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Blood Diamond (US 2006)


Genre      Adventure / Drama / Thriller
Regie    Edward Zwick ... 
Buch    Charles Leavitt ... 
C. Gaby Mitchell ... 
Produktion    Gillian Gorfil ... 
Marshall Herskovitz ... 
Paula Weinstein ... 
Darsteller    Leonardo DiCaprio ... Danny Archer
[noch 12 weitere Einträge]
 
Agent Muckl
 
Wertungen1073
Durchschnitt
7.94 
     Meine Wertung



DVD-Erscheinungstermin:
25.05.2007

Start in den deutschen Kinos:
25.01.2007



37 Meinungen   [Ihre Meinung zu diesem Film]

ayla
28.07.2016 12:51 Uhr
Eindrücklich und interessante Story.
Besitzt aber dann doch so einige Längen...

Es sind – trotz der wichtigen und durchaus gut verfilmten Blutdiamanten-Tragödie – zu viel Pathos und zu viel gesuchte Effekte der Action willen im Film.
Weniger Geballer, weniger Kriegsfilm und mehr thematische Tiefe und Ruhe hätten definitiv gut getan.
Der Film hat immer wieder Nuancen, die aufgesetzt wirken und für das grausame Kriegshandwerk Subtilität vermissen lassen.

Genau für diese auch von anderen angebrachte Kritik finde ich 5 Oscar-Nominationen hoffnungslos übertrieben.
ABER: Die Thematik ist extrem wichtig und insgesamt doch ansprechend auf die Leinwand gebracht worden.

Schön zu sehen, dass Sierra Leone nach einem Jahrzehnt blutigen Bürgerkriegs heute auch bei der UNO als Vorbild für Wieder- und Friedensaufbau gilt.
Aber es ist nach wie vor eines der ärmsten Länder der Welt!
Gnislew
04.03.2010 12:05 Uhr / Wertung: 8
“Blood Diamond” ist ein anstrengender, aber sehenswerter Film. Die Geschichte die Regisseur Edward Zwick (The Last Samurai) hier erzählt fesselt den Zuschauer an den Bildschirm und schafft den Spagat zwischen Fiktiver Abenteuerdrama und realen Schrecken, der zur Zeit des Film in der Sierra Leone herrschte.

Natürlich kommen dem Film dabei auch seine Schauspieler zu gute. Wie in der Einleitung des Berichts erwähnt liefert Leonardo DiCaprio nach “The Departed” erneut eine hervorragende Leistung ab und auch seine Kollegen Dijmon Hounsou und Jennifer Connelly überzeugen durch hervorragende schauspielerische Leistungen. Es erfreut mich immer wieder wenn man Schauspielern anmerkt, dass sie Freude an einer Rolle haben und bei diesen dreien merkt man es meiner Meinung nach allesamt an.

