Der neue Netflix-Thriller ‚Thrash‘ von Regisseur Tommy Wirkola steht massiv in der Kritik. Filmexperten raten Zuschauern davon ab, den Hai-Horror anzusehen, und empfehlen stattdessen den bewährten Klassiker ‚Crawl‘ erneut zu schauen. Die Bewertungen fallen so vernichtend aus, dass der Film bereits als einer der schlechtesten Netflix-Originalproduktionen des Jahres gehandelt wird.
Wirkolas neuer Hai-Thriller enttäuscht auf ganzer Linie
Tommy Wirkola, bekannt für seine Arbeiten an Actionfilmen wie ‚Dead Snow‘ und ‚Hansel & Gretel: Witch Hunters‘, hat mit ‚Thrash‘ einen Hai-Thriller geschaffen, der bei Kritikern durchfällt. Der Film wird als übertriebene und absurde Produktion beschrieben, die das Genre der Hai-Horror-Filme nicht bereichert, sondern eher schadet. Mit einem Budget von geschätzten 15 Millionen Dollar hätten die Produzenten deutlich mehr erreichen können.
Besonders problematisch sei laut Rezensenten die Tatsache, dass der Film versucht, durch überzogene Gewaltdarstellungen und unrealistische Szenarien zu punkten. Dabei verliere er jedoch jegliche Glaubwürdigkeit und Spannung, die für einen gelungenen Thriller essentiell sind. Die Spezialeffekte wirken billig und unglaubwürdig, während die Charakterentwicklung völlig vernachlässigt wurde. Selbst erfahrene B-Movie-Fans zeigen sich enttäuscht von der mangelnden Kreativität.
Handlung und Charaktere fallen komplett durch
Die Geschichte von ‚Thrash‘ spielt in einem abgelegenen norwegischen Fjord, wo eine Gruppe von Touristen von mutierten Haien angegriffen wird. Was auf dem Papier spannend klingt, entpuppt sich als zusammenhanglose Aneinanderreihung von Gewaltszenen ohne logischen Aufbau. Die Dialoge sind hölzern und klischeehaft, während die Schauspieler sichtlich Mühe haben, ihre eindimensionalen Rollen glaubwürdig zu verkörpern.
Hauptdarstellerin Sophie Cookson kann trotz ihrer Erfahrung aus Filmen wie ‚Kingsman‘ nichts aus der schwachen Vorlage herausholen. Auch die norwegischen Nebendarsteller bleiben blass und austauschbar. Die Charaktermotivationen sind unklar, und emotionale Verbindungen zwischen den Figuren entstehen nie. Zuschauer berichten, dass sie bereits nach 30 Minuten jegliches Interesse an dem Schicksal der Protagonisten verloren haben.
Vergleich mit ‚Crawl‘ fällt vernichtend aus
Filmkritiker ziehen immer wieder Vergleiche zu Alexandre Ajas ‚Crawl‘ aus dem Jahr 2019, der als Paradebeispiel für einen gelungenen Hai-Thriller gilt. Während ‚Crawl‘ durch seine realistische Darstellung einer Naturkatastrophe und die daraus resultierenden Gefahren überzeugte, wirke ‚Thrash‘ wie eine schlechte Kopie ohne eigene Identität. Der Unterschied in der Qualität der Inszenierung ist so gravierend, dass Kritiker von einem „Lehrstück in schlechtem Filmemachen“ sprechen.
‚Crawl‘ schaffte es mit einem kleineren Budget und einer einfacheren Prämisse, echte Spannung aufzubauen und glaubwürdige Charaktere zu entwickeln. Die Alligatoren wirkten bedrohlich und real, während die Haie in ‚Thrash‘ wie schlecht animierte Videospielgegner erscheinen. Auch die Kameraführung und der Schnitt von ‚Crawl‘ sind deutlich professioneller umgesetzt.
Netflix setzt weiter auf kontroverse Inhalte
Der Streaming-Gigant Netflix hat in den vergangenen Monaten verstärkt auf polarisierende Filme gesetzt, um Aufmerksamkeit zu generieren. ‚Thrash‘ reiht sich in eine Liste von Produktionen ein, die mehr durch negative Schlagzeilen als durch positive Kritiken von sich reden machen. Diese Strategie scheint jedoch nicht aufzugehen, da Abonnenten zunehmend frustriert über die sinkende Qualität der Eigenproduktionen sind.
Branchenexperten sehen darin eine problematische Entwicklung, da Qualität zugunsten von Quantität und schneller Aufmerksamkeit geopfert werde. Netflix produziert mittlerweile über 200 Originalfilme pro Jahr, was zu einer Verwässerung der Standards führt. Dies könne langfristig dem Ruf der Plattform schaden und Abonnenten vergraulen, die hochwertige Unterhaltung erwarten. Konkurrenten wie HBO Max und Apple TV+ setzen bewusst auf weniger, aber qualitativ hochwertigere Produktionen.
Zuschauerbewertungen bestätigen Kritikerurteil
Auch die Zuschauerbewertungen auf verschiedenen Plattformen fallen verheerend aus. Auf IMDb erreicht ‚Thrash‘ derzeit nur 3,2 von 10 Punkten, während die Netflix-eigene Bewertung bei mageren 1,5 Sternen liegt. Viele Nutzer brechen den Film bereits nach der ersten halben Stunde ab und warnen andere Abonnenten in ihren Kommentaren vor der Zeitverschwendung.
Für Hai-Thriller-Fans bleibt die Empfehlung klar: ‚Crawl‘ bietet weiterhin das beste Erlebnis in diesem Subgenre und sollte ‚Thrash‘ in jeder Hinsicht vorgezogen werden. Die Zeit ist besser investiert in bewährte Qualität als in misslungene Experimente. Wer dennoch Lust auf aktuelle Hai-Filme hat, sollte eher zu ‚The Meg 2‘ greifen, der trotz seiner Schwächen deutlich unterhaltsamer ist als Wirkolas Fehlgriff.