoze
04.12.2008 12:56 Uhr / Wertung: 9
Und nun ist das Ganze auch noch 35 Minuten gekürzt worden ...

http://www.serienjunkies.de/news/watchmen-film-20172.html
Joey 4ever
03.09.2008 17:30 Uhr - Letzte Änderung: 03.09.2008 um 17:31
Der Rechtsstreit zwischen Fox und Warner soll am 06.01.2009 beginnen, eine Verschiebung ins Jahr 2010 ist deshalb durchaus denkbar...
Joey 4ever
25.07.2008 16:42 Uhr - Letzte Änderung: 25.07.2008 um 16:42
Hier gibt es den ersten deutschen Trailer...
bhorny
23.07.2008 12:34 Uhr
Was ein Hammer-Trailer!!! Ich könnte sterben so geil ist der :-) Zack Snyder könnte zu meinem neuen Lieblingsregisseur aufsteigen :-) Der Song ist übrigens von den Smashing Pumpkins und vom Batman & Robin Soundtrack...
Kazushi
18.07.2008 11:23 Uhr / Wertung: 8
ich war ja mega-skeptisch, ob man den vielleicht besten Comic bis dato wirklich verfilmen kann (und bin es auch immer noch, nicht umsonst sind mehrere Versuche in den letzten zehn Jahren gescheitert) und dann ausgerechnet Zack Synder, der das "300"-Desaster zu verantworten hat, aber der Teaser sieht richtig, richtig gut aus, auch weil er eigenständig ist und nicht bloß versucht Comic-Seiten abzufilmen. Bin sehr gespannt auf die finale Umsetzung und vor allem wie man die Geschichte aufbaut (chronologisch, Zeitsprünge) und was man alles weglässt. Man wird sowieso maximal 50 % des Buches im Film unterbekommen.
blingblaow
18.07.2008 10:44 Uhr
@Maddin: Ging mir genau so, war mir bis dato völlig unbekannt. Der Trailer aber reißt mich nicht vom Hocker.
Maddin
18.07.2008 03:13 Uhr
Habe von Watchman noch nie etwas gehört (bin aber auch eher Marvelfan), aber der Trailer ist echt nicht schlecht geworden.
Mr.Blond
17.07.2008 23:34 Uhr / Wertung: 10 - Letzte Änderung: 17.07.2008 um 23:39
Kann mich saint nur anschließen. WOW!!!!!!!!!!!!!! ist mehr als treffend. Vor allem die Musik im Trailer ist ja mal richtig geil. Hoffentlich erfüllt Zack Snyder die Erwartungen die er mit diesem Trailer schührt.
saint
17.07.2008 23:12 Uhr
Der Teaser ist raus und ich kann nur sagen WOW!!!! Da kommt was auf uns zu. Ziemlich geiles Teil.
http://link.brightcove.com/services/player/bcpid1670081657

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