Wunderschön sind auch die Naturaufnahmen die in “Blood Diamond” gezeigt werden. Diese machen in ihrer Schönheit fast schon den Dokumentarfilmen von “National Geographics” Konkurrenz und werten den Film noch einmal enorm auf.
Nessie
22.09.2009 14:02 Uhr
Ziemlich hollywoodmäßig, aber gottseidank auch ziemlich gut gemachter Film. Allein die Kulisse Afrika macht den Film schon sehenswert, die Herangehensweise und Bebilderung sind gekonnt. Und auch über die Schauspieler kann man sich nicht beklagen. Also durchaus zu empfehlen.
Inyrie
06.08.2008 09:51 Uhr / Wertung: 9
Übrigens:
Bei jedem typischen Hollywood-Streifchen wären wir um eine schnulzige Lovestory zwischen Danny und Maddy nicht herumgekommen, hier schon - da war ich tatsächlich zutiefst beeindruckt ;)
Czech
29.01.2008 14:08 Uhr
Ich habe von Leonardo DiCaprio noch nie einen schöneren Film gesehen. Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Minute da. Ich glaube sogar das Leonardo DiCaprio kein Oscar dafür bekommen hat. Schade.
Solche Filme gibt es nur wenig. Die Rolle in Departed unter Feinden hat er auch exzellent gespielt. Also diese Filme sind sehr zu empfehlen.
Also Hände weg von anderen Filmen. :)
ZordanBodiak
02.06.2007 11:41 Uhr / Wertung: 7
Edward Zwicks "blood diamond" versteht es überwiegend gut Actionfilmelemente mit politischer Botschaft zu verknüpfen. Zwar merkt man deutlich, dass dies immer noch ein Film aus Hollywood ist [pathetisch und Einzelkämpfer-Actioner] und man hätte einige (finale) Minuten kürzen können. Aber es ist ein erfreuliches Zeichen, dass Stars [Connelly fällt gegenüber Honsou und diCaprio darstellerisch dieses Mal stark ab] trotz klassischer Filmstrukturen versuchen auf die globalen Missstände aufmerksam zu machen... 7 fischende Punkte
Dr. Zoidberg
11.04.2007 08:26 Uhr / Wertung: 9
DVD Release am 25. Mai 2007
Dr. Zoidberg
22.03.2007 00:06 Uhr / Wertung: 9
Also die Synchronisations-Stimme von DiCaprio ist echt mal so dermaßen zum Davonlaufen, die hat auch schon in "The Departed" genervt, aber hier ist es sogar noch schlimmer. Nichtsdestotrotz ist der Film, bis auf die letzten 5-10 Minuten (*SPOILER* ab London *SPOILER ENDE) wirklich klasse.
Marjan
12.02.2007 13:15 Uhr / Wertung: 8
politische diskussion über afrika hin, politische diskussion über afrika her, Blood Diamond ist und bleibt letztlich ein film. über (pseudo?-)botschaften, rassismus und verzerrte wahrnehmungen kann man lange diskutieren, am ende liegen diese jedoch im auge des betrachters. rein filmisch halte ich Blood Diamond für gelungen, vielleicht ein wenig zu lang geraten. zwar geht der film stringent voran (und widerlegt damit den eindruck des trailers, der überfrachtet schien), einige wendungen oder storylines waren jedoch imo entbehrlich. stehen bleibt ein guter unterhaltsamer film, der im nachhinein allerdings blutiger als Hot Shots 2 erscheint. das ist sehr schade, weil es den zuschauer abstumpft und am ende über die leichen hinwegsieht.

eine sehr gewagte persönliche anmerkung am rande: ohne The last King of Scotland gesehen zu haben sage ich, daß Forest Whitaker mit DiCaprio schauspielerisch den boden aufwischt.
Knille
01.02.2007 23:32 Uhr / Wertung: 8
PPS: Jetzt hätte ich es fast vergessen! Den Artikel finde ich leider nicht mehr. Ist wohl doch schon im Altpapier. Sorry.
Knille
01.02.2007 23:28 Uhr / Wertung: 8
PS: Ich bin nicht sicher, ob "verschwurbelt" wirklich ein Wort ist. Kann auch sein, dass ich das erfunden habe ;-)
Knille
01.02.2007 23:28 Uhr / Wertung: 8
@igrimal: wonderwalt hat Recht. Mein Kommentar war keineswegs eine Kritik an deinem Schreibstil! Solltest du das so aufgefasst haben, tut mir das wirklich leid und ich entschuldige mich dafür. Dein Schreibstil ist für jemanden, dessen Muttersprache es nicht ist, zweifellos außerordentlich gut. Selbst für jemanden, dessen Muttersprache es ist, wäre dein Stil noch ziemlich gut. Es gibt auch auf dieser Seite einige Deutsche, die mit der deutschen Sprache nicht so gut umgehen wie du. Glaub mir bitte, dass es mir niemals in den Sinn kommen würde, jemanden wegen seines Stils in einer fremden Sprachen zu kritisieren. Eine fremde Sprache zu erlernen ist immer eine Leistung und es ist fast unmöglich, sie perfekt zu meistern. Niemals würde ich mir anmaßen, jemanden zu kritisieren, der sich die Mühe macht, die deutsche Sprache (die eine ziemlich schwierige ist, nebenbei bemerkt) zu erlernen.
Als ich von "mehr Fremdwörtern" und "verschwurbelterer Grammatik" sprach, habe ich den Artikel des Zeitungsautors nicht mit deinem Kommentar verglichen, sondern mit denen von bhorny und wonderwalt. Und es war auch keine Kritik an diesen beiden, sondern lediglich ein Scherz über die Tatsache, dass der Autor einen ganzen Haufen hochtrabender Wörter und ewiglange Schachtelsätze braucht, um zu sagen, was bhorny und wonderwalt mit wenigen Sätzen geschafft haben. Genau genommen war es also eine Kritik an dem aufgeblasenen Geschwätz des Zeitungsautors.
wonderwalt
01.02.2007 19:55 Uhr / Wertung: 7
@igrimal: Die Idee mit den Schuldgefühlen des Kinozuschauers ist interessant. Stellt sich doch nur folgende Frage: Sind sie als aktive Leistung des Films zu loben oder nur eine Folge der geheuchelten Erzählweise des Films? Nehmen wir beispielsweise "Rambo II", also da hatte ich wirklich Schuldgefühle, daß ich den so geil fand. ;-)
Colonel
01.02.2007 16:08 Uhr / Wertung: 10
schade, dass diese seite kein forum hat um interessante diskussionen noch etwas ausführen zu können.
wonderwalt
01.02.2007 15:53 Uhr / Wertung: 7
@igrimal: Oh je, ich glaube, da gibts ein Mißverständnis wegen Knilles "Fremdwörter"-Kommentar. Ich bin mir ganz sicher, daß er NICHT Dich bzw. Deinen Kommentar gemeint hat. Eher war das ein süffisanter Seitenhieb auf allgemeine Kritiker-Diktion. Du mußt Dich keinesfalls für Deinen Schreibstil entschuldigen, ist absolut okay.
lgrimal
01.02.2007 08:33 Uhr
zu Knille: Deutsch ist nicht meine Muttersprache. Ich bin froh, dass meine Grammatik einigermassen in den Griff bekomme. Solche Texte zu schreiben ist für mich immmer eine Anstrengung. Es tut mir Leid, wenn ich mit dem Artikel nicht mithalten kann, was Anzahl der Fremdwörter und verschwurbeltere Grammatik angeht (das Wort verschwurbelt konnte ich zum Beispiel ohne Wörterbuch nur intuitiv deuten).
Dass ich Fremdwörter benutze ist nicht pedantisch gemeint. Die kenne ich aus meiner Muttersprache eher als die deutschen Äquivalente (wieder ein Fremdwort aus dem Franzsösischen) ;-)
lgrimal
01.02.2007 08:17 Uhr
zu Wonderwalt. Mein afrikanischer Freund kommt aus Gabon und hat zwar 18 Jahre in Afrika gewohnt, jedoch auch 10 Jahre in Europa. Nach seinem BWL Studium in Frankreich hat er sich in seinem Land politisch engagiert. er teilt die Meinung nicht, der Film wäre rassistisch, er sieht im Gegenteil eine Denunzierung der Ausbeutung durch die Weisse(ich meine auch, dass es in dem Film drin wäre). Der Film zeigt zwar rassistische Bilder, doch ist es mein Verständnis, dass er diese kritissch darstellt und nicht glorifiziert.

Nicht den Film sondern "die Ersthaftigkeit der Lage in Afrika" sollte nicht missverstanden werden. Man darf natürlich den Film nicht mögen, doch ich fand den Grund, der Filme wäre im Vergleich zu der Realität übersptizt und exzessiv, unfair. Es gibt in anderen Filmen Botschaften, die viel eher "Pseudobotschaften" sind. Was vielen hier stört, ist die Tatsache, dass man die Armut und die Konflikte Afrikas recykelt, um dem Zuschauer seinen voyeuristischen Kinospass zu erlauben. Eventuell gibt es bei einigen Zuschauer sogar Schuldgefühle, weil der Film dabei so gut funktioniert. Es ist viel einfacher einen Film zu mögen, wenn er die Schuldigen attakiert (Thank you for Smoking, Eine unbequeme Wahrheit), anstatt die Opfern zu bemitleiden. Das stillt unsere Schuldgefühle.

Doch es gehört uns Zuschauern, etwas sinnvolles mit dem Film anzufangen. Denn die Botschaft ist keine Pseudobotschaft, auch wenn es für uns einfach ist, davon hinwegzugucken.
HarryBelafonte
31.01.2007 15:13 Uhr / Wertung: 9
oh man wäre nicht das letzte Telefonat so schwülstig.. hätt ich eine 10 gegeben. einfach 30 min. abschneiden und ein gescheites Ende liefern..

wonderwalt
31.01.2007 12:10 Uhr / Wertung: 7
Sorry, aber der Link funktioniert nicht mehr, die Kritik ist von dem frei zugänglichen Teil der Seite entfernt worden. Pech.
wonderwalt
31.01.2007 06:58 Uhr / Wertung: 7
@Knille: Meintest Du vielleicht die Kritik von Andreas Busche vom evangelischen Pressedienst? http://www.epd-film.de/33192_47076.php
wonderwalt
30.01.2007 22:39 Uhr / Wertung: 7
Mir tuts wegen der Diskussion etwas leid um diesen Film, weil ich ihn durchaus gut fand. Auch halte ich Zwick für den redlicheren Regisseur als Gibson, der nun wirklich schwindsüchtig und dement wird auf seine alten Tage. Auch kann ich igrimal gut verstehen, wenn er für politisch engagiertes Unterhaltungskino plädiert. Es ist wünschenswert, Filme über Afrika zu machen, die politische Realitäten in ihre Geschichten einbauen. Dennoch kann ich mein großes "Aber" nicht verhehlen. Daß es Zwick gut meint, steht sicher außer Frage, doch wie viel politische Aufklärung findet denn tatsächlich statt? Welche Bedeutung hat denn heutzutage noch explizite Gewaltdarstellung im Kino, wenn sie adrett verpackt in süffigem Action-Kino daherkommt? Ich bin der Meinung, daß man mit Gewalt heute keinen Schwanz mehr hinter dem Ofen vorlockt, sondern nur das Gegenteil erreicht. Der Zuschauer stumpft ab und nickt das Gesehene lediglich ab mit geschärftem schlechten Gewissen des westlichen Kulturbürgers. Und das Ganze wird gerade dann fragwürdig, wenn der Kontext aus munterem Abenteuer-Kino besteht. Zu erwähnen ist auch die Darstellung der Schwarzen und Einheimischen in diesem Film. Solomon steht stets im dritten Glied hinter DiCaprio und Connelly, wirkt häufig hilflos und linkisch und kommt letztlich nur durch die Unterstützung der weißen Helden zum Ziel. Und was meinem Kollegen aus Ghana an dem Film mißfallen hat, war die grundsätzliche Erzählhaltung. In westlichen Filmen über Afrika - meint er - gehe es entweder um Bürgerkriege, HIV oder Hungersnöte. Ständig würde ein armseliges, brennendes Afrika gezeigt, das immer hübsch in seine Opferrolle zurückfällt. Da wo Afrika stark und selbstbewußt sei, würden sich westliche Medien nicht hinbewegen. Auch mal eine Überlegung wert.
Knille
30.01.2007 20:57 Uhr / Wertung: 8
Wonderwalts (und bhornys) Meinung ist übrigens keine Aussenseiter-Meinung. Vor einigen Tagen las ich entweder in der SZ oder in der Welt am Sonntag einen sehr ausführlichen Artikel, in dem der Autor dem Film genau dasselbe vorwarf wie diese beiden. Er brauchte dafür allerdings eine ganze Seite und verwendete deutlich verschwurbeltere Grammatik und viel mehr Fremdwörter ;-).
Ich werde mal schauen, ob ich diesen Artikel noch finde, um gegebenenfalls Auszüge zitieren zu können.
wonderwalt
30.01.2007 18:08 Uhr / Wertung: 7
@ingrimal: Ein Arbeits-Kollege von mir kommt gebürtig aus Ghana und teilt meine Kritik an diesem Film in weiten Teilen. Mein Kollege geht noch viel weiter, er hält diesen Film in vielen Teilen sogar für rassistisch und erläuterte mir, daß es diese verzerrte Darstellung Afrikas in Hollywoodfilmen sei, die eine Fehlwahrnehmung dieses Kontinents in westlichen Augen befördere. Witzig, oder? Ich werde das in den nächsten Tagen ewtas konkretisieren, hab heute keine Zeit. Abgesehen davon halte ich die Unterstellung für regelrecht rührend, daß Leute, die Deine Begeisterung nicht teilen, den Film einfach nicht verstanden hätten.
lgrimal
30.01.2007 06:05 Uhr
zu BHORNY und WONDERWALT
"Hier wird ordentlich auf die Tränendrüse gedrückt und Mitleid im großen Rahmen zelebriert für die Unschuldigen in diesem Bürgerkrieg, um sie dann im nächsten Moment stilvoll und zu cooler Musik sowohl von den Regierungstruppen, den Rebellen als auch den von außerhalb kommenden Truppen hinwegmetzeln zu lassen."

"Leider verfällt Zwick in einigen Szenen in die Gibsonsche Unart, eine Pseudobotschaft durch Gewaltexzesse untermauern zu wollen."

Das ist ein Absichtsprozess. Zwick kann man nicht vorwerfen, sich für den Pathos einen echten Drama als Filmobjekt ausgesucht zu haben. Im Gegenteil.

Man kann nicht bestreiten, dass er Film parteiisch und engagiert ist. Genauso wie einer Michael Moore schreckt Zwick nicht vor den Mitteln, um seinen Punkt zu machen, doch handelt es sich hier nicht um einen Dokumentar, und der Ton ist für diesen Genre noch angemessener.

Wieso sollte man die Lage in Afrika milder Darstellen? Ja die weissen Amerikaner schiessen auf schwarze Kriegskindern, aber was verläuft in Afrika schon normal? Besser ein Knallharter Augenöffner, als ein politisch korrekter Film.

Pathos wird hier nicht künstlerisch durch die Dollarsucht des Regisseurs aus dem Nichts herbeigerufen, sondern durch echtes Engagement und Authentizität. Und es handelt sich nicht um eine Pseudobotschaft, auch wenn es uns Nicht-Afrikanern schwerfällt die Bildern als wahrhaft wahrzunehmen.

Als Zwick The Siege rausbrachte meinten viele der Terrorist-Problem wäre überdreht und überspitzt daregboten worden, doch nach 11. September mussten die Kritikern eingestehen, dass der Film eine authentische Darstellung war (besonders die Warnung vor einer Assimmilation Muslim=Terrorist hat er bei amerikanischen Verhältnisse früh ausgesprochen).

Zwick hat sich schon öfters mit Internationalen Themen (The Siege) und Zivilkriegen (Glory, The last Samurai) auseinandergesetzt. Seine Werke sind bislang immer gut dokumentiert und authentisch gewesen.

Man kann Zwicks scharfen Intellekt, seine akkurate Beobachtung der aktuellen Welt und sein Engagement gegen von unseren Gesellschaften gerne übersehenen Konflikten nur loben. Wer in dem Film eine "Pseudobotschaft" sieht hat die Ernsthaftigkeit und die Komplexität der afrikanischen Lage missverstanden.

Wenige Regisseure schaffen es, gleichzeitig engagiert und dennoch filmtechnisch gut zu sein. Wenn die Regie Hand in Hand mit der Botschaft arbeitet (immerhin 9 oder 10 Punkten bei der Mehrheit der Score11-Nutzer) kann man nur beheistert sein.

Wer sich einen neutraleren Film ohne Pathoselemente sucht, ist mit Babel allerdings besser bedient. Der Film kam mit einer 7er Berwertungsdurchschnitt als "Film" auch deutlich weniger gut an. War das Engagement durch den geringen Pathoswert effizienter? Für den normalen Zuschauer sicherlich nicht. Für die wenigen Aufgeklärten, die sich eine eigene Meinung bilden wollen, vielleicht, weil er als weniger aufdringlich mit seiner Botschaft rüberkam. Genau der Unterschied zwischen einem Michael Moore Documentar und einem klassischen Dokumentar.

Ich persönlich gehe auch wegen des Unterhaltungswert ins Kino.

Für eine im Ton neutralere (in diesem Fall aber nicht realitätstreuere) Sicht gibt es letzlich immer noch andere Bezugsquellen.
lgrimal
30.01.2007 04:52 Uhr
Wunderbare schauspieler, toller screenplay, perfekt inszeniert, sehr gute musikuntermahlung (die hat mich an The Insider errinert, wo es dort um erwägungen von optionen unter bedrohung ging). Und zum Schluss eine Anspielung an dem Gedicht von Arthur Rimbaud, "Le dormeur du val"(Rimbaud ist für sein Engagement in Afrika bekannt, eine angenehme Überraschung).
Die Charakter sind deswegen so interessant, weil sie komplexen motiven verfolgen.
Der Regisseur befasst sich nach The Last Samurai wieder mit dem Prozess, wie ein Ausländer in einem anderen land Respekt gewinnt, in dem er sich parteisch für eine Seite des internen Konflikten engagiert. Dadurch zelebriert der Regisseur gegen die Strömung der kulturellen Konflikten, die gemeinsame Werte der Völkern, wie Ehre, Familie und Freundschaft.
Was der Regisseur hier so kraftvoll zeigt ist die Sinnlosigkeit dieser Konflikte und des Merkantilismus im Vergleich zu den Menschentragödien und Familienrisse, die sie herbeirufen.
Für mich die kräftigste Szene ist die, als *SOILER* Solomon mit einer übermenschlichen Stärke den Kommandant "wegschaufelt". Es zeigt den Wahnsinn und die Irrationalität in dem Konflikt: hassen oder sterben, sich unterrodnen oder kämpfen um seine Familie zu retten *SPOILERENDE*. Es zeigt aber ein wenig hoffnung, dass die Gefühle eines Vaters oder die eines Freunden eine Inspirationsquelle zur Überwindung des Irationalen sein können. Sie treiben einen fort. Man kann sogar vermuten, dass *SPOILER* der Kommandant dies kurz vor seinem Tod erahnt, als er plötzlich vor dem von ihm verursachten Wut zurücktreten muss *SOILERENDE*.
Di Caprio schafft es wieder in einer unspielbaren Rolle zu glänzen. Für mich ist diese Rolle eindeutig viel komplexer als die von Brad Pitt in Babel, und finde dass Di Caprio sich damit den Oscar definitiv verdient hat. Es wird höchste Zeit, dass jemand über sein lebenswerk eine Dokumentar dreht. So jung hat er schon so viel beachtliches erreicht.
mountie
29.01.2007 14:02 Uhr
Zuerst möchte ich mal die Leistung von Djimon Hounsou über die (ebenfalls gute) Leistung von DiCaprio heben. Damit hat er sich den Nebendarsteller-Oscar wirklich verdient. Zum Film: Wieder schafft es Regisseur Zwick einen tollen, epischen Abenteuer/Action-Film zu drehen, der mit einer nicht minder wichtigen Botschaft daherkommt. Wie Tom Cruise in Last Samurai oder Denzel Washington in The Siege, setzt er auch seinen rhodesischen(!) Helden Danny Archer wieder sehr gut in Szene. Zum Rest bleibt nur den Film selbst zu zitieren: DIA... Das Ist Afrika! Zum Schluß noch ein DICKER DICKER SPOILER DER MEHRERE FILME BETRIFFT !!!!! DiCaprio-Filme scheinen wirklich am besten zu sein, wenn sein Charakter am Ende stirbt. SO, WER DAS GELESEN HAT, IST SELBST SCHULD, ICH HATTE GROSS VORHER GEWARNT! SPOILER ENDE!!!
Clone
29.01.2007 12:20 Uhr
Also hier hab ich definitv mehr erwartet. Vor allem die Oscar-Nominierung von DiCaprio ist mir echt ein Rätsel. Vielleicht kommt er in der Originalfassung besser rüber, aber ich fand ich den ganzen Film über einfach nur unglaubwürdig. Dazu kommt noch, dass der Film nach starkem Beginn immer mehr abflaut und sich teilweise sehr in die Länge zieht. Irgendwann habe ich dann auch mal genug von der zigsten Schiessereien mit Rebellen. Hounsou ist jedoch Klasse, doch auch er kann den Film für mich nicht übers Mittelmaß heben.
sparrow
29.01.2007 11:54 Uhr
Also ich fand den Film im Großen und Ganzen doch recht klasse,wobei ich das Ende ein wenig nervig fand.Das mit dem Telefonieren von Archer mit Maddy und das doch ein wenig aufgedunsende moralische Ende waren nicht so mein Fall,aber der Rest des Filmes hat mich sehr überzeugt,vor allem die beiden Hauptdarsteller..dafür hat sich Leo doch den Oscar nun wirklich verdient...:)
Tatanka
28.01.2007 22:28 Uhr
Die fantastischen Bilder und die unglaublich gut agierenden Schauspieler, allen voran der genial aufspielende DiCaprio, machen aus Blood Diamond einen hervorragenden Film. Aber: Die durchschnittliche Story, die Pseydomoral und das Pseydoheroische zerstören zugleich all das wieder. Immer dieser Hollywood- und Amerikastandard. Natürlich sind die einzigen sichtbaren Fahnen im Film die der Vereinigten Staaten. Natürlich ist es eine US-Reporterin, usw.... Was soll das? Natürlich ist es lobenswert, dass sich auch Hollywood mit so einem ernsten und traurigen Thema befasst, aber was ändert das bitte? Wandert auch nur ein Dollar der Millionen selbiger, die man aus dem Film an Gewinn einfährt, in diesen Problemländern oder Organisationen, die die Ausbeutung und die Verbrechen bekämpfen? Pure Pseydomoral zur Beruhigung des schlechten Gewissens. Positiv ist natürlich, dass bei der nächsten Oscarverleihung Frau Conelly bestimmt nur "konfliktfreie" Diamanten tragen wird. Ist es nicht schön? - 9 Punkte
wonderwalt
28.01.2007 20:01 Uhr / Wertung: 7
Kann mich weitgehend der Meinung von bhorny anschließen, wobei ich dem Film trotzdem mehr Punkte gebe (7 Punkte). Die gute Inszenierung und die hervorragende Leistung DiCaprios machen den Streifen zu einem packenden Unterhaltungsfilm. Leider verfällt Zwick in einigen Szenen in die Gibsonsche Unart, eine Pseudobotschaft durch Gewaltexzesse untermauern zu wollen. Gerade da bleibt der Film unglaubwürdig, weil ihn die Problematik Afrikas im Kern dann doch nicht interessiert, sondern sie nur für seine Zwecke ausschlachtet.
KarlOtto
27.01.2007 22:50 Uhr / Wertung: 10
Blood Diamond ist ein sehr guter Film mit einer Oscar würdigen Leistung von Leonardo DiCaprio. Er gehört eindeutig zu den besten Schauspielern Hollywoods. Insgesamt hat mir der Film sehr gut gefallen und ich kann ihn nur empfehlen.
KeyzerSoze
27.01.2007 19:31 Uhr / Wertung: 7
Ein guter Film ist Blood Diamond sicherlich, jedoch hat er in der deutschen Fassung erheblich mit der grauenhaften Synchronisation von Leonardo diCaprio zu kämpfen. Es gibt keine Sekunde in dem seine deutsche Stimme auch nur ansatzweise die Genialität seines Stimmenspiels einfangen kann. Hätte ich den Film komplett auf Deutsch gesehen würde ich mich wirklich fragen warum er für diese Leistung in den US in den Himmel gelobt wird. Bei Sichtung der OV-Fassung war es mir jedoch klar, denn was er hier abliefert ist der Hammer, meiner Meinung nach einer der besten seiner ohnehin schon vielzähligen großartigen Leistungen. Ohne sein Spiel und dem seines ebenfalls groß aufspielenden Nebendarstellers Djimon Hounsou wäre der Film sicher nicht mehr als Mittelmaß, da die Geschichte des Filmes leider nie wirklich glaubhaft dargestellt wird. Zu oft verliert sich Regisseur Zwick in Michael Bay Ästhetik und stellt die Action von die Geschichte, zu oft gibt es Zufälligkeiten im Drehbuch, die dann meist in Massenschießereien ausarten, bei denen auch wirklich jeder mit Ausnahme unserer lieben Hauptdarsteller getroffen wird. Sicher ist das Ganze sehr gut in Szene gesetzt und auch schön anzusehen, aber dadurch wird die Glaubwürdigkeit dieses Filmes merklich eingeschränkt. Dennoch muss ich mich sagen, dass ich mich gut unterhalten fühlte, hauptsächlich dank des großartigen Spiels von DiCaprio; alleine seine Performance ist jeden Cent des Kinotickets wert.
Colonel
25.01.2007 23:50 Uhr / Wertung: 10
Vorweg, ein hammer Film, mit knallharter Botschaft und knallharten Bildern. Nach Departed der nächste Film, dem ich die Höchstzahl gebe und das sind insgesamt nicht viele. Und auch schon wieder der nächste mit DiCaprio. Spätestens, und aller spätestens seit den letzten beiden Filmen Departed und Blood Diamond zeigt er, dass er zu den besten Schaupielern in Hollwood gehört. Aber nun zum Film. Am Anfang fand ich ihn etwas lahm und er braucht seine Zeit bis er auf Geschwindigkeit kommt. Aber irgendwann ist man drin, voll gepackt und gleichzeitig auch mit dem Herz dabei.
Alles dabei, volle Charaktere mit eigenen entwickelnden Geschichten, eine gute Story die kein Blatt vor dem Mund nimmt und packende Schicksale. Die Botschaft kommt an, auch wenn sie etwas penetrant wirkt, aber bei solchen Themen hat man keine Wahl, da der wohlhabende Mensch shcnell geneigt ist wieder wegzuschauen. Nur manche Dinge fand ich etwas zu überspitzt, die sich später aber egalisiert bzw. ausgeglichen haben.
Neben DiCaprio stechen auch die beiden anderen Hauptdarsteller Jennifer Connelly und Djimon Hounsou hervor die alle drei zu einem sehr guten, glaubwürdigen Film verhelfen.
Daniela85
25.01.2007 22:50 Uhr
Toll, toll und nochmals toll ;-). Ich bin einfach begeistert. Der Film hat eine gigantische Atmosphäre und super tolle Schauspieler. Vorallem Leonardo DiCaprio spielt einfach genial. Die Story an sich ist ebenso ein fantastischer Mix aus Action, Thriller und Dramatik/Emotionen. Auch die lange Laufzeit von ca. 145 Minuten verging wie im Flug - und das spricht definitiv auch für den Film, da er so spannend gewesen ist, dass man gar nicht mitbekommen hat wie die Zeit vergeht. Also: Unbedingt ansehen ;-)...
bhorny
13.01.2007 11:44 Uhr
Eigentlich ein solider Action-Adventure Film, der leider ein wenig durch seine teils überzogene Gewalt und die verfehlte Ansiedlung im Bürgerkrieg in Sierra Leone verliert. Entweder ich mache eine Art Welcome To The Jungle meets Lord Of War oder aber ich mache Hotel Ruanda meets Catch A Fire. Aber die Kombination aus allen vieren ist verstörend. HIer wird ordentlich auf die Tränendrüse gedrückt und Mitleid im großen Rahmen zelebriert für die Unschuldigen in diesem Bürgerkrieg, um sie dann im nächsten Moment stilvoll und zu cooler Musik sowohl von den Regierungstruppen, den Rebellen als auch den von außerhalb kommenden Truppen hinwegmetzeln zu lassen. Pfui Bäh. Wenn man von diesem Frevel mal absieht ist eigentlich ein sehr cooler Abenteuerfilm herausgekommen (allerdings vorhersehabr von der ersten bis zur letzten minute), der mit guten Schauspielern besetzt ist und eine solide Inszenierung aufweist.
Knille
10.10.2006 14:30 Uhr / Wertung: 8
Immerhin scheint er irgendjemandem so gut gefallen zu haben, dass er vorsorglich schon mal eine Zehnerwertung locker gemacht hat ;-)
Monkey
10.10.2006 14:28 Uhr
Der Trailer dazu sieht gar nicht mal so schlecht aus: http://www.apple.com/trailers/wb/blooddiamond/

